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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 322 Beiträge:
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merkuria Am: 02.03.2021 09:21:17 Gelesen: 29606# 298 @  
Pyrrhos (318 v.Chr. – 272 v.Chr.) [1] war einer der führenden Kriegsherren der frühgriechischen Zeit. Bekannt wurde er vor allem durch den nach ihm benannten Pyrrhischen Krieg [2], welcher zwischen 280 v. Chr. bis 275 v. Chr. gegen die junge Römische Republik geführt wurde. Pyrrhos scheiterte letztlich mit dem Versuch, in Süditalien und auf Sizilien ein eigenes Herrschaftsgebiet zu begründen; stattdessen konnten die Römer in der Folge dieses Krieges ihre Macht ausdehnen. Pyrrhos verlor bei der Einnahme der Stadt Argos (Peloponnes) sein Leben. Der Begriff „Pyrrhussieg“ für einen zu teuer erkauften Erfolg leitet sich von seinem Namen ab.



Am 20. Oktober 1990 verausgabte Albanien eine Sonderausgabe zu Ehren von Pyrrhos (Mi Nr. 2453).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhos_I.
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhischer_Krieg
 
merkuria Am: 17.03.2021 09:41:41 Gelesen: 27997# 299 @  
Paweł Frenkiel (1920-1943) [1] war ein polnischer Offizier jüdischer Herkunft und der Oberbefehlshaber der Jüdischen Militärunion ZZW, einer Untergrund-Widerstandsorganisation die während des Zweiten Weltkriegs im Gebiet des Warschauer Ghettos aktiv war. Während des Aufstands im Warschauer Ghetto von 1943 befehligte er auch persönlich eine der bewaffneten Kompanien der Aufständischen und wurde vermutlich bei der Verteidigung des Hauptquartiers der Jüdischen Militärunion getötet.



Am 2. April 2013 verausgabte Israel eine Sonderausgabe zum 70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes von 1943 (Mi Nr. 2332). Gezeigt wird Pawel Frenkiel vor brennendem Haus im Ghetto.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Pawe%C5%82_Frenkiel
 
merkuria Am: 29.03.2021 08:28:45 Gelesen: 26553# 300 @  
Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski [1] (1893-1937) (russisch Михаи́л Никола́евич Тухаче́вский) war einer der ersten fünf Marschälle der Sowjetunion. Er fiel aber auch als einer der ersten Militärbefehlshaber den Säuberungen unter der Diktatur Stalins zum Opfer.

Seine militärische Karriere begann er 1912 an der kaiserlichen Kadettenschule in Moskau. Von dort aus wurde er im Range eines Unterleutnants zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 an die russische Westfront versetzt. Aus dieser Zeit ist von ihm folgender prophetischer Ausspruch überliefert: Wenn ich nicht mit dreißig Jahren General bin, begehe ich Selbstmord! 1915 gelangte er in deutsche Gefangenschaft, konnte aber 1917 fliehen und nach Russland zurückkehren. Nach der Oktoberrevolution 1918 schloss er sich den Bolschewiki an und trat der Roten Armee bei. Während des anschliessenden Bürgerkriegs war er an unzähligen Kampfgeschehen beteiligt. Nach dem Bürgerkrieg war Tuchatschewski maßgeblich am technischen Aufbau der Strukturen der Roten Armee beteiligt. Die sowjetischen Luft- und Marinestreitkräfte wurden unter seiner Führung ausgebaut. 1936 wurde er zum stellvertretenden Verteidigungsminister der Sowjetunion ernannt. 1937 erachtete Stalin Tuchatschewski als Gefahr für seine Macht, liess ihn verhaften und in einem geheimen Militärprozess zum Tode verurteilen. Am 31. Januar 1957 wurde der Marschall und seine Mitangeklagten für unschuldig erklärt und rehabilitiert.



