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Thema: Saalauktionen: Ergebnisse viel zu niedrig - wer ist schuld daran ?
Das Thema hat 85 Beiträge:
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Richard Am: 04.07.2013 17:31:27 Gelesen: 28575# 61 @  
@ alle

Bitte beim Thema Saalauktionen: Ergebnisse viel zu niedrig - wer ist schuld daran ? bleiben.

Schöne Grüsse, Richard
 
zackeingo Am: 04.07.2013 19:02:04 Gelesen: 28517# 62 @  
@ drmoeller_neuss [#58]

Ihre Rechnung hat einen kleinen, aber wesentlichen Fehler. Wer mit der Einnahmen-Ausgaben-Überschussabrechnung arbeitet hat, bevor er etwas verkauft, schon einen Ankauf getätigt. Irgendwo her muss die Ware ja kommen. Selbst die Übernahme aus Privatvermögen -sprich Sammlung- zählt als Ausgabe. Dadurch hat man Verlustvorträge, die erst einmal abgearbeitet werden können. Wer also verkauft ohne einen Einkauf nachzuweisen, was eigentlich nicht geht, betrügt sich selbst.

Das hat aber eigentlich nichts mit dem Thema Saalauktionen zu tun.
 
DMD Am: 05.07.2013 11:00:51 Gelesen: 28359# 63 @  
Gestriges Ergebnisse in der Bucht:

Berlin 1960-Ende postfrisch komplett + ca. 70 Marken aus dem Jahrzehnt davor
Ergebnis: 35 €.

Das sind gute 10 % vom Nominalwert der Marken, vom Michelwert gar nicht zu reden.

165 postfrische Marken Bund bis 1990
Ergebnis: 1,60 €.

Das sind ca. 3% vom Nominalwert

Ist ebay schuld ?

Ein Autohändler hatte einen Golf. Wert des reinen Autos 6000 € nach Liste.

Leider war die Farbe neon-orange mit 500 Watt Boxen und und Flossen und Anbauten im Wert von 6000 €. Er sagte, er hat das Auto selbst für 3000 € nicht verkauft bekommen. Und dann kam jemand und suchte genau so ein Auto und zahlte dann 9000 €.

Im übertragenem Sinne waren anscheinend bei der Auktion nur Leute da, die den reinen Wagen haben wollten und zu ihrem Limit die notwendigen Umbauten virtuell dazugerechnet haben.

Die Befreiung zur Umsatzsteuer ist 17500 €

Wenn du zehn Posthornsätze aus deinem Privaten Fundus verkaufst und du hast kene Belege für den Kauf, kannst du mit Pech als Ausgaben den Nominalwert in Ansatz bringen.

Gruß

Dietmar
 
zackeingo Am: 05.07.2013 15:36:32 Gelesen: 28288# 64 @  
@ DMD [#63]

Ebay macht auch keine Beratungen und übernimmt auch nichts zur Veräußerung. Für Bund von 1960 bis 2000 komplett (wie im Michel gelistet), wird von Händlern mit € 35,00 bis 40,00 angekauft (und bekommen reichlich!).

Diverse Händler haben, wie mehrfach festgestellt wurde, bei Ihren 1-Euro-Losen bei Ebay eine Sicherung eingebaut, damit nichts verschleudert wird. Bekannte bieten bis zu einem bestimmten Wert mit. Alle anderen fallen häufiger mal dabei auf die Nase. Das hat aber nichts mit Auktionseinlieferungen zu tun. Ebay hat bekanntermaßen keinen Status als Auktionshaus!
 
doktorstamp Am: 05.07.2013 16:29:11 Gelesen: 28253# 65 @  
Um wieder bei Thema zu bleiben.

Seitens der Einlieferer geht es einzig und allein ums Wissen, Wissen was in vielen Fällen fehlt, oder nur mangelhaft vorhanden ist. Die vielfältigen Gründe hierfür habe ich oben beschrieben. Andere haben es bestätigt.

Auktionshäuser, Händler, hier gibt es auch sehr gute, gute, und vermutlich auch welche, die nicht zu empfehlen sind. Auf verschiedenen Messen kann man mit diesen Leuten ins Gespräch kommen. Denn auf dieser Art und Weise kann man viel lernen, wenn auch die Gefahr besteht enttäuscht zu werden. Sachkundig beraten kann er darüber nachdenken.

Allerdings eins steht für mich auch fest, der Thread-starter will Recht haben, egal was angesprochen oder tangiert wird, kommt die Antwort, "so ist es nicht", "da ist dir ein Fehler unterlaufen", oder, "richtig soll es so heissen", oder in dem Fall von Marktkenner, "ihr habt keine Ahnung".

Um es nochmal zu betonen, "Der Markt bestimmt den Preis". Aber der Markt besteht nicht einzig und allein aus Auktionshäusern und Elitärensammlern, hinzu kommt der Handel, und eine Vielfalt von Sammlern aller Stufen, und somit entsteht ein Kreis welcher von Bedarf und Nachfrage ins Rollen gehalten wird.

