Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Datamatrixcode auf allen Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive
Das Thema hat 444 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17   18  oder alle Beiträge zeigen
 
Journalist Am: 22.06.2023 14:52:48 Gelesen: 21110# 420 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute den folgenden Brief etwas näher betrachten, der letzte Woche von Dresden an meine Adresse geschickt wurde:



Da die drei Briefmarken mit Matrixcode nicht ausreichten, wurde die Sendung ergänzend mit einem Schalterlabel (Digitalmarke) ergänzt. Interessant ist hier nun die mögliche Sendungsverfolgung in mehrfacher Hinsicht.

Man kann eine der Marken mit Matrixcode scannen und sich das Ergebnis anzeigen lassen.

Man kann alternativ die Einscheibnummer der Sendung eingeben und sich alles anzeigen lassen.

Man kann aber auch das Schalterlabel scannen.

Betrachten wir aber vorher den Brief bezüglich der Stempelung genauer.

Erstmals gestempelt wurde er mit sauberen Tagesstempel am 12.6.2023 in Dresden.
Weiter wurde er in der GSA in Dresden am 13.6.2023 gestempelt.
Weiter wurde er in der GSA in Dresden am 15.6.2023 gestempelt.

Der Brief ist also nicht am nächsten Tag zugestellt worden. Zum Lebenslauf des Briefes nun der erste Teil der Sendungsverfolgung:



Hier handelt es sich um eine längere Liste, wie jeder sehen kann:

Erstmalige Erfassung am Montag den 12.6, die nächste am Dienstag den 13.6, am 14.6 war er schon kurz vor seinem Ziel, aber nein, er ging erneut zurück nach Dresden und wurde dort am 15.6 wieder gestempelt, da schon das Wochenende nahte wurde er scheinbar bis Samstag den 17.6 in Dresden gelagert und dort erneut sortiert, statt ihn aber endlich nach Wiesbaden zu befördern, hat er noch eine weitere Ehrenrunde am Montag den 19.6. in Dresden gedreht.



Eine knappe Woche später am 20.6. war er erneut in Wiesbaden und wurde dann endlich auch im Laufe des Dienstags den 20.6 nach über einer Woche zugestellt.

Nicht nur dieser Lebenslauf ist interessant, sehr interessant sind hier besonders die verschiedenen Datensätze die mit dieser Sendung verbunden sind, wie der obere Teil der Sendungsverfolgung zeigt. Hier werden insgesamt 6 verschiedene Tracking-Nummern zu einer Sendung zusammen gefasst.

3 Nummern gehören zu den drei Briefmarken mit Matrixcode (beginnend mit A401...)
2 Nummern gehören zur Einschreibnummer (einmal die Einschreibnummer nur bis DE am Ende, sowie zusätzlich die in Deutschland teils vorhandene ergänzende Nummer mit DE200 - wobei 200 hier für Einwurf-Einschreiben steht und
1 Nummer gehört dem Schalterlabel (Digitalmarke).

Interessant wäre hier die Frage, wo liegt die Grenze der Datensätze, die das Postsystem derzeit bei der Sendungsverfolgung zusammen erfassen und zuordnen kann ?

Der gezeigte Brief hat 6 verschiedene Erfassungsnummern, wer kann hier Sendungen mit mehr Erfassungsnummern zeigen ?

Soweit ein interessantes Beispiel von einem auf den ersten Blick unscheinbaren normalen Brief.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 17.09.2023 08:35:33 Gelesen: 13976# 421 @  
Hallo an alle,

ich möchte hier mal einen heute nicht mehr so leicht in der Bedarfspost zu findenden Einschreibbrief mit portogerechter Mehrfachfrankatur einer Sondermarke zeigen:



Der Stempel ist ok und nicht verhunzt, die Marken wurden relativ sorgfältig aufgeklebt und wurden beim Durchlauf durch die Maschinen daher nicht beschädigt.

Um so etwas aus der Bedarfspost zu finden, muss man heute schon sehr lange suchen, es ist aber selten noch möglich.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 18.09.2023 14:53:43 Gelesen: 13763# 422 @  
Hallo an alle,

ich habe dieser Tage den folgenden Einschreibebrief in der Bedarfspost gefunden:



Bei dem hier gezeigten Teilausschnitt wurde im Fenster zumindest nachträglich von mir die Empfänger-PLZ abgeben. Dies deshalb, da es um den etwas weiter unten gehenden gelben Aufkleber geht:



Leider funktioniert meine Fotokamera zum Auslesen derzeit nicht.

