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Thema: Schweden: Tintenstrahlstempel
Das Thema hat 35 Beiträge:
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LOGO58 Am: 27.03.2013 13:50:10 Gelesen: 18260# 11 @  
@ LOGO58 [#9] (Forts.)

Wenn man aus dem Fenster schaut, müsste man eher fragen: Ja ist denn schon wieder Weihnachten ? Nein, wir haben demnächst Ostern. Und obwohl teilweise schon im Thema "Fröhliche Ostern" gezeigt, der Vollständigkeit halber zwei Muster für schwedische Tintenstrahlstempel mit der "Fremdwerbung Ostern":



Links Postzentrum Uppsala, Pitney Bowes-Maschine, rechts Postzentrum Malmö, Neopost-Maschine.

Viele Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 05.11.2013 18:53:00 Gelesen: 17566# 12 @  
Neue schwedische Tintenstrahlstempel?

Gibt es da etwas Neues im Bereich der (oft geschmähten) schwedischen Tintenstrahlstempel? Diesen Stempelabdruck konnte ich auf einem C6-Umschlag aus Umeå feststellen:



Der Stempel ist 129 (115) mm breit, 25 (24) mm hoch und der Kreis mit Posthorn (Logo der schwedischen Post) hat einen Durchmesser von 15,5 (13) mm. Das Druckbild ist klar und deutlich. Sonstige Unterschiede sind offensichtlich. Eigentlich wurde dieses Bild nur auf Großbriefen aufgedruckt. Die bisher in Umeå bekannten Maße einer Neopost-Maschine habe ich in Klammern gesetzt.

Hier beide Stempel im Vergleich:



Geht man vom Durchmesser des Kreises mit Posthorn aus, ähnelt der Abdruck einer Pitney-Bowes-Maschine. Hier ein Beispiel aus Stockholm (in Umeå gab es bisher nur Neopost-Maschinen), bezogen auf den Kreisdurchmesser.



Hat jemand Informationen?

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 01.12.2013 16:01:35 Gelesen: 17342# 13 @  
Schon wieder neue schwedische Tintenstrahlstempel?

Leider habe ich bisher keine Informationen zu Beitrag [#12] erhalten. Aber mir scheint schon wieder eine Neuerung in die Hände gefallen zu sein.

Seit dem 20.06.2013 stelle ich Briefe (Größe C6) mit diesem Stempelmuster fest:



Der Brief wurde in Hallsberg [1] abgestempelt und bearbeitet. Hier ein weiteres Muster für Großformate:



Der Stempel ist so kaum zu entziffern, stammt aber auch aus Hallsberg.

Es handelt sich zweifelsfrei um eine Entwertung mittels Tintenstrahldruckers. Der Maschinenstempel besteht aus einem Kreisstempel mit Segment oben und unten, Durchmesser 23 mm sowie links davon 4 steigende Wellen. Breite des Stempels 55 mm, Großformat 105 mm. Offenbar können auch hier Stempel für unterschiedliche Briefformate programmiert werden. Um welches Fabrikat es sich handelt, ist mir noch nicht bekannt.

Eine kleine Recherche [2] ergab, dass die schwedische Post zwei neue Briefterminals (Zentren) mit direktem Fernbahnanschluss einrichtet, und zwar in Hallsberg und in Rosersberg, nördlich von Stockholm.

Das Terminal in Hallsberg soll die Terminals Västerås und Karlstad ab Herbst 2013 ersetzen. Von beiden Terminals kann ich aber noch Stempeleinsatz vom 12.11.2013 bzw. 28.10.2013 nachweisen.

Wie zu lesen ist, soll es auch in Norrland Veränderungen geben. Vielleicht passt das zu dem in [#12] gezeigten Stempel aus Umeå?

Für unterstützende Beiträge, Forschung, Links und Übersetzungen bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße von der deutsch-dänischen Grenze
Lothar

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hallsberg
[2] http://kjell.smult.com/auto_Hallsberg.htm
 
EdgarR Am: 17.12.2013 21:41:11 Gelesen: 17234# 14 @  
@ LOGO58 [#13]

Heißt also mit anderen Worten: "Hallsberg" ist in Wirklichkeit ein Briefzentrum, das dort oder nahebei betrieben wird? Der Ort Hallsberg selbst ist lt. Wikidingsbums ein Kaff von wenigen Tausend Seelen.

Wäre mal interessant, einen Überblick über die schwedische Postautomatisierung und -struktur zu finden, möglichst in einer verständlichen Sprache.

Den da habe ich heute abgegriffen und in die Bank "eingezahlt".



