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Thema: Datamatrixcode auf alle Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive
Das Thema hat 85 Beiträge:
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rosteins69 Am: 19.12.2020 01:07:38 Gelesen: 1702# 61 @  
@ Journalist [#48]

„Im Februar wird nur eine einzige Marke mit Datamatrixcode kommen (....) Weitere Marken sind für das Jahr 2021 bisher nicht geplant.“

Das beruhigt mich, denn für mich persönlich darf der Fortschritt hier durchaus noch etwas warten. ;-)

Der Thread-Titel „Matrixcode auf ALLE Briefmarken ab 2021“ ist dann aber mindestens missverständlich und sollte m.E. geändert werden.

Robert
 
rosteins69 Am: 19.12.2020 02:03:06 Gelesen: 1689# 62 @  
@ Journalist [#49]

„Dies ist zwar die einzige Marke für die auch das Bundesfinanzministierium zuständig ist, es gibt aber wie in der neuesten philatelie zu lesen ist, auch Sonderpostwertzeichen im Gestaltungsbereich der Deutschen Post AG. Dies sind im Jahr 2021 insgesamt 20 Stück - diese werden alle schon mit Datamatrixcode erscheinen.“

Handelt es sich hier wirklich um „Sonderpostwertzeichen“? Die Menge von 20 Stück (!!!) würde dann das offizielle Programm des Bundesfinanzministeriums ja regelrecht ad absurdum führen und ein Parallel-Programm der Deutschen Post darstellen.

Ich denke vielmehr, dass hier auf die „Blümchen-Sammler“ ein Tsunami-Jahrgang zukommt.
(Und dass ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser Sammler, die sowieso schon am Jammern über ihr Hobby sind, hier aussteigen wird. Was aber natürlich im Gesamten betrachtet vollkommen irrelevant ist... Da ich aber sehr gerne mit schönen Blümchen auffrankiere, geht noch dieses Jahr meine Vorratsbestellung der Ergänzungswerte raus. Sieht doch Bescheiden aus, wenn bei beispielsweise drei verwendeten Blümchen auf einer Postsendung jeweils noch ein Matrix-Code daneben steht. Versaut das ganze Blumenbeet...)

Liebe Grüße
Robert
 
HenningCGN Am: 19.12.2020 05:42:34 Gelesen: 1680# 63 @  
@ rosteins69 [#62]

Tsunami-Jahrgang könnte wohl zutreffen.

Ich werde dann aber nur noch ** sammeln, das gibt auf Dauer (Jahre?!) eine nette Ersparnis.

Grüße

Henning
 
BochumerJunge Am: 27.12.2020 17:16:43 Gelesen: 1510# 64 @  
Hallo,

mich bewegt da ganz etwas anderes.

Wird es für Sammler oder Privatpersonen die Möglichkeit geben über den Matrixcode heraus zu bekommen, ob die Marke schon entwertet ist?

Fehlende Gummierung ist ja da kein Kriterium, die kann ja auch mal so entfernt worden sein. Ob nun absichtlich oder unabsichtlich.

Auf lange Sicht gesehen wird man ja nur die Briefe durch Stempelmaschinen laufen lassen die auch unbedingt entwertet werden müssen. Das geschieht ja heute schon, wenn die Agenturen die von ihnen gestempelte Briefe in eine extra Kiste legen.
Wenn dann die Kiste aus Versehen bei den ungestempelten landet, ist die schönste Frankatur hinüber.

Und dann wird Michel ja wohl generell 4 Preisspalten brauchen:

Ungebraucht
Gebraucht über Matrix entwertet ohne Stempel
Gebraucht, Matrix entwertet plus Stempel
Gestempelt, aber Matrix nicht entwertet. Z.B. Sammlerschalter

Ich denke da werden sich noch einige Leute bei der Post, beim Finanzmistierium und Michel einen Kopf machen müssen, da das Finanzministerium wohl kaum auf den Verkauf von Sammlermarken verzichten möchte.
 
uli Am: 27.12.2020 18:20:19 Gelesen: 1483# 65 @  
@ BochumerJunge [#64]

"Das geschieht ja Heute schon, wenn die Agenturen die von ihnen gestempelte Briefe in eine extra Kiste legen."

Diese Trennung soll schon seit einiger Zeit nicht mehr gemacht werden und wird im BZ auch nicht unbedingt beachtet.

