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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 217 Beiträge:
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Altmerker Am: 17.02.2018 22:59:40 Gelesen: 32653# 193 @  
@ Mondorff [#16]

Hier geht es auf dem Stempel zur Schlacht von Deutsch-Wagram. Die Schlacht ereignete sich am 5. und 6. Juli 1809. Kaiser Napoleon kommandierte die französische Armee, die österreichische Armee stand unter der Führung von Erzherzog Carl. Die Schlacht bei Wagram war die Entscheidungsschlacht des 5. Koalitionskrieges der napoleonischen Kriege. Der Kernbereich der Schlacht reichte von Glinzendorf, Markgrafneusiedl, Parbasdorf, Deutsch-Wagram, Raasdorf bis Aderklaa und umfaßte die Orte Gerasdorf, Süssenbrunn und Strebersdorf als Ausgangspunkte der Offensive am Morgen des 6. Juli. Auf dem Sonderstempel: Portraits der beiden Heerführer Kaiser Napoleon und Erzherzog Carl von Österreich.


 
merkuria Am: 08.03.2018 08:27:01 Gelesen: 31433# 194 @  
Sir Isaac Brock [1] (1769 - 1812 ) war ein britischer General der eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Verteidigung Kanadas gegen amerikanische Truppen während des Kriegs von 1812 spielte und deshalb dort bis heute als „Retter Kanadas“ gilt.

Der auf der britischen Insel Guernsey geborene Brock wurde nach seiner Dienstzeit als Oberstleutnant unter Admiral Nelson mit seinem Regiment 1802 nach Kanada versetzt. Er erhielt die Stelle eines Garnisonskommandeurs von Québec, wurde 1811 zum Generalmajor befördert und erhielt das Kommando über alle Truppen in Oberkanada. Im Frühjahr 1812 begann er angesichts der bedrohlichen Politik der USA, die Verteidigungsanlagen zu verstärken und die Möglichkeiten von Bündnissen mit den Indianern auszuloten.

Bei Kriegsausbruch mit den USA stellte sich Brock gemeinsam mit seinem indianischen Verbündeten Häuptling Tecumseh den zahlenmäßig weit unterlegenen Truppen einer amerikanischen Invasionstruppe nach Kanada entgegen. Dabei zogen sich die 2000 Amerikaner unter General William Hull nach Detroit zurück. Mit einer geschickten psychologischen Kriegsführung, bei der Tecumsehs Indianer eine Schlüsselrolle spielten, konnte Brock die Kampfmoral der Amerikaner so weit untergraben, dass diese mit ihrer gesamten Armee am 16. August kapitulierten – eine der demütigendsten Niederlagen in der Geschichte der USA. Die Angst vor den Indianern spielte dabei eine Schlüsselrolle. Generalmajor Brock fand in einer späteren Schlacht von Queenston Heights 1812 den Tod.



Kanada ehrte General Brock am 15. Juni 2012 mit einer Sonderausgabe anlässlich des 200. Jahrestags des Verteidigungskrieges von 1812 (Mi Nr. 2845). Innerhalb dieser Sonderausgabe wird auch der indianische Verbündete Häuptling Tecumseh geehrt (Mi Nr. 2846).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Brock
 
Seku Am: 09.03.2018 16:08:47 Gelesen: 31395# 195 @  
@ wajdz [#45]

Die Franzosen widmeten Pershing zum 100-jährigen Eintritt in den Krieg auch eine Marke (aus der Hauspost) 2017 Mi.-Nr. 6770:



https://de.wikipedia.org/wiki/John_J._Pershing
 
zockerpeppi Am: 10.03.2018 18:46:05 Gelesen: 31366# 196 @  
Jean (Johann) Baron de Beck, 1588 in Luxemburg-Grund geboren, Sohn eines aus Saarburg (Lothringen) stammenden reitenden Boten des Luxemburger Provinzialrats. Wenn auch aus bescheidenen Verhältnissen, hat er es in der Hierarchie der damaligen Zeit weit nach oben geschafft.