Am 16. Februar 1963 verausgabte die Sowjetunion eine Sonderausgabe anlässlich des 70. Geburtstages von Marschall Tuchatschewski (Mi Nr. 2723).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Nikolajewitsch_Tuchatschewski
 
epem7081 Am: 06.04.2021 17:44:32 Gelesen: 25377# 301 @  
Hallo zusammen.

in Ergänzung zu [#29] möchte ich zu Chiang_Kai-shek hier mit MiNr 244, MiNr 303 und MiNr 1235 drei weitere Briefmarken in unterschiedlichen Darstellungen und eine aktuelle Sichtweise einbringen.



Erinnerung

In Taipeh war der internationale Flughafen bis zum September 2006 nach Chiang Kai-shek benannt. Siehe auch Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle. Darüber hinaus erinnerten in Taiwan jahrelang Statuen und Porträts an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden an Chiang. In fast allen Städten und Gemeinden Taiwans wurden Hauptstraßen nach ihm benannt.

Nach der Demokratisierung Taiwans mehrten sich die Bestrebungen, mit dem Personenkult vergangener Zeiten zu brechen. An vielen Orten wurden Chiangs Bildnisse entfernt und Banknoten mit seinem Konterfei aus dem Umlauf genommen. Am 5. Dezember 2017 verabschiedete der Legislativ-Yuan ein Gesetz, in dem die Entfernung jeglicher verherrlichenden Erinnerung an die Diktatur aus dem öffentlichen Raum angeordnet wird und das neben der vollständigen Entfernung von Chiang-Bildnissen auch die Umbenennung von Straßen und öffentlichen Einrichtungen vorsieht. In Taipei erinnert das Nationale Menschenrechtsmuseum, das sich auf dem Gelände des einstigen Militärgerichts befindet, an die Zeit des „Weißen Terrors“. Auf der Insel Lü Dao wurde ein Menschenrechtspark eingerichtet, in dem ein früheres Lager und ein ehemaliges Gefängnis besichtigt werden können.
[1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chiang_Kai-shek
 
merkuria Am: 13.04.2021 08:44:42 Gelesen: 24588# 302 @  
Matias de Albuquerque [1] (1580-1647) war ein portugiesischer General und Seefahrer, welcher in der portugiesischen Kolonie Pernambuco (Brasilien) geboren wurde. Seine militärische Ausbildung erhielt er in Rio de Janeiro, anschliessend diente er drei Jahre in Nordafrika. Albuquerque machte sich vor allem als verdienter Heerführer in Pernambuco gegen die in Brasilien einfallenden Holländer verdient. Seine erfolgreiche Beteiligung am portugiesisch-spanischen Wiederherstellungskrieg auf europäischem Boden führte zu seiner Bezeichnung als „Held der zwei Kontinente“. 1646 zog sich Albuquerque aus dem aktiven Dienst zurück und verstarb im darauffolgenden Jahr.



Am 27. November 1928 verausgabte Portugal eine Sonderausgabe zur Unabhängigkeits-Geschichte des Landes (Mi Nr. 456-471). Die 4.50 Escudos Wertstufe (Mi Nr. 471) zeigt uns ein Portrait von Albuquerque.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.qaz.wiki/wiki/Matias_de_Albuquerque%2C_Count_of_Alegrete
 
merkuria Am: 28.04.2021 08:44:54 Gelesen: 22890# 303 @  
Prinz Arisugawa Taruhito [1] (1835-1895) war seit 1871 das 9. Oberhaupt der Thronfolgerlinie des japanischen Kaiserhauses und zugleich Offizier der Kaiserlich Japanischen Armee. 1877 wurde er zum Oberbefehlshaber über die Kaiserlichen Truppen zur Niederschlagung der Satsuma-Rebellion berufen, für deren Erfolg man ihm 1878 den Rang eines Generals verlieh. 1889 wurde er zum Oberbefehlshaber der Kaiserlich Japanischen Armee und zum Mitglied im Obersten Kriegsrat ernannt. 1894 wurde er mit dem Oberbefehl über die Truppen im Ersten Chinesisch-Japanischen Krieg betraut. 1895 erkrankte er während seines Dienstes an Typhus und Malaria und verstarb an deren Folgen.