Andere zu verunglimpfen, weil sie nicht deine Meinung teilen, bringt uns gar nicht weiter.

Über den Daumem gepeilt, von den aktiven Mitgliedern dieses Forums beschäftigen in etwa 60% sich hauptsächlich mit der Klassik, oder aber auch mit der Halb-Klassik. Je nach Land erstreckt sich das Ende der Halb-Klassik bis zwischen 1912-45.

An diejenigen die der Meinung vertreten, Klassik sammeln sei teuer, gut es kann teuer werden, aber wer sich mit Wissen und Literatur ausgerüstet hat, und das Sammelgebiet zum eigen gemacht hat, ergattert oft viel.

mfG

Nigel
 
10Parale Am: 05.07.2013 17:50:13 Gelesen: 28213# 66 @  
@ Pommes [#4]

Wen man Sammler ist kümmert es einen nicht (so) sehr, wer eher als Anleger unterwegs ist, sollte in solide Investments gehen; dazu gehören die angesprochenen Sammelgebiete nur im Ausnahmefall.

Hier wäre es doch mal interessant, einen Katalog zu kreieren, der die Briefmarken der Welt aufzählt, die sich als solide Investments eignen. Selbst wenn der Katalog eher dünn ausfällt, wäre er eine Investition wert.

Viel zu viel Sammler sehen nur den Gewinn, den sie nie realisieren werden, als den Antrieb ihrer Sammelleidenschaft. Ich verschweige nicht, wohl auch dazu zu gehören. Aber in der Philatelie stecken vor allem Bildungswerte, die in Geld nicht aufzuwiegen sind. Dahin sollte man sich orientieren.

Grüße

10 Parale
 
drmoeller_neuss Am: 05.07.2013 19:42:23 Gelesen: 28150# 67 @  
@ 10Parale [#66]

Das Problem bei Briefmarkeninvestments und um auf dieses Thema wieder zurückzukommen, sind die Transaktionskosten, wenn die Anlage umgeschichtet werden soll.

Bei Briefmarken sind es 30%, bei guten Posten auch weniger (in diesem Thema wurde oft die Provision des Auktionshauses Rauhut erwähnt)

Bei Immobilien betragen die Transaktionskosten durchschnittlich 10% (Grunderwerbsteuer, Notar, event. Makler), bei reinen Geldanlagen bis 5%.

Viel sinnvoller wäre ein Katalog mit den Durchschnittserlösen der gängigen Sammelgebiete, also was bringt eine Bundsammlung 1955 bis 2000 gestempelt ohne Spitzen, was bringen 20 Jahrgänge ETBs, was bringt eine DDR-Sammlung postfrisch? So eine Auflistung liese sich auf zwei Seiten in der "Philatelie" veröffentlichen.
 
philapit Am: 06.07.2013 10:13:39 Gelesen: 27977# 68 @  
Hallo Sammlerfreunde!

Zurück aus dem Urlaub möchte ich nun auch noch meinen "Senf" zu diesem Thema abgeben.

Der Fehler ist meiner subjektiven Meinung nach beim Einlieferer zu suchen.

1. Termin der Auktion. Ich glaube, die 144. Auktion war eine Sommerauktion im August. Sommerauktionen gehen immer schlechter als eine Auktion zur Hochsaison. Im Sommer sind meist Händler oder Profi-Philatelisten anwesend, die ihre Lager für die Herbstsaison durch Schnäppchen auffüllen wollen.

2. Wie von anderen schon richtig beschrieben (Aufteilung in mehrere Positionen). Herr Rauhut wird immer daran interessiert sein, ein hohes Ergebnis zu erzielen, da er ja von der Provision lebt. Als seriöser Geschäftsmann wird Herr Rauhut niemals ein Ergebnis in dieser Höhe vorausgesagt haben. Wer von uns, die sich im Forum geäussert haben, hat den angebotenen Posten gesehen oder besichtigt? Katalogwerte bei einer Auktion anzugeben finde ich immer problematisch, da diese wie bekannt sich von den Handelspreisen stark unterscheiden. Ich kann mir vorstellen, dass in dem Gesamtposten massenhaft "Katalogschlager" enthalten waren, die natürlich als Einzelposten unverkäuflich sind und somit der Gesamtposten entstanden ist.

Zum Thema Beratung möchte ich noch hinzufügen, dass eine Beratung durch den Auktionator oder seinen Mitarbeitern bei Einlieferung eines Großposten selbstverständlich ist oder sein sollte. Ich persönlich habe es im Hamburger Raum noch nicht anders erlebt.

Schönes Wochenende wünscht
philapit
 
zackeingo Am: 07.07.2013 13:02:30 Gelesen: 27858# 69 @  
@ Lars Boettger [#6]

Zum Erscheinen der Broschüre würde ich gerne wissen, ob es einen realen Anlass zur Erstellung gibt. Beschwerden über Aufkäufer oder ähnliches? Das Hintergrundwissen hierzu passt sicherlich sehr gut ins Thema.
 
