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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 237 Beiträge:
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Detlev0405 Am: 30.07.2018 20:30:22 Gelesen: 29702# 213 @  
@ merkuria [#212]

Hallo Jacques,

richtig, das Volkskommissariat für Rüstung beschäftigte sich ausschließlich mit der Herstellung von Rüstungsgütern aller Art in der Sowjetunion. Die Bezeichnung Volkskommissariat ist eine Relikt aus der Entstehungszeit und wurde mit den Verwaltungsreformen nach dem 2. Weltkrieg im Zuge des Überganges zur Friedensproduktion nach 1945 auch neu organisiert. Innerhalb dieses Bereiches war auch die gesamte Forschung und Entwicklung von Rüstungsgütern untergebracht - ein absolut geschlossener Zirkel, dem ganze Städte und Regionen als verbotene Zonen unterstellt waren.

Beste Grüße
Detlev
 
merkuria Am: 14.08.2018 00:07:20 Gelesen: 27608# 214 @  
Charles Delestraint (1879-1945) [1] war ein französischer Brigadegeneral und führendes Mitglied des französischen Widerstandes während des 2. Weltkriegs. Nach Abschluss der Militärakademie 1897 übernahm er zu Beginn des 1. Weltkriegs ein Kommando als Hauptmann, geriet aber im August bereits in Gefangenschaft in der er bis Kriegsende verblieb. Nach Kriegsende befasste er sich mit dem Aufbau der französischen Panzerverbände und wurde 1936 im Range eines Brigadegenerals pensioniert. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er zurückberufen und kommandierte die Kampffahrzeuge der 7. Armee. Nach dem Waffenstillstand von 1940 wandte er sich an seinen alten Freund General de Gaulle und begann für diesen den Aufbau des Widerstands zu organisieren. 1943 wurde er von den Deutschen verhaftet und 1945 im Konzentrationslager Dachau hingerichtet.



Frankreich ehrte General Delestraint am 16. Oktober 1971 mit einer Sonderzuschlagsausgabe (Mi Nr. 1769).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Delestraint
 
merkuria Am: 20.09.2018 14:26:13 Gelesen: 23173# 215 @  
Chorloogiin Tschoibalsan [1] (1895-1952) war ein mongolischer Feldmarschall. Nach der Annektierung der Mongolei 1924 durch die Sowjetunion erstellte diese eine Marionettenregierung. Tschoibalsan wurde durch die Sowjets sowohl als Staatspräsident sowie als Regierungschef eingesetzt. Nach seiner militärischen Ausbildung in Moskau widmete er sich dem Aufbau der mongolischen Volksarmee. Militärisch machte er sich 1939 einen Namen im Japanisch-Sowjetischen Grenzkonflikt. Zusammen mit den sowjetischen Truppen unter Marschall Schukow befehligte er die Mongolischen Truppen, welche zusammen ein Vordringen der japanischen Besatzer auf das Gebiet der Sowjetunion und der Mongolei verhinderten. Tschoibalsan verstarb 1952 in Moskau an den Folgen von Nierenkrebs.



Am 1. Mai 1945 würdigte die Mongolische Volksrepublik den 50. Geburtstag von Tschoibalsan mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 67).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chorloogiin_Tschoibalsan
 
merkuria Am: 26.09.2018 14:05:38 Gelesen: 21129# 216 @  
Peter Wessel (Tordenskiold [1] (1690-1720) war ein dänisch-norwegischer Marineoffizier. Er erwarb sich seine Verdienste besonders durch sein eigenwilliges Vorgehen und seinen Wagemut während dem Grossen Nordischen Krieg (1700-1721). Seine Erfolge erbrachten ihm den Titel eines Admirals und 1716 wurde er unter dem Namen Tordenskiold (dt. = Donnerschild) sogar geadelt. Tordenskiold verstarb im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen eines Duells während einer Reise durch das Kurfürstentum Hannover.



Norwegen zeigt uns Tordenskiold bereits am 15. April 1947 innerhalb einer Sonderausgabe 300 Jahre Norwegische Post (Mi Nr. 325).



Am 14. Juni 1990 ehrte Norwegen seinen grossen Sohn mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 300. Geburtstags (Mi Nr. 1048).



Am 5. Oktober 1990 verausgabte Dänemark eine Sonderausgabe anlässlich des 300. Geburtstags von Tordenskiold (Mi Nr. 990).