Fest steht aber auf alle Fälle, das es sich um einen Aufkleber der Deutschen Post handelt.

Fest steht weiter, das die ersten 5 Zahlen die Empfänger-PLZ sind.

Der Aufkleber wird scheinbar im Bereich der Zustellung im BZ oder ... nachher auf dem Weg zum Empfänger angebracht. Er soll sich aber nicht auf allen Briefen befinden sondern eventuell nur auf dem obersten für diesen Zustellbezirk ??

Gemeldet wurde mir dieser Aufkleber erstmals vor einiger Zeit aus der Chemnitzer Ecke.

Wer kann hier weitere sachdienliche Hinweise zur Funktion dieses Aufklebers machen ?

Schon jetzt danke für Hinweise oder Teilinfos dazu.

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 18.09.2023 15:19:27 Gelesen: 13752# 423 @  
@ Journalist [#422]

Leider funktioniert meine Fotokamera zum Auslesen derzeit nicht.

Zumindest da kann ich mal kurz aushelfen:

DEA(3603161856442161352072015000000611

d.h. Deine Annahme "Postlabel" ist somit zu 100,1% bestätigt ;-) DEA ist ja der bekannte Standardpräfix der DPAG in diesen 2D-Matrixcodes.

DEA (36031618564421 61352 072015 000000611

Beste Grüße
Thomas
 
Sammler Am: 01.11.2023 23:56:10 Gelesen: 7834# 424 @  
Habt ihr in den letzen Wochen auch bemerkt, dass es manchmal 2-4 Tage dauert bis die QR-Codes der Briefmarken erstmalig im Start-Briefzentrum auftauchen? Ich frage mich wo der Engpass ist. Werden die Briefkästen werktags nicht mehr täglich geleert? Oder liegen die Briefe tagelang im Briefzentrum rum? Bis vor wenigen Wochen tauchte der QR-Code meist noch am selben Abend in der Sendungsverfolgung, wenn man den Brief vor Briefkastenleerung eingeworfen hat.
 
prinzlodi Am: 02.11.2023 08:22:28 Gelesen: 7765# 425 @  
@ Sammler [#424]

In diesem Umfang ist das mir nicht so aufgefallen.

Meine Wahrnehmung: Während in der Anfangszeit vor allem grossformatige Sendungen gar nicht oder nur einmal gescannt wurden, ist es aktuell so, dass diese auch zweimal gescannt wurden und ein Nicht-Scan eher die Ausnahme ist (der aber gelegentlich auch bei normalformatigen Briefen passiert).

Ferner habe ich einmal eine Verzögerung um einen Tag gehabt, vermutlich weil ein Briefkasten vergessen wurde, zu leeren. Wenn man in einem Gebiet mit schlechter Leerungsqualität wohnt, könnte das die Ursache sein.

Und dann hatte ich auch schon mal beobachtet, dass die Datenbank gelegentlich einen "Schluckauf" haben könnte: Zu einem Brief, den ich mal zugestellt bekommen hatte, ist dieser in der Sendungsverfolgung erst in der Nacht darauf aufgetaucht. Vermutlich wurde er lokal im Briefzentrum gescannt, aber die Verbindung zur zentralen Datenbank schlug fehl, sodass es dann erst in der Nacht darauf, als die Verbindung wieder da war, die gecacheten Daten in der Datenbank gelandet sind.
 
Sammler Am: 02.11.2023 13:06:21 Gelesen: 7714# 426 @  
@ prinzlodi [#425]

Bei mir scheint das kein Cache/IT-Problem zu sein. Die Tage, die vergehen bis der Brief erstmalig im Briefzentrum gescannt wird, sind auch die Tage, die der Brief unnötigerweise länger unterwegs ist. Ich hätte das selber kaum bemerkt, bis dann immer mehr Ebay-Käufer die langen Versandzeiten reklamiert haben.
 
saeckingen Am: 02.11.2023 17:17:27 Gelesen: 7643# 427 @  
@ Sammler [#424]

Ja, das kommt hier auch immer mal vor. Wegen Personalmangels kann der Dienstleister, der die Briefkästen im Auftrag der Deutschen Post AG leeren soll, das nicht immer leisten und mancher Kasten bleib hier vor Ort vor einigen Wochen sogar etliche Tage am Stück ungeleert, bis einige laut lokaler Presse sogar voll waren und Briefe wieder herausfielen.