Lars Boettger Am: 07.07.2013 13:23:50 Gelesen: 27838# 70 @  
@ zackeingo [#69]

Nein, aber wir sind als Verband immer wieder mit der Frage konfrontiert, was eine Sammlung Wert ist (siehe z.B. Anfragen im BDPh-Forum). Auch erhalten wir (wenn auch sehr viel seltener) Beschwerden, wie ein Verkauf gelaufen ist. Darum haben wir uns entschlossen, einen Ratgeber zur realistischen Einschätzung der Sammlung zu machen. Darüber hinaus werden die Verkaufswege beschrieben, vom Selbstverkauf über eBay oder bei einem Tauschtag bis hin zu dem Verkauf an Händler oder Auktionatoren - mit allen Vor- und Nachteilen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
zackeingo Am: 07.07.2013 13:30:30 Gelesen: 27838# 71 @  
@ philapit [#68]

Ich glaube nicht, dass es viele Sammler gibt, die je etwas von einer Auktionssaison gehört haben.

Und zur Klarstellung: Es war nicht meine Ware die hier verramscht wurde, sondern die eines Sammlerfreundes (langjähriges BDPh-Mitglied).

Eine vernünftige Beratung ist hier offensichtlich nicht erfolgt, sonst würden wir hier nicht darüber diskutieren. Ich gehe einfach auch mal davon aus, dass das kein Einzelfall ist. Das zeigt doch die Herausgabe einer Broschüre, die sonst nicht nötig wäre.

Zur Bewertung der Sammlung liegen hier diverse Fotos vor. Einen etwaigen Weiterverkauf werde ich von hier aus verfolgen. Dann sieht man ja, welche Ergebnisse bei vernünftigem Ausruf (Aufteilung) zu erzielen gewesen wären.

So wie ich das verstehe, waren einige der hier Mitdiskutierenden immer mit Ihren Auktionskäufen sehr zufrieden. Kein Wunder bei den Ausrufen und den Ergebnissen. Aber, haben Sie auch schon einmal etwas eingeliefert, natürlich außer eigentlich unverkäuflichem Ramsch?

Zu einem anderen Beitrag noch: Der Begriff Halbklassik war mir bisher in der Philatelie nicht bekannt. Vor allem nicht mit Marken der Weimarer Zeit und des sog. 3. Reiches nebst aller Nebengebiete.
 
bayern klassisch Am: 07.07.2013 14:03:39 Gelesen: 27817# 72 @  
@ zackeingo [#71]

Ich glaube nicht, dass es viele Sammler gibt, die je etwas von einer Auktionssaison gehört haben.

Ich würde die Leute nicht unterschätzen. Wer mehr in der Philatelie sieht, als Märkchen von Briefen und Postkarten abzulösen, weiß schon etwas vom Auktionsmarkt, wenngleich nicht immer aus 1. Hand.

Und zur Klarstellung: Es war nicht meine Ware die hier verramscht wurde, sondern die eines Sammlerfreundes (langjähriges BDPh-Mitglied).

Den Klammerzusatz kann ich nicht nachvollziehen - ist einer ein besserer Sammler, weil er im BDPh ist? Oder ein schlechterer, weil er dort nicht ist? Die größten Flaschen sind Mitglied im BDPh und mit die größten Granaten sind Nichtmitglied im BDPh - aber auch anders herum wird ein Schuh daraus. Dem BDPh kann man hier wohl keinen Vorwurf machen, auch wenn man heuer gerne und teils zurecht auf ihm herum hackt.

So wie ich das verstehe, waren einige der hier Mitdiskutierenden immer mit Ihren Auktionskäufen sehr zufrieden. Kein Wunder bei den Ausrufen und den Ergebnissen. Aber, haben Sie auch schon einmal etwas eingeliefert, natürlich außer eigentlich unverkäuflichem Ramsch?

Ich habe für meinen Teil 98% bei Auktionen gekauft (über mehr als 30 Jahre) und zu 2% verkauft im gleichen Zeitraum. Ich habe teuer gekauft und günstig gekauft, ich habe gut verkauft und meine Stücke sind mal fast verschleudert worden.

Das Auktionshaus, das ich wähle, ist ein gut für das von mir abzugebende Material ausgesuchtes. Diese Mühe sollte man sich machen. Macht man sie sich nicht, braucht man sich nicht zu wundern.

Zu 3% zu kaufen, kann viel zu teuer sein; zu 300% zu kaufen, kann ein Superschnäppchen sein. Wer nur Katalogwerte kennt, hat von dem, was er macht, keine Ahnung.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
juni-1848 Am: 09.07.2013 22:22:04 Gelesen: 27636# 73 @  
Liebe Freunde der Philatelie,

ab Seite 3 habe ich mich aus diesem Thema "entlesen". Soviele Blicke in dunkle Seitengassen !

Vor dem Kauf einer Waschmaschine, dem Ruf nach einem Handwerker oder dem Gang mit einem Koffer voller Scheine zur Bank seiner Gewohnheit steht heute jedem Kraft www-Medien die Möglichkeit offen, die Energie schulternzuckenden Kopfschüttelns elegant umzuwandeln in neugierige Wendehalsblicke nach links und rechts !

