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Thema: (?) (440) Deutsches Reich Germania Farbbestimmung
Das Thema hat 469 Beiträge:
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Markus Pichl Am: 16.12.2018 16:52:24 Gelesen: 197541# 395 @  
@ Germaniaanhänger [#394]

Hallo,

vor einer Woche habe ich nicht nur diverse Online-Archive und Verkaufsplattformen nach attestierten Marken 86 I d und 86 II e abgesucht sondern mich auch nach HAN-Nummern umgesehen.

Die Bilder sind selbstverständlich von verschiedenen Scannern mit verschiedenen Kalibrierungen aufgenommen, somit verbietet sich ein direkter Vergleich untereinander.

Die meisten der katalogisiert HAN-Nummern betreffen die Farbtöpfe a und b.

Aus den aufgefundenen HAN-Nummern, nachstehend fünf Beispiele zu MiNr. 86 I

Die HAN-Nr. "5335.09" (Geschäftsjahr 1909, der Reichsdruckerei) gehört zur a-Farbe. Die a-Farbe taucht, gemäß Angabe im Michel, mit frühestem bisher registrierten Verwendungsdatum ab dem 8.11.1905 auf.

[1]

Die HAN-Nr. "1174.13" und "2602.13" (je Geschäftsjahr 1913, der Reichsdruckerei) gehören zur b-Farbe. Die b-Farbe taucht, gemäß Angabe im Michel, mit frühestem bisher registrierten Verwendungsdatum ab dem 20.7.1911 auf.

[2]

[3]

Die HAN-Nr. "2035.11" (Geschäftsjahr 1911, der Reichsdruckerei) gehört zur c-Farbe. Die c-Farbe taucht, gemäß Angabe im Michel, mit frühestem bisher registrierten Verwendungsdatum ab dem 22.7.1911 auf.

[2]



Die HAN-Nr. "4574.13" (Geschäftsjahr 1913, der Reichsdruckerei) gehört zur d-Farbe. Die d-Farbe taucht, gemäß Angabe im Michel, mit frühestem bisher registrierten Verwendungsdatum ab dem 25.6.1913 auf.

[1]



In der Regel dauerte es ein paar Wochen, bis die verschiedenen Auflagen nach Druck von der Reichspost in Umlauf gebracht wurden. Ein Frühdatum einer Farbe, kann sich ggf. noch etwas nach vorne verlagern. Ausschließen möchte ich es nicht. Die im Moment festgehaltenen Frühdaten, haben sich aber schon lange nicht mehr verändert.

Ebenso kann es natürlich auch zu verschiedenen Farbtönungen innerhalb einer Auflage kommen. Zu den zuvor gezeigten fünf Hausauftragsnummern habe ich aber keine abweichenden Erkenntnisse, als die dargestellten.

Beste Grüße
Markus

[1] Bildquelle Auktionshaus Ulrich Felzmann
[2] Bildquelle Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer
[3] Bildquelle Briefmarken Raschke (ein hervorragender Kenner von Bogenmaterial und HAN-Nummern des Deutschen Reichs)
 
Germaniaanhänger Am: 19.12.2018 17:25:06 Gelesen: 197269# 396 @  
@ Armin [#384]

Hallo Armin,

vorwiegend bin ich ja Plattenfehlerjäger der Krone & Adler Serie. Nun bin ich gerade dabei, alle Germaniamarken mal zu ordnen nach Farben u.s.w. Derzeit beschäftige ich mich mit den Kriegsdrucken 86II.

In deinen Ausführungen schreibst Du ja, die 86IIg erkennt man auch ohne UV, OK dachte ich mir. Der seltene Farbton heißt ja nun mal dunkelrot, ergo, andere Farbe darf nicht erscheinen im Markenbild, das ist ja klar.

Hier nun das gute Stück! Muss ich aber noch prüfen lassen.



