Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 227 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9   10  oder alle Beiträge zeigen
 
wajdz Am: 20.05.2018 17:41:15 Gelesen: 34926# 203 @  
Aus der Herrscherfamilie der Wasa stammend, war Gustav II. Adolf (*9.12.1594) von 1611 bis 1632 König von Schweden und eine der wichtigsten Figuren der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges.

Schweden MiNr 137A



Er heiratete 1920 die Tochter des brandenburgischen Kurfürsten, Maria Eleonora von Brandenburg, mit der er zwei Töchter hatte, von denen eine, Christina von Schweden, ihn überleben sollte. Sein Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland verhinderte einen Sieg des kaiserlichen Lagers der Habsburger. Am 16. November 1632. im heutigen Sachsen-Anhalt, kam es gegen Wallensteins Truppen zur Schlacht bei Lützen. Gustav II. Adolf, der als Heerführer oftmals persönliche Gefahren in Kauf nahm, wurde bei einem Reiterangriff getötet.

Schweden MiNr 218



Den Krieg, wie die Gesamtpolitik Schwedens, führte politisch sein Kanzler Axel Oxenstierna weiter, da Gustav Adolfs Tochter und Thronfolgerin Christina noch ein Kind war.

Schweden MiNr 237



Die mit dem Kanzler gemeinsam durchgesetzten Reformen und das militärisch-politisches Handeln des Königs trugen wesentlich dazu bei, Schweden eine Vorrangstellung im nördlichen Europa zu verschaffen, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts bestand. Indirekt wurde damit die Existenz des deutschen Protestantismus gesichert.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 04.06.2018 09:57:52 Gelesen: 28096# 204 @  
Diego Brosset [1] (1898-1944) war ein französischer General. Als Sohn französischer Auswanderer wurde er in Buenos Aires/Argentinien geboren und kehrte im Alter von zwei Jahren nach Frankreich zurück. Am 1. Weltkrieg nahm er als Freiwilliger teil und erreichte zu Ende des Krieges den Grad eines Wachmeisters. Zwischen den Weltkriegen diente er bei der französischen Kolonialarmee in Gebieten rund um die Sahara. 1930 zum Hauptmann befördert, wurde er zu Beginn des zweiten Weltkriegs in den Generalstab berufen.

1940 traf er General de Gaulle und schloss sich dessen Widerstandsarmee an. 1941 zum Oberst befördert, kommandierte er Operationen gegen die Deutschen Truppen in Libyen und Tunesien. Zum Brigadegeneral befördert, nahm er am 3. September 1944 an der Befreiung von Lyon und anschliessend von Teilen des Elsass teil. 1944 kam er bei einem Autounfall ums Leben.



Die französische Post ehrte General Brosset am 6. März 1971 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 1741).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=fr&u=https://fr.wikipedia.org/wiki/Diego_Brosset&prev=search
 
merkuria Am: 19.06.2018 08:42:07 Gelesen: 26328# 205 @  
Helmuth Johannes Ludwig von Moltke [1] (1848 – 1916) war ein deutscher Offizier und bis September 1914 Chef des deutschen Generalstabs. Moltkes Schwäche war die schlechte Kommunikation zu seinen Armeeführern, wodurch er zusehends den Überblick über die operative Lage an den Fronten verlor. Nach den Misserfolgen in der Schlacht an der Marne gegen die Franzosen, wurde er durch Kaiser Wilhelm II. militärisch kaltgestellt. Moltke starb 1916 an einem Schlaganfall während eines Staatsaktes für den verstorbenen Generalfeldmarschall von der Goltz in Berlin.