Gruß EdgarR
 
LOGO58 Am: 18.12.2013 14:57:31 Gelesen: 17201# 15 @  
@ EdgarR [#14]

Hallo Edgar,

ein interessantes Stück. Ich warte noch auf meine "Weihnachtslieferung", um vielleicht weitere Schlüsse ziehen zu können. Zumindest kann ich noch nicht sagen, um welches Fabrikat es sich bei dem Tintenstempel handelt.

Das Thema "Überblick über die schwedische Postautomation o.ä." liegt bei mir z.Z. noch auf Halde (im Sinne des Wortes) und hat leider nicht oberste Priorität. Aber einen kleinen Überblick findest du in Beitrag http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=43418 und hier: http://www.philaseiten.de/album/zeige/152 .

Allerdings noch ohne "Hallsberg" und die sich daraus ergebenden Auswirkungen. Und dieser Link http://kjell.smult.com/auto_Hallsberg.htm führt auf eine interessante Seite, allerdings in schwedischer Sprache. Aber mit dem Google-Übersetzer kein Problem. ;-)

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 25.12.2013 18:06:36 Gelesen: 17135# 16 @  
@ LOGO58 [#12] (Forts.)

Heute kann ich zwei Tintenstrahlstempel aus dem Hauptpostzentrum Västerås vorstellen:



Links das bekannte Muster einer Pitney-Bowes-Maschine, eingestellt für C6-Sendungen und dem Weihnachtsentwerter vom 06.12.2013.

Rechts aus demselben Zentrum vom 10.12.2013 eine offenbar neue Variante, wie ich sie auch schon in Beitrag [#12] vorgestellt habe. Deutlich zu sehen an den Datumszahlen. Ferner hat man ein Schneekristall weniger spendiert. Dafür aber eine Reihe Punkte mehr. Maschinenfabrikat?

Leider habe ich noch keine Erklärung bekommen können. Und was besonders interessant ist: Hallsberg (siehe Beitrag [#13] ) soll doch Västerås ersetzen?

Aber ich bleibe dran. ;-)

Viele Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 22.09.2014 17:21:53 Gelesen: 16263# 17 @  
Postorganisation in Schweden

In meiner Tagespost schwedischer Tintenstrahlstempel bin ich über diesen Stempel gestolpert (unbeachtlich dabei, dass man zwei nichtamtliche Julmarken entwertet hat):



POSTNORD / ALVESTA , Datum 08.09.2014

Dieses Stempelmuster kannte ich bisher aus dem neuen Postterminal Hallsberg, allerdings nur mit POSTEN



In Alvesta wurde und wird eigentlich dieses Stempelmuster verwendet, zuletzt nachgewiesen am 09.09.2014:



Jedoch hat man dort wohl neue Sortiermaschinen angeschafft.

Kann mir jemand erklären, wie sich die schwedische Post heute organisiert? Was bedeutet Post Nord? Ich habe im Netz gefunden Posten AB (Post Nord AB group). Ist die schwedische Post heute Teil von Post Nord?

Viele Grüße
Lothar
 
EdgarR Am: 22.09.2014 18:01:02 Gelesen: 16255# 18 @  
@ LOGO58 [#17]

Lt. Homepage der Dänischen Post (Post Danmark A/S) - hier: http://www.postdanmark.dk/en/Om%20os/Virksomheden/Historie/Pages/home.aspx auf Englisch - ist die seit 2002 als AG organisierte dän. Post seit 2005 teilweise in Privatbesitz (CVC Capital Partners).

Seit 10/2005 ist sie Minderheitspartner (50 % minus 1 Aktie) der belgischen Post De Post-La Poste.

Aus der Homepage der PostNord AB - http://www.postnord.com/en/about-us/history/new-times/ - ergibt sich, dass Post Danmark A/S (s. oben!) und Posten AB (die ebenfalls privatisierte [AB = Aktiebolag = Aktiengesellschaft] schwedische Post) am 24.6.2009 fusionierten und seit 2011 als transnationale Aktiengesellschaft (aber immer noch mehrheitlich in staatlichem Besitz) "PostNord AB" firmieren.

Und auf http://www.postnord.com/en/about-us/corporate-governance/ steht, dass "PostNord AB" zu 40 % dem dänischen und zu 60 % dem schwedischen Staat gehöre. Wie das aber Mit der Tatsache zusammenpasst, dass - siehe oben! - die "dänisch-(belgische) Wurzel" eben NICHT "dem Staat" sondern zu 25 % privaten Investoren gehört erschließt sich mir nicht. Eigentlich kann das nur heißen, dass die "dänisch(-belgische) Wurzel" 40 % der PostNord darsatellt?