Er konnte sich 1632 in der Schlacht bei Nürnberg auszeichnen. Für seine Verdienste wurde er 1637 in den Adelsstand erhoben. 1639 führte er die Vorhut der Truppen unter dem Befehl von Feldmarschall Piccolomini und konnte in der Schlacht bei Diedenhofen (Thionville) die dortige Festung besetzen. Kurz darauf wurde er mit dem Kommando über alle im Herzogtum Luxemburg außerhalb der festen Städte stehenden Truppen beauftragt und übernahm vorübergehend die Zivil- und Militärgewalt im Herzogtum. Beck wurde im Januar 1642 Zivilgouverneur und Militärgouverneur von Luxemburg und Chiny. Als aktiver General, ließ er die Befestigungen der Stadt Luxemburg verstärken und ausbauen. Im Jahr 1644 entstanden mehrere Bastionen, darunter die später nach ihm benannte Bastion Beck die heutige ‚Place de la Constitution‘. 1646 war er bei der Belagerung von Dünkirchen Vorort und diente wieder unter Piccolomini. In der Schlacht bei Lens 1648 kommandierte er erneut eine Vorhut. Er wurde gefangen genommen und schwer verwundet nach Arras gebracht, wo er in Folge seiner Verletzungen starb.

Nicht zu vergessen ab 1639 war er Besitzer der Burg Beaufort. [1]

Anbei eine Luxemburger Ganzsache (15.10.1980 Wert 6Fr) mit dem Porträt Becks und ein Schreiben aus Nieuport nahe Dünkirchen an General Piccolomini vom 29.12.1646, unterschrieben J.Beck



beste Sammlergrüße
Lulu

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Beaufort_(Luxemburg)
 
merkuria Am: 01.04.2018 00:01:54 Gelesen: 29826# 197 @  
Italo Balbo [1] (1896 - 1940) war ein italienischer Luftmarschall und eine zentrale Figur beim Aufbau der italienischen Luftwaffe. Obwohl Balbo von der Fliegerei noch keine Ahnung hatte, ernannte ihn Mussolini 1926 zum Staatssekretär für das Luftfahrtwesen. Er absolvierte eine Schnellausbildung zum Piloten und wurde 1929 mit nur 33 Jahren Luftfahrtminister.

Berühmt wurde Balbo mit seinen Atlantiküberquerungen in grossen Flugzeugformationen: 1930 flog er mit 12 Savoia-Marchetti S.55 von Orbetello nach Rio de Janeiro, 1933 mit 24 Flugzeugen von Rom nach New York und Chicago. Für diese Leistungen wurde er 1933 zum Luftmarschall befördert. Während des 2. Weltkriegs kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit Mussolini, was ihn vermutlich das Leben kostete: am 28. Juni 1940 wurde er nach offizieller Darstellung über Tobruk versehentlich durch Eigenbeschuss von der italienischen Flugabwehr abgeschossen.



Mauretanien zeigt uns Luftmarschall Balbo mit seiner Maschine Savoia-Marchetti S.55 auf einer Sonderausgabe vom 19. September 1977 zur Geschichte der Luftfahrt (Mi Nr. 579).



Bekannter sind uns wohl die am 20. Mai 1933 von Italien verausgabten Marken für den Balbo-Geschwaderflug Rom – Chicago (Mi Nr. 445, 446 und 446 I).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Italo_Balbo
 
merkuria Am: 13.04.2018 00:13:31 Gelesen: 28861# 198 @  
Józef Zachariasz Bem [1] (1794 - 1850) war ein polnischer General, der sich im polnischen Unabhängigkeitskrieg 1830/1831 gegen das russische Kaiserreich verdient gemacht hat. Als Absolvent der Artillerieschule in Warschau kämpfte er siegreich im Russlandfeldzug gegen die Truppen von Napoleon. Nach Polen zurückgekehrt, trat er als Artillerieoffizier in die 1815 reorganisierte polnische Armee ein. Im Unabhängigkeitskrieg gegen Russland zeichnete er sich besonders in der Schlacht von Ostrołęka (Piski) aus und wurde danach zum General und Oberbefehlshaber über die gesamte Artillerie befördert. Nach der Niederlage Polens gegen Russland floh er 1832 nach Paris, wo er verschiedene Schriften gegen die russische Unterdrückung der Polen veröffentlichte.