Einen kopfschüttelnden Bekannten, der seit einem Jahrzehnt vom Phila-Vermögen seines Großvaters träumt, habe ich durch dieses Thema gejagt - sein Kommentar: "Wie bei uns im Anglerverein: Anfangs wird heiß diskutiert und dann wochenlang wiedergekäut und zerredet."

Was hat er aus diesem Thema gelernt ? Zitat: "Wenn ich die Arbeit des Auktionators schon selber leisten muß, um ein ordentliches Ergebnis zu erhalten, dann suche ich mir doch einen, mit dem sich die Provison vorab verhandeln läßt!"

Ein gutes hatte es: Wir werden im Winter gemeinsam sein Phila-Erbe sichten, SELBER beschreiben, detaillieren und mit realistischen Preisvorstellungen geeignete Marktplätze wählen. Und er wird sehr schnell merken, daß auch für ein Erbe gilt, "Eigentum verpflichtet!" und sei es, zu Weitsicht. ;-)

Gut´s Nächtle.
 
Richard Am: 12.07.2013 08:07:05 Gelesen: 27480# 74 @  
@ [#9]

Gemeint war wahrscheinlich die berühmte „Katharina von Bosa“, Nr. 2029 U, im Kleinbogen, die aus gestohlener Makulatur stammt, zu tausenden am Markt und nicht handelsfähig ist, was der Michel auch die Herausnahme einer Katalogbewertung unterstreicht.

---

Am 02.07.2013 habe ich bei der Michel Redaktion wie folgt angefragt:

Im Deutschland Spezial 2013 wird auf Seite 1118 die Michel-Nr. 2029 U = ungezähnt mit postfrisch 400 Euro bewertet und als Brief ohne Preisansatz aber als bekannt.

(1) Ist der Michel Redaktion bekannt, ob / daß es sich bei 2029 U um gestohlene Makulatur handelt ?

(2) Wenn dies bekannt ist, warum wurde dann im neuen Deutschland Spezial nicht in einer Fußnote darauf hingewiesen ?

(3) Wird allgemein und besonders in diesem Fall gestohlene Makulatur im Katalog weiter aufgeführt oder bewertet ?

(4) Sind zur 2029 U seit Erscheinen des Katalogs Informationen bekannt geworden, die bei Drucklegung noch nicht bekannt waren ?


Melanie Baumann, die zuständige Redakteurin, hat meine Fragen am 09.07.2013 wie folgt beantwortet:

Hallo Richard,

nachweislich gestohlene Makulatur sollte im Katalog nicht gelistet bzw. bewertet werden. Für Bund MiNr. 2029 U ist jedoch (nach dem Wissensstand der Redaktion und des BPP) kein solcher Nachweis erbracht. Die 2029 U wird auch weiterhin befundet. Bei dieser Informations- und Sachlage erfolgt keine Streichung aus dem Katalog.


---

Schöne Grüsse, Richard
 
zackeingo Am: 12.07.2013 18:30:26 Gelesen: 27384# 75 @  
@ Richard [#74]

Für die Aussagen und Behauptungen von Herrn Rauhut sehr bezeichnend! Wo ist der angeblich "wertlose" Bogen?
 
zackeingo Am: 16.07.2013 18:01:06 Gelesen: 27174# 76 @  
Da ich heute ein Schreiben der Anwälte von Herrn Rauhut erhalten habe, wird der Beitrag wahrscheinlich demnächst vor Gericht weitergeführt werden.

Ich hoffe auf eine weite Verbreitung, damit die Sammler daraus lernen.

Ich melde mich dann wieder.
 
Schmuggler Am: 11.08.2013 19:45:27 Gelesen: 24784# 77 @  
Guten Abend,

der Monatsbrief 8/2013 führte mich zu diesem Beitrag.

Als Unbeteiligter, aber informierter Hobby-Sammler bin ich über die Darstellungen von zackeingo nicht überrascht; sie sind bezeichnend. Angenehm überrascht den Beobachter die intensiven, sachlichen Versuche der anderen Beteiligten.

Danke an alle.

Dennoch wird das ursprüngliche Problem der mißverständlichen Erwartungshaltung auch weiterhin bleiben; das versuchte Gegensteuern durch ein Merkblatt vom BDPh wird wohl nicht viel bewegen: Wer des Lesens unkundig ist und war (ausser Kataloge), bleibt es auch weiterhin.

Die besondere Krux ist die gegenseitige Beschimpfung, da viele Fragen der Nichtanwesenden nicht zu beantworten sind.

Vielleicht ist eine Idee von mir, ideell geklaut bei meinem Anlageberater, konstruktiver: Von jedem Verkaufs- und/oder Kontaktgespräch wird ein "Beratungsbogen" angelegt, in dem alle relevanten Versprechen, Zusagen und Erwartungen formuliert und von beiden Seiten per Unterschrift bestätigt werden.