Am 1. August 1896 verausgabte Japan eine Sonderausgabe im Gedenken an den japanisch-chinesischen Krieg (Mi Nr. 71). Gezeigt wird ein Portrait des Befehlshabers Arisugawa Taruhito.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Arisugawa_Taruhito
 
merkuria Am: 25.05.2021 08:41:08 Gelesen: 19292# 304 @  
Kakuza (Kaichosro) Tscholoqaschwili [1] (1888 – 1930) war ein georgischer Heerführer und wird heute in Georgien als Nationalheld verehrt. Nach Abschluss der Offiziersschule diente er bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs in der kaiserlich-russischen Kavallerie. Während des 1. Weltkriegs kämpfte er für Russland an der österreichisch-ungarischen Front. 1915 wurde ihm die Leitung der Georgischen Kavallerie-Legion übertragen. Nach der Unabhängigkeit Georgiens 1918 trat Tscholoqaschwili im Rang eines Oberst in die neu gegründete Armee Georgiens ein. 1919 wurde er stellvertretender Verteidigungsminister der Republik Georgien.

Nach der Einnahme Georgiens durch die Sowjetische Rote Armee im Februar 1921, setzte sich die Regierung am 17. März 1921 ins Exil nach Paris ab. Tscholoqaschwili blieb jedoch im Land und organisierte 1922 eine Partisaneneinheit, die im Sommer desselben Jahres den Widerstand gegen die sowjetische Besatzung aufnahm. Nach langwierigen Kämpfen gegen die sowjetische Übermacht floh er 1924 mit seiner Restarmee in die Türkei und emigrierte von dort nach Frankreich, wo er am Sitz der georgischen Exilregierung bei Paris lebte. Tscholoqaschwili verstarb 1930 in Frankreich an Tuberkulose.



Am 20. März 2009 ehrte Georgien seinen Nationalhelden Tscholoqaschwili mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 573).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kakuza_Tscholoqaschwili
 
merkuria Am: 09.06.2021 08:31:19 Gelesen: 17157# 305 @  
Jānis Fabriciuss [1] russisch Ян Фри́цевич Фабри́циус (1877-1929) war ein lettischer Offizier und späterer Befehlshaber der Roten Armee während des russischen Bürgerkriegs. 1916 aus der Verbannung in Sibirien begnadigt, nahm er in einem Schützenregiment der kaiserlich-russischen Armee am 1. Weltkrieg teil. Nach der russischen Oktoberrevolution war er am Aufbau der Roten Armee beteiligt und übernahm da leitende Funktionen. Ab 1919 nahm er an Kämpfen des Lettischen Unabhängigkeitskriegs sowie am Polnisch-sowjetischen Krieg teil. Als Brigadeführer wirkte er 1921 an der blutigen Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstands unter Marschall Tuchatschewski [#300] mit, was seiner Karriere in der Roten Armee sehr förderlich war. Leiter der Militärschule in Minsk, Divisionskommandeur der Don-Schützen und stellvertretender Befehlshaber der Kaukasischen Armee sind nur einige Stationen seiner steilen militärischen Karriere. 1929 ertrank Fabriciuss bei der Rettung von Passagieren nach einem Flugzeugabsturz nahe der Stadt Sotschi.



Am 23. Februar 1963 ehrte die Sowjetunion ihren Bürgerkriegshelden Fabriciuss mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 2724).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C4%81nis_Fabriciuss
 