1848 beteiligte er sich an der fehlgeschlagenen Wiener Oktoberrevolution die seine Flucht nach Ungarn bewirkte. Hier erhielt er von der Revolutionsregierung Kossuth den Oberbefehl über die Aufständischen in Siebenbürgen. Nach mehreren Niederlagen gegen die russisch-österreichischen Truppen blieb ihm 1849 nur noch die Flucht in die Türkei. Dort konvertierte er zusammen mit 72 Offiziere und Generalen sowie 6.000 ungarischen und polnischen Soldaten zum Islam und nahm den Namen Amurat Pascha an. Nach wenigen Einsätzen in der türkischen Armee erlag er 1850 an den Strapazen der Kämpfe sowie kleineren Verwundungen.



Am 10. Dezember 1950 verausgabte Ungarn eine Sonderausgabe anlässlich des 100. Todestages von General Bem (Mi Nr. 1142-1144).



Auch Polen ehrte General Bem am 10. Dezember 1950 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 100. Todestages (Mi Nr. 670)

Bei beiden Marken wird im Hintergrund ein gleiches Bild der Schlacht von Piski (Ostrołęka) gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Bem
 
merkuria Am: 19.04.2018 08:16:39 Gelesen: 28376# 199 @  
Friedrich Wilhelm Ernst Paulus [1] (1890 - 1957) war ein deutscher Generalfeldmarschall während des 2. Weltkriegs. Bekannt wurde er vor allem in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der 6. Armee während der Schlacht um Stalingrad. Paulus weigerte sich bis zuletzt, eine von den Russen vorgeschlagene Kapitulation der eingeschlossenen deutschen Truppen zu befehligen. Am 31. Januar 1943 gelangte er in Kriegsgefangenschaft der Roten Armee.

Lange versuchten die Sowjets vergebens, ihn zur Mitarbeit gegen das Hitler-Regime zu gewinnen. Am 8. August 1944 unterschrieb er schlussendlich doch einen Appell an das deutsche Volk, in dem er dazu aufrief, sich von Hitler loszusagen.
1946 trat er als Zeuge der Anklage in den Nürnberger Prozessen auf und belastete dort nachdrücklich die Angeklagten Wilhelm Keitel, Alfred Jodl und Hermann Göring. Bis 1953 verbrachte er sein Leben in der Sowjetunion. Sein Name hatte wieder Gewicht gewonnen und man lud ihn ein, in der DDR Wohnsitz zu nehmen. So siedelte er nach Dresden um, wo er propagandistisch aktiv gegen die westdeutsche Politik Adenauers arbeitete. Am 1. Februar 1957 verstarb Paulus in Dresden, seine Urne wurde später nach Baden-Baden umgebettet.



Niger verausgabte am 20. Februar 2017 eine Sonderausgabe anlässlich des 75. Jahrestages der Schlacht um Stalingrad. Dabei wird Paulus bei seiner Gefangennahme durch die Russen gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paulus
 
zockerpeppi Am: 29.04.2018 21:18:17 Gelesen: 27633# 200 @  
Graf Peter Ernst I von Mansfeld [1] Feldmarschall der spanischen Armeen in den Niederlanden sowie Statthalter der spanischen Krone in Luxemburg und in den Niederlanden.



Geboren am 12. August 1517 auf Schloss Heldrungen; Vater Graf Ernst II. von Mansfeld-Vorderort, Mutter Gräfin Dorothea zu Solms-Lich. Mit 14 kam er an den ungarischen Hof. 1535 nahm er am Feldzug gegen das osmanisch besetzte Tunis teil. Philipp II. schlug ihn 1545 zum Ritter vom Goldenen Vlies. Zwischen 1545–1604 war Mansfeld Statthalter der spanischen Krone in Luxemburg. 1576 fungierte er nach dem Tode des damaligen Statthalters der Niederlande Luis de Requesens vermutlich als Militärchef für die Stadt Brüssel. Im Laufe eines Feldzugs im Jahre 1552 gegen die französischen Truppen musste Mansfeld infolge der Meuterei seiner deutschen Landsknechte kapitulieren und geriet in französische Gefangenschaft. Erst 1557 kam er nach Zahlung einer sehr hohen Geldsumme frei. 1572 erfolgte Mansfelds Ernennung zum Feldmarschall der spanischen Armeen in den Niederlanden.