Die afrikanische Republik Ghana zeigt uns von Moltke in einer Sonderausgabe von 2014 anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des 1. Weltkriegs.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_Johannes_Ludwig_von_Moltke
 
merkuria Am: 03.07.2018 08:34:06 Gelesen: 23659# 206 @  
Dmitri Fjodorowitsch Ustinow [1] (1908-1984) war ein russischer Marschall und ehemaliger Verteidigungsminister der UdSSR. Nach seinem Studienabschluss als Maschinenbauingenieur arbeitete Ustinow bis 1937 im Leningrader Marineartillerie-Institut. Anschliessend war er Direktor eines Rüstungswerkes bis er 1941 zum Volkskommissar für Rüstung (Verteidigungsminister) berufen wurde. In diesem Amt, das er bis 1953 innehatte, trug er mit der Verlegung von vielen Betrieben der Rüstungsindustrie hinter den Ural erheblich zum Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg bei. Nach 1953 übte er verschiedene Funktionen in der Partei aus, bis er 1976 erneut zum Verteidigungsminister der UdSSR berufen wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne.



Die Sowjetunion verausgabte am 30. Oktober 1988 eine Sonderausgabe anlässlich des 80. Geburtstages von Marschall Ustinow (Mi Nr. 5883)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Fjodorowitsch_Ustinow
 
merkuria Am: 18.07.2018 00:05:01 Gelesen: 21440# 207 @  
Alexandru Averescu [1] (1859-1938) war ein General aus Bessarabien (Fürstentum Moldau) und mehrfacher Ministerpräsident Rumäniens.

Averescu trat 1876 in die rumänische Armee ein und diente im Russisch-Osmanischen Krieg (1877–1878), in dessen Anschluss Rumänien seine volle Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich erlangte. 1907 übernahm er als General das Amt des Kriegsministers, von 1911 bis 1913 war er Chef des Generalstabs. 1918 wurde er von König Ferdinand I. zum Außenminister ernannt und später auch mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut. Dieses Amt bekleidete er mit einigen Unterbrüchen mehrmals, bis er kurz vor seinem Tod 1937 von König Carol II. in den Kronrat berufen wurde.



Die Republik Moldawien ehrte General Averescu am 22. November 2014 innerhalb einer Sonderausgabe mit Heeresführern aus Bessarabien (Mi Nr. 891)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandru_Averescu
 
wajdz Am: 19.07.2018 00:47:11 Gelesen: 21192# 208 @  
Władysław Eugeniusz Sikorski (* 20. Mai 1881 in Tuszów Narodowy bei Mielec, Galizien/Österreich-Ungarn, heute Polen; † 4. Juli 1943 bei Gibraltar - bis heute gelten die Umstände der für Ihn und 7 weitere Menschen tödlichen Flugzeugkatastrophe als ungeklärt.), polnischer Soldat und Staatsmann, führte von 1939 bis 1943 als Premierminister die polnische Regierung im Exil während des Zweiten Weltkriegs.

Polen 2738



Auf Sikorskis Bitte hin, das Internationale Rote Kreuz solle den Mord an Tausenden polnischer Offiziere (Katyn) untersuchen, die zuvor in russischen Händen gewesen waren, brach der sowjetische Diktator Stalin im April 1943 die diplomatischen Kontakte mit seiner Regierung ab.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 23.07.2018 23:29:51 Gelesen: 20651# 209 @  
@ wajdz [#41]

Ein spanischer Seeheld kämpft für Napoleon gegen England

Damian Cosme de Churruca y Elorza * 1761 in Villa de Motrico (Spanien), † 1805 an Bord der SAN JUAN NEPUMUCENO bei Trafalgar

Spanien MiNr 2201



Mit 15 Jahren als Fähnrich in die spanische Marine eingetreten, absolvierte er eine erfolgreiche militärische und marinewissenschaftliche Laufbahn.1805 als Kapitän der SAN JUAN NEPUMUCENO unter dem Kommando des französischen Vizeadmirals Villeneuve kämpfte er gegen die Flotte Admiral Nelsons in der Schlacht von Trafalgar, während der er schwer verwundet wurde und starb.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 30.07.2018 07:40:03 Gelesen: 19541# 210 @  
Adolf Josef Ferdinand Galland [1] (1912-1996) war ein General der deutschen Luftwaffe während des 2. Weltkriegs.

