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Thema: **** Datamatrixcode auf alle Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive
Das Thema hat 45 Beiträge:
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uli Am: 04.03.2020 17:34:53 Gelesen: 2954# 21 @  
@ Nachtreter [#17]

Das wird so wie bei jeder vergleichbaren Sendungsverfolgung von heute funktionieren: Du brauchst den Code und ggf. eine weitere Info (z.B. Empfänger-PLZ) und bekommst dann den aktuellen Tracking-Stand und das voraussichtliche Zustelldatum angezeigt. Dann kannst du eine email-Adresse, eine Telefonnummer (SMS) oder eine "Push-Berechtigung" in einer Smartphone-App hinterlegen und bekommst elektronisch die Ankündigungen zum Zustellstatus. Von alleine kann die DPAG einen Empfänger mangels Daten nicht informieren, den Impuls müssen - vermutlich für jede Sendung - Empfänger oder Absender geben. Ich glaube auch nicht, dass man (vollständige) Absender- und/oder Empfängerdaten sehen kann, das wäre m.E. tatsächlich ein Risiko.

Gruß
Uli
 
StPersiel Am: 04.03.2020 17:52:25 Gelesen: 2945# 22 @  
Die Sendungsankündigung für Briefpost funktioniert ohne Sendungsnummer. Im Jahr 2019 gab es schon einen Pilotversuch für Inhaber von Postfächern. Die Postfach-Nummer wurde aus den gescannten Briefen ausgelesen, und so wurde eine Verknüpfung zur E-Mail-Adresse des Empfängers hergestellt.

Briefpost, die an eine normale Hausanschrift adressiert ist, wird wohl über Straße, Hausnummer und Empfängername zugeordnet. Sonst wäre der Service bei Mehrfamilienhäusern wohl nicht möglich.
 
jmh67 Am: 04.03.2020 18:32:43 Gelesen: 2916# 23 @  
@ epem7081 [#15]

Doch die Vielzahl der Neuheiten mit teilweise hohen Nennwerten (siehe postfrisch Ausgabe 1/2020) wirkt auf einen jugendlichen Einsteiger eher lähmend

Finde ich auch, zumal die hohen und "krummen" Werte selten gebraucht werden, sondern in der Praxis oft durch Aufkleber ersetzt werden. Eine Marke zu 215 c beispielsweise habe ich noch nicht auf einer Bedarfssendung gesehen.

@ StPersiel [#16]

Ich frage mich, ob die neuen Briefmarken mit Matrixcode eine begrenzte Gültigkeit haben werden.

Vermutlich ja, und aus den von dir genannten Gründen. Jedoch wird, wenn die vorgeschlagenen Neuerungen flächendeckend eingeführt werden, der Kauf von Briefmarken auf Vorrat immer weniger notwendig sein, da ja zunehmend Alternativen durch Automaten, Internetmarken und Mobilfunkfrankatur bestehen sollen. Kurzum, wir werden dann nur in Ausnahmefällen überhaupt noch Briefmarken brauchen.

@ drmoeller_neuss [#19]

Für abzuholende Sendungen mag die Ankündigung tatsächlich Sinn haben. Für alles, was ohne Umschweife in den Hausbriefkasten geht, ist sie aber eher unnötig.

-jmh
 
StefanM Am: 05.03.2020 09:07:50 Gelesen: 2823# 24 @  
@ jmh67 [#23]

Eine Marke zu 215 c beispielsweise habe ich noch nicht auf einer Bedarfssendung gesehen.

Schau mal Beitrag https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=153882
 
uli Am: 05.03.2020 10:22:46 Gelesen: 2790# 25 @  
@ StPersiel [#22]

Bei dem Pilotversuch ging das nur, wenn man bei der Postfachanmeldung bzw. bei der Anmeldung zur Teilnahme am Benachrichtigungsverfahren auch seine email-Adresse hinterlegt hatte, sonst nicht. Wie soll die DPAG sonst an meine email-Adresse kommen, ohne dass ich die denen über eine Anmeldung o.ä. mitteile? Wenn für die Benachrichtigung zukünftig eine vorherige Anmeldung Pflicht ist, geht es natürlich ohne Sendungsnummer, es soll ja für alle Sendungen funktionieren. Wenn das für jeden einzelnen Brief "on demand" und ohne Anmeldung möglich sein soll, wird das ohne Sendungsnummer sehr wahrscheinlich nicht gehen (Aufwand, Datenschutz, ...).