LG
 
Markus Pichl Am: 19.12.2018 17:58:23 Gelesen: 197240# 397 @  
@ Germaniaanhänger [#396]

Hallo Germaniaanhänger,

die 86 II g entspringt einer Teilauflage HAN 1800.18

Die meisten Marken dieser Teilauflage wurden zum Überdrucken für Besetzung I. Weltkrieg Rumänien MiNr. 9 b verwendet und ein kleinerer Teil wurde unüberdruckt im Reich verwendet.

Besorge Dir eine Besetzung WK 1 Rumänien 9 b (Katalogwert in ungebraucht Euro 13.-), dann hast Du ein ideales Vergleichsstück.

Die vorstehend gezeigte Marke mit Stempel BERLIN 17.6.20 ist mit großer Wahrscheinlichkeit keine 86 II g.

Beste Grüße
Markus
 
Meinhard Am: 19.12.2018 18:21:58 Gelesen: 197231# 398 @  
@ Markus Pichl [#397]

Besorge Dir eine Besetzung WK 1 Rumänien 9 b.

@ Germaniaanhänger [#396]

Die linke a (karminrot) - die rechte b (dunkelrot). Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten: Meine sind falsch geprüft oder deine hier eingestellte hat eine andere Farbe bzw. das Bild taugt nicht zum Vergleichen.

MfG
Meinhard


 
Germaniaanhänger Am: 19.12.2018 19:58:28 Gelesen: 197197# 399 @  
@ Meinhard [#398]

Grüße Meinhard,

ob meine dargestellte Marke diejenige gute Farbe ist, weiß ich nicht! Wie Du ja selbst weißt wurde der Kriegsdruck ja auf stumpfen, rauhen Papier gedruckt, so dass die Farben natürlich auch an der Oberfläche stumpf wirken. Dieser Umstand macht es ja notwendig,die eigentliche Farbe nach außen zu bringen. Dann sieht man auch die Farbe, natürlich geht das nur mit vorliegenden Marken, mit Scans geht das leider nicht. Dadurch der Irrtum meinerseits bei dem gezeigten Viererblock von Pepe in seinem Beitrag.

Wenn man sich mal die 86IIe als Beispiel oberflächlich anschaut, fragt man sich doch: Wo ist das Lilarot geblieben? Lilarot beinhaltet ja Fliederfarbe, die man an der Oberfläche nicht sieht, zumindest als Laie. Steckt Lila in der Farbe drin, muss es irgendwie sichtbar gemacht werden können. Hat die Farbe kein Lila, ist es die falsche. Wo kein Lia drin ist, kann ich ja keins reinzaubern. All das sind ja Überlegungen meinerseits, die Farbe annähernd zu bestimmen. Bei deiner geprüften 9b sieht man ja nach außen auch kein Dunkelrot, obwohl es mit Garantie eine ist.

Ob meine Vorgehensweise richtig ist, zeigt natürlich nur eine Prüfung durch einen Spezialisten.

Hier eine weitere Darstellung der vermeintlichen guten Farbe dunkelrot, vielleicht auch eine 86IIf:



Wie gesagt, am Ende der ganzen Prozedur kann nur ein Profi Licht ins Dunkel bringen.

lg
 
Markus Pichl Am: 19.12.2018 20:47:32 Gelesen: 197179# 400 @  
@ Germaniaanhänger [#399]

Hallo Germaniaanhänger,

über selbige Marke denkst Du innerhalb von zwei Beiträgen nach, ob es eine 86 II g, 86 II e oder gar nun eine 86 II f sein könnte.

Das sind drei völlig verschiedene Marken, alle drei haben in Bezug ihrer Farbgebung eins gemeinsam und zwar gar nichts.

Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 19.12.2018 23:38:19 Gelesen: 197145# 401 @  
@ Markus Pichl [#400]
@ Markus Pichl [#400]

Mach Dir mal über mich keine Gedanken, ich komme schon klar mit meinen Briefmarken!

Die 86IIe habe ich nur als Beispiel für Meinhard genannt. Ich denke auch Meinhard weiß allzu gut Bescheid, was ich mit der Lila Farbe gemeint habe!