Grüße
Harald
 
prinzlodi Am: 06.11.2023 17:27:00 Gelesen: 7144# 428 @  
Im Beitrag [1] aus dem Thread Deutsche Post Neuheiten: Cryptowahnsinn erreicht auch Deutschland kann man etwas feststellen, was mir schon seit ein paar Wochen im Rahmen der Sendungsverfolgung von Datamatrix-Code-Marken aufgefallen ist:

Und zwar betrifft dies Briefe, die mit mehreren Datamatrix-Code-Marken frankiert sind, oder zusätzlich als Einschreiben.

Früher war es bei solchen Sendungen so, dass wenn man eine Marke gescannt hat, oder die Einschreiben-Nummer eingegeben hat, in der App dann EINEN Eintrag hatte, wo alle Infos zum Brief (also Einschreibe-ID und ID jeder gescannten Marke) hinterlegt waren. Ich kann Screenshots aus vergangenen Zeiten bei Bedarf rausholen.

Scannt man aber jetzt bei so einer Sendung eine Marke (oder gibt die Einschreiben-Nummer ein - man kann dies in den nächsten Tagen bei oben verlinktem Beitrag ausprobieren), dann erscheint nur diese Marke (bzw. die Einschreiben-Nummer) in der App, und zwar nur diese!

Wenn man dann die andere Marke scannt, dann erscheint auch diese in der App, aber
- Und das ist verwunderlich! -

dann verschwindet die andere Marke aus der Liste in der App!

Ist dies auch schon anderen aufgefallen? Und seit wann?

Aus meiner unbewussten Erinnerung meine ich, dass das Anfang Oktober noch nach altem System gewesen sind könnte und irgendwann Ende Oktober ist mir das neue aufgefallen.

Hat das irgendwelche bestimmten Gründe?

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/328652
 
Sammler Am: 07.11.2023 07:26:47 Gelesen: 7063# 429 @  
@ prinzlodi [#428]

Das neue Verhalten kann ich bestätigen und auch ungefähr deinen genannten Zeitpunkt der Änderung.

Evtl. kann ich das mit alten Screenshots mehr eingrenzen.

Das alte Verhalten mit allen Ids für eine Sendung war übersichtlicher. Hatte aber den Nachteil, dass keine Informationen zu den Briefmarken angezeigt worden sind. Trotzdem hätte die Post damals schon diese Briefmarkeninformationen mit bei einer Sendung anzeigen können.

Mit den Ids ging es damals auch schon für eine Sendung, warum also nicht auch die Briefmarkeninformationen für eine Sendung?

Das neue Verhalten ist verwirrend und unlogisch. Evtl. nur eine Übergangslösung ?
 
prinzlodi Am: 07.11.2023 13:05:59 Gelesen: 6948# 430 @  
@ Sammler [#429]

Ein Grund für diese Umstellung könnte folgender sein:

Bei einem Einschreiben (nicht Einwurfeinschreiben) kommt man über die Sendungsverfolgung mit etwas Zusatzwissen an Informationen ran (z.B. Abbild der Unterschrift), die nicht für jeden gedacht sind.

Beispiel: Der Empfänger eines Einschreibens schneidet die Briefmarken aus, und gibt sie zeitnah zum Verkauf oder Tausch.

Der Empfänger könnte dann an diese Infos rankommen. Man könnte jetzt sagen, dass dann der Empfänger selbst schuld sei, und z.B. mit dem Weiterverkauf einfach 3 Wochen warten soll. Aber umgekehrt ist es für jemanden, der sich in der Materie nicht auskennt nicht intuitiv, dass er dadurch ungewollt wissen über sich preisgibt.

Sonst fällt mir kein Grund ein, warum diese Änderung notwendig wäre.
 