merkuria Am: 21.06.2021 08:42:38 Gelesen: 15415# 306 @  
Peng Dehuai [1] (1898 – 1974) war einer der wichtigsten militärischen Führer der chinesischen Volksbefreiungsarmee. 1916 schloss er sich in seiner Heimatprovinz Hunan den Truppen eines Warlords an und stieg innerhalb weniger Jahre zum Kompanieführer auf. Von 1922-1927 diente er als Hauptmann unter Chiang Kai - shek [#29] ,wechselte aber 1928 die Fronten und kämpfte fortan auf der Seite Mao Tse - tung‘s [#73] bis zum Sieg der Kommunisten in China. 1950 erlangte er den Oberbefehl über die chinesische Freiwilligenarmee im Korea-Krieg und wurde 1954 zum Verteidigungsminister der VR China berufen. 1959 wurde Peng aller Ämter enthoben, da er Mao Tse-tung öffentlich kritisierte. 1965 rehabilitiert, wurde er während der Kulturrevolution bereits 1966 wieder inhaftiert und verstarb 1974 an den Folgen der Misshandlungen während seiner Haftzeit.



Am 24. Oktober 1988 verausgabte die Volksrepublik China eine Sonderausgabe anlässlich des 90. Geburtstag von Peng Dehuai (Mi Nr. 2205).



Am 24. Oktober 1998 verausgabte Nordkorea eine Sonderausgabe zum 100. Geburtstag von Peng Dehuai (Mi Nr. 4093-4096). Diese Ausgabe erschien auch als Kleinbogen und zeigt die enge Beziehung Peng Dehuai‘s zur Führung Nordkoreas.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peng_Dehuai
 
merkuria Am: 06.07.2021 08:46:26 Gelesen: 13900# 307 @  
Pavlos Koundouriotis (1855 -1935) [1] war ein griechischer Admiral. 1875 trat er in die griechische Marine ein und nahm während des griechisch-türkischen Krieges von 1897 an den Operationen der griechischen Kriegsmarine vor Kreta teil. 1901 war er Kapitän des Kadettenschiffs „Miaoulis“, welches die erste Atlantiküberquerung eines griechischen Militärschiffes nach Amerika durchführte.

Seine grossen Erfolge im Ersten Balkankrieg gegen das Osmanische Reich erbrachten ihm die Beförderung zum Konteradmiral. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er 1920 zum Vizekönig und nach Abschaffung der Monarchie 1924 zum Präsidenten der Republik gewählt.



Am 2. November 1933 verausgabte Griechenland eine Freimarke (Mi Nr. 369) die uns Admiral Koundouriotis mit seinem Flaggschiff „Averoff“ zeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pavlos_Koundouriotis
 
merkuria Am: 21.07.2021 08:11:18 Gelesen: 12370# 308 @  
Fjodor Fjodorowitsch Uschakow russisch Фёдор Фёдорович Ушаков, (1745-1817) [1] war ein russischer Admiral. Seine Mitarbeit am Aufbau der kaiserlichen Flotten im Asowschen und im Schwarzen Meer sowie seine erfolgreiche Beteiligung im türkisch-russischen Krieg von 1787-1792 waren der Hauptantrieb für seine militärische Karriere. Wechselnde politische und militärische Allianzen sowie Intrigen am Hof liessen den Stern von Uschakow 1801 jedoch rasch sinken. Es wurden ihm nur noch unbedeutende Kommandos übertragen und 1806 nahm er enttäuscht seinen Abschied von der Marine. Bei Ausbruch des Verteidigungskrieges gegen Napoleon stellte er seine Dienste 1812 nochmals zur Verfügung, konnte diese aber infolge einer schweren Erkrankung nicht mehr erfüllen.



Am 26. Mai 2020 verausgabte die russische Föderation eine Sonderausgabe zum 275. Geburtstag von Admiral Uschakow (Mi Nr. 2858)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Fjodorowitsch_Uschakow
 
mausbach1 Am: 24.07.2021 08:53:19 Gelesen: 11920# 309 @  
Augustus (* 23. September 63 v. Chr. als Gaius Octavius in Rom; † 19. August 14 n. Chr. in Nola bei Neapel) war der erste römische Kaiser.