Was die 86IIf, die 86IIg und auch deine erworbene allseits beliebte 86Id in postfrisch betrifft, haben diese außergewöhnlichen Farben alle eins gemeinsam: Sie liegen in einem extrem kleinen Farbspektrum, was in nur minimaler Abweichung aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann! Ich glaube, Germaniafreund, Erron und noch einige andere hatten das schon erwähnt.

Das ist ja die Wurzel aller unserer Farbprobleme, deshalb machst Du ja Deine Farbmessungen und ich meine Beobachtungen mit dem menschlichen Auge, dazu ist es ja vorhanden. Meine Gedanken dazu äußerte ich ja bereits im Beitrag. Auch erwähnte ich schon, dass ich mal angefangen habe, alles für mich digital zu erfassen,angefangen von Krone/Adler Serie, Germania Serie bis hinaus
zum dritten Reich und dann rüber zum Cape of good Hope. Aber ich bin erst bei Germania II und das kann dauern, wie Du weißt.

Durch diese Erfassung werden die auffälligen noch auffälliger, es stellt sich die Frage nach dem Warum? Von meiner Sicht her gesehen Markus, stellt sich diese Frage nicht, mein Beruf ist Chemiker Und wenn ich eine mir verdächtige Marke finde und hier ins Forum zur Diskussion stelle, behaupte ich noch lange nicht, dass es die gesuchte ist. Es könnte vielleicht oder doch nicht, irre ich mich u.s.w. Deshalb frage ich ja nach, denn alles steht nicht im Katalog, selbst im neuesten Spezialkatalog nicht. Nun magst Du vielleicht denken der Chemiker spinnt und reißt hier was vom Zaun mit der 86IIe.



Wie auch schon erwähnt, wenn die seltene Farbe nicht enthalten ist, im Fall 86IIe ist diese aber nun mal drin, dann möchte ich diese natürlich sehen! Ist Lila im Papier nicht vorhanden, geht ja die Sichtbarmachung nicht.

Denk mal drüber nach, gute Nacht
 
Markus Pichl Am: 20.12.2018 06:51:34 Gelesen: 197117# 402 @  
@ Meinhard [#398]

Hallo Meinhard,

vielen Dank, für Deinen guten Scan. An diesem kann man den Farbunterschied zwischen beiden Marken gut erkennen.

Die linke Marke wirkt karminfarben und die rechte dunkelrot, sprich die linke deutlich bläulicher als die rechte. Dies drückt sich dann auch durch einen unterschiedlichen Farbwinkel im HSV-Farbraum aus.

Die linke Marke, die a-Farbe, fällt nach Deinem Scan mit dem Farbwinkel von rund 356 Grad noch in den Bereich "leichtes Blaurot" (345 bis 359,99 Grad) und die rechte Marke mit dem Farbwinkel Null Grad bereits in den Bereich "Rot" (0 bis 14,99 Grad). An einem sogen. kalibrierten Scan wird der Unterschied wahrscheinlich noch einen Tick deutlicher ausfallen.



Beste Grüße
Markus
 
Meinhard Am: 20.12.2018 17:00:48 Gelesen: 197067# 403 @  
Hallo an die Spezialisten von Germania,

im Michel Spezial gibt es die Farbe "b" nicht mehr. Was versteckt sich hinter dieser Farbe - wer hat einen alten Michel?

Auf der Suche nach der Farbe "e" = (dunkel)lilarot und die Farbe "d" = dunkelrot (Uv zinnoberrot) musste ich feststellen, dass es diese Farben postfrisch/ungebraucht im Michel nicht gibt. Kann mir nicht vorstellen, dass es nur "gestempelte" geben soll. Wer hat hierzu nähere Informationen ?