Sammler Am: 07.11.2023 14:51:35 Gelesen: 6919# 431 @  
@ prinzlodi [#430]

Das könnte auch ein Grund sein.
 
funnystamp Am: 13.11.2023 16:22:38 Gelesen: 6247# 432 @  
Anmerken möchte ich hier eine weitere Beobachtung zur Ausgabe MiNr. 3793, Weihnacht 2023.

Die nassklebende Ausgabe wurde in der Bundesdruckerei hergestellt und hier eine interessante Beobachtung mit Hilfe der DHL-App. Mir liegt dabei ein Zehnerbogen vor, scannt man den Code der Marken, so ergibt sich folgende fortlaufende Nummerierung:

475621 475626
475622 475627
475623 475628
475624 475629
475625 475630

also regelmäßig mit spaltenorientierter Fortzählung von 1 bis 10. Spaltenmäßig im Einerschritt, zeilenmäßig im Fünferschritt.

Es liegen auch noch einzelne Pärchen vor, die den Fünferschritt von links nach rechts einhalten:

481721 481726 (Feld 1 und 2)
482531 482536 (Feld 1 und 2)
1391715 1391720 (Feld 9 und 10)

Nun liegen mir aber zwei Viererblocks der Ausgabe, jeweils Feld 7, 8, 9 und 10 vor. Beide Blocks entstammen aus einer Verpackung, die sehr hohen Nummern liegen nur wenig auseinander. Interessant hier ergibt der Scan folgende Nummern aus:

Viererblock 1:

2072422 2071424
2071466 2071468

Spaltenmäßig im 4er-Takt, zeilenmäßig im Zweier-Takt.

Interessant nun Viererblock 2:

2071297 2071298
2017335 2071337

Spaltenmäßig hier links ein 38er-Schritt, rechts ein 39er-Schritt. Zeilenmäßig einmal ein 1er-Schritt, dann in der nächsten Zeile ein 2er-Schritt.

Vielleicht kann jemand hierzu Erklärungen oder weitere Beispiele liefern?

Grüße
Hermann
 
prinzlodi Am: 13.11.2023 17:44:26 Gelesen: 6224# 433 @  
@ funnystamp [#432]

Wegen diesen Bogenmustern:

Hier ist mir aufgefallen, dass bereits seit letztem Jahr speziell die Bundesdruckerei hier immer wieder etwas rumspielt:

- Gelegentlich waren alle IDs auf einem Bogen fortlaufend, asbner die niedrigste ID war eine Zahl mit anderer Endziffer als 1.
- Bei der Neuschwanstein-Marke aus 2022 ist mir aufgefallen, dass die IDs auf einm Bogen immer noch in aufsteigender Ordnung waren, aber mit scheinbar zufälligen Abständen
- Von der diesjährigen Yad-Vashem-Marke habe ich einen Bogen, wo die IDs komplett zufällig sind.

Leider habe ich gerade keine Zeit ins Detail zu gehen. Über die Gründe für die Spielerei kann man spekulieren.

Ganz grob ist mein Eindruck:

- Bagel und Giesecke halten sich brav an ihr Schema
- Enschede ist etwas komplexer, aber im Prinzip auch nach einem Schema
- Bundesdruckerei hat auch im Prinzip ein Schema, macht aber manchmal, was sie will
 
Ben 11 Am: 13.11.2023 23:20:58 Gelesen: 6177# 434 @  
@ funnystamp [#432]

Guten Abend Hermann,

ich hatte kürzlich die 85 Cent Marken "Hans im Glück" untersucht und konnte nachweisen, dass die nassklebenden Marken liegend gedruckt wurden. Der gedrehte Druck war letztendlich die Ursache für wahrnehmbare Farbunterschiede zu den selbstklebenden Marken.

Ich würde Dir gern noch ein paar Fragen zu Deinen Marken stellen.

- Gibt es Farbunterschiede bei Deinen Marken?

- Woher hast Du die Pärchen und die Viererblocks bezogen? Haben die Viererblocks einen Bogenrand aus dem Zehnerbogen?

- Kannst Du bitte von den "auffälligen" Viererblocks jeweils einen Scan zeigen, bei dem man auch den Matrixcode auslesen kann?

Meine Überlegungen sind folgende: Die Bundesdruckerei verwendet für Marken und Matrixcodes Maschinen, die von der Rolle drucken. Die Papierbahn hat eine bestimmte Breite, die natürlich ausgenutzt werden muss.