Übrigens: dem Organigramm http://www.postnord.com/en/about-us/organisation/ entnehme ich, dass die auch Ableger in Norwegen und Finnland haben?

Phile Grüße
EdgarR
 
LOGO58 Am: 24.09.2014 12:59:03 Gelesen: 16221# 19 @  
@ EdgarR [#18]

Hallo Edgar,

herzlichen Dank für deine Ausführungen. Ich schließe daraus, dass sich also auch hinter dem Stempel "POSTNORD / ALVESTA" die "Schwedische Post" als Organisation verbirgt und nur die Organisationsform so deutlicher ausdrückt.

Ich bin gespannt, was ich noch in diesem Sinne aus der Tagespost fischen kann.

Viele Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 24.11.2014 17:07:52 Gelesen: 15898# 20 @  
@ LOGO58 [#17]
@ LOGO58 [#19]

Ich habe tatsächlich Neues aus der Tagespost in Sachen Tintenstrahlstempel fischen können.

Das Postterminal Alvesta hat nicht nur den Stempel für C6-Umschläge verändert, sondern auch für Großbriefe:



Auch in Malmö ist ein neuer Stempeltyp für C6-Formate aufgetaucht:



Zwischen Uppsala und Stockholm ist ein neues Postterminal entstanden: Rosersberg



Ob dafür ein anderes Postterminal geschlossen wurde, kann ich gegenwärtig noch nicht sagen. Ich werde demnächst einmal darstellen, welche Postterminals noch "am Netz" sind und welchen zwischenzeitlich geschlossen wurden.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 21.12.2014 15:57:14 Gelesen: 15706# 21 @  
Benötige Übersetzungshilfe

Was bedeutet der Text links neben dem Stempel aus Alvesta auf deutsch?



Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Basalt44 Am: 21.12.2014 17:43:03 Gelesen: 15693# 22 @  
@ LOGO58 [#21]

Hallo Lothar,

der schwedische Text lässt alle Zweifler verstummen:

"Sicher gibt es den Weihnachtsmann"

Ein entspanntes Weihnachtsfest und viele Grüße aus Berlin

Werner
 
LOGO58 Am: 22.12.2014 17:39:17 Gelesen: 15652# 23 @  
@ Basalt44 [#22]

Hallo Werner,

herzlichen Dank für die schnelle Hilfe.

Bei der schwedischen Post tut sich ja im Moment einiges in Sachen "Tintenstrahlstempel". Ich hoffe, Weihnachten meine Unterlagen und Nachweise sortieren und dann hier ein wenig berichten zu können.

Weihnachtliche Grüße nach Berlin
Lothar
 
LOGO58 Am: 06.08.2015 15:11:45 Gelesen: 14650# 24 @  
Neue Stempelformen

Nun hatte ich mich kaum an die (nicht immer leserlich) aufgespritzten Kreisstempel mit Segment oben und unten gewöhnt [#21], schon kommt die schwedische Post und wünscht einen schönen Sommer:



Eine völlig neue Optik, hier für Großbriefe aus dem Briefzentrum Malmö. Für Format C6 habe ich Belege aus



Alvesta und Rosersberg gefunden. Die Unterschiede sind offensichtlich.

Sind in den Briefzentren in Schweden ggf. seit dem 1. Juli 2015 neue Maschinen eingeführt worden oder war der Druck mit den Kreisstempeln nicht klar und deutlich genug und es hat Beschwerden gegeben? Warten wir auf die Antworten.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 29.09.2015 15:20:21 Gelesen: 14157# 25 @  
Schwedische Tintenstrahlstempel seit 2011

Ich habe dieses Thema Ende 2011 eröffnet und konnte seitdem Tagespost auf schwedische Tintenstrahlstempel hin untersuchen. Da sich viel getan hat, fasse ich meine Feststellungen einmal kurz zusammen, ohne auf Besonderheiten einzugehen.

Ende 2011 gab es bei der schwedischen Post 10 Postterminals (wohl vergleichbar mit unseren Briefzentren, wobei ich nicht sagen kann, ob in den Terminals auch Paketpost abgefertigt wird). Man konnte die verschiedenen Postterminals an ihren charakteristischen Landschaftsabbildungen und natürlich dem Aufdruck erkennen.

Hier Alvesta (Postwaggon von 1874), Göteborg (Brunnenstatue des Poseidon), Karlstad (Värmland Symbol), Malmö (Landschaft in Skåne) und Nässjö (moderner Holzstuhl), jeweils für groß- und kleinformatige Briefe



und Stockholm (Drei-Kronen des Rathauses), Sundsvall (Hohe Küstenbrücke), Umeå (Goldbarren und Satellitenschüssel), Uppsala (Dom) sowie Vesterås (Dom und Schloß Örebro)



Die Postterminals Nässjö, Sundsvall, Umeå und Uppsala verwenden nach jetzigem Stand diese Stempelbilder auch heute noch.