Bezeichnend finde ich ausserdem, dass mir bisher solche Schreckensszenario nur von den sog. "modernen" Sammlern bisher zu Ohren gekommen ist; die "Klassik" scheint den Werteverfall eher zu akzeptieren. In meinem ArGe-Umfeld wurden in diesem Jahr 6 große Sammlungen und/oder Doubletten aus unterschiedlichen Gründen verkauft. Fast alle wussten im Vorfeld: Es hat Freude gemacht - von "Geld zurück" oder gar "Gewinn" hat nur einer geträumt: Ein Händler.

Einen "dennoch" schönen Abend
wünscht
der Schmuggler


[Hinweis der Redaktion: Mit Monatsbrief ist der jeden zweiten Monat erscheinende Philaseitenbrief gemeint, der allen Mitgliedern und Freunden der Philaseiten kostenfrei als Mail zugeht. Wer ihn nicht bekommt, kann sich als Mitglied anmelden oder sich zum Bezug des Briefs anmelden.]
 
drmoeller_neuss Am: 31.07.2018 15:32:08 Gelesen: 2698# 78 @  
@ tangerhompre

So ganz uninteressant ist der Einlieferer nun doch nicht für ein Auktionshaus, es soll Einlieferer geben, die ein zweites Mal einliefern. Im übrigen sorgt ein gutes Auktionsergebnis auch für eine üppige Provision des Auktionators.

Zu dem beschriebenen Fall: Ja, das gibt es, dass Auktionslose unter Preis weggehen. Selbst Auktionatoren kaufen bei ihren Kollegen ein. Warum sollten sie das tun, wenn sich immer ein marktgerechter Preis bildet? Bei der Philatelie handelt es es sich um einen kleinen, sehr begrenzten Markt. Ausreisser nach unten oder oben sind möglich, sei es bei Realauktionen oder bei ebay. Vielleicht ist der zweite Interessent gerade im Urlaub oder im Krankenhaus, und der einzige Bieter räumt zum Ausruf ab.

Speziell zu Deinem Fall: Ich kenne nicht die vertraglichen Vereinbarungen. Möglicherweise hat sich das Auktionshaus nicht korrekt verhalten und sich nicht an seine Zusagen gehalten. Wenn Du hier ernsthaft Zweifel hast, und Dir wirklich ein nachweisbarer Schaden entstanden ist (denke immer an das oben gesagte), solltest Du einen Anwalt mit der Überprüfung der rechtlichen Lage beauftragen.
 
peno Am: 06.08.2018 12:17:07 Gelesen: 1547# 79 @  
@ zackeingo [#76]

Über den Philaseitenbrief bin ich hier hin gekommen und weiß jetzt leider nicht, was aus der Angelegenheit geworden ist, es sind ja mittlerweile fünf Jahre ins Land gegangen. Fehlen hier ein paar Beiträge oder gibt es andere Gründe für das plötzliche, alles offenlassende Ende der Diskussion?

Liebe Grüße
peno
 
Richard Am: 07.08.2018 09:17:40 Gelesen: 1235# 80 @  
@ peno [#79]

Hallo peno,

hier fehlen keine Beiträge. Zackeingo hat seit seit mehr als 5 Jahren in diesem Forum keine Beiträge mehr geschrieben.

Schöne Grüsse, Richard
 
KarlS Am: 08.08.2018 11:34:09 Gelesen: 858# 81 @  
Liebe Sammlerfreunde,

also mich würde schon interessieren, wie man feststellen kann, ob eine Sammlung beim Auktionator vor Versteigerung getrennt wurde, oder alles Eingelieferte in einer Auktion unterkam - in meinem Fall auch für einen wahrhaft miesen Preis. Wer das war, möchte ich hier nicht sagen.

Also: Wie kann ich das herausfinden?

Was heißt hierbei übrigens geschlossene Auktion ohne Öffentlichkeit? Habe ich nicht gewußt, dass so etwas möglich/üblich ist.

Ohne jede Kontrollmöglichkeit (genau, außer: Käufer ist dazu ansprechbar...).

Übrigens heißt das Thema hier im Forum ja auch "Saalauktionen". Von geschlossen steht da nichts.

Persönliche Anmerkung: Das Märchen vom eigenen Häuschen im Alter habe ich eh nie geglaubt. Aber für meine Sammlung, dabei komplette Sammlung Berlin (alle Marken je 1 x postfrisch, 1 x gestempelt, oft m. Prüfzeichen) und dazu viel schönes Bund, hätte ich mir schon einige Scheine mehr erwartet.

Es gibt heute aber trotzdem immer noch Abonnenten der Dt. Post, die ALLES kaufen. Auf welches "Pferd" setzen diese? Oder sind das alles Wiederverkäufer? Ich kaufe da jedenfalls nichts (mehr). Der Vorfall könnte mich auch veranlassen (neben anderen Gründen) die Philatelie aufzugeben.

Ich bin zur Zeit dabei, alles einzeln hier in den Philaseiten zu verkaufen/versteigern. Ebay kommt dabei gar nicht in Frage.

Mühsam, aber macht irgendwie Spass. Mehr als der oben beschriebene Versuch jedenfalls.