"Ich denke da werden sich noch einige Leute bei der Post, beim Finanzmistierium und Michel einen Kopf machen müssen, da das Finanzministerium wohl kaum auf den Verkauf von Sammlermarken verzichten möchte."

Ich wage die These aufzustellen, dass denen das völlig egal ist.

Gruß
Uli
 
BochumerJunge Am: 27.12.2020 20:26:39 Gelesen: 1446# 66 @  
@ uli [#65]

Das denke ich nicht. Schließlich schwemmt der Sammlermarkt ja einige Millionen in die Kassen. Und die Sammler wollen zum Teil ja auch schön abgestempelte Marken. Das war bis jetzt von Vorteil, da man dann ja für das eingenommene Geld keine Leistung erbringen muss, wenn man mal von dem entwerten absieht.

Ich denke aber nicht, dass sich jemand im Briefzentrum die Mühe macht einzelne Brief herauszunehmen und diese dann extra der Stempelung zuführt.

Unten die Abbildung. Zwei identische Briefe, gleicher Inhalt, gleiche Größe, gleiche Einlieferungszeit am Schalter mit der Bitte um saubere Abstempelung. Gleicher Empfänger. Zur gleichen Zeit angekommen.



Gruß
H.-G.
 
uli Am: 27.12.2020 22:57:04 Gelesen: 1414# 67 @  
@ BochumerJunge [#66]

Es gab eine Anweisung der DPAG an die Filialen nicht mehr getrennt einzuliefern; das Schriftstück der DPAG wurde hier oder in einem anderen Forum gezeigt. Im BZ wird nicht (immer) geguckt, ob schon gestempelt oder nicht, ich war selber im BZ und habe es gesehen. Ausnahmen wie deine sind schön, aber bestätigen (für mich) nur die Regel. An Heiligabend habe ich einen Brief von einem befreundeten Sammler erhalten, der war (total beschissen) handgestempelt und zusätzlich nochmal im BZ maschinell abgeschlagen worden.

Es wäre mir neu, dass Olaf Scholz einige Millionen von den Einnahmen der DPAG aus dem Verkauf von Postwertzeichen bekommen würde. Hast du dafür eine Quelle?

Gruß
Uli
 
BochumerJunge Am: 27.12.2020 23:13:44 Gelesen: 1408# 68 @  
@ uli [#67]

Natürlich nicht Olaf persönlich. Gemeint ist die Deutsche Post AG. Aber es ist ja auch egal. Irgendjemand bekommt ja die Verkaufserlöse. Aber da die DPAG ja dem Bund (zum Teil oder 100%) gehört bekommt Olaf doch etwas davon ab.

Es ist aber schon ungewöhnlich. Die sind ja nicht getrennt eingeliefert worden. Also muss sich doch jemand die Mühe gemacht haben die beiden zu trennen. Sollte Dir mal dieses Schreiben wieder unter die Finger geraten würde ich mich freuen wenn ich es sehen könnte. Dann könnte ich nämlich meine Sammlerfreunde davon in Kenntnis setzen. So sind sonst immer 3 Leute schlecht gelaunt. Der Einlieferer, der Empfänger und die arme Frau hinter dem Tresen.

Gruß
H.-G.
 
DL8AAM Am: 28.12.2020 00:17:16 Gelesen: 1393# 69 @  
@ BochumerJunge [#68]

Also muss sich doch jemand die Mühe gemacht haben die beiden zu trennen.

... oder der wäre, wenn nicht bereits der Agenturstempel abgeschlagen worden wäre, komplett un-entwertet bei Dir angekommen, wie viele andere auch.

Ob das den Sortier- bzw. Entwertungsmaschinen geschuldet ist, weiss ich nicht. Ich habe in den letzten Wochen - als privater Wenigempfänger - einige davon bekommen, die in der Emailankündigung der Post ohne Stempel fotographiert und dann im Briefkasten noch immer ungestempelt eingetrudelt sind (i.d.R. passiert das hier aber nur bei nur mit einer 1,55er freigemachten Sendungen, zusammengestückelte Frankaturen sind eigentlich [fast] immer gestempelt).

Grüße
Thomas
 
uli Am: 28.12.2020 16:42:39 Gelesen: 1323# 70 @  
@ BochumerJunge [#68]

Habe mal eben geschaut, aber den Beitrag auf die Schnelle nicht gefunden, nur diese Hinweise. [1]

Gruß
Uli

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=6858&da=1&full=1#M10 ff.
 