Es ist zumindest vorstellbar, dass die Weihnachtsmarken für einen Druckbogen auch liegend gedruckt wurden.

Ich würde das gern mal untersuchen.

Viele Grüße
Ben.
 
funnystamp Am: 14.11.2023 13:17:57 Gelesen: 6083# 435 @  
@ Ben 11 [#434]

Hier die Scans der beiden Viererblocks. Die Marken zeigen bezüglich der Farbe keine Unterschiede. Wie geschrieben, sie entstammen aus einer gleichen Verpackungseinheit einer Poststelle eines Einzelhandels.

Aufgefallen war mir die Marke auf Feld 7 mit dem großen violetten Strich durch "Euch".

Da gewöhnlich die Sortierung der Bogen aus der Bundesdruckerei auch die folgenden Marken gleiche Merkmale bei Plattenfehlern aufweisen, habe ich mir eben einen weiteren Viererblock aus der Verpackung geholt, aber der Strich fehlte, dafür war aber die eigenartige Nummernfolge aufgefallen.



Viele Grüße
Hermann
 
tintenfass Am: 15.11.2023 12:47:52 Gelesen: 5954# 436 @  
@ Journalist [#422]

Der Code auf dem gelben Aufkleber ergibt eine 11-stellige Zahl, deren erste fünf Ziffern die PLZ enthalten. Könnte es sich bei dem Gesamtcode vielleicht um den Leitcode handeln? Dann wäre die Logik: 5 Stellen PLZ + 3 Stellen Straßencode + 3 Stellen Hausnummer. Prüfen kannst du das nur mit der kompletten Adresse. Sollte die Hausnummer die 15 sein, könnte es eine "heiße Spur" sein.
 
Ben 11 Am: 19.11.2023 21:59:54 Gelesen: 5560# 437 @  
@ funnystamp [#435]

Guten Abend Hermann,

ich habe mir in den umliegenden Postfilialen mal "etwas Material" geholt. In Dresden gibt es die Marken in den Nummernbereichen 1.6xx.xxx - 1.7xx.xxx.

Zur Untersuchung nehme ich immer drei Zehnerbögen und werte die laufenden Nummern aus. Es ergibt sich zwischen der Nummer auf Position 1 immer ein Abstand von 90 zwischen den Bögen.

In der Filiale wurden die Zehnerbögen zusätzlich nummeriert, sie sind also aufeinanderfolgend (rechts unten).

Hier mal die Ausschnitte linke obere und rechte untere Ecke




Die Zehnerbögen wurden alle aufrecht stehend gedruckt. Es gibt also keine Farbunterschiede, die auf eine gedrehte Lage hinweisen würden.

Das Delta "90" und die aufrechte Lage weisen auf einen Druckbogen mit 3x3 Zehnerbögen hin. Wir hätten also eine Bahnbreite von ca. 400 mm und eine Druckbogenlänge von ca. 660 mm, wenn man eventuelle Druckkontrollstreifen berücksichtigt. Diesen Aufbau kennen wir aus dem Video zur "Sendung mit der Maus"-Marke.

Man kann die Druckbogenfolge relativ leicht aufbauen, wenn man einen Start bei Nr.1 annimmt und den nächsten Druckbogen bei 91 beginnen lässt. Die weiteren Druckbögen folgen entsprechend.

Wenn man nun weiß, mit welcher Nummer ein Druckbogen beginnt, kann man auch die Position des jeweiligen 10er-Bogens in diesem bestimmen. Folgen die Druckbögen aufeinander, ist die Position des Zehnrbogen immer gleich.

Mal das Beispiel zu den oben gezeigten Marken.




Momentan gehe ich davon aus, hier in der Stadt keine Zehnerbögen mit zufälliger Nummerierung zu finden.

Soweit für heute Abend zur Theorie.
VG Ben.
 
Ben 11 Am: 21.11.2023 18:56:21 Gelesen: 5354# 438 @  
@ Ben 11 [#437]

Guten Abend Hermann,

folgen wir dem oben gezeigten Ansatz weiter, erhalten wir für Deinen kompletten Zehnerbogen den Druckbogen Nr. 5285.