04.01.1929: MiNr. 301X - 01.11.1944: MiNr. 670Y - 23.09.1937: MiNr. 578



23.09.1937: MiNr. 580, 581

301X, 670Y = Freimarken "Serie Imperiale"
578, 580, 581 = 2000. Geburtstag
578 = Kaiser Augustus als Pontifex Maximus
580 = Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.)
581 = Marmorstatue Kaiser Augustus

Der Großneffe und Haupterbe Gaius Iulius Caesars gewann die Machtkämpfe, die auf dessen Ermordung im Jahr 44 v. Chr. folgten, und war von 31 v. Chr. bis 14 n. Chr. Alleinherrscher des Römischen Reiches. Unter der Devise der Wiederherstellung der Republik – restitutio rei publicae – betrieb er in Wirklichkeit deren dauerhafte Umwandlung in eine Monarchie in Form des Prinzipats. Damit setzte er dem Jahrhundert der Römischen Bürgerkriege ein Ende und begründete die julisch-claudische Kaiserdynastie. Seine Herrschaft, nach außen durch zahlreiche Expansionskriege geprägt, mündete im Inneren in eine lang anhaltende Konsolidierungs- und Friedensphase, die als Pax Augusta verklärt wurde. [1]

Glückauf!
Claus

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Augustus
 
Quincy Am: 24.07.2021 17:12:36 Gelesen: 11869# 310 @  
Eine allegorische Feldherrin: Britannia

Wikipedia schreibt: "Unter der Gestalt der Britannia versteht man die Nationalallegorie (Nationalfigur) von Großbritannien." [1]. Britannia wird deshalb auch oft als Feldherrin dargestellt, so z.B. auch mit Helm, Dreizack und Schild auf Marken von Großbritannien aus den Jahren 1913 und 1934 (MiNr. 141/143 und 186/88).

Diese Ausgaben wurden in den Anfangsjahren Irlands nach dessen Unabhängigkeit 1922 von der irischen Post weiter genutzt, allerdings mit Überdrucken. Die Varianten sowohl der Urmarken als auch der Überdrucke sind sehr zahlreich, weshalb ich hier nur drei Marken exemplarisch für jeden verausgabten Wert zeige:

2/6 Schillinge: MiNr. 9 I (1922, überdruckt durch Dollard Printing House, Dublin)
5 Schillinge: MiNr. 38 II (1925, überdruckt durch Alex. Thom & Co. Ltd., London)
10 Schillinge: MiNr. C 61 (1935, Urmarken nachgedruckt durch Waterlow & Sons Ltd., London)



Die Überdrucke sind gälisch und lauten auf deutsch:

Rialtas Sealadach na hÉireann = Provisorische Regierung von Irland
Saorstát Éireann = Freistaat Irland

Viele Grüße
Hans-Jürgen

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Britannia
 
merkuria Am: 02.08.2021 08:48:12 Gelesen: 10804# 311 @  
Georg Kastriota, genannt Skanderbeg [1] (1405-1468) war ein albanischer Heerführer. Georg Kastriota wurde 1423 als 18-jähriger Sohn des albanischen Fürsten Gjon Kastriota von den Türken als Pfand genommen und wuchs am osmanischen Hof auf. Dort erhielt er auch seine militärische Ausbildung und diente in der osmanischen Armee. Besonnen auf seine Herkunft, wandte er sich 1443 von den Osmanen ab und floh in seine Heimat zurück um mit Hilfe von Venedig und dem Königreich Neapel für die Unabhängikeit Albaniens vom osmanischen Reich zu kämpfen. Es gelang ihm, die einzelnen Fürstenhäuser in einer Liga zu einigen um gegen die Türken aufzustehen. Skanderbeg verstarb 1468 vermutlich an Malaria.

Nach seinem Tod gelang es den Türken, Albanien wieder zu besetzen und für die nächsten 400 Jahre dem osmanischen Reich einzuverleiben. Skanderbeg gilt trotzdem als Gründungsvater von Albanien und wird bis heute von vielen als albanischer Nationalheld gefeiert. Das Wappen der Familie Kastrioti in Form des albanischer Doppeladlers ist bis heute in der Flagge von Albanien enthalten.



Am 1. Dezember 1913 verausgabte Albanien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 29-34) mit dem Portrait von Skanderbeg.



Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der albanischen Hauptstadt ist der Skanderbegplatz mit dem Skanderbeg-Denkmal, gezeigt auf der albanischen Sonderausgabe zum 500. Todesstag von Skanderbeg (Mi Nr. 1239)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Skanderbeg
 
merkuria Am: 17.08.2021 08:25:48 Gelesen: 9483# 312 @  
Themistokles [1] griechisch Θεμιστοκλῆς (um 524 v.Chr. - 459 v.Chr.) war ein Staatsmann und Feldherr Athens während der Perserkriege. Themistokles begann seine militärische Karriere als er als Beamter 492 v. Chr. die Aufgabe übernahm, Griechenland als Seemacht zu stärken. In Anbetracht der persischen Bedrohung liess er den Hafen von Piräus ausbauen und erweiterte die griechische Flotte auf 300 Schiffe. Zum Oberbefehlshaber gewählt, führte er diese Flotte 490 v. Chr. zum Sieg über die 1200 Schiffe umfassende Invasionsflotte der Perser.

470 v.Chr. wurde Themistokles in Folge von Intrigen aus Athen verbannt und nahm seinen Wohnsitz auf dem Peloponnes. Weitere Intrigen zwangen ihn zur Flucht nach Persien, wo er trotz der früheren Feindschaft wohlwollend aufgenommen und als Gouverneur eingesetzt wurde. 459 v.Chr. plante der Perserkönig erneut Angriffe auf Griechenland und bot Themistokles den Oberbefehl über die persische Flotte an. Dieser war jedoch nicht gewillt, seine Heimat zu verraten und soll sich daraufhin durch Gift das Leben genommen haben.



Am 22. September 2020 verausgabte Griechenland eine Blockausgabe zum 2500. Jahrestag der Seeschlacht von Salamis (Mi Nr. Block 148). Gezeigt wird Themistokles sowie eine Galeere seiner Flotte.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Themistokles
 
Quincy Am: 18.08.2021 09:07:38 Gelesen: 9398# 313 @  
William Brown

Zum 100. Todestag von William Brown gab die irische Post 1957 einen Satz mit zwei Sondermarken heraus (MiNr. 132/33). William Brown (1777-1857) war ein argentinischer Admiral irischer Herkunft [1].



Auch auf zahlreichen argentinischen Marken ist William Brown abgebildet. Vielleicht kann jemand solche Marken zeigen.

Gruß
Hans-Jürgen

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/William_Brown_(admiral)
 
merkuria Am: 01.09.2021 08:42:20 Gelesen: 7749# 314 @  
Markos Botsaris [1] griechisch Μάρκος Μπότσαρης (1788-1823) war ein militärischer Führer der Sulioten, einem griechisch-albanischen Volksstamm während der griechischen Befreiungskriege gegen die Osmanen. Beim Ausbruch dieser Kriege zeichnete er sich durch seine Führungseigenschaften in den Kämpfen gegen die Türken im westlichen Griechenland aus. 1823 führte er mit 240 Mann einen Angriff gegen 4000 Türken, welche die Vorhut der Belagerungsarmee des Mustai Pascha bildeten. Die Türken wurden dabei besiegt, Botsaris bezahlte diesen Sieg aber mit seinem Leben. Sein Andenken wird bis heute in Griechenland sowie in Albanien bewahrt.



Griechenland ehrte Botsaris innerhalb einer Sonderausgabe vom 1. April 1930 anlässlich des 100. Jahrestags der Unabhängigkeit (Mi Nr. 334B).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Markos_Botsaris
 
Quincy Am: 01.09.2021 11:43:07 Gelesen: 7662# 315 @  
John Barry, Gründer der amerikanischen Kriegsmarine

John Barry war ein irisch-amerikanischer Marineoffizier [1]. In Wexford (in der gleichnamigen Grafschaft im Südosten Irlands) [2] steht ein Denkmal von ihm, das als Vorlage für die beiden Sondermarken (MiNr. 126/27) diente, welche die irische Post 1956 anlässlich des 200. Jahrestags seiner Abreise aus Irland herausgab.