Michael Mallien Am: 29.12.2020 11:07:49 Gelesen: 1245# 71 @  
In dem neuen Verzeichnis Leistungen und Preise, Januar 2021 steht dieser interessante Hinweis zur Sendungsverfolgung BRIEF für Sendungen, die mit Briefmarken mit Matrixcode freigemacht sind:




Viele Grüße
Michael
 
swk-ler Am: 05.01.2021 10:43:42 Gelesen: 1064# 72 @  
@ Journalist [#48]

„Im Februar wird nur eine einzige Marke mit Datamatrixcode kommen (...) Weitere Marken sind für das Jahr 2021 bisher nicht geplant.“

Das scheint sich nun doch nicht zu bewahrheiten: Wie der PHILATELIE aktuell 1/2021 [1] zu entnehmen ist, sind alle vier Sonderpostwertzeichen mit Erscheinungstermin 1. März 2021 mit Matrixcode angekündigt.

[1] https://images.shop.deutschepost.de/MEDIA/PROD_ProductCatalog/2021_01_Philatelie_aktuell_Vorratsliste_Philatelie_aktuell_inkl_Vorratsliste_1_Quartal_2021.pdf
 
Vernian Am: 05.01.2021 11:35:47 Gelesen: 1036# 73 @  
@ swk-ler [#72]

Etwas anderes hätte mich jetzt auch überrascht. Dass das Tempo, in dem jetzt die Umstellung auf Datamatrix vorangetrieben wird, den Entwicklungen unseres Zeitalters entspricht, ist nur allzu logisch. Und deshalb bin ich allen gegenteiligen Meinungen bzgl. der "unbegrenzten" Gültigkeitsdauer von Euro-Marken ohne Datamatrix zum Trotz weiterhin der Überzeugung - ganz einfach weil es logische Konsequenz ist - das diese Ungültigkeitserklärungen rascher kommen werden als offenbar viele andere glauben.

Eben kam die neue "Stempel & Information" Nr. 2/21 per Email herein:

Ersttagsstempel usw. nur noch in Blau. Auch das geht hier rasant voran.

Best

V.
 
modirawatleng Am: 05.01.2021 15:57:59 Gelesen: 969# 74 @  
@ rosteins69 [#61]
@ BochumerJunge [#66]

Hat jemand aktuelle Zahlen darüber, wie viele "Millionen" die Briefmarkensammler:innen tatsächlich in die Kassen des Finanzministeriums spülen, und wie hoch in etwa die Gesamtproduktionskosten von der Planung und Gestaltung bis zur Verausgabung von Frei- und Sondermarken sind?

Wie vermutlich bekannt, hat Island im Oktober sang- und klanglos das Ende der Verausgabung von Briefmarken bekannt gegeben, und wurde damit unverhofft zu einem abgeschlossenen Sammelgebiet. [1]

Wenn die Einführung des Datenmatrixcodes gelingt, und die Popularität bspw. der Digitalmarke steigt, könnte ein Ende der klassischen Briefmarke schneller kommen als gedacht. Es wäre betriebswirtschaftlich kaum von der Hand zu weisen, dass der Aufwand für die Briefmarkenproduktion nicht lohnt, wo die meisten Sendungen ohnehin schon anders frankiert werden.

modirawatleng

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=13223&CP=0&F=1
 
piems Am: 05.01.2021 16:18:13 Gelesen: 956# 75 @  
@ swk-ler [#72]

Danke für den Link zur Vorratsliste. Darin findet sich eine Blanko-Ganzsache "Digitaler Wandel"; somit wird gleichzeitig mit der ersten Briefmarke auch eine Ganzsache mit Matrixcode verfügbar sein (in der Liste steht als Ausgabedatum für den Umschlag der 7.1., offenbar ein Schreibfehler).

Die aktuelle "Stempel & Information" führt den Umschlag noch nicht auf. Mal sehen, ob er in der nächsten Nummer auftaucht.

Beste Grüße
Clemens
 
BochumerJunge Am: 05.01.2021 16:23:58 Gelesen: 953# 76 @  
@ modirawatleng [#74]

Hallo,

nein, ich habe auch keine Zahlen. Da kann man höchstens Vermutungen anstellen.
Aber was soll man annehmen?

Mitglieder im BdPh + eine unbekannte Zahl?

Oder die Zahl der Sammler die Ersttagsblätter abonniert haben? Da hat man zumindest eine Kennzahl.