Galland absolvierte 1933 seine Jagdfliegerausbildung in Italien, da das Deutsche Reich zu der Zeit gemäss Versailler Vertrag keine Luftstreitkräfte unterhalten durfte. Sein erster Fronteinsatz erlebte Galland als Staffelkapitän in der Legion Condor während des Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Truppen Francos. Seine grossen Luftsiege wies er 1940 im Westfeldzug sowie in der Luftschlacht um England aus. Galland wurden 104 feindliche Abschüsse anerkannt. 1942 wurde er zum Generalmajor ernannt und war damit im Alter von 30 Jahren der bis dahin jüngste General der deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende verbrachte er 2 Jahre in britischer Kriegsgefangenschaft. 1948 wurde Galland als Berater der argentinischen Luftwaffe unter dem damaligen Präsidenten Juan Perón engagiert. Sechs Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete hier als Industrieberater. Seine Berufung zum ersten Inspekteur der bundesdeutschen Luftwaffe fand 1955 infolge Intervention durch die United States Air Forces in Europa nicht statt.



Äquatorialguinea ehrte Galland am 1. März 1977 innerhalb einer Sonderausgabe zum Thema „Helden der Lüfte“ (Mi Nr. 1080).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Galland
 
Detlev0405 Am: 30.07.2018 16:48:55 Gelesen: 19453# 211 @  
@ merkuria [#206]

Hallo Jacques,

Anschliessend war er Direktor eines Rüstungswerkes bis er 1941 zum Volkskommissar für Rüstung (Verteidigungsminister) berufen wurde.

Der Volkskommissar für Rüstung (ab 1946 Minister für die Verteidigungsindustrie) hat sachlich nichts mit dem Ministerium für Verteidigung zu tun. Es sind sachlich zwei verschiedene Ministerien gewesen. Richtig ist, dass Dmitri Ustinow seit 1976 Verteidigungsminister war.

Beste Grüße
Detlev
 
merkuria Am: 30.07.2018 18:15:47 Gelesen: 19430# 212 @  
@ Detlev0405 [#211]

Hallo Detlev,

besten Dank für Deinen Hinweis. Das habe ich tatsächlich nicht gewusst. Ich nahm immer an, dass "Volkskommissar für Rüstung" früher ein anderer Titel für Verteidigungsminister gewesen sei. Dann war das Volkskommissariat für Rüstung wohl eine Art Ministerium, dass sich mit der Beschaffung und Produktion von Rüstungsgütern befasste? Man lernt doch nie aus.

schöne Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Detlev0405 Am: 30.07.2018 20:30:22 Gelesen: 19410# 213 @  
@ merkuria [#212]

Hallo Jacques,

richtig, das Volkskommissariat für Rüstung beschäftigte sich ausschließlich mit der Herstellung von Rüstungsgütern aller Art in der Sowjetunion. Die Bezeichnung Volkskommissariat ist eine Relikt aus der Entstehungszeit und wurde mit den Verwaltungsreformen nach dem 2. Weltkrieg im Zuge des Überganges zur Friedensproduktion nach 1945 auch neu organisiert. Innerhalb dieses Bereiches war auch die gesamte Forschung und Entwicklung von Rüstungsgütern untergebracht - ein absolut geschlossener Zirkel, dem ganze Städte und Regionen als verbotene Zonen unterstellt waren.