Viele Grüße
Hans-Jürgen

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/John_Barry_(naval_officer)
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Wexford
 
merkuria Am: 01.09.2021 20:58:26 Gelesen: 7596# 316 @  
@ Quincy [#315]

Mit Verlaub, aber den hatten wir schon in Beitrag [#78] !

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.09.2021 21:02:28 Gelesen: 7595# 317 @  
@ Quincy [#313]

Mit Verlaub, aber diesen hatten wir auch schon in Beitrag [#202] !

siehe dazu Übersicht in Beitrag [#288]

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Quincy Am: 02.09.2021 07:50:11 Gelesen: 7537# 318 @  
@ merkuria [#316] und [#317]

Vielen Dank für die Hinweise. Da habe ich wohl etwas übersehen.

Sorry und viele Grüße aus Nordbaden
Hans-Jürgen
 
merkuria Am: 13.09.2021 08:57:51 Gelesen: 6159# 319 @  
Iwan Danilowitsch Tschernjachowski [1] russisch Иван Данилович Черняховский (1906-1945) war ein sowjetischer General zur Zeit des 2. Weltkriegs. 1924 trat Tschernjachowski in die Rote Armee ein und besuchte zunächst die Offiziersschule in Odessa und danach die Artillerie-Schule in Kiew, welche er 1928 abschloss. Nach diesen Lehrjahren übernahm Tschernjachowski verschiedene Truppenkommandos, zumeist bei den Panzertruppen. Bei Ausbruch des Krieges zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion führte er 1941 die 28. Panzerdivision an, bevor er im Juli 1942 zum Kommandeur des 18. Panzerkorps ernannt wurde. 1943 zum Generalleutnant befördert, war es die von Tschernjachowski geführte 60. Armee, die als erste einen Durchbruch durch die deutschen Linien erzielte. 1944 wurde er im Alter von 38 Jahren zum Armeegeneral befördert und galt zu der Zeit als jüngster General der Sowjetunion. Während seines Einsatzes in Ostpreussen wurde er im Februar 1945 durch eine Splittergranate schwer verletzt und erlag dabei seinen Verletzungen.



Am 4. Mai 1960 ehrte die Sowjetunion General Tschernjachowski mit einer Sonderausgabe im Rahmen der Ausgaben Helden der Sowjetunion (Mi Nr. 2342).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Danilowitsch_Tschernjachowski
 
merkuria Am: 01.10.2021 10:05:15 Gelesen: 4907# 320 @  
Antonio Luna y Novicio [1] (1866-1899) war ein General der Philippinischen Armee während des Philippinisch-Amerikanischen Krieges. Nach seinem Studienabschluss in Literatur und Chemie in Manila weilte er mehrere Jahre in Spanien bis er 1894 in seine Heimat zurückkehrte. Während der philippinischen Revolution für eine Unabhängigkeit von Spanien begann er mit seinen politischen Aktivitäten, die ihm 1897 eine einjährige Gefängnisstrafe einbrachten. Nach Verbüssung seiner Haftstrafe ging er nach Belgien, wo er die Bekanntschaft mit dem belgischen General Gérard Mathieu Léman machte, der ihn in militärischer Taktik und Strategie ausbildete. 1898 kehrte er auf die Philippinen zurück.

Bei Ausbruch des Philippinisch-Amerikanischen Krieges [2] beteiligte er sich ab 1899 erfolgreich als General an den Kämpfen. Zum Chef der operativen Kriegsführung befördert, gründete er die Militärakademie von Malolos. In mehreren Gefechten gegen die weitaus besser gerüsteten Amerikaner konnte er seine Kompetenz weiter unter Beweis stellen. Sein Erfolg machte ihn bald zum Rivalen des Oberbefehlshabers Emilio Aguinaldo, der ihn 1899 ermorden liess. Mit dem Tod Luna‘s war auch das Schicksal der philippinischen Armee besiegelt, welche 1902 vor den Amerikanern kapitulierte.