In den politischen und militärischen Kämpfen der späten 70er und der 80er Jahre findet man ihn durchweg auf der spanischen Seite. Von 1592 bis 1594 war er Statthalter der spanischen Krone in den Niederlanden. Als Dank für seine jahrelange Loyalität zum Kaiserhaus wurde er am 4. März 1594 zum Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches ernannt. Er zog sich drei Jahre später im Alter von 80 Jahren von allen öffentlichen Geschäften zurück. Mansfeld starb am 23. Mai 1604 in Luxemburg-Clausen und wurde in der Kapelle des Klosters der Récollets in Luxemburg beigesetzt.

Sein 1563 begonnenes und nie ganz fertiggestelltes Schloss La Fontaine vor den Toren Luxemburgs, auch Palais Mansfeld genannt – barg zahlreiche Kunstgegenstände und eine wertvolle Gemäldesammlung. Das Schloss mitsamt Kunstsammlung vererbte der Graf an die spanischen Habsburger. Leider ist heute nicht mehr viel übrig vom Palais Mansfeld. Auf alten Lithographien kann man sich aber die damalige Pracht vor Augen führen. Mansfeld war mindestens dreimal verheiratet: Margareta von Brederode, Anna von Egmont und Clara von Châlon. Über eine vierte Beziehung/Heirat sind sich die Historiker uneinig. Zwei Damen kommen in Frage: Anna von Eyken oder Anna von Bentzrath. Sicher ist allerdings dass aus dieser Liäson sein Sohn Graf Peter Ernst II. stammte, Heerführer im Dreißigjährigen Krieg.

Lulu

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Ernst_I._von_Mansfeld
 
merkuria Am: 01.05.2018 09:05:08 Gelesen: 27499# 201 @  
Yamamoto Isoroku [1] (1884 – 1943) war ein japanischer Admiral während des Pazifikkrieges.

Seine militärische Karriere begann Yamamoto 1904 nach Absolvierung der Marineakademie, die er als siebtbester von 200 Kadetten abschloss. Im gleichen Jahr nahm er im Russisch-Japanischen Krieg erfolgreich an der Seeschlacht von Tsushima teil, was ihm die Beförderung zum Oberleutnant zur See verhalf. 1913 absolvierte er die Marinehochschule in Tsukiji und wurde 1915 zum Korvettenkapitän befördert. 1919 reiste er in die USA und absolvierte das Studium der Erdölwirtschaft an der Harvard Universität. 1925 wurde er zum Marineattaché an die japanische Botschaft in Washington, D.C. ernannt und konnte dabei wertvolle Informationen über Verteidigungs- und Schiffbauprogramme der Vereinigten Staaten gewinnen. Nach seiner Rückkehr nach Japan wurde er 1939 zum Oberkommandierender der Kaiserlichen Japanischen Marine ernannt. In dieser Funktion war er auch für die Planung und Durchführung des japanischen Angriffs auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor verantwortlich. Yamamoto kam 1943 ums Leben, als er mit seinem Flugzeug während einer Inspektionsreise im Gebiet der Salomon Inseln durch amerikanische Jäger abgeschossen wurde. Yamamoto wird heute wie auch Tōgō Heihachirō (siehe Beitrag http://www.philaseiten.de/beitrag/148419 ) in Japan als Nationalheld verehrt.



Die Marschall Inseln gedachten am 18. April 1993 mit einer Sonderausgabe an den 50. Jahrestag des Abschusses von Yamamoto (Mi Nr. 458)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Yamamoto_Isoroku
 
merkuria Am: 16.05.2018 00:01:14 Gelesen: 26647# 202 @  
William Brown [1] (auch bekannt als Guillermo Brown, 1777 - 1857) war ein in Irland geborener argentinischer Admiral . Er ist der Schöpfer und erste Admiral der Seestreitkräfte des Landes und wird allgemein als "Vater der argentinischen Marine " bezeichnet. Seine Siege im Unabhängigkeitskrieg von Argentinien verschafften ihm Respekt und Anerkennung, er gilt noch heute als einer der Nationalhelden Argentiniens.



Irland ehrte seinen grossen Sohn am 23. September 1957 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 100. Todestages (Mi Nr. 132-133).