MfG
Meinhard


 
Markus Pichl Am: 21.12.2018 08:19:11 Gelesen: 197000# 404 @  
@ Meinhard [#403]

Hallo Meinhard,

Du meinst, bei 86 II e und 86 II g findest Du für ungebrauchte bzw. postfrische Marken keine Preisnotierung. Du hast ausversehen "d" statt "g" geschrieben.

Die Katalogisierung, aus meinem alten Michel Spezial 1971, kann man mit der heutigen bzw. einige Jahre später, durch Überarbeitung des Sammelgebietes, erfolgten Katalogisierung nicht vergleichen. 1971 war noch eine b-Farbe unter den Kriegsdrucken bewertet. Insgesamt waren zwei Farben unter Friedensdrucken und vier Farben unter Kriegsdrucken katalogisert. Eine "seltene Farbe" gab es damals noch nicht.



In der durch Überarbeitung erfolgten Neueinteilung, diese war wohl noch in den 1970er-Jahren erfolgt, entfiel dann die b-Farbe bei den Kriegsdrucken. Hierzu kann ich aber erst aus 1991 die Katalogisierung für die Kriegsdrucke zeigen.



86 II b entfiel. Die d-Farbe, sowohl unter den Friedensdrucken, als auch unter den Kriegsdrucken, wurde 1971 noch als anilinrot (Fuchsin bzw. Magenta) bezeichnet. Nach Neuaufteilung findet sich die in 1971 katalogisierte I d und II d als I c und II d in der Katalogisierung wieder.

In 1991 war 86 II e noch "-.-", als Bewertung für ungebraucht und postfrisch angegeben. Dies beruhte wohl damals noch in der Hoffnung, dass man bald eine finden werde. Bis heute ist noch keine ungebrauchte oder postfrische 86 II e attestiert worden und aus welchem Druckauftrag sie stammen soll, weiß auch niemand. Irgendwann hat man die Angabe "-.-" herausgenommen.

Persönlich erachte ich die 86 II e als sehr fragwürdig. Neben der unklaren Sachlage, bzgl. der fehlenden HAN-Nummer, ist mir der Verwendungszeitraum dann auch zu breit, dass die bisher attestierten Marken aus nur einem Druckauftrag stammen könnten. Bisher habe ich attestierte Marken 86 II e mit Stempeldaten von Juni 1915 bis Januar 1917 virtuell archiviert. Man kann die 86 II e als eine Liebhaber-Farbe bezeichnen, bei der noch nichts sichergestellt ist. Marken werden dann als 86 II e geprüft, wenn der Prüfer ein "schönes Rot" sieht (das ist jetzt kein Scherz sondern die Antwort habe ich vor geraumer Zeit von Herrn Jäschke-Lantelme erhalten). Warum es das "schöne Rot" gibt bzw. worin es sich begründet, weiß halt nur leider niemand. Vermutlich sind es gewisse Sättigungsgrade, die in der fließenden Farbmischung in verschiedenen Druckaufträgen erzielt wurden. Vielleicht sind es aber auch nur diverse später erfolgte Verfärbungen, welche sich durch eine gewisse Kombination von verwendetem Farbstoff und Bindemitteln und dann in weiterer Reaktion mit Wasser, Licht, Folien etc. ergeben haben? Genügend Beispiele, in Bezug einer möglichen nachträglichen Verfärbung, sind aus anderen Sammelgebieten bekannt. Selbst jage ich einer 86 II e nicht mehr hinterher, weil der Prüfer mein "schönes Rot" bisher nie als sein "schönes Rot" angesehen hat. Selbstverständlich ist mein schönes Rot viel schöner, als das schöne Rot vom Prüfer. Versteht sich doch von ganz alleine.

Zu der 86 II g hatte ich schon ausgeführt, siehe Beitrag [#397]. Bei dieser Farbe ist uns die HAN-Nummer 1800.18 bekannt bzw. die entsprechenden Marken dieser zuordnungsbar. Der Abgleich erfolgt hier nicht nur bei Tageslicht sondern ist auch unter UV-Licht (366 nm Wellenlänge) nachvollziehbar.

Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 21.12.2018 09:38:04 Gelesen: 196985# 405 @  
@ Markus Pichl [#397]

Hallo Markus,

eine 9b besorgen ist ja eine gute Idee,nix dagegen einzuwenden!

Die beiden geprüften Rumänien von Meinhard hast Du ja gemessen, ob das anhand von Bildern hier im Forum möglich ist, vermag ich natürlich nicht zu sagen.
Du bist ja überzeugt das dies funktioniert, dann mach doch mal die Probe auf Exempel mit meiner gezeigten Berliner. Wäre doch interessant, was dabei heraus kommt mit der Messung, nicht nur für mich sondern auch für Dich und Meinhard.

Damit könntest Du doch belegen, das deine Messung funktioniert. Wenn ich die Berliner hab prüfen lassen, wäre es ein weiterer Beleg dafür das Deine
Art und Weise der richtige Weg ist.

LG
 
Meinhard Am: 21.12.2018 09:49:20 Gelesen: 196981# 406 @  
@ Markus Pichl [#404]

Danke dir bestens für die Aufklärung.

@ Germaniaanhänger [#405]

Hallo Germaniaanhänger,

kannst Du uns bitte verraten, mit welcher Auflösung bzw. Scaneinstellung Du die Bilder gemacht hast [#396] [#399] [#401]

LG
Meinhard
 
Markus Pichl Am: 21.12.2018 10:17:59 Gelesen: 196971# 407 @  
@ Germaniaanhänger [#405]

Hallo Germanianhänger,

bei Scans, die von verschiedenen Scannern mit unterschiedlichen Kalibrierungen erstellt wurden, ergibt eine vergleichende Farbmessung, zwischen den unterschiedlich erstellten Scans, keinen Sinn. Die Werte sind nicht vergleichbar.

Daher hatte ich Dich gebeten, bezüglich Deiner geglaubten 86 I d, einen Scan mit mehreren in 1913 gestempelten Marken, die eine gewisse gelbliche Wirkung in der Farbe zeigen, zu erstellen. Dann kann ich innerhalb von diesem Scan mit Farbmessungen die Marken vergleichen, insofern der Scan in einem Bildbearbeitungsprogramm nicht partiell manipuliert wurde. Der Scan sollte auch eine gewissen Anspruch an Bildqualität erfüllen und da habe ich bei Deinen Scans durchaus gewisse Bedenken.

Meinhard seine beiden Rumänien-Marken sind innerhalb von einem Scan aufgenommen, dies mit einer hohen Bildauflösung. Ferner kenne ich Meinhard seinen Scanner und die Einstellungen, mit denen er die Scans erstellt. Insofern wird für mich alles noch nachvollziehbarer, als es ohnehin schon gestaltet ist.

Beste Grüße
Markus
 
siegfried spiegel Am: 21.12.2018 13:00:40 Gelesen: 196918# 408 @  
@ Markus Pichl [#407]

Hier eine 86 Id


 
Markus Pichl Am: 21.12.2018 13:42:46 Gelesen: 196899# 409 @  
@ siegfried spiegel [#408]

Hallo Siegfried,

eine attestierte 86 I d habe ich hier selbst und auch schon im Vergleich zu anderen Marken gezeigt.

Dein Scan bringt nur dann eine Erkenntnis, wenn Du die Marke mit anderen Marken MiNr. 86 I, die müssen aber in Bezug eines Vergleichs relevant sein, einscannst. Soll heißen, in postfrischer Erhaltung mit naheliegenden Farbtönen aus 86 I c und in gestempelt naheliegende Farbtöne der 86 I c, die in 1913 oder 1914 entwertet wurden.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 21.12.2018 14:40:37 Gelesen: 196880# 410 @  
Hallo,

gerne kann ich genauer aufzeigen.

Es handelt sich in den nachstehenden Bildern um selbige Marke.