Gehen wir weiter davon aus, dass sich die beiden nachfolgenden 4er-Teile auf der gleichen Position befinden, erhalten wir die Druckbögen Nr.5286 und 5287.



Viele Schlussfolgerungen können wir daraus noch nicht ableiten. Ausser:

- das die "normalen" Nummerierungen aufsteigen verlaufen,
- die "abweichenden" dagegen fallend verlaufen. Und
- das sich Druckbögen mit sehr großer Nummer (> 2.000.000) in niedrige Nummern (>475.000) einreihen.

Mal sehen, was noch so kommt.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 01.12.2023 22:39:02 Gelesen: 4931# 439 @  
@ Ben 11 [#438]

Guten Abend Zusammen,

die stochastische Nummerierung der Weihnachtsmarken ist schon ein spannendes Thema.

Alle Bögen, die ich hier in der Stadt zusammentragen konnte, haben eine normale Nummerierung. Gleichwohl könnte es durchaus auch Bögen mit Zufallsnummerierung geben, nur sind die halt schwer zu finden.
Zumindest weiß ich nun, wo sich die eine oder andere Postfiliale befindet und was die so für Marken anbieten. Zuschlagsmarken gibt es nicht überall zu kaufen. Sehr häufig wurden die Umschläge mit dem Bestand an Zehnerbögen erst gesucht und frisch geöffnet.
Wer kauft auch schon Zuschlagsmarken, wenn es zeitgleich auch Marken ohne diesen gibt. Es sind also nicht so viele von diesen Marken im Umlauf. Größere, zusammenhängende Einheiten noch weniger.

Was passiert eigentlich generell mit Marken, die nicht verkauft werden? Gehen die zurück und werden vernichtet? Wenn ja, ist die genannte Auflagenhöhe im Katalog sinnlos.
Der Begriff "Massenware" auch, denn die tatsächlich gelaufenen Marken sind nur ein Bruchteil der gedruckten Auflage.

Hier schließt sich der Kreis zu kompletten Bögen mit zufälliger Nummerierung. Es gehen auch Eckrandstücke oder Viererblocks, an denen man die zufällige Nummerierung nachweisen kann. Solche Einheiten dürften recht selten sein. Und das könnte sich auf den Preis auswirken.

Anbei mal eine Übersicht meiner bisherigen Ergebnisse. Die x-Achse mit den laufenden Nummern ist logarithmisch skaliert, was die Verteilung im Augenblick gleichmäßiger macht.
Das Diagramm zeigt aber, dass die zufälligen Nummern recht regelmäßig auftreten und recht selten sein könnten. Warum die Nummerierung so gewählt wurde, lässt sich aus den Zahlen natürlich nicht ablesen.



Der Datenbestand ist noch recht klein, deshalb mein Aufruf bzw. die Bitte:
Wer von Euch Sammlern einen kompletten Bogen, Viererblocks (oder größer) oder auch Eckrandstücke in normaler oder abweichender Nummerierung hat, möge mir doch bitte einen Scan dazu schicken.

Wichtig ist, dass man den DMC mit der DHL-App auslesen kann.

Meine E-Mail steht im Profil und ich würde mich freuen, könnte ich doch mit einem größeren Datenbestand auch eine genauere Aussage über das Auftreten der stochastischen Nummerierung treffen.

Viele Grüße
Ben.
 
prinzlodi Am: 05.12.2023 13:15:40 Gelesen: 4650# 440 @  
@ Ben 11 [#439]

Ich wollte darauf hinweisen, dass die Weihnachtsmarke nicht die erste ist, wo die Bögen "stochastisch" numeriert sind.

Bereits bei der diesjährigen Yad Vashem-Marke gab es - gemischt mit Bögen, die "regulär" nummeriert waren - solche mit so einer stochastischen Nummerierung (kann ich bei Bedarf zeigen).