Viele Grüsse,
Euer KarlS
 
wuerttemberger Am: 08.08.2018 13:46:36 Gelesen: 779# 82 @  
@ KarlS [#81]

Du kannst doch mit jedem Auktionshaus frei verhandeln, wie Deine Einlieferung aufgeteilt wird. Der beste Weg ist selber eine Aufstellung zu fertigen und eine Anfrage an verschieden Auktionshäuser zu starten, ob sie Deine Einlieferung so annehmen wollen. Sieht ein Auktionator gute Chancen die Einlieferung abzusetzen, dann wird er sie gerne annehmen.

Lass Dir Zeit und schau Dir auch die Ergebnislisten der Auktionshäuser genau an.

Gruß

wuerttemberger
 
Cantus Am: 08.08.2018 14:39:07 Gelesen: 746# 83 @  
@ KarlS [#81]

Hallo Karl,

wer seine Sammlung nur dadurch vergrößert, indem er ein Abonnement auf Neuheiten laufen hat, ist in meinen Augen kein Sammler, sondern ausschließlich ein Investor, wenn auch in der falschen Richtung, denn es ist ja schließlich seit mehr als einem Jahrzehnt bekannt, dass es aufgrund des natürlichen Ablebens immer weniger Sammler gibt, die sich für moderne Marken begeistern und dafür kräftig Geld ausgeben, insbesondere nicht für komplette Sammlungen, sondern eher für einzelne noch fehlende Marken oder Belege. Wer soll die Sammlungen denn kaufen, wenn alle schon alles haben, ausgenommen vielleicht die ersten teuren Marken? So, wie es kaum noch Briefmarkenhändler gibt, gibt es auch kaum noch Sammler.

Sammeln bedeutet suchen, forschen, finden und sich dann mit allen Einzelheiten beschäftigen, möglicherweise auch tauschen oder kaufen/verkaufen, auf jeden Fall aber nicht ausschließlich abonnieren. Ein Blick auf die Abonnements bei der Deutschen Post hat mit Sicherheit nichts damit zu tun festzustellen, wie viele aktive Sammler und mit welchen Sammelinteressen es heute noch in Deutschland gibt. Da wäre es viel sinnvoller, sich über einen gewissen Zeitraum von vielleicht zehn Jahren die Angebote verschiedener Auktionshäuser anzuschauen und dazu die Ergebnislisten zu studieren, so weiß man, was durchschnittlich zu welchem Preis verkauft wird und welches Auktionshaus mehr dem klassischen Bereich zuneigt oder wo auch moderne Masse (Bund/Berlin/DDR-Sammlungen gehören dazu) mit welchen Ergebnissen gehandelt wird.

Um dir dazu mal ein Beispiel zu geben: Ich habe vor etwa drei Jahren eine große Sammlung Ganzsachen mit etwa 14.000 verschiedenen Umschlägen über ein großes deutsches Auktionshaus verkauft, alle Umschläge einzeln in durchsichtigem Schutzumschlag und die gesamte Sammlung sauber chronologisch sortiert. Einzelne Umschläge hatte ich für 0,50 Euro kaufen können, viele aber einzeln für fünf bis sieben Euro. Der Durchschnittspreis im Ankauf lag etwa bei 2 Euro. Die gesamte Sammlung füllte sieben komplette Bananenkartons, es war also ein großer Posten.

Die Sammlung wurde zunächst für 1.500 Euro ausgerufen, fand in der Auktion aber keinen Käufer. Beim nächsten Auktionstermin wurde die Sammlung erneut, nun für 1.200 Euro angeboten und bei 1.800 Euro zugeschlagen, davon kamen dann nach Abzug der Auktionsgebühren 1.400 Euro bei mir an. Das hört sich zwar recht wenig an, ich habe aber die Gewissheit, dass der neue Besitzer seine Freude daran haben wird, und außerdem hatte mir die Beschäftigung mit dieser Sammlung über viele Jahre selber große Freude bereitet und das war das Geld doch wert. Andere Leute machen mit ihrem Geld teure Reisen, fahren große Autos, kaufen Schmuck oder Kunst oder Anderes mehr, aber auf jeden Fall ist deren Geld auch weg, ich dagegen hatte über lange Zeit eine befriedigende Beschäftigung, da sollte es um das Geld nicht schade sein.

Genau so solltest du mit dem Thema auch umgehen. Eine Briefmarkensammlung ist in erster Linie etwas, das sich hübsch anschauen lässt und dessen Einzelteile oft zu intensiver Beschäftigung einladen, das Geld sollte dabei völlig im Hintergrund stehen. Wenn du bei einem möglichen Verkauf dafür etwas bekommst, ist es gut, und wenn nicht, dann ist das eben auch ein Abschluss, der auf eine Zeit angenehmer Freizeitbeschäftigung folgt. Und wenn du dich einmal ganz allgemein online bei diversen Auktionshäusern umschauen willst, dann mache das über https://www.philasearch.com/de/index.html, da hast du eine reiche Auswahl.