Argentinien ehrte Brown auf einigen Marken des Landes, ein erstes Mal im April 1891 auf dem 20 Peso Höchstwert einer Freimarkenausgabe (Mi Nr. 80)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://en.wikipedia.org/wiki/William_Brown_(admiral)&prev=search
 
wajdz Am: 20.05.2018 17:41:15 Gelesen: 26177# 203 @  
Aus der Herrscherfamilie der Wasa stammend, war Gustav II. Adolf (*9.12.1594) von 1611 bis 1632 König von Schweden und eine der wichtigsten Figuren der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges.

Schweden MiNr 137A



Er heiratete 1920 die Tochter des brandenburgischen Kurfürsten, Maria Eleonora von Brandenburg, mit der er zwei Töchter hatte, von denen eine, Christina von Schweden, ihn überleben sollte. Sein Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland verhinderte einen Sieg des kaiserlichen Lagers der Habsburger. Am 16. November 1632. im heutigen Sachsen-Anhalt, kam es gegen Wallensteins Truppen zur Schlacht bei Lützen. Gustav II. Adolf, der als Heerführer oftmals persönliche Gefahren in Kauf nahm, wurde bei einem Reiterangriff getötet.

Schweden MiNr 218



Den Krieg, wie die Gesamtpolitik Schwedens, führte politisch sein Kanzler Axel Oxenstierna weiter, da Gustav Adolfs Tochter und Thronfolgerin Christina noch ein Kind war.

Schweden MiNr 237



Die mit dem Kanzler gemeinsam durchgesetzten Reformen und das militärisch-politisches Handeln des Königs trugen wesentlich dazu bei, Schweden eine Vorrangstellung im nördlichen Europa zu verschaffen, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts bestand. Indirekt wurde damit die Existenz des deutschen Protestantismus gesichert.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 04.06.2018 09:57:52 Gelesen: 19347# 204 @  
Diego Brosset [1] (1898-1944) war ein französischer General. Als Sohn französischer Auswanderer wurde er in Buenos Aires/Argentinien geboren und kehrte im Alter von zwei Jahren nach Frankreich zurück. Am 1. Weltkrieg nahm er als Freiwilliger teil und erreichte zu Ende des Krieges den Grad eines Wachmeisters. Zwischen den Weltkriegen diente er bei der französischen Kolonialarmee in Gebieten rund um die Sahara. 1930 zum Hauptmann befördert, wurde er zu Beginn des zweiten Weltkriegs in den Generalstab berufen.

1940 traf er General de Gaulle und schloss sich dessen Widerstandsarmee an. 1941 zum Oberst befördert, kommandierte er Operationen gegen die Deutschen Truppen in Libyen und Tunesien. Zum Brigadegeneral befördert, nahm er am 3. September 1944 an der Befreiung von Lyon und anschliessend von Teilen des Elsass teil. 1944 kam er bei einem Autounfall ums Leben.



Die französische Post ehrte General Brosset am 6. März 1971 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 1741).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=fr&u=https://fr.wikipedia.org/wiki/Diego_Brosset&prev=search
 
merkuria Am: 19.06.2018 08:42:07 Gelesen: 17579# 205 @  
Helmuth Johannes Ludwig von Moltke [1] (1848 – 1916) war ein deutscher Offizier und bis September 1914 Chef des deutschen Generalstabs. Moltkes Schwäche war die schlechte Kommunikation zu seinen Armeeführern, wodurch er zusehends den Überblick über die operative Lage an den Fronten verlor. Nach den Misserfolgen in der Schlacht an der Marne gegen die Franzosen, wurde er durch Kaiser Wilhelm II. militärisch kaltgestellt. Moltke starb 1916 an einem Schlaganfall während eines Staatsaktes für den verstorbenen Generalfeldmarschall von der Goltz in Berlin.