Und auch bei der aktuellen 370 cent-Marke zu den Menschenrechten haben Bögen ein solche stochastische Nummerierung. (Bereits bei der Neuschwanstein-Marke aus 2022 waren zwar die IDs auf den Bögen noch aufsteigend nummeriert, aber dort bereits mit stochastischen Abständen (manchmal ein Anstieg nur um 1 von Marke zu Marke, aber manchmal war der Anstieg ein zufälliger Wert >1))

Ich selbst habe es aufgegeben, hier nach einem Prinzip zu forschen, sondern mir nur jeweils einen Bogen Neuschwanstein und Yad Vashem als Beleg behalten, welche preislich günstiger ist, als die Weihnachtsmarke mit Zuschlag und die Menschenrechte. Insofern danke ich der Bundesdruckerei, dass sie dies nicht als erstes bei einer teuren Marke getan hat.

Interessant wäre, warum die Bundesdruckerei da macht. 3 Hypothesen:

- Sie macht es einfach aus purem Spass und Freude: Weil sie es kann! Die IDs müssen ja nicht sequentiell aufsteigend verteilt werden, sondern können in der Produktion beliebig durcheinandergewürfelt werden, solange jede ID nur einmal verwendet wird.

- Jemand aus der Bundesdruckerei liest hier mit und sieht immer, wie hier manche durch Analyse von Nummerierungsschemata und Abständen die genauen Masse von Druckbögen und Druckmaschinen rekonstruieren können, einschliesslich der Schuhgröße des Bedieners. Und will uns durch solche Zufallsaktionen etwas das Handwerk legen. ;-)

- Datenschutzgründe? - Schliesslich kann man, wenn man (z.B. als Briefempfänger) im Besitz einer Marke ist, sich bei nicht-zufälligen Bögen rekonstruieren, welche anderen IDs auf dem gleichen Bogen/Rolle benachbart sind. Und wenn man annimmt, dass diese Marken vom gleichen Versender benutzt werden, kann man ein kleines Versandprofil vom Versender erstellen, im Sinne von in welche Briefregionen verschickt er noch Briefe und mit welcher Häufigkeit? Mit einer Zufallsverteilung ginge das nicht mehr. Vielleicht wird deshalb so etwas langfristig generell angestrebt?

Das alles waren nur meine Vermutungen.

Ich möchte an dieser Stelle dennoch die Programmiererin der Druckmaschine in der Bundesdruckerei, welche Schuhgröße 38 hat, grüßen. ;-)
 
Ben 11 Am: 09.12.2023 16:56:55 Gelesen: 4173# 441 @  
@ prinzlodi [#440]



Die "klassische" Nummerierung der Yad-Vashem-Marke folgt dem Muster

2.235.201 2.235.203 2.235.205 2.235.207 2.235.209 / 2.235.301 2.235.303 2.235.305 2.235.307 2.235.309 / 2.235.401 2.235.403 2.235.405 2.235.407 2.235.409
2.235.202 2.235.204 2.235.206 2.235.208 2.235.210 / 2.235.302 2.235.304 2.235.306 2.235.308 2.235.310 / 2.235.402 2.235.404 2.235.406 2.235.408 2.235.410
 

Die Größe der Marke ist identisch zu der Ausgabe "Hans im Glück". Auch diese Marken wurden liegend gedruckt. Die Art der Nummerierung passt zur demnach Lage des 10er Bogens wie oben dargestellt und zeigt 100er Schritte. Die Schrittweite zeigt auf eine Anordnung von 2x5 10er Bögen im Druckbogen.



Dann gibt es die die "zufällige" Nummerierung, bestehend aus drei Gruppen

2.587.436 2.587.437 2.587.438 2.587.309 2.587.310
2.587.307 2.586.880 2.587.308 2.586.881 2.587.439
 

Als dritte Form wird die "zufällige" Nummerierung wieder aufgehoben, wobei die Startpositionen nicht ganz zu passen scheinen

2.577.777 2.577.779 2.577.781 2.577.783 2.577.785
2.577.778 2.577.780 2.577.782 2.577.784 2.577.786
 

Die Anwendung einer "zufälligen" Nummerierung scheint regelmäßig bei allen Motiven aufzutreten. Möglicherweise auch immer an der gleichen Stelle.

Viele Grüße
Ben.
 

prinzlodi Am: 14.12.2023 07:10:00 Gelesen: 3897# 442 @  
@ Sammler [#431]

Heute mal ein Phänomen der DHL-App genau andersherum:

Oben ist mehreren Personen ja aufgefallen, dass eine Sendung, die mit mehreren Briefmarken frankiert ist oder als Einschreiben aufgegeben wurde, immer nur mit genau einem dieser Merkmale in der App repräsentiert ist.