Diese Abstempelungen wurden durch besondere Werbung zu Weihnachten, Neujahr und Ostern ergänzt. Sonstige Fremdwerbung habe ich in diesem Zeitraum nicht festgestellt.



Die Postterminals Karlstad und Västerås wurden etwa Ende 2013 geschlossen.

Dafür wurden mit Hallsberg und Rosersberg neue Terminals eingerichtet. Und damit tauchte ab Mitte 2013 ein neues Stempelmuster auf: Ein Kreisstempel mit Segment oben und unten.



Ich habe diese Stempelform bei den Terminals Alvesta, Göteborg, Hallsberg, Malmö und Rosersberg feststellen können. Im Sommer 2015 nun erneut eine neue Stempelform:



Neben den schon genannten Postterminals taucht nun auch Stockholm auf, jedoch nur mit der Bezeichnung Årsta, einem Stadtteil von Stockholm.

Und um alles noch abzurunden ist beim Postterminal Rosersberg eine weitere Form zu finden, für die ich den 4.9.2015 notieren konnte:



Das ist mein gegenwärtiger "Forschungsstand". Es ist schon interessant, was man aus der Tagespost alles ableiten kann, ohne Fachliteratur zu diesem Thema zu besitzen. Ich bin gespannt, ob auch die alten Stempelbilder aus 2011 noch einmal auftauchen. Gegenwärtig scheint ja, nach Umorganisation der schwedischen Post (siehe Beitrag [#18]), vieles möglich.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Baber Am: 27.01.2018 11:03:53 Gelesen: 6789# 26 @  
Hallo Lothar,

den "God Jul" Stempel von Stockholm gab es auch 2016:



Gruß
Bernd
 
LOGO58 Am: 27.01.2018 13:07:52 Gelesen: 6774# 27 @  
@ Baber [#26]

Hallo Bernd,

danke für das Zeigen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich seit dem letzten Beitrag vom 29.09.2015 keine Zeit mehr gefunden habe, die 'Geschichte' der schwedischen Tintenstrahlstempel weiter fortzuführen.

Und es hat sich einiges getan!

Zwischenzeitlich hat man sich für ein einheitliches Stempelmodell mit einem aus verwobenen Sechsecken bestehenden 'Entwerter' entschieden (siehe letzte Abbildung in meinem o.a. Beitrag). Um das alles zu dokumentieren, liegen bei mir viele hundert Stempel, die ich noch aufarbeiten muss. Daher hier erst einmal ein 'Weihnachtsstempel' aus dem Briefzentrum Hallsberg vom 08.12.2017.



Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 23.03.2018 13:19:23 Gelesen: 6012# 28 @  
Hier ein aktueller Brief vom 20.02.2018 aus Malmö.



Der Brief im DIN A6 Format zeigt eine Tintenstrahlabstempelung, wie sie seit einiger Zeit von der schwedischen Post (POSTNORD) verwendet wird. Neben dem 3-zeiligen Stempelkopf gibt es einen Entwerter mit vier schräg gestellten Reihen verwobener Sechsecke.

Für Großbriefe macht man es sich in Schweden einfacher als bei uns: Man verlängert die Reihen der verwobenen Sechsecke einfach auf sechs. Hier ein Stempelbeispiel vom 13.11.2016 aus Göteborg.



Grüße aus dem Norden
Lothar

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweden: Bedarfspost"]
 
LOGO58 Am: 02.06.2018 15:02:33 Gelesen: 4734# 29 @  
@ LOGO58 [#28]

Tatsächlich hat sich die Abstempelung per Tintenstrahldruck bei den schwedischen Postterminals offenbar stabilisiert, wie ich bisher beobachten konnte. Es sind nur die in [#28] gezeigten Beispiele zu finden.

Lediglich das Postterminal Nässjö verwendet auch noch heute dieses Bild:



Bei der Sichtung schwedischer Tagespost habe ich nun erstmalig folgenden Stempelabdruck festgestellt:



Worauf weist der Abdruck "too low" hin? Ich vermute auf das nicht gültige Postwertzeichen, denn es handelt sich um eine "Julmarke", also eine Vignette. Gleiches habe ich auf Belegen mit Abstempelung aus Alvesta und Rosersberg festgestellt. Und es klebten auch hier nur "Julmarken" auf den Briefen.