Die afrikanische Republik Ghana zeigt uns von Moltke in einer Sonderausgabe von 2014 anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des 1. Weltkriegs.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_Johannes_Ludwig_von_Moltke
 
merkuria Am: 03.07.2018 08:34:06 Gelesen: 14910# 206 @  
Dmitri Fjodorowitsch Ustinow [1] (1908-1984) war ein russischer Marschall und ehemaliger Verteidigungsminister der UdSSR. Nach seinem Studienabschluss als Maschinenbauingenieur arbeitete Ustinow bis 1937 im Leningrader Marineartillerie-Institut. Anschliessend war er Direktor eines Rüstungswerkes bis er 1941 zum Volkskommissar für Rüstung (Verteidigungsminister) berufen wurde. In diesem Amt, das er bis 1953 innehatte, trug er mit der Verlegung von vielen Betrieben der Rüstungsindustrie hinter den Ural erheblich zum Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg bei. Nach 1953 übte er verschiedene Funktionen in der Partei aus, bis er 1976 erneut zum Verteidigungsminister der UdSSR berufen wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne.



Die Sowjetunion verausgabte am 30. Oktober 1988 eine Sonderausgabe anlässlich des 80. Geburtstages von Marschall Ustinow (Mi Nr. 5883)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Fjodorowitsch_Ustinow
 
merkuria Am: 18.07.2018 00:05:01 Gelesen: 12691# 207 @  
Alexandru Averescu [1] (1859-1938) war ein General aus Bessarabien (Fürstentum Moldau) und mehrfacher Ministerpräsident Rumäniens.

Averescu trat 1876 in die rumänische Armee ein und diente im Russisch-Osmanischen Krieg (1877–1878), in dessen Anschluss Rumänien seine volle Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich erlangte. 1907 übernahm er als General das Amt des Kriegsministers, von 1911 bis 1913 war er Chef des Generalstabs. 1918 wurde er von König Ferdinand I. zum Außenminister ernannt und später auch mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut. Dieses Amt bekleidete er mit einigen Unterbrüchen mehrmals, bis er kurz vor seinem Tod 1937 von König Carol II. in den Kronrat berufen wurde.



Die Republik Moldawien ehrte General Averescu am 22. November 2014 innerhalb einer Sonderausgabe mit Heeresführern aus Bessarabien (Mi Nr. 891)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandru_Averescu
 
wajdz Am: 19.07.2018 00:47:11 Gelesen: 12443# 208 @  
Władysław Eugeniusz Sikorski (* 20. Mai 1881 in Tuszów Narodowy bei Mielec, Galizien/Österreich-Ungarn, heute Polen; † 4. Juli 1943 bei Gibraltar - bis heute gelten die Umstände der für Ihn und 7 weitere Menschen tödlichen Flugzeugkatastrophe als ungeklärt.), polnischer Soldat und Staatsmann, führte von 1939 bis 1943 als Premierminister die polnische Regierung im Exil während des Zweiten Weltkriegs.

Polen 2738



Auf Sikorskis Bitte hin, das Internationale Rote Kreuz solle den Mord an Tausenden polnischer Offiziere (Katyn) untersuchen, die zuvor in russischen Händen gewesen waren, brach der sowjetische Diktator Stalin im April 1943 die diplomatischen Kontakte mit seiner Regierung ab.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 23.07.2018 23:29:51 Gelesen: 11902# 209 @  
@ wajdz [#41]

Ein spanischer Seeheld kämpft für Napoleon gegen England

Damian Cosme de Churruca y Elorza * 1761 in Villa de Motrico (Spanien), † 1805 an Bord der SAN JUAN NEPUMUCENO bei Trafalgar

Spanien MiNr 2201



Mit 15 Jahren als Fähnrich in die spanische Marine eingetreten, absolvierte er eine erfolgreiche militärische und marinewissenschaftliche Laufbahn.1805 als Kapitän der SAN JUAN NEPUMUCENO unter dem Kommando des französischen Vizeadmirals Villeneuve kämpfte er gegen die Flotte Admiral Nelsons in der Schlacht von Trafalgar, während der er schwer verwundet wurde und starb.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 30.07.2018 07:40:03 Gelesen: 10792# 210 @  
Adolf Josef Ferdinand Galland [1] (1912-1996) war ein General der deutschen Luftwaffe während des 2. Weltkriegs.