Der linke Scan ist von Siegfried mit 1200 dpi Bildauflösung, auf einem in die Tage gekommenen Epson-Scanner erstellt. Der rechte Scan ist von mir bei höherer Belichtung, mit Bildauflösung 3200 dpi und ICC-Profil "Epson sRGB", auf einem Epson V550 erstellt. Für die nachstehende Darstellung, habe ich meinen Scan im Photoshop auf 1200 dpi Bildauflösung skaliert.



Stecke ich beide Scans in ein Bild, muß ich die Pixelanzahl auf 1500 Pixel Breite verkleinern, da dies sonst hier von der Forumssoftware automatisch gemacht wird und die Bildqualität ggf. noch stärker leidet, als wenn ich das im Vorfeld mache.



Die Farben werden in beiden Scans unterschiedlich dargestellt und dementsprechend kommen bei der Farbmessung unterschiedliche, keine vergleichbaren Werte bei selbiger Marke heraus.

Bei dieser Gelegenheit kann ich dann auch aufzeigen, was sich schon in den vorigen Bildern hier im Beitrag deutlich abgezeichnet hat, dass im Scan von Siegfried die Marke breiter ist, als in meinem Scan. Die Höhe der Marke passt leider auch nicht in Proportion. Ob dieser Umstand dem Scanner von Siegfried oder einer bei Siegfried installierten Grafik-Software zuzuschreiben ist, kann ich nicht beurteilen. Beurteilen kann ich aber, dass in meinem Scan die Proportionen der Marke stimmen. Im nachstehend Bild liegt der Scan von Siegfried, bei 50% Abdeckung nach unten versetzt, im Vordergrund.



Das mit den unterschiedlichen Proportionen, wollte ich nur nebenbei erwähnen. Fakt ist, dass unterschiedlich kalibrierte Scans nicht miteinander vergleichbar sind.

Wenn ich eine Germania-Marke hätte, die auch Siegfried oder jemand anderes zuvor eingescannt hat und danach meiner Einer, dann hätte ich das hier zum Thema gehörende Beispiel an einer solchen aufgezeigt.

Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 21.12.2018 19:44:34 Gelesen: 196832# 411 @  
@ Markus Pichl [#407]

Hallo,

ja gut, das wusste ich natürlich nicht, dann hast du Recht, macht keinen Sinn. Ich arbeite aber nicht mit einen Bildbearbeitungsprogramm, so etwas habe ich gar nicht. Ich mach das ein wenig anders. Bei der Darstellung der vielleicht möglichen 86IIg ist mir eh ein Fehler unterlaufen. Auch mir passieren ab und zu mit meiner Methode Fehler,eine kleine Ungenauigkeit reicht da aber auch und man fängt von vorn an.

Ich möchte hier keine Armada von roten einstellen, aber ich kann die vermeintlichen (guten) Marken hier nochmal zeigen.

Vermutete 86 Id, vermutete 86 IIe, 86 IIg.



Eine Prüfung ist eh notwendig und wird wohl bei mir erst Mitte 2019 möglich sein, wegen Kostenfrage und so. 86IIe hab ich bei Fehlprüfungen eingestellt, wegen Altprüfung. Aber das ist ein anderes Thema. Die Marken sind nicht in der Farbe manipuliert, sonst entsteht natürlich ein wirres Abbild der Germania und ich würde mich ja selber verarschen, das ist ja klar. Das würde mich ja nicht voranbringen, auf der Suche nach den guten Farben.

LG
 
Germaniaanhänger Am: 23.12.2018 10:07:26 Gelesen: 196772# 412 @  
@ Pepe [#391]

Hallo,

muss das noch mal los werden vor Heiligabend.

Ich hab wieder und wieder festgestellt, dass der Block einen etwas silbrigen Touch hat, wie bei der 86 Id Nuance rosarot. Die Han verwirrt natürlich wegen des Geschäftsjahrs. Ich würde den Block prüfen lassen!

LG und ein gesegnetes Weihnachtsfest.
 