Liege ich mit meiner Vermutung richtig? Wie stellen die Maschinen den geschilderten Umstand fest? Wird Nachporto erhoben (auf den Belegen keine Hinweise)?

Allerdings scheinen die Maschinen aufmerksamer als die Postbediensteten zu sein:



Hier wurde eine "Julmarke" mit einem Handstempel entwertet. Sonst befinden sich keine Hinweise auf dem Beleg. ;-)

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
JH Am: 02.06.2018 21:29:39 Gelesen: 4689# 30 @  
@ LOGO58 [#29]

Hallo Lothar,

war mir auch neu, aber die Dinger sind frankaturgültige Briefmarken.

Frag mal Tante Google nach "julfrimaerken".

Gruß aus Bremerhaven
Jürgen
 
LOGO58 Am: 03.06.2018 14:30:57 Gelesen: 4654# 31 @  
@ JH [#30]

Hallo Jürgen,

meine Informationen gehen weiter dahin, dass Julmarken weder in Schweden noch in sonstigen skandinavischen Ländern gültige Postwertzeichen sind.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
JH Am: 03.06.2018 16:19:39 Gelesen: 4640# 32 @  
@ LOGO58 [#31]

Dann schau mal z. B. hier: http://www.jultradition.se/blogg/?page_id=281

Es handelt sich Postwertzeichen ohne Nominalangabe.

Gruß aus Bremerhaven
Jürgen
 
DL8AAM Am: 04.06.2018 04:10:01 Gelesen: 4606# 33 @  
Vielleicht heisst TOO LOW (englisch, = zu wenig), dass das verklebte Porto für diese Sendung nicht "mehr" ausreichte.

JULPOST ist in Schweden (und Finnland sowie den Aaland Inseln) ein spezieller reduzierter Portosatz für Weihnachtspost (Versanddatum nur im November und Dezember). Man darf diese Marken zwar auch außerhalb der "billigen" Weihnachtsportoperiode nutzen, aber dann wird nur dieser ermässigte Weihnachtsportowert angerechnet, d.h. im Dezember reicht so eine JULPOST Marke für einen Standardbrief, im Januar aber nicht mehr. Da muss dann die Differenz zwischen dem jeweils letzten Weihnachts- und dem aktuellen, normalen 'Rest des Jahres' Standardportosatz zufrankiert werden.

Julpost (Christmas postage): Christmas greetings to destinations in Åland, Finland and Sweden, max. weight 20 gram, at a reduced rate during a limited period of time in November and December. The stamps may be used as postage the entire year. The postage value of the stamp is based on the most recent Christmas postage tariff.

https://www.alandstamps.com/en/node/791

oder auch

Sweden’s Christmas ... stamp ... is inscribed “Julpost,” and pays a special reduced rate for Christmas mail.

https://www.linns.com/news/world-stamps-postal-history/2016/december/christmas-stamps-northern-europe-folklore-sweden-elves-pixies.html

Gruß
Thomas
 
LOGO58 Am: 04.06.2018 22:53:08 Gelesen: 4551# 34 @  
@ JH [#32]
@ DL8AAM [#33]

Hallo Jürgen,
hallo Thomas,

ihr habt Recht und ich wieder etwas gelernt.

Wie mir auch basalt44 in einer E-Mail mitteilte, sind Julmarken nach wie vor keine gültigen Postwertzeichen in Schweden. Sie werden von gemeinnützigen Stellen vertrieben.

Auf dem vorliegenden Brief bzw. Markenausschnitt von mir befinden sich jedoch Weihnachtsbriefmarken (schwedische Julfrimerken). Diese Julfrimerken werden von POSTNORD herausgegeben und unterliegen besonderen Verwendungszeiten (wie Thomas dargestellt hat) und werden außerhalb dieser Verwendungszeiten meistens auf Economiebriefen verwendet. Ich habe also Julmarken mit Julfrimerken verwechselt.

Sorry und danke an alle.

An Thomas mein Dank für seine Überlegungen zum Abdruck "too low".

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
LOGO58 Am: 15.12.2018 15:33:14 Gelesen: 1092# 35 @  
Weihnachtsgrüße aus Schweden

Zu meiner großen Überraschung hat die schwedische Post in diesem Jahr mit einem neuen Motiv zu Weihnachten "getintenstrahlt":



Mir liegt neben Hallsberg ein weiterer Beleg aus Umeå vor. Interessant wird sein, welche Form man für die Entwertung von Großbriefen gewählt hat.

Auch wenn der Druck nicht überragend ist, sind die Schweden doch schon länger weiter als die sich immer noch im Versuchsstadium befindliche DPAG.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 

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