Galland absolvierte 1933 seine Jagdfliegerausbildung in Italien, da das Deutsche Reich zu der Zeit gemäss Versailler Vertrag keine Luftstreitkräfte unterhalten durfte. Sein erster Fronteinsatz erlebte Galland als Staffelkapitän in der Legion Condor während des Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Truppen Francos. Seine grossen Luftsiege wies er 1940 im Westfeldzug sowie in der Luftschlacht um England aus. Galland wurden 104 feindliche Abschüsse anerkannt. 1942 wurde er zum Generalmajor ernannt und war damit im Alter von 30 Jahren der bis dahin jüngste General der deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende verbrachte er 2 Jahre in britischer Kriegsgefangenschaft. 1948 wurde Galland als Berater der argentinischen Luftwaffe unter dem damaligen Präsidenten Juan Perón engagiert. Sechs Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete hier als Industrieberater. Seine Berufung zum ersten Inspekteur der bundesdeutschen Luftwaffe fand 1955 infolge Intervention durch die United States Air Forces in Europa nicht statt.



Äquatorialguinea ehrte Galland am 1. März 1977 innerhalb einer Sonderausgabe zum Thema „Helden der Lüfte“ (Mi Nr. 1080).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Galland
 
Detlev0405 Am: 30.07.2018 16:48:55 Gelesen: 10704# 211 @  
@ merkuria [#206]

Hallo Jacques,

Anschliessend war er Direktor eines Rüstungswerkes bis er 1941 zum Volkskommissar für Rüstung (Verteidigungsminister) berufen wurde.

Der Volkskommissar für Rüstung (ab 1946 Minister für die Verteidigungsindustrie) hat sachlich nichts mit dem Ministerium für Verteidigung zu tun. Es sind sachlich zwei verschiedene Ministerien gewesen. Richtig ist, dass Dmitri Ustinow seit 1976 Verteidigungsminister war.

Beste Grüße
Detlev
 
merkuria Am: 30.07.2018 18:15:47 Gelesen: 10681# 212 @  
@ Detlev0405 [#211]

Hallo Detlev,

besten Dank für Deinen Hinweis. Das habe ich tatsächlich nicht gewusst. Ich nahm immer an, dass "Volkskommissar für Rüstung" früher ein anderer Titel für Verteidigungsminister gewesen sei. Dann war das Volkskommissariat für Rüstung wohl eine Art Ministerium, dass sich mit der Beschaffung und Produktion von Rüstungsgütern befasste? Man lernt doch nie aus.

schöne Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Detlev0405 Am: 30.07.2018 20:30:22 Gelesen: 10661# 213 @  
@ merkuria [#212]

Hallo Jacques,

richtig, das Volkskommissariat für Rüstung beschäftigte sich ausschließlich mit der Herstellung von Rüstungsgütern aller Art in der Sowjetunion. Die Bezeichnung Volkskommissariat ist eine Relikt aus der Entstehungszeit und wurde mit den Verwaltungsreformen nach dem 2. Weltkrieg im Zuge des Überganges zur Friedensproduktion nach 1945 auch neu organisiert. Innerhalb dieses Bereiches war auch die gesamte Forschung und Entwicklung von Rüstungsgütern untergebracht - ein absolut geschlossener Zirkel, dem ganze Städte und Regionen als verbotene Zonen unterstellt waren.

Beste Grüße
Detlev
 
merkuria Am: 14.08.2018 00:07:20 Gelesen: 8567# 214 @  
Charles Delestraint (1879-1945) [1] war ein französischer Brigadegeneral und führendes Mitglied des französischen Widerstandes während des 2. Weltkriegs. Nach Abschluss der Militärakademie 1897 übernahm er zu Beginn des 1. Weltkriegs ein Kommando als Hauptmann, geriet aber im August bereits in Gefangenschaft in der er bis Kriegsende verblieb. Nach Kriegsende befasste er sich mit dem Aufbau der französischen Panzerverbände und wurde 1936 im Range eines Brigadegenerals pensioniert. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er zurückberufen und kommandierte die Kampffahrzeuge der 7. Armee. Nach dem Waffenstillstand von 1940 wandte er sich an seinen alten Freund General de Gaulle und begann für diesen den Aufbau des Widerstands zu organisieren. 1943 wurde er von den Deutschen verhaftet und 1945 im Konzentrationslager Dachau hingerichtet.