Gruß
Uli
 
Journalist Am: 07.03.2020 12:22:54 Gelesen: 2692# 26 @  
@ Journalist [#1]

Hallo an alle,

ergänzend zu der obigen ersten Meldung nun zuerst einmal speziell etwas zu dort schon gezeigten Briefmarken (Sondermarken) im 10er Bogen mit Datamatrixcode. Dazu ein Bildausschnitt von der Pressekonferenz von einem Bekannten von mir:



Auf diesem Foto ist ein Tisch zu sehen vor dem der Vorstand Tobias Meyer steht. Auf dem Tisch sind im Hintergrund verschiedene Frankaturvarianten auch mit Briefmarken zu sehen. Im Vordergrund liegen 3 verschiedene naßklebende Kleinbögen mit Matrixcode von Briefmarkenausgaben die es schon in anderer Form gibt:

Der oberste Bogen ist eine 80 Cent Marke Pippi, die am 5. Dezember 2019 herauskam. Dazu auch ein ergänzendes Foto von der Post selbst:



Unter diesem ersten 10er-Kleinbogen liegt ein weiterer Kleinbogen mit dem Motiv "Der Grüffelo", der am 1. März 2019 seinen Erstausgabetag hatte.

Das unterste Motiv konnte der Autor nicht eindeutig zuordnen - wer kann hier weiterhelfen ?

Dies scheinen aber nicht die einzigen Marken gewesen zu sein, von denen schon entsprechende Alternivprobedrucke mit Matrixcode angefertigt wurden.

Auch vom Motiv Schloss Neuschwanstein, das am 1.8.2020 erscheinen soll, gibt es schon alternative Muster wie das folgende Postfoto zeigt:



Wer kennt weitere Alternativentwürfe von schon herausgegebenen oder demnächst geplanten Ausgaben, die versuchsweise schon mit Datamatrixcode gedruckt wurden ?

Soweit erste weitere Ergänzungen zu diesem Thema für heute.

Viele Grüße Jürgen
 
juju Am: 07.03.2020 12:49:59 Gelesen: 2682# 27 @  
Hallo Jürgen,

der untere Bogen zeigt folgende Marken [1].

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

Beste Grüße,
Justus

[1] https://shop.deutschepost.de/regenbogenfragment-briefmarke-zu-0-70-eur-10er-bogen
 
DL8AAM Am: 07.03.2020 23:09:59 Gelesen: 2619# 28 @  
Sehr spannend!

@ juju [#27]

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

Und ich bin mal sehr gespannt, ob die gezeigten "Probedrucke" irgendwann auch mal in echt im Bereich der Philatelie auftauchen. ;-)

Beste Grüße
 
juju Am: 07.03.2020 23:47:31 Gelesen: 2612# 29 @  
@ DL8AAM [#28]

Gespannt bin ich, wie es dann bspw. mit der Dauerserie Blumen weitergeht. Ob das Markenformat vergrößert wird, die Darstellung verkleinert wird, alle bisherigen Serien eingestellt werden und gänzlich neue Serien und Dauerserien kommen.

Beste Grüße
Justus
 
funnystamp Am: 08.03.2020 09:43:02 Gelesen: 2577# 30 @  
Betrachtet man das erste Bild, das Jürgen zu den neuen Zehnerbogen von der Pressekonferenz gezeigt hat [#26], so könnte die abgebildete Marke auf dem Brief ganz links zumindest vom Motiv und Format her an die bisherige Blumenserie angelehnt sein.

Sollte dies der Fall sein, so wird es es wohl auch künftig Dauermarken mit Datamatrix geben. Das ist aber nur Spekulation. Also: Lassen wir uns überraschen. Was ich aber glaube, dass mit dieser erneuten Zäsur wieder eine Reihe von Sammlern einen willkommenen Abschlusspunkt jetzt in diesem Zeitpunkt sieht (auf den sie möglicherweise schon länger gewartet haben) und das Sammeln von Neuausgaben einstellt.