Aber man kann es auf jeden Fall nicht mit Island vergleichen. Ein Land unter 500.000 Einwohner da halte ich auch den Aufwand für zu hoch.

Wenn wir noch von 100.000 aktiven Sammler ausgehen denke ich das sich der Aufwand durchaus lohnt. Zumal man bei der Herstellung ja auch berücksichtigen kann das mehrere verschiedene Marken auf einen Druckbogen möglich sind. Man also nicht jede Marke einzeln herstellen muss.

Ich persönlich würde als Größenordnung für Sammlermarken die Auflage der Jugendmarke nehmen. Abzüglich einem gewissen Prozentsatz (25%?) der von Kunden tatsächlich verwendet wird.

Aber wir wissen die Auflage der Jugendmarken nicht da die Auflagenzahlen schon seit Jahren nicht mehr bekanntgegeben werden.

Ich denke von den herausgegebenen Marken wandern so um 400.000 in Sammlerhände. Ob nun postfrisch, gestempelt oder als Beleg ist ja egal.

Für diese Menge braucht die Deutsche Post keine Leistung erbringen.

Ich denke die Briefmarke wird in Deutschland nicht verschwinden. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Gerade deshalb braucht man ja die Marken mit Datamatrix. Hier kann man beides zusammenführen: Betriebsbedarf und Sammlerverhalten.

Gruß
H.-G.
 
Henry Am: 06.01.2021 11:04:34 Gelesen: 824# 77 @  
@ swk-ler [#72]

Den Artikel scheinst du falsch interpretiert zu haben. Als Neuerscheinung ist nur die Marke Digitaler Wandel angekündigt. Die anderen abgebildeten Marken sind lediglich Musterbeispiele. Das ersieht man auch daraus, dass diese Motive bei den Februar-Ausgaben gar nicht vorkommen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
juju Am: 06.01.2021 12:25:02 Gelesen: 797# 78 @  
@ Henry [#77]

Hallo Henry,

wie swk-ler geschrieben hat, sind das die genehmigten Entwürfe für die Marken, die am 1. März ausgegeben werden - also nicht im Februar, wie du jetzt fälschlicherweise angenommen hast. Die Post behält sich zwar Änderungen vor, aber ich nehme an, dass diese vier Marken für den 01.03.2021 wie abgebildet ausgegeben werden. Schließlich sind auch bei den "Kartophilatelie"-Artikeln bspw. die 80-Cent-Marken "Die Maus wird 50" alle schon nassklebend wie selbstklebend mit Matrixcode abgebildet.

Beste Grüße
Justus
 
Henry Am: 06.01.2021 18:19:42 Gelesen: 725# 79 @  
@ juju [#78]

Hallo Justus,

ich bezog mich auf den Artikel in der Philatelie Seiten 4-6. Da sind auf der Seite 2 Marken abgebildet, die als eigens durch die Bundesdruckerei hergestellte Testmarken angeführt werden. Auf der Seite 6 ist neben der Marke zum Digitalwandel auch eine mit Motiv Schloss Neuschwanstein abgebildet. Dieses Motiv ist weder in der März-Tranche noch in der gesamten Jahresvorschau enthalten. Ich habe den Artikel nochmals durchgelesen.

Das Ganze ist so zu verstehen, dass die Marke Digitalwandel die einzige Sondermarke in 2021 bleiben wird, die in der Gestaltungsverantwortung des Finanzministerium liegt. Das sind alle nassklebenden Ausgaben. Nur die Sonderpostwertzeichen, die in der Gestaltungsverantwortung der Deutschen Post AG vermarktet werden (das sind dann alle selbstklebenden Marken) werden dann nach dem 04.02.2021 mit der Matrixcodierung erscheinen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
juju Am: 06.01.2021 19:36:35 Gelesen: 691# 80 @  
@ Henry [#79]

Hallo Henry,

swk-ler bezieht sich aber nicht auf die Zeitschrift "philatelie", sondern auf das Informationsblatt bzw. die Vorratliste "PHILATELIE aktuell" der Deutschen Post AG, die er in seinem Beitrag ja auch verlinkt hat. Und dort sind die vier Marken-Neuheiten für den 1. März alle mit Matrixcode abgebildet - ausdrücklich bei den nassklebenden Briefmarken, also die, die nach deiner Angabe im Gestaltungsbereich des Bundesministeriums der Finanzen liegen. Demnach erscheint in diesem Gestaltungsbereich wahrscheinlich mehr als eine Marke mit Code. Es sei denn, die Post kriegt selbst nicht auf die Kette, welche Marken mit oder ohne Code erscheinen und in welcher Konfektionierung.