Frankreich ehrte General Delestraint am 16. Oktober 1971 mit einer Sonderzuschlagsausgabe (Mi Nr. 1769).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Delestraint
 
merkuria Am: 20.09.2018 14:26:13 Gelesen: 4132# 215 @  
Chorloogiin Tschoibalsan [1] (1895-1952) war ein mongolischer Feldmarschall. Nach der Annektierung der Mongolei 1924 durch die Sowjetunion erstellte diese eine Marionettenregierung. Tschoibalsan wurde durch die Sowjets sowohl als Staatspräsident sowie als Regierungschef eingesetzt. Nach seiner militärischen Ausbildung in Moskau widmete er sich dem Aufbau der mongolischen Volksarmee. Militärisch machte er sich 1939 einen Namen im Japanisch-Sowjetischen Grenzkonflikt. Zusammen mit den sowjetischen Truppen unter Marschall Schukow befehligte er die Mongolischen Truppen, welche zusammen ein Vordringen der japanischen Besatzer auf das Gebiet der Sowjetunion und der Mongolei verhinderten. Tschoibalsan verstarb 1952 in Moskau an den Folgen von Nierenkrebs.



Am 1. Mai 1945 würdigte die Mongolische Volksrepublik den 50. Geburtstag von Tschoibalsan mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 67).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chorloogiin_Tschoibalsan
 
merkuria Am: 26.09.2018 14:05:38 Gelesen: 2088# 216 @  
Peter Wessel (Tordenskiold [1] (1690-1720) war ein dänisch-norwegischer Marineoffizier. Er erwarb sich seine Verdienste besonders durch sein eigenwilliges Vorgehen und seinen Wagemut während dem Grossen Nordischen Krieg (1700-1721). Seine Erfolge erbrachten ihm den Titel eines Admirals und 1716 wurde er unter dem Namen Tordenskiold (dt. = Donnerschild) sogar geadelt. Tordenskiold verstarb im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen eines Duells während einer Reise durch das Kurfürstentum Hannover.



Norwegen zeigt uns Tordenskiold bereits am 15. April 1947 innerhalb einer Sonderausgabe 300 Jahre Norwegische Post (Mi Nr. 325).



Am 14. Juni 1990 ehrte Norwegen seinen grossen Sohn mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 300. Geburtstags (Mi Nr. 1048).



Am 5. Oktober 1990 verausgabte Dänemark eine Sonderausgabe anlässlich des 300. Geburtstags von Tordenskiold (Mi Nr. 990).

Das Gemälde des dänischen Malers Otto Bache zeigt Tordenskiold 1719 bei der Einnahme der schwedischen Festungsstadt Marstrand. Gemäss Überlieferung soll er dort zum Wohnhaus des kommandierenden Oberst Danckwardt gegangen sein und ihn mit den Worten "Warum zum Teufel zögerst du? Hast du nicht bemerkt, dass deine Zeit abgelaufen ist?" zur sofortigen Kapitulation aufgefordert haben.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Wessel_Tordenskiold
 
wajdz Am: 03.10.2018 21:29:02 Gelesen: 1361# 217 @  
@ merkuria [#134]

75. Jahrestag der Schlacht um Warschau 1920

Polen MiNr 3552, • 1995-08-14



Der polnische Befehlshaber: Józef Piłsudski

Für uns Nachgeborene ging der erste Weltkrieg im November 1918 zu Ende, also vor fast 100 Jahren. Das im Osten weiter die Völker aufeinander schlugen und es im August 1920 bei Warschau zu einer entscheidenden Schlacht zwischen der Polnischen Armee unter ihrem Oberbefehlshaber Józef Piłsudski und der Roten Armee der Sowjets unter Michail Tuchatschewski kam, stand vermutlich damals in allen Zeitungen, gehört aber nicht mehr zum Allgemeinwissen.

Durch den Sieg in der später oft als das Wunder an der Weichsel, polnisch Cud nad Wisłą bezeichneten Schlacht konnte die Ostgrenze Polens weit nach Osten vorgeschoben und im Friedensvertrag von Riga die Unabhängigkeit Polens gesichert werden.

Das klärt vielleicht auch die Frage, warum sich, beschlossen im Hitler-Stalinpakt, die beiden Diktatoren Polen je zur Hälfte einverleibten.

MfG Jürgen -wajdz-
 

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