Beste Grüße
Detlev
 
merkuria Am: 14.08.2018 00:07:20 Gelesen: 17316# 214 @  
Charles Delestraint (1879-1945) [1] war ein französischer Brigadegeneral und führendes Mitglied des französischen Widerstandes während des 2. Weltkriegs. Nach Abschluss der Militärakademie 1897 übernahm er zu Beginn des 1. Weltkriegs ein Kommando als Hauptmann, geriet aber im August bereits in Gefangenschaft in der er bis Kriegsende verblieb. Nach Kriegsende befasste er sich mit dem Aufbau der französischen Panzerverbände und wurde 1936 im Range eines Brigadegenerals pensioniert. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er zurückberufen und kommandierte die Kampffahrzeuge der 7. Armee. Nach dem Waffenstillstand von 1940 wandte er sich an seinen alten Freund General de Gaulle und begann für diesen den Aufbau des Widerstands zu organisieren. 1943 wurde er von den Deutschen verhaftet und 1945 im Konzentrationslager Dachau hingerichtet.



Frankreich ehrte General Delestraint am 16. Oktober 1971 mit einer Sonderzuschlagsausgabe (Mi Nr. 1769).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Delestraint
 
merkuria Am: 20.09.2018 14:26:13 Gelesen: 12881# 215 @  
Chorloogiin Tschoibalsan [1] (1895-1952) war ein mongolischer Feldmarschall. Nach der Annektierung der Mongolei 1924 durch die Sowjetunion erstellte diese eine Marionettenregierung. Tschoibalsan wurde durch die Sowjets sowohl als Staatspräsident sowie als Regierungschef eingesetzt. Nach seiner militärischen Ausbildung in Moskau widmete er sich dem Aufbau der mongolischen Volksarmee. Militärisch machte er sich 1939 einen Namen im Japanisch-Sowjetischen Grenzkonflikt. Zusammen mit den sowjetischen Truppen unter Marschall Schukow befehligte er die Mongolischen Truppen, welche zusammen ein Vordringen der japanischen Besatzer auf das Gebiet der Sowjetunion und der Mongolei verhinderten. Tschoibalsan verstarb 1952 in Moskau an den Folgen von Nierenkrebs.



Am 1. Mai 1945 würdigte die Mongolische Volksrepublik den 50. Geburtstag von Tschoibalsan mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 67).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chorloogiin_Tschoibalsan
 
merkuria Am: 26.09.2018 14:05:38 Gelesen: 10837# 216 @  
Peter Wessel (Tordenskiold [1] (1690-1720) war ein dänisch-norwegischer Marineoffizier. Er erwarb sich seine Verdienste besonders durch sein eigenwilliges Vorgehen und seinen Wagemut während dem Grossen Nordischen Krieg (1700-1721). Seine Erfolge erbrachten ihm den Titel eines Admirals und 1716 wurde er unter dem Namen Tordenskiold (dt. = Donnerschild) sogar geadelt. Tordenskiold verstarb im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen eines Duells während einer Reise durch das Kurfürstentum Hannover.



Norwegen zeigt uns Tordenskiold bereits am 15. April 1947 innerhalb einer Sonderausgabe 300 Jahre Norwegische Post (Mi Nr. 325).



Am 14. Juni 1990 ehrte Norwegen seinen grossen Sohn mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 300. Geburtstags (Mi Nr. 1048).



Am 5. Oktober 1990 verausgabte Dänemark eine Sonderausgabe anlässlich des 300. Geburtstags von Tordenskiold (Mi Nr. 990).

Das Gemälde des dänischen Malers Otto Bache zeigt Tordenskiold 1719 bei der Einnahme der schwedischen Festungsstadt Marstrand. Gemäss Überlieferung soll er dort zum Wohnhaus des kommandierenden Oberst Danckwardt gegangen sein und ihn mit den Worten "Warum zum Teufel zögerst du? Hast du nicht bemerkt, dass deine Zeit abgelaufen ist?" zur sofortigen Kapitulation aufgefordert haben.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Wessel_Tordenskiold
 
wajdz Am: 03.10.2018 21:29:02 Gelesen: 10110# 217 @  
@ merkuria [#134]

75. Jahrestag der Schlacht um Warschau 1920

Polen MiNr 3552, • 1995-08-14



Der polnische Befehlshaber: Józef Piłsudski

Für uns Nachgeborene ging der erste Weltkrieg im November 1918 zu Ende, also vor fast 100 Jahren. Das im Osten weiter die Völker aufeinander schlugen und es im August 1920 bei Warschau zu einer entscheidenden Schlacht zwischen der Polnischen Armee unter ihrem Oberbefehlshaber Józef Piłsudski und der Roten Armee der Sowjets unter Michail Tuchatschewski kam, stand vermutlich damals in allen Zeitungen, gehört aber nicht mehr zum Allgemeinwissen.