Beispiel: Gebe ich die Einschreiben-Nummer ein, steht zu dieser Sendung nur die Einschreiben-Nummer in der App - Briefmarken dieser Sendung, die ich zuvor gescannt hatte, sind dann weg.

Ich habe es nun aber geschafft, dass ein normaler Brief, der nur mit genau einer Matrixcode-Marke frankiert war (30 ct als Auffrankatur zu alten Marken), zweimal in meiner App erscheint:



Mögliche Erklärung:

Ich hatte die Marke gescannt und wegen schlechten Empfang war dann mein Smartphone länger offline.

Als ich wieder online ging, hat sich die App mit meinem Kundenaccount synchronisiert (ich kann mich erinnern dass ich gefragt wurde, ob diverse Sendungen von der App übernommen werden sollen) und schwupps, war dies zweimal in meiner App.

Nicht belegen kann ich - vielleicht habe ich mich verschaut - dass heute morgen in der App diese Sendung (aus demselben Grund?) sogar dreimal erschien!

Ich hatte vergessen einen Screenshot zu machen, und nachdem ich eine andere Sendung löschte, war ich auch hier wieder auf 2 Einträge.
 
prinzlodi Am: 09.01.2024 07:34:40 Gelesen: 2477# 443 @  
Mal wieder etwas kurioses von der Basis-Sendungsverfolgung, welche ja mit dem Datamatrix-Code möglich sind:

Die Deutsche Post hat es irgendwie mit den regionalen bayerischen Feiertagen nicht so:

Bekanntlich hat sie den Erstausgabetag der Kryptomarken auf diese weise versemmelt (wegen Allerheiligen kein Versand aus Weiden so, dass es rechtzeitig am 2.11. bei den Sammlern gewesen wäre).

Nun habe ich am 5.1. drei Sendungen, welche innerhalb Bayerns liefen, aufgegeben.

Zwei davon blieben im Bereich des Briefzentrums Freising. Und bei diesen wurde als Status am Abend des 5.1. angezeigt, dass sie am 6.1. ausgeliefert werden würden. Nun ist aber der 6.1. in Bayern ein Feiertag und es wundert mich sehr, dass sogar bei einer Sendung, welche im gleichen Briefzentrum verbleibt, und wo somit das Wissen vollständig vorliegt, dass der Empfänger am 6.1. keine Post bekommen wird, diese Information nicht berücksichtigt wird.



Korrekt lief hingegen alles ab bei einer Sendung, welche Richtung Briefzentrum Landshut ging:

Hier ist nach dem Scan am 5.1. erstmal nichts weiter passiert, es wurde auch keine optimistische Auslieferungsprognose abgegeben, und erst nach Bearbeitung in Landshut in der Nacht zum Montag, wurden die akkuraten Daten angezeigt. Ich habe in den Screenshots jeweils alle 3 Sendungen abgebildet - es erfolgte auch keine nachträgliche Korrektur der optimistischen Prognose.
 
Journalist Am: 20.01.2024 16:44:41 Gelesen: 2109# 444 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute einen aktuellen Screenshot von einer Basissendungsverfolgung zeigen:



Laut dieser Daten war diese Sendung mit nur 4 Minuten Abstand sowohl im BZ Offenburg als auch kurz vorher in Leipzig.

Aber die selbe Sendung war scheinbar auch schon in den letzten Tagen in ganz anderen Briefzentren.

Die gute Frage hier ist nun "Spinnt die Software" oder was könnte hier die Ursache sein ?


Ich will das Geheimnis zumindest schon teilweise lüften, die exakte Sendungsnummer aber noch nicht verraten.

Es handelt sich hier um eine von 5 verschiedenen gefälschten Matrixcode Briefmarken.

Diese werden derzeit für einen Artikel in der Märzausgabe der philatelie genau untersucht.

Interessant ist dabei die Frage, wenn derselbe Matrixcode fast gleichzeitig in zwei unterschiedlichen BZ auftaucht, ob er dann auch als Fälschung gefunden wird?

Soweit Neues aus der Fälscherküche, viele Grüße Jürgen
 

Das Thema hat 444 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17   18  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.