Viele Grüße
Ingo
 
olli0816 Am: 08.08.2018 15:39:44 Gelesen: 706# 84 @  
Hallo Karl,

der Briefmarkenmarkt ist, was die Verkaufswerte betrifft, ziemlich geteilt. Fakt ist, dass neuere Sammelgebiete, die früher sehr viele Menschen gesammelt haben und deren Sammelbasis immer kleiner wird, heute ganz schlechte Preise erzielen. Wenn man sich die Auktionskataloge namhafter Anbieter anschaut, kannst Du z.B. eine DDR 1949 bis 1990 postfrisch komplett heute für ca. 500 EURO + Aufschlagsgebühren bekommen. Trotzdem bleiben viele Standardsammlungen liegen. Selbst ältere Gebiete wie Generalsammlungen Deutsches Reich gibt es im Überfluss und wenn einige Auktionshäuser versuchen, diese zu verramschen, bleibt einiges liegen. Bund oder Berlin ist in vielen Jahrgängen so gut wie unverkäuflich. Sicherlich ist das für viele Erben und alte Sammler, die früher sehr viel mehr Geld ausgegeben haben eine Enttäuschung und das resultiert in den von dir angesprochenen "miesen Preisen". Nur warum sollte ein vereinzelter Bieter, dem zwanzig gleichwertige Sammlungen angeboten werden, die sonst keiner kaufen mag, einen guten Preis zahlen? Das ist nicht logisch.

Andererseits machen die Auktionshäuser immer mehr Umsatz. Das liegt an der an anderen Hälfte gesuchter Marken, die aber gemessen am Gesamtmarkt nur einen kleineren Teil ausmacht. Selbst häufige Marken wie ein schwarzer Einser und selbst eine Basler Taube (da gibt es sogar erstaunlich viele Briefe mit dieser Marke) erreichen hohe Ergebnisse, weil diese nach wie vor begehrt sind und einige Leute dort ihr Geld "verstecken". Briefmarken im Wert von 100.000 EURO kann man halt mal unter der Hand dem Erben weitergeben, ohne das der Fiskus was merkt. Vieles sehr seltenes hat mehrere Interessenten und diese treiben die Preise hoch, obwohl der normale Sammler das gar nicht kennt. Die Situation kann sehr schnell kippen, wenn einige aufhören mit dem Sammelgebiet oder wegsterben. Trotzdem denke ich, dass es immer eine Anzahl Marken gibt, die hohe Preise erzielen. Gerade die klassischen Gebiete bieten sich dafür an und die Anzahl möglicher Marken ist sehr begrenzt. Selbst die häufigste Marke von Braunschweig ist nicht häufig. Gut, dieses Sammelgebiet ist nicht populär, von daher kann man sich heute diese Marken bis auf die ganz seltenen durchaus zusammenkaufen. Und wenn Braunschweig tatsächlich aus irgend einem Grund populär werden sollte, werden diese Marken recht schnell unerschwinglich. Das gleiche gilt für sehr viele Gebiete und wenn man ganz krasse Entwicklungen wie z.B. China anschaut, werden selbst Marken mit hohen Auflagen auf einmal teuer. Der hässliche Affe aus China - Jahr des Affen Michel 1594 - hatte immerhin eine Auflage von 5 Millionen. Viele Chinesen haben das Briefmarkensammeln und vor allem die Spekulation damit entdeckt und deswegen kostet die laut Michel 2.800 EURO ungestempelt. Und das ist keine Marke, die Du für 10% Michel bekommst im Gegensatz zu Bund Jahrgang 1960, wo 10% selbst in bester postfrischer Erhaltung einfach nur utopisch ist.

Zum anderen: Was willst Du von Marken erwarten, die mit 5 bis 30 Millionen Exemplaren gedruckt wurden? Wir haben 80 Millionen Einwohner und nur ein Bruchteil der Leute mit abnehmender Tendenz sammelt. Da ist es einfachste Mathematik, dass da nichts besonderes bei herauskommt. Was die Abonnenten der Post heute betrifft, kann es sogar sein, dass die ganz gut unterwegs sind. Die Auflagen sind sehr viel niedriger und ich schätze, das gut gestempelte Marken und Briefe mit Ausgaben ab ca. 2010 bis heute sehr selten sind. Je näher an die Gegenwart, desto seltener, weil der Bedarf an Briefe schreiben kontinuierlich zurück geht und die Post immer mehr Verfahren hat, um Briefmarken zu vermeiden. So traurig es klingt: Wir brauchen effektiv heute keine Briefmarken in alter Form mehr. Das Thema ist für den praktischen Gebrauch zwar noch nicht ausgestorben, aber der einzige Grund dafür ist, dass die Post noch genug Geld damit verdient, um es aufrecht zu erhalten. Aber selbst das ist ein Witz heute: Versuchen doch nicht wenige Länder, mit Blockausgaben in Miniauflagen und irrwitzigen Preisen zusätzlich Kasse zu machen, indem sie den Instinkt und die Gier einzelner Sammler ansprechen, diese zu erwerben. Frankreich als Beispiel die Blöcke 366 und 367 von 2017. Der Block 366 hat 330.000 Stück Auflage, eine normale Größe, die meisten haben etwa 400.000 Stück. Dagegen der Block 367 hat eine Auflage von 42.000 Stück, also eine künstliche Verknappung. So etwas machen sehr viele Postanstalten und natürlich machen sie damit das Sammeln von modernen Gebieten kaputt. Die Postanstalten suggerieren einen Wert, der gar nicht vorhanden ist, weil es inzwischen keinen mehr kratzt. ob die 7.000ste Marke oder der 500ste Block des Landes eine Miniauflage hat. Von daher kann man leider konstatieren, das ein Mitgrund der miesen Preise bei modernen Gebieten der Ausgabepolitik selbst ehedem seriöser Gebiete, die inzwischen Raubstaatencharakter haben, mit verschuldet ist.