Viele Grüße
Hermann.
 
juju Am: 08.03.2020 09:58:07 Gelesen: 2572# 31 @  
Hallo Hermann,

dabei dürfte es sich um eine normale Internetmarke handeln, bei der ein Motiv zugeschaltet wurde.

Beste Grüße
Justus
 
KaraBenNemsi Am: 08.03.2020 17:52:22 Gelesen: 2525# 32 @  
Hallo,

braucht man bei Matrixmarken überhaupt noch Stempel? Markenbriefe ohne Stempel, das wäre bedauerlich.

Viele Grüße

Carsten
 
jmh67 Am: 08.03.2020 18:40:27 Gelesen: 2505# 33 @  
@ KaraBenNemsi [#32]

Kommt drauf an, was der Stempel soll. Zur Entwertung wird er nicht mehr unbedingt nötig sein, zum Nachweis des Annahmetags kann er noch nützen, sofern die Post der Meinung ist, sie will das tun. Aber da sie keine Behörde mehr ist, ist so ein Poststempel auch nicht mehr so amtlich wie früher.

-jmh
 
uli Am: 09.03.2020 10:34:46 Gelesen: 2439# 34 @  
@ KaraBenNemsi [#32]

Nein, braucht Sie nicht und das ist sicher ein schöner Nebeneffekt für die DPAG, wenn nicht sogar eines der Ziele dieser Maßnahme. Die Wiederverwendung von Marken von nicht gestempelten Briefen ist dann nicht mehr möglich und der Handel von Frankaturware im Internet würde schlagartig aufhören, weil der Kunde sich nur noch bei Marken, die er direkt von der DPAG kauft, sicher sein kann, dass diese auch noch frankaturgültig sind. Zudem spart sich die DPAG das Geld für die "Stempel-Maschinen", ggf. können die Sortieranlagen durch deren Wegfall auch schneller laufen.

Gruß
Uli
 
saeckingen Am: 09.03.2020 11:24:50 Gelesen: 2415# 35 @  
Richtig! Wie man an der Umfrage von letztem Jahr sehen kann, ist die Stempelung nur noch mit Ersttag- und Sonderstempel für Sammlerzwecke geplant. Diese erwägt man in roter Farbe anzubringen - dann kann vermutlich der schwarze DMC Code noch ausgelesen werden.

Ansonsten entfällt eine Stempelung - der Auflieferungstag soll ja über den Code auslesbar sein.

Durch den Code werden Fälschungen und Wiederverwendungen unterbunden und die Stempelung eingespart.

Grüße
Harald
 
drmoeller_neuss Am: 10.03.2020 10:58:47 Gelesen: 2328# 36 @  
@ saeckingen [#35]

Wenn keine Stempelung mehr notwendig ist, macht eine Stempelung mit Ersttag- und Sonderstempel auf den Marken für Sammlerzwecke keinen Sinn.

Die Post kann natürlich spezielle Umschläge für alle Menschen anbieten, die Freude an bunten FDCs haben.

Dafür genügt es aber, einen offiziellen Bestätigungsstempel neben der Frankatur abzuschlagen. Die Farbe spielt keine Rolle. Solche Stempel können auch grün oder pink sein. :)

Das gibt es ja bereits von Schiffen und aus der Antarktis, Umschläge mit Marke und vielen bunten und großen Stempeln auf dem Umschlag verteilt.
 
saeckingen Am: 10.03.2020 13:23:29 Gelesen: 2292# 37 @  
@drmoeller_neuss

Sinn machen diese Stempel dann sicherlich keinen mehr, aber welchen Sinn macht z.B. ein Ersttagsblatt heute?

Wenn es keine Sonderstempel mehr gäbe, dann wird es bald auch keine Sonderpostämter mehr geben. Dann würde den Veranstaltern von Messen, aber auch von vielen Ausstellungen und Großtauschtagen nicht nur die Einnahmen durch die Deutsche Post fehlen, sondern auch weniger Besucher kommen. Für viele Sammler sind die Sonderpostämter immer noch der größte Anziehungspunkt. Für die Deutsche Post lohnt sich so eine Teilnahme nur dadurch, dass viele vor Ort gekauften Marken auch gleich vor Ort entwertet werden. Von postfrisch gekauften Marken kommt später zu viel als Frankaturware zurück. Wobei sich das durch eine wahrscheinliche begrenzte Gültigkeit (durch begrenzte Speicherung der Codes) erledigen könnte.