Selbstklebend mit Matrixcode erscheinen nur die Marke "Digitaler Wandel" am 04.02. und die Marke "Die Maus wird 50" am 01.03. Die erscheinen aber natürlich beide auch nochmal nassklebend im Bogen. Letztere Marke wird als kompletter Bogen auf Seite 7 auf dem Numisblatt abgebildet.

Beste Grüße
Justus
 
DL8AAM Am: 06.01.2021 21:18:31 Gelesen: 659# 81 @  
@ juju [#80]

swk-ler bezieht sich aber nicht auf die Zeitschrift "philatelie", sondern auf das Informationsblatt bzw. die Vorratliste "PHILATELIE aktuell" der Deutschen Post AG

Deshalb wäre es immer eine gute Idee, statt nur auf externe Bilder zu verlinken, diese (bzw. die wesentlichen Teile davon) hier ebenfalls bildlich einzufügen. Hinzukommt, dass in aller Regel diese externen URLs irgendwann einmal ins Leere laufen, insbesondere wenn es das "temporäre" Angebotslisten, die nach dem "Ablauf" (fast) immer (recht zeitnah) aus dem Netz verschwinden.

Hier also die wesentlichen Infos aus der DPAG-Info:

a) Nassklebend



b) Selbstklebend



Wie es jetzt [...] aussieht, erscheinen wohl ab März sämtliche "Deutschland" Sonderbriefmarken, d.h. "die, die in der Gestaltungsverantwortung des Finanzministerium liegen", bereits mit Datenmatrixkode ;-)

Vielleicht bin ich als 1965er wohl nur zu jung und denke "zu digital", aber in meinen Augen sehen diese neuen Formen irgendwie sogar sehr viel edler aus, als die ohne Matrixkode. ;-)

Beste Grüße
Thomas

https://images.shop.deutschepost.de/MEDIA/PROD_ProductCatalog/2021_01_Philatelie_aktuell_Vorratsliste_Philatelie_aktuell_inkl_Vorratsliste_1_Quartal_2021.pdf
 
Henry Am: 07.01.2021 09:56:57 Gelesen: 589# 82 @  
@ swk-ler [#72]
@ juju [#80]

Entschuldigung, ich hatte da wohl beim Lesen Tomaten vor den Augen. Und den Link habe ich einfach übersehen. Offensichtlich kursierten doch verschiedene Aussagen zu den geplanten Ausgabeformen. Aber ich denke, dass den offiziellen Angaben in der Vorratsliste mehr geglaubt werden darf. Vielleicht war sich die Deutsche Post AG auch selbst nicht sicher, wie schnell sich die neue Gestaltungsform würde umsetzen lassen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
funnystamp Am: 07.01.2021 12:02:12 Gelesen: 553# 83 @  
Hallo Thomas,

Du eröffnest mit deiner Anmerkung "viel edler" möglicherweise wieder eine heftige Diskussion. Betrachtet man Postwertzeichen als rein funktionales Gebilde ohne Anspruch auf besonderen ästhetischen Wert, dann kann es durchaus möglich sein, auch in Codeformen jeglicher Art eine Ästhetik zu finden. Das haben uns bereits bildende Künstler in den 1960er Jahren gelehrt.

Sprach nicht die Post selbst früher noch in Werbekampagnen zur Philatelie von "Kunstwerken im kleinen Format". Sofern ich hier nicht falsch zitiere. Zumindest in ähnlicher Ausdrucksweise ist das geschehen.

Dass Postwertzeichen, sprich Briefmarken, wohl nicht nur Funktionsbelege sind, zeigt sich auch daran, dass es stets einen Gestaltungswettbewerb für Marken gibt, mit Ausnahme von fortgeführten Serien wie z.B. die Blumenausgabe. Zudem leistet man sich ein Gremium, das aus diversen Vorschlägen für eine geplante Neuausgabe ein Motiv auswählen darf (oder muss).