Zu deiner Frage des Verkaufs: Besitzt Du etwas, was früher alle gesammelt haben, bekommst Du dafür wenig Geld. Bund Jahrgänge z.B. 1970 bis 1980 ist wertlos. ETBs aller Jahrgänge sind wertlos. Und das gilt für vieles. Um noch etwas zu bekommen, ist dein Weg z.B. über Vereinzelung der beste, den Du gehen kannst. Du wirst trotzdem nicht sehr viel dafür bekommen.

Für mich persönlich ist die Situation dagegen richtig gut. Wenn ich Geld anlegen will, kaufe ich keine Briefmarken, sondern Aktien. Das trenne ich. Alles was ich für Briefmarken ausgebe ist für mich als Wert nicht mehr vorhanden. Wenn man sich an dem Gedanken gewöhnt hat, wird man später nicht enttäuscht. Dafür bekomme ich für das gleiche Geld heute wesentlich mehr Briefmarken. Was will ich mehr?

Wer Briefmarken für das Alter gekauft hat, um seine Rente aufzubessern hat auf das falsche Pferd gesetzt. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen.

Trotzdem viel Spaß beim Veräußern. Das ist ja auch eine nette Beschäftigung und ich habe bereits auch einiges an doppeltem einzeln verkauft.

Grüße Oliver
 
saeckingen Am: 09.08.2018 10:04:14 Gelesen: 430# 85 @  
@ KarlS [#81]

also mich würde schon interessieren, wie man feststellen kann, ob eine Sammlung beim Auktionator vor Versteigerung getrennt wurde, oder alles Eingelieferte in einer Auktion unterkam - in meinem Fall auch für einen wahrhaft miesen Preis. Wer das war, möchte ich hier nicht sagen. Also: Wie kann ich das herausfinden?

Du bekommst nach der Einlieferung eine Einlieferungsliste. Auf der Findest Du die jeweilige Losbeschreibung und den jeweiligen Ausrufpreis. Da kannst Du also sehen, wie der Auktionator Deine Einlieferung anzubieten plant.

Was heißt hierbei übrigens geschlossene Auktion ohne Öffentlichkeit? Habe ich nicht gewußt, dass so etwas möglich/üblich ist.

Die Bezeichnung "geschlossene Auktion" habe ich noch nie gehört. Meinst Du eventuell den Unterschied zwischen einer Saalauktion und einer Fernauktion? Letztere findet ohne Teilnehmer vor Ort statt und die Gebote müssen schriftlich erfolgen.

Persönliche Anmerkung: Das Märchen vom eigenen Häuschen im Alter habe ich eh nie geglaubt. Aber für meine Sammlung, dabei komplette Sammlung Berlin (alle Marken je 1 x postfrisch, 1 x gestempelt, oft m. Prüfzeichen) und dazu viel schönes Bund, hätte ich mir schon einige Scheine mehr erwartet.

Wie schon von anderen gesagt - Bund und Berlin Standardware ist in Massen auf dem Markt und nur sehr schwer verkäuflich. Das nehmen viele Auktionatoren gar nicht mehr an oder nur als Beifang mit interessanter Ware.

Es gibt heute aber trotzdem immer noch Abonnenten der Dt. Post, die ALLES kaufen. Auf welches "Pferd" setzen diese? Oder sind das alles Wiederverkäufer? Ich kaufe da jedenfalls nichts (mehr).

Wenn es ihnen Spaß macht, sollen sie doch. Es geht beim sammeln um den Spaß, es ist keine Anlage.

Der Vorfall könnte mich auch veranlassen (neben anderen Gründen) die Philatelie aufzugeben.

Warum sammelst Du? Als Geldanlage? Dann bist du auf dem Holzweg hat aber sicherlich mit Philatelie auch nichts zu tun! Philatelie betreibt man aus Spaß, Forschungsdran, weil man etwas besonderes besitzen will, Jagdtrieb etc.

Ich bin zur Zeit dabei, alles einzeln hier in den Philaseiten zu verkaufen/versteigern. Ebay kommt dabei gar nicht in Frage.

eBay ist meiner Meinung nach die beste Plattform um interessantes philatelistisches Material der mittleren und unteren Preisklasse global zu finden und zu verkaufen.
 

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