Grüße
Harald
 
DL8AAM Am: 10.03.2020 13:26:12 Gelesen: 2286# 38 @  
@ jmh67 [#33]

Oder man macht es wie die US Post (die aber noch immer eine Behörde ist), da bekommen "Datenmatrixcode-Briefmarken" und regelmäßig auch freigestempelte (vollbezahlte) Sendungen im erstbearbeitenden Briefzentrum links neben die Frankatur inzwischen zur Dokumentation einen Bearbeitungsnachweis per Tintenstrahler hinzugedruckt.

Siehe



und ein freigezeichnetes, weiteres Beispiel:



Gruß
Thomas

Edit: Zur Erklärung der weiteren verwirrenden Vermerke auf dem Umschlag, siehe https://www.philaseiten.de/beitrag/107809 ;-)
 
Journalist Am: 11.03.2020 16:26:55 Gelesen: 2203# 39 @  
Hallo an alle,

die Katalogisierung [der Automatenmarken] ist aus meiner Sicht richtig und wir werden diese Diskussion auch bald bei den normalen Marken haben, da hier nächstes Jahr eine erste normale Sondermarke mit individuellen Datamatrixcode erscheinen soll !

Näheres dazu aber demnächst in der neuen Rubrik "Datamatrixcode auf allen Briefmarken ab 2021" und wenn die Planungen bleiben, werden ab 2022 alle Briefmarken einen Matrixcode haben.

Soweit Neues aus der Journalistenküche

viele Grüße Jürgen

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bund Automatenmarken Pilotversuch: Chaos bei der Versandstelle Weiden" / Hervorhebung redaktionell hinzugefügt]
 
Journalist Am: 13.03.2020 10:17:41 Gelesen: 2108# 40 @  
@ Journalist [#26]
@ Journalist [#39]

Hallo an alle,

ergänzend zu obigen Infos zu den Briefmarken. Bezüglich der genannten Versuchsmotive sind bisher noch keine weiteren gedruckt worden, es ist allerdings derzeit noch ein weiteres Motiv in der Planung, wie der Autor bei der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Post im DHL Innovation Center, die am Dienstag den 10. März stattgefunden hatte, erfahren hat. Außerdem konnte der Autor die genannten 3 Musterbogen "Grüffelo", "Pippi" und "Regenbogenfragment" im Original sehen.

Die Marken wurden auf Originalpapier gedruckt, sie haben UV-Fluoreszenz, ein zusätzlicher Sicherheitsaufdruck (also der Zusatz der seltenen Erden) erfolgte aber zumindest bei diesen Mustern nicht, wie eine Prüfung vor Ort ergab.

Anbei nun ein erstes Foto hier von einem Ausschnitt des Bogens mit dem Motiv "Grüffelo", aufgenommen von Peter Huss auf der Pressekonferenz in Berlin.



Zusätzlich zum Markenbild wird für den Matrixcode weiterer Platz benötigt. Die zusätzliche Breite beträgt berechnet anhand der Zahnlöcher (8 Stück) 1,2 Zentimeter. Der Matrixcode hat hier ein Format von 16 Stellen in der Breite und 48 Stellen in der Höhe.

Die Muster wurden noch alle mit einem identischen Matrixcode versehen, die Muster weisen noch keinen individualisierten Matrixcode auf.

Drucktechnisch soll das Motiv im ersten Schritt im Offsetdruck erstellt werden, im zweiten Schritt soll dann über einen Digitaldruck die individualisierte Matrix dazu gedruckt werden. Dazu müssen nun aber auch noch die entsprechenden Voraussetzungen in der Bundesdruckerei und den anderen Druckerein, die deutsche Briefmarken herstellen, vorbereitet werden.

In einem ersten Schritt soll daher nach dem derzeitigen Zeitplan Anfang 2021 zumindest ein erstes Postwertzeichen in dieser Technik hergestellt werden. Ab dem Jahr 2022 sollen dann alle Marken nur noch so produziert werden.