Am 29. Oktober 1958 ehrten die Philippinen General Luna mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 553).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Luna
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Philippinisch-Amerikanischer_Krieg
 
merkuria Am: 11.11.2021 09:33:33 Gelesen: 1553# 321 @  
Andreas Hadik (1710-1790) [1] war ein ungarischer Graf und österreichischer Feldmarschall. Während des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748) erlangte er Berühmtheit durch seine Überraschungsangriffe und Kriegslisten und den ungeschriebenen Gesetzen des sogenannten "Kleinen Krieges" (heute würde man es wohl Partisanenkrieg nennen) gegen die Preußen.

Er diente unter Prinz Charles Alexander von Lothringen und wurde von diesem zum Oberstleutnant befördert. 1744 erlangte er den Rang eines Oberst seines eigenen Husarenregiments, gegen Ende des Krieges 1747 den Rang eines Generals und wurde zum Kommandeur einer Kavalleriebrigade ernannt.

Zu Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) führte Hadik die berühmteste Husarenaktion der Geschichte durch: Als der preußische König Friedrich (der Grosse) mit seinen mächtigen Armeen nach Süden marschierte, führte Hadik unerwartet seine nur 5000 Mann starke Truppe um die Preußen herum und nahm ihre Hauptstadt Berlin ein. Die Stadt wurde für ein ausgehandeltes Lösegeld von 300‘000 Talern verschont. Für diese Leistung wurde Hadik in den Rang eines Feldmarschalls befördert.

1789 wurde zum Befehlshaber des österreichischen Heeres im Türkenkrieg ernannt, erkrankte jedoch bei der Belagerung von Belgrad. Hadik starb am 12. März 1790 in Wien an den Folgen seiner Erkrankung und wurde in Futak im damaligen Königreich Ungarn (heute in Serbien) begraben.



Ungarn ehrte Andreas Hadik auf der 10 Filler Wertstufe seiner Freimarkenausgabe von 1943 (Mi Nr. 714).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Hadik_von_Futak
 
merkuria Am: 26.11.2021 09:16:22 Gelesen: 506# 322 @  
Dmitri Michailowitsch Karbyschew [1], russisch Дмитрий Михайлович Карбышев (1880-1945) war ein sowjetischer Heerführer der Roten Armee. Seine ersten Kriegserfahrungen machte Karbyschew 1904 als Leutnant der kaiserlich-russischen Armee im Russisch-Japanischen Krieg. Im 1. Weltkrieg diente Karbyschew in der 8. kaiserlichen Armee, wo er zum Oberstleutnant befördert wurde.

1918 trat Karbyschew in die Rote Armee ein, in deren Reihen er während des Russischen Bürgerkriegs kämpfte. Danach lehrte er ab 1926 an der Frunse-Militärakademie in Moskau und wurde 1940 zum Generalleutnant der Ingenieurstruppen befördert. Anschliessend nahm er am Winterkrieg gegen Finnland teil.

Zwei Tage nach Ausbruch des Deutsch-Sowjetischen Krieges wechselte Karbyschew in die 10. Armee, die von der deutschen Wehrmacht ab dem 27. Juni 1941 eingekesselt wurde. Bei einer Explosion während eines Ausbruchversuchs verlor er das Bewusstsein und wurde von den Deutschen gefangen genommen. Deutsche Generäle boten Karbyschew mehrmals an, mit der Wehrmacht zusammenzuarbeiten. Sie hofften, er würde die Führung der Russischen Befreiungsarmee im Kampf gegen Stalin übernehmen, was Karbyschew jedoch immer ablehnte. Er wurde in verschiedenen Konzentrationslagern festgehalten und verstarb am 18. Februar 1945 an den ihm zugeführten Misshandlungen.



Die Sowjetunion ehrte Karbyschew am 22. Juni 1961 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 2501).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Michailowitsch_Karbyschew
 

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