Pepe Am: 23.12.2018 18:31:09 Gelesen: 196715# 413 @  
@ Germaniaanhänger [#412]

Mich freut es ja, wenn andere sich an den eigenen Marken erfreuen. Nur ich glaube es hilft wirklich niemanden weiter, wenn man technische Möglichkeiten der unterschiedlichsten Art einsetzt. Die wirklich große Masse an Bilddateien hier im Forum sind alle mit modernen Scannern entstanden. Und damit man weltweit damit was anfangen kann sind diese Geräte allesamt auf Mindestdaten genormt. Das hilft insofern, das man doch relativ gute Vergleiche machen kann. Da habe ich zum Beispiel bemerkt das der Hintergrund eine bedeutende Rolle spielt. Sollte jeder mal ausprobieren. Zwei oder mehr sehr ähnliche Marken verändern den Eindruck vor schwarzem bzw. grauem Hintergrund. Aber auch hier kommt es sicherlich schon wieder auf die verschiedenen Grautöne an. Dann meine ich, es werden die Marken meist in Folientaschen auf dem Scannerglas gelegt. Wie wirken sich unterschiedliche Folienarten auf die Farbwerte aus? Sollte man versuchen die nackte Marke aufs Glas zu legen um das Ergebnis reeller zu machen ?

Und jetzt kommt die Thematik Nachbearbeitung. Hier entstehen die größten Realitätsverluste. Die diversen Programme für Fotobearbeitung sind nicht so streng genormt. Hier lassen sich Dinge schön und wunschgerecht machen. Das hat mit Realismus wenig im Sinn. Da ist Vorsicht angesagt. Ich will im 2019 die Marke mit anderen 86igern vergleichen. Da kommt aber meine Schusslichkeit entgegen, das Sammelgebiet DR fristet bei mir ein vernachlässigtes Dasein und es wird an die zehn Chaoten Alben geben, welche nur nach Zeit und nochmals Zeit schreien.



Michel 99 a, b

Nun erst mal die Feiertage genießen. In diesem Sinne danke für all die interessanten Beiträge und eine schöne Weihnacht wünscht Pepe
 
Markus Pichl Am: 23.12.2018 23:00:00 Gelesen: 196685# 414 @  
@ Pepe [#413]

Die wirklich große Masse an Bilddateien hier im Forum sind alle mit modernen Scannern entstanden. Und damit man weltweit damit etwas anfangen kann sind diese Geräte allesamt auf Mindestdaten genormt.

Hallo Pepe,

die zitierte Aussage ist so nicht richtig. Es gibt verschiedene Technologien, auf denen Scanner arbeiten. Siehe unter nachstehendem Link, dort ist ausreichend gut die CCD- und CSI-Technologie erklärt.

https://www.epson.de/viewcon/corporatesite/cms/index/109

Die Scans von Germaniaanhänger sind unbrauchbar. Geradeso kann ich erkennen, dass es sich um Germania-Marken handeln soll. Wir sehen rote Kleckse auf den Bildern und das weiße Papier erscheint bläulich. Die Bilder sind auch mit unterschiedlichem Hintergrund aufgenommen.

Weiterhin empfehle ich den Epson V550, als einen Scanner, der sich zum Einscannen von Briefmarken eignet. Alles darunter, bringt wenig Sinn. Der Epson V550 kostet heute nur noch um die Euro 200.- ggf. zzgl. Versand.

Die meisten im Internet kursierenden Bilder von Briefmarken, sind nicht der Rede wert.

So sieht die Wahrheit aus.

Da fällt mir noch eine Frage ein.

Alle vier Marken sind geprüft. Wie würdest Du einteilen, welche Marke gehört zur a- und welche gehört zur b-Farbe?



Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 24.12.2018 10:34:41 Gelesen: 196636# 415 @  
@ Pepe [#413]

Hallo,

es ist Weihnachtszeit und harte Nüsse sind zum knacken da, das betrifft auch die Farbenlehre! Um dass mein Auge die Farben besser auseinander halten kann werden die Marken auf einen schwarzen Kärtchen gesteckt und mit 300 dpi abgebildet.