Wenn man nun also die Motive nicht kleiner macht, bedeutet dies, das die Marken und natürlich auch die Markenbogen (10er Bogen) von der Größe her etwas größer ausfallen werden - natürlich auch die Dauermarken (Blumen). Die entsprechenden aktuellen Rollengeber und Boxen müssen dann alle auf die neuen Maße umgestellt werden.

Diese Umstellung und weitere damit verbundene Dinge, die hier heute noch nicht angesprochen wurden (z.B. Stempelung - dazu demnächst mal erste weitere Fakten) erfordern noch viele Detailklärungen und es wird spannend, ob diese vielen Details in dieser doch recht kurzen Zeit von knapp 2 Jahren tatsächlich so umgesetzt werden können.

Ein erster grundlegender Artikel erscheint dazu in der nächsten philatelie in der Aprilausgabe. Ein Folgeartikel mit weiteren Details zu den Marken selbst und zur Stempelung soll dann in der Maiausgabe erfolgen, soweit schon einmal weitere ergänzende Infos zu dieser spannenden Materie.

Viele Grüße Jürgen
 
saeckingen Am: 13.03.2020 15:53:01 Gelesen: 2056# 41 @  
@ Journalist [#40]

Ein erster grundlegender Artikel erscheint dazu in der nächsten philatelie in der Aprilausgabe.

Da werden dann aber viele Sammler das als Aprilscherz sehen. ;-) Es ist ja auch nicht gerade alltäglich, dass Briefmarken so radikal umgestellt werden.

Hast Du schon etwas davon gehört, wie lange diese Marken dann gültig sein werden? Man kann die Daten aus dem DMC Code ja nicht ewig speichern.

Genauso spannend wird es sein, wie lange die Marken ohne Code noch aufgebraucht werden können. Spätestens wenn die Stempelungen entfallen, wird das der Fall sein.

Grüße
Harald
 
Journalist Am: 14.03.2020 08:09:13 Gelesen: 1994# 42 @  
@ saeckingen [#41]

Hallo Harald und an alle,

ja der Artikel wird kein Aprilscherz sein, auch wenn er in der Aprilausgabe erscheint - hier schon der Link zu meiner Vorabveröffentlichung, die ich gestern abend freigeschaltet habe:

http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/digitalisierungsoffensive-der-post-marken-nur-noch-mit-matrixcode.html

Noch einige weitere erste kurze Anmerkungen zu Deiner Frage der Gültigkeit.

Genauso wie die ATM aus dem Köln Bonner Versuch werden die neuen Marken mit Matrixcode unbegrenzt frankaturgültig sein !

Dies ist heutzutage kein großes Speicherplatzproblem mehr. Mit der Erzeugung (Druck) der Marke wird eine Frankier-ID in die Positivdatei der gültigen PWZ aufgenommen. Wenn sie das erste Mal durch eine Sortiermaschine läuft, wird diese ausgetragen. Sollte sie ein zweites Mal benutzt werden, wird die Maschine diese als Dublikat aus.

Da die Masse der Briefmarken nicht beliebig lange im Sammleralbum gehortet wird oder dort deponiert wird, sondern relativ zeitnah nach dem Verkauf benutzt wird, entstehen auch keine großen Datenberge an postfrischen Marken, die die Positivdatei zumüllen würden.

2. Eine Stempelung der Marken ist auch in Zukunft vorgesehen !

Allerdings könnte es hier sein, das sich die aktuelle Stempelfarbe schwarz als nicht mehr geeignet erweist. Meine Prognose hier aufgrund der Faktenlage ist:

Es wird eine neue alte Stempelfarbe geben vermutlich blau (eventuell aber auch rot).


Wieso es hier zu einer Änderung kommen könnte, werde ich gelegentlich mal näher erläutern.

Soweit einige weitere Details zur geplanten Umstellung.

Viele Grüße aus der digitalen Zukunft

Jürgen
 
Pete Am: 15.03.2020 11:49:22 Gelesen: 1916# 43 @  
@ Journalist [#42]

Dass der Artikel in der Aprilausgabe der "philatelie" erscheinen wird, dürfte für den ein oder anderen Leser für ein Schmunzeln sorgen. Harald hat Recht, dass der Artikelinhalt (Matrixcodes auf Briefmarken) u.U. gedanklich als der erwartete Aprilscherz verbucht würde [1]

Vielleicht wäre eine kurze Klarstellung bzw. sonstiger Hinweis der Redaktion, dass der Matrixcode auf Briefmarken kommen wird, in der Mai-Ausgabe angebracht.