Betrachtet man nun unter ästhetischen Gesichtspunkten diese neuen Marken, so kann man über die Qualität sicherlich endlos und auch ohne Ergebnis diskutieren.
Aber irgendwie wirkt dieser Code doch als Fremdkörper, weil er sich vom grafischen Gesamteindruck des Ausgabeanlasses und der Beschriftung deutlich abhebt. Auch ist es nicht jedem Grafiker überzeugend gelungen bei einer Marke der bisherigen Ausgaben Bild und Text in eine überzeugende Kombination zu bringen (auch darüber kann man schon streiten). Dieses "Funktionsfeld", das im Gegensatz zu entsprechender Parallele bei der "Marke individuell" erheblich größer ausfällt, ist doch ein stark gewichtiger Eyecatcher im Verhältnis zum Markenmotiv selbst.

Denkt man nun einige Ecken weiter, so ergeben sich aber auch interessante Fragestellungen:

Wäre es nicht einmal konsequent gewesen, diese erste Marke nur mit dem Code und einer entsprechenden Beschriftung auszugeben, also auf die bildhafte Ergänzung vollständig zu verzichten?
Oder können wir dann gänzlich auf ein Bildmotiv verzichten? (Aber dann würde man die Sammler letztlich ganz verprellen!).
Könnte man, sofern man immer noch an der Ästhetik der Marken festhält, den Teil mit dem zur Marke generierten Code, nicht durch einen Perforationsstrich vom Bildteil der Marke trennen, um dann beim Ablösen wieder ein "Kunstwerk im kleinen Format zu bekommen"?

Interessant besonders hinsichtlich der Gestaltung wäre, ob der Code nicht irgendwann einmal auch in ein Markenbild grafisch überzeugend eingebunden werden könnte, oder ob dies gar nicht erlaubt ist.

Ich glaube, dass hier noch vieles möglich sein wird. So müssen wir nicht unbedingt Briefmarken aus gestricktem Garn, aus Holz, Toilettenpapier oder sonstigen edlen Materialien, bekommen, nein, man könnte mit diesem Code-Bild-Motiv jetzt ungeheuer viele Kombinationen finden, die den rührigen Sammler bei Kauflaune halten.

Viele Grüße
Hermann
 
jmh67 Am: 07.01.2021 16:31:46 Gelesen: 504# 84 @  
@ funnystamp [#83]

Edel oder nicht, ich will es mal (wieder) auf die Spitze treiben; eigentlich brauchen wir (fast) gar keine Briefmarken mehr, selbst die mit Matrixcode sind schon fast überflüssig. Wir können gewöhnliche Sendungen online frankieren (das kann man sicher noch einfacher machen, aber es ist schon weit verbreitet) oder auch per Smartphone (wer eins hat, aber viele haben eins), für eilige Sendungen, Einschreiben, Päckchen und Pakete gibt es Aufkleber, auch gewöhnliche Sendungen können am Schalter per Label frankiert werden, Großverbraucher verwenden Freistempel. Die klassische Briefmarke als "vorausbezahlte Quittung" hat damit so gut wie ausgedient. Mancherorts bekommt man schon gar keine mehr, wie in einem anderen Thread aus Luanda (immerhin die Hauptstadt von Angola) geschrieben, und auch einige Privatposten benutzen keine Marken (City-Post zum Beispiel).

-jmh
 
funnystamp Am: 07.01.2021 20:58:24 Gelesen: 439# 85 @  
@ jmh67 [#84]

Da magst du durchaus recht haben, wohl tendiert die Entwicklung in diese Richtung. Dennoch kenne ich viele Menschen und sogar langjährige Sammler, denen der Umgang mit digitalen Medien oder dem Smartphone immer noch unheimlich ist. Selbst diese Sammler wären (noch) nicht bereit auf eine klassische Frankatur zu verzichten, eben weil sie sich mit den modernen Techniken nicht anfreunden wollen, oder sie eine gewisse Scheu hinsichtlich der digitalen Welt zutage legen.

Einen weiteren Aspekt sehe ich in den Erlösen für Zuschlagsmarken. Ich glaube nicht, dass irgend ein Mensch bei einer rein digitalen Frankatur oder mittels eines Labels bereit sein wird, einen bestimmten Obolus freiwillig über das Porto hinaus zu entrichten.

Immer wenn irgendwelche Kunden vor mir am Postschalter mit ihrem zu frankierenden Brief stehen, verlangen manche häufig alleine wegen des "schönen" Motivs nach einer solchen Marke und ergänzen, dass, wenn es für einen guten Zweck ist, sie die Mehrkosten ausnahmsweise mal in Kauf nehmen.
 

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