Das Gemälde des dänischen Malers Otto Bache zeigt Tordenskiold 1719 bei der Einnahme der schwedischen Festungsstadt Marstrand. Gemäss Überlieferung soll er dort zum Wohnhaus des kommandierenden Oberst Danckwardt gegangen sein und ihn mit den Worten "Warum zum Teufel zögerst du? Hast du nicht bemerkt, dass deine Zeit abgelaufen ist?" zur sofortigen Kapitulation aufgefordert haben.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Wessel_Tordenskiold
 
wajdz Am: 03.10.2018 21:29:02 Gelesen: 20402# 217 @  
@ merkuria [#134]

75. Jahrestag der Schlacht um Warschau 1920

Polen MiNr 3552, • 1995-08-14



Der polnische Befehlshaber: Józef Piłsudski

Für uns Nachgeborene ging der erste Weltkrieg im November 1918 zu Ende, also vor fast 100 Jahren. Das im Osten weiter die Völker aufeinander schlugen und es im August 1920 bei Warschau zu einer entscheidenden Schlacht zwischen der Polnischen Armee unter ihrem Oberbefehlshaber Józef Piłsudski und der Roten Armee der Sowjets unter Michail Tuchatschewski kam, stand vermutlich damals in allen Zeitungen, gehört aber nicht mehr zum Allgemeinwissen.

Durch den Sieg in der später oft als das Wunder an der Weichsel, polnisch Cud nad Wisłą bezeichneten Schlacht konnte die Ostgrenze Polens weit nach Osten vorgeschoben und im Friedensvertrag von Riga die Unabhängigkeit Polens gesichert werden.

Das klärt vielleicht auch die Frage, warum sich, beschlossen im Hitler-Stalinpakt, die beiden Diktatoren Polen je zur Hälfte einverleibten.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 16.10.2018 08:52:00 Gelesen: 19009# 218 @  
Malik Nur Khan [1] (1923-2011) war ein pakistanischer Luftmarschall und späterer Politiker des Landes. Nach Absolvierung des Rashtriya Indian Military College erlernte er das Fliegen und wurde 1940 in die Royal Indian Air Force aufgenommen. Nach einer Ausbildung in Grossbritannien absolvierte er 1945 seinen ersten militärischen Lufteinsatz gegen die Japaner in Burma.

Nach dem Krieg war er massgebend am Aufbau der neu gegründeten pakistanischen Luftwaffe beteiligt. Zwischen 1959 und 1965 war er Präsident der Pakistan International Airlines PIA, welche er zu einem profitablen Luftfahrtunternehmen umbaute. Nach seiner erfolgreichen Teilnahme am indisch-pakistanischen Krieg von 1965 war er auch kurze Zeit Oberbefehlshaber der pakistanischen Luftwaffe. 1969 zog sich Nur Khan aus der Armee zurück und ging in die Politik. Im gleichen Jahr wurde er zum Minister für Kommunikation, Gesundheit, Arbeit und Forschung ernannt. 1970 kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit dem amtierenden Staatschef Yahya Khan, was zur Absetzung von Nur Khan führte. 1985 wurde er zum Parlamentsabgeordneten gewählt und gründete 1987 die Pakistanische Volkspartei. 1988 zog er sich ins Privatleben zurück.



Am 22. Februar 2012 ehrte Pakistan Nur Khan mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 1. Todestages (Mi Nr. 1388).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Malik_Nur_Khan
 
merkuria Am: 31.10.2018 07:17:11 Gelesen: 17358# 219 @  
David Glasgow Farragut (1801-1870) [1] war der erste Admiral der US-Amerikanischen Marine. Als Sohn eines spanischen Einwanderers diente Farragut bereits im Alter von 9 Jahren in der US-Navy. Obwohl gebürtiger Südstaatler stellte er sich im amerikanischen Bürgerkrieg auf die Seite der Nordstaaten (Unionisten). Hier erwarb er sich grosse Verdienste bei der Eroberung von Festungen und Städten der Südstaatler. Nach dem Bürgerkrieg besuchte er als amerikanischer Abgesandter 1867/1868 mit seinem Schiff „Franklin“ mehrere europäische Städte.



Die USA ehrten Farragut bereits am 5. Juni 1903 auf der 1$ Freimarkenausgabe (Mi Nr. 149).



Am 8. Juni 2018 ehrte auch Spanien den Admiral mit einer Sonderausgabe anlässlich des 150. Jahrestags seines Besuchs in Spanien von 1868.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/David_Glasgow_Farragut
 
wajdz Am: 13.11.2018 17:55:35 Gelesen: 15737# 220 @  
Francisco Pizarro González (* um 1476 in Trujillo in Spanien , † am 26. Juni 1541 in Ciudad de los Reyes -heute Lima- in Peru) war ein spanischer Konquistador, Eroberer und Entdecker, der mehrere Expeditionen nach Süd- und Mittelamerika durchführte und mit nicht einmal 200 Mann das Inka-Reich in Peru eroberte (1531).

Peru MiNr 289, 1934-11-05



Der als Geisel genommene König der Inka, Atahualpa, wurde ermordet und der als Lösegeld erpresste Gold- und Silberschmuck eingeschmolzen. Cuzco, die Hauptstadt der Inka, wurde eingenommen und in der Folge die Inkakultur ausgelöscht. Viele Indios starben durch die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten wie Masern, Pocken oder Grippe. Die Spanier setzten die Inka auch als billige Arbeitskräfte in den Gold- und Silberminen ein, wobei viele ihr Leben ließen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 03.12.2018 09:32:04 Gelesen: 13950# 221 @  
Robert Blake [1] (1