Im übrigen ist der Gegenpol von Rot nicht Blau sondern Cyan, deswegen erscheint die Papierfarbe etwas bläulich. Kleiner Tipp (das nennt man Farbenumkehr!).

Hier mal 3 wichtige Links zum Nachschlagen und Nachdenken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rot
http://www.philadb.com/?site=list&catid=1&catuid=484
http://www.philhaha.de/index.html

Mit dieser Erkenntnis fand ich schließlich auch die 50a, 50ax dünnes Papier, 50aa Weinrot und 50ab dunkelfeuerrot.



Bei der verdächtigen 86 IIg hab ich mal das Licht angemacht, in dieser Farbe ist Quecksilbersulfid eingebunden, deswegen ist es so für den Menschen nicht giftig! Was denkt denn ihr warum die Farbe unter UV-Licht leuchtet wie eine Laterne?



LG und schöne Feiertage
 
chuck193 Am: 24.12.2018 17:53:34 Gelesen: 196590# 416 @  
@ Pepe [#413]

Frohe Weihnachten Pepe,

zum Scannen der Marken, die sollten auf Folienstreifen sein, wo die nur an der unteren Zähnung festgehalten sind, also die Streifen so zuschneiden.

Schöne Grüsse,

Chuck
 
Markus Pichl Am: 25.12.2018 13:12:06 Gelesen: 196523# 417 @  
Hallo,

hier noch die Auflösung, des kleinen Farbenrätsels aus Beitrag [#414].

Nur die linke obere Marke ist ein a-Farbe, die rechte obere fällt aufgrund ihres Rotanteils in die b-Farbe.



Unterschiedliche Farben bzw. Farbtöne, Helligkeits- und Sättigungsstufen, lassen sich am besten mit mehreren Marken, die innerhalb von einem Scan aufgenommen wurden, darstellen.

Beste Grüße
Markus
 
Meinhard Am: 25.12.2018 20:04:41 Gelesen: 196484# 418 @  
@ Germaniaanhänger [#415]

Hallo Germaniaanhänger,

deinem Namen nach sollte eigentlich die Germania dein Programm sein. Was meinst du zu den folgen Bildern. Alles richtig oder habe ich mich bei einigen Farben geirrt. Zu den 2 fehlenden Marken werde ich später noch was schreiben.

MfG
Meinhard












 
Markus Pichl Am: 25.12.2018 21:00:02 Gelesen: 196470# 419 @  
@ Meinhard [#418]

Hallo Meinhard,

ein kleiner Tipp von mir.

Deine Bilder sind mit einer größeren Breite als 1500 Pixel hochgeladen und werden aber hier auf 1500 Pixel in der Darstellung komprimiert. Daher werden die Marken in Deinen Bildern nicht scharf dargestellt.

Aus diesem Grund verkleinere ich Bilder, die mit einer größeren Breite als 1500 Pixel eingescannt sind, vor dem Hochladen mit XnView auf maximal 1500 Pixel Breite und speichere dieses als eine neue zweite jpg-Datei. Ist ein ICC-Farbprofil in der originalen Datei gespeichert, dann bleibt dieses beim Verkleinern mit XnView erhalten. Das sieht dann so aus.



Die letzte Marke in unterster Reihe wurde einst irrtümlich als helle b-Farbe von Herrn Schulze signiert. Wahrscheinlich hatte er ganz einfach zum falschen Siginierstempel gegriffen und der Fehler hat sich dann noch in seinem handschriftlichen Vermerk weitergesetzt. Die Marke wurde vor Anfang des Jahres dann korrekt als c-Farbe von Herrn Tworek signiert.

Tja, nicht nur das mit den Farben ist eine Wissenschaft für sich sondern auch das Darstellen dieser im Internet.

Beste Grüße
Markus
 

Das Thema hat 469 Beiträge:
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