Durch den Sieg in der später oft als das Wunder an der Weichsel, polnisch Cud nad Wisłą bezeichneten Schlacht konnte die Ostgrenze Polens weit nach Osten vorgeschoben und im Friedensvertrag von Riga die Unabhängigkeit Polens gesichert werden.

Das klärt vielleicht auch die Frage, warum sich, beschlossen im Hitler-Stalinpakt, die beiden Diktatoren Polen je zur Hälfte einverleibten.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 16.10.2018 08:52:00 Gelesen: 8717# 218 @  
Malik Nur Khan [1] (1923-2011) war ein pakistanischer Luftmarschall und späterer Politiker des Landes. Nach Absolvierung des Rashtriya Indian Military College erlernte er das Fliegen und wurde 1940 in die Royal Indian Air Force aufgenommen. Nach einer Ausbildung in Grossbritannien absolvierte er 1945 seinen ersten militärischen Lufteinsatz gegen die Japaner in Burma.

Nach dem Krieg war er massgebend am Aufbau der neu gegründeten pakistanischen Luftwaffe beteiligt. Zwischen 1959 und 1965 war er Präsident der Pakistan International Airlines PIA, welche er zu einem profitablen Luftfahrtunternehmen umbaute. Nach seiner erfolgreichen Teilnahme am indisch-pakistanischen Krieg von 1965 war er auch kurze Zeit Oberbefehlshaber der pakistanischen Luftwaffe. 1969 zog sich Nur Khan aus der Armee zurück und ging in die Politik. Im gleichen Jahr wurde er zum Minister für Kommunikation, Gesundheit, Arbeit und Forschung ernannt. 1970 kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit dem amtierenden Staatschef Yahya Khan, was zur Absetzung von Nur Khan führte. 1985 wurde er zum Parlamentsabgeordneten gewählt und gründete 1987 die Pakistanische Volkspartei. 1988 zog er sich ins Privatleben zurück.



Am 22. Februar 2012 ehrte Pakistan Nur Khan mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 1. Todestages (Mi Nr. 1388).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Malik_Nur_Khan
 
merkuria Am: 31.10.2018 07:17:11 Gelesen: 7066# 219 @  
David Glasgow Farragut (1801-1870) [1] war der erste Admiral der US-Amerikanischen Marine. Als Sohn eines spanischen Einwanderers diente Farragut bereits im Alter von 9 Jahren in der US-Navy. Obwohl gebürtiger Südstaatler stellte er sich im amerikanischen Bürgerkrieg auf die Seite der Nordstaaten (Unionisten). Hier erwarb er sich grosse Verdienste bei der Eroberung von Festungen und Städten der Südstaatler. Nach dem Bürgerkrieg besuchte er als amerikanischer Abgesandter 1867/1868 mit seinem Schiff „Franklin“ mehrere europäische Städte.



Die USA ehrten Farragut bereits am 5. Juni 1903 auf der 1$ Freimarkenausgabe (Mi Nr. 149).



Am 8. Juni 2018 ehrte auch Spanien den Admiral mit einer Sonderausgabe anlässlich des 150. Jahrestags seines Besuchs in Spanien von 1868.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/David_Glasgow_Farragut
 
wajdz Am: 13.11.2018 17:55:35 Gelesen: 5445# 220 @  
Francisco Pizarro González (* um 1476 in Trujillo in Spanien , † am 26. Juni 1541 in Ciudad de los Reyes -heute Lima- in Peru) war ein spanischer Konquistador, Eroberer und Entdecker, der mehrere Expeditionen nach Süd- und Mittelamerika durchführte und mit nicht einmal 200 Mann das Inka-Reich in Peru eroberte (1531).