Ich finde es eher faszinierend, dass über eine Pressekonferenz vom 03.03.2020 in Berlin bis spätestens zum 13.03.2020 ein abgabefertiger Artikel redigiert wurde und die periodisch Ende des Monats erscheinende Zeitschrift "philatelie" es ebenfalls schafft, diesen Artikel auf den letzten Drücker in dem sicherlich mehr oder weniger redaktionell abgeschlossenen kommenden Heft (Ausgabe Nr. 514, April 2020) unterzubringen, so dass dieser Artikel bereits etwa zwei Wochen später (Ende März 2020) bei den Lesern im Briefkasten liegen wird. Im Bereich Print der "philatelie" geht es schneller wirklich nicht.

@ Journalist:

Was hälst du davon, in einem separaten (neuen) Thema in diesem Forum dazu aufzurufen, in aktuellem Posteingang bzw. aktueller Kiloware (Stempeldatum ab 2020) nach normalen Bund-Briefmarken Ausschau zu halten, welche im Markenbild einen Matrixcode aufweisen? Damit wären nicht Ausgaben der Briefmarke Individuell und auch nicht die Strichcodes (EAN-Nummern) auf den Bogenrändern gemeint.

Die in Beitrag [#40] gezeigten Musterexemplare dienen sicherlich auch praktischen Tests in Briefzentren. Es wäre recht interessant, sollte davon ein Beleg (bzw. Ausriss aus der Sendung) in Sammlerhand gelangen und in der Fachpresse bekannt werden.

Anhand des Fotos in Beitrag [#40] ist auffällig, dass der Matrixcode auf allen ersichtlichen Exemplaren scheinbar identisch ist. Demnach würde es sich bei den gezeigten Briefmarken tatsächlich um ein Muster handeln, bei welchem der Matrixcode scheinbar lediglich als Grafik gedruckt wurde und der darin verschlüsselte (individuelle) Code scheinbar in jedem Fall identisch wäre.

Gruß
Pete

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/digitalisierungsoffensive-der-post-marken-nur-noch-mit-matrixcode.html
 
Journalist Am: 14.04.2020 18:24:12 Gelesen: 1635# 44 @  
@ Pete [#43]

Hallo Pete und an alle,

hier zuerst der angekündigte Link zur Vorabveröffentlichung des Ergänzungsbeitrags in der Maiausgabe der philatelie mit vielen weiteren Infos zu den geplanten Matrixcode-Marken [1]

Hier sind außerdem noch einige neuere Erkenntnisse und Abbildungen eingebaut worden, die aus Platzgründen in dem gedruckten Artikel nicht gezeigt werden konnten.

Wenn die erste richtige Marke kommt, könnte man dies hier oder auch alternativ in einen separaten Thema bringen - aber bis dahin haben wir ja noch etwas Zeit.



Das obige Bild zeigt übrigens einen Teilausschnitt einen der gezeigten Probebogen, der eventuell rechts oben auch noch in Matrixcodeform die Bogennummer des gesamten Druckbogens enthält ?

Soweit für heute zu diesem Thema - viele Grüße

Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/briefmarken-mit-matrixcode.html
 
nagel.d Am: 16.07.2020 11:25:43 Gelesen: 914# 45 @  
Meiner Meinung nach geht es hier um etwas ganz anderes. Der Datamatrixcode, im fortlaufenden nenne ich ihn code, wird pro Marke nur einmal vergeben. Dieser Code wird wie bei den Frankit und Internetmarken beim Sortieren ausgelesen. Somit kann der Code nur einmal verwendet werden. Denn wie oft kommen in der Post ungestempelte Marken, trotz Automation und der letztlichen Kontrolle durch den Zusteller, vor. Ein einmalig erstellten Code kann also kein zweites mal zur Frankatur verwendet werden und darum geht es meiner Meinung nach, denn damit vermeidet die Post eine Mehrfachverwendung von bereits genutzten Briefmarken und zwingt den gemeinen Kunden dazu postfrische "Neuware" zu kaufen.
 

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