Peru MiNr 289, 1934-11-05



Der als Geisel genommene König der Inka, Atahualpa, wurde ermordet und der als Lösegeld erpresste Gold- und Silberschmuck eingeschmolzen. Cuzco, die Hauptstadt der Inka, wurde eingenommen und in der Folge die Inkakultur ausgelöscht. Viele Indios starben durch die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten wie Masern, Pocken oder Grippe. Die Spanier setzten die Inka auch als billige Arbeitskräfte in den Gold- und Silberminen ein, wobei viele ihr Leben ließen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 03.12.2018 09:32:04 Gelesen: 3658# 221 @  
Robert Blake [1] (1598-1657) war ein britischer Admiral. Blake zeichnete sich während des englischen Bürgerkriegs als Befehlshaber eines von ihm selbst geworbenen republikanischen Regiments aus und wurde dafür 1649 von Oliver Cromwell zum Flottenkommandanten ernannt. Obwohl er über keinerlei Erfahrung in der Seefahrt verfügte, hatte er einige Erfolge im Ersten Englisch-Niederländischen Seekrieg vorzuweisen, unter anderem 1653 einen Sieg über den holländischen Admiral Maarten Tromp [#137] in der Seeschlacht bei Portland. 1657 erlangte er einen glänzenden Sieg über die spanische Flotte in der Seeschlacht von Santa Cruz. Blake starb im gleichen Jahr an den Folgen einer früheren Kriegsverletzung und wurde in der Westminster Abbey beigesetzt. Nach der Restaurierung der Monarchie wurde Blakes Leichnam auf Anweisung von König Karl II. exhumiert und in einem Massengrab verscharrt.



Grossbritannien ehrte Admiral Blake am 16. Juni 1982 innerhalb einer Sonderausgabe mit berühmten britischen Seefahrern und ihren Schiffen (Mi Nr. 919).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Blake_(Admiral)
 
merkuria Am: 18.12.2018 08:53:23 Gelesen: 2322# 222 @  
Spartacus (111 - 71 v. Chr.) [1], war ein römischer Sklave, Gladiator und Aufständischen-Heerführer. Historische Bedeutung erlangte er als Anführer eines nach ihm benannten Sklavenaufstandes im Römischen Reich. Als Anführer der aufständischen Sklaven im dritten Sklavenkrieg (73–71 v. Chr., auch Gladiatorenkrieg oder Spartacus-Aufstand genannt) erzielte er mit seinem Sklavenheer zahlreiche militärische Erfolge gegen die römischen Legionen. Nach mehreren erfolgreichen Schlachten bei der ganze römische Heere bis 10‘000 Mann vernichtet wurden, kam es 71 v.Chr zur letzten Schlacht von Lukanien bei der die gesamte Rebellenarmee aufgerieben wurde und Spartacus auch sein Leben verlor.

Spartacus war auch Namensgeber und Vorbild des Deutschen Spartakusbundes [2] , welcher eine Vereinigung von marxistischen Sozialisten in Deutschland war, die während des Ersten Weltkriegs am Ziel einer internationalen Revolution des Proletariats festhielt um Kapitalismus, Imperialismus und Militarismus weltweit zu stürzen.

Da von Spartacus keine historisch verbrieften Abbildungen existieren, wird zur Illustration seiner Person gerne auf das Abbild des überzeugenden Spartacus-Filmdarstellers Kirk Douglas zurückgegriffen.



Die Republik Mali verausgabte am 23. Mai 1994 eine Sonderausgabe zu Ehren von Kirk Douglas, die ihn in der Rolle des Spartacus zeigt (Mi Nr. 1238).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Spartacus
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusbund
 
wajdz Am: 27.12.2018 23:06:28 Gelesen: 1817# 223 @  
Johann Hunyadi -ungarisch Hunyadi János- (* 1387 oder 1407, † 11. August 1456) nimmt unter den für die Christenheit gegen das osmanische Reich kämpfenden Staatsmännern und Heeresführern einen hervorragenden Platz ein. 1441 siegte er über die Türken bei Smederevo. 1442 vernichtete er ein türkisches Heer bei Hermannstadt, wohin er sich hatte zurückziehen müssen. Im Juli bezwang er bei der Donauklamm eine dritte türkische Armee.

Ungarn MiNr 5103, 2006-05-09



1455 befestigte Hunyadi das strategisch bedeutsame Belgrad (damals Nándorfehérvár) , das von Mehmed II. als vormaligen Teil des seit 1455 unterworfenen Serbiens beansprucht wurde. Die Belagerung 1456 scheiterte. Am 21. Juli verfolgte Hunyadi die verwirrten Türken bis in ihr Lager, das er nach einem verzweifelten und heftigen Zusammenstoß einnahm. Der verwundete osmanische Heerführer mußte den fluchtartigen Rückzug der geschlagenen Armee anordnen. Damit war die Unabhängigkeit Ungarns für weitere siebzig Jahre sichergestellt. Die Magyaren mussten für diesen krönenden Sieg allerdings teuer bezahlen. Hunyadi starb in seinem Lager drei Wochen später an der Pest (11. August 1456).

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 30.12.2018 00:23:02 Gelesen: 1614# 224 @  
Christian Frederik von Schalburg (1906-1942) [1] war Führer der dänischen Freiwilligen in der Waffen-SS. In Sibirien als Sohn eines dänischen Vaters und einer russischen Mutter geboren, floh die Familie 1917 nach der Oktoberrevolution nach Dänemark. Hier wurde von Schalburg Offizier im dänischen Leibgarderegiment. Als Freiwilliger kämpfte er als Hauptmann im finnischen Winterkrieg 1939–1940 gegen die Rote Armee. Nach seiner Rückkehr meldete er sich zur Waffen-SS, wo er in der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ diente. 1942 übernahm er das SS-Regiment Nordland (Freikorps Danmark) im Range eines Sturmbannführers (= Major). Von Schalburg fiel am 2. Juni 1942 im Verlauf der Schlacht um Demjansk.



Anfang September 1943 verausgabte die Dänische Legion diese Spenden-Vignette um sich die Mittel für eine Gedenkstätte zu Ehren Frederik von Schalburgs zu beschaffen. Wie selten diese Vignetten sind, zeigt das Ergebnis einer Cherrystone-Auktion vom Juli 2013: für einen komplett erhaltenen 10er Bogen wurden 13‘800 US$ + Aufgeld bezahlt!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Frederik_von_Schalburg
 
merkuria Am: 02.01.2019 09:03:38 Gelesen: 1398# 225 @  
Michel Ney [1] (1769-1815) war ein französischer Marschall im Dienste Napoleons. Zu Beginn der französischen Revolution hatte er den Grad eines Hauptmanns inne. 1796 zum Brigadegeneral befördert, zeichnete er sich während den napoleonischen Kriegen auf verschiedenen Schlachtfeldern aus, sodass er 1799 zum Divisionsgeneral avancierte. Anlässlich der Kaiserkrönung von Napoleon erhielt er 1805 wurde ihm der Titel eines Marschalls verliehen. Nach der Niederlage der kaiserlichen Armeen und der Einnahme von Paris durch den Kriegsgegner, drängte er Napoleon I. zur Abdankung. König Ludwig XVIII. verlieh ihm 1814 den höchsten Adelstitel Frankreichs, den Pair de France. Bei der Rückkehr Napoleons aus Elba schlug er sich 1815 erneut an dessen Seite. Nach dem Scheitern einer erneuten Machtergreifung Napoleons wurde Ney verhaftet und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Er starb am 7. Dezember 1815 durch ein Exekutionskommando, dem er selbst den Befehl zum Feuern gab!



Belgien ehrte Ney am 1. Juni 2015 mit einer Sonderausgabe zum 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo (Mi Nr. 4581)



Der im damals französischen Saarlouis (Saarland) geborene Ney wurde 1947 innerhalb der ersten Freimarken des Saarlandes auf der 84 Pf Wertstufe geehrt (Mi Nr. 224). Gezeigt wird das Ney-Denkmal in Saarlouis.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Ney
 
merkuria Am: 11.01.2019 10:26:13 Gelesen: 782# 226 @  
Ahmad Schah Massoud [1] (1953-2001) war der militärische Anführer des afghanischen Widerstands gegen die Besatzungstruppen der Sowjetunion. Seine Guerilla-Taktik und sein militärisches Können führten zu massiven Niederlagen der sowjetischen Truppen, was ihm den legendären Namen „Löwe von Pandjschir“ einbrachte. Nach dem Abzug der Sowjetarmee wurde Massoud zum Verteidigungsminister der neu gebildeten Regierung des Landes ernannt.

Im anschliessend aufflammenden Bürgerkrieg um die Macht in Afghanistan, kämpfte Massoud erbittert gegen verschiedene Milizenführer sowie gegen die Taliban, welche mittlerweile einen Staat im Staat errichtet hatten. Massoud wurde vom Westen als Hoffnungsträger für ein befriedetes Afghanistan angesehen. Im Frühling 2001 wurde er vom Europäischen Parlament nach Brüssel eingeladen, wo er die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe für die Menschen Afghanistans bat.

Am 9. September 2001 zündeten zwei Selbstmordattentäter der al-Qaida, die sich als belgische Journalisten ausgegeben hatten, während eines Interviews mit Massoud eine Bombe, die sie in ihrer Videokamera versteckt hatten. Massoud starb wenig später an seinen Verletzungen.



Afghanistan ehrte Massoud am 8. Mai 2002 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 1. Todestags (Mi Nr. 1965).

Auch Frankreich ehrte Massoud am 9. September 2003 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 50. Geburtstags (Mi Nr. 3736).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud
 
merkuria Am: 20.01.2019 00:03:24 Gelesen: 107# 227 @  
Damdiny Süchbaatar (1893-1923, auch Suche-Bator genannt) [1] war ein mongolischer Heerführer und gilt als einer der Gründungsväter der Mongolischen Volksrepublik. Süchbaatar trat 1912 als einer der ersten Rekruten in die neu gegründete mongolische Armee ein. Nach seiner Entlassung im Offiziersrang schloss er sich im Herbst 1918 einer sowjetisch-revolutionären Gruppe an und wurde bald deren Anführer. Im darauffolgenden Jahr vereinte Süchbaatar seine Truppen mit denjenigen von Tschoibalsan (siehe Beitrag [#215]). Zusammen gründeten sie mit sowjetischer Unterstützung die Mongolische Revolutionäre Volksarmee mit Süchbaatar als Oberbefehlshaber. Ihre Truppen umfassten gerade mal eine Stärke von 400 Mann (!). Mit Unterstützung von über 10‘000 russischen Rotarmisten marschierten sie 1922 in die Äußere Mongolei ein und besetzten innerhalb kurzer Zeit die Hauptstadt Urga (heute Ulaanbaatar). Die Sowjetunion etablierte daraufhin die Mongolische Revolutionäre Volkspartei als Regierungspartei und gründete die Mongolische Volksrepublik. Süchbaatar verstarb 1923. Es wird vermutet, dass er vergiftet wurde.



Am 10. Juli 1932 verausgabte die Mongolei eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 46-58). Auf der 40 Mung Wertstufe wird der Nationalheld Süchbaatar gezeigt (Mi Nr. 53).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Damdiny_S%C3%BCchbaatar
 

Das Thema hat 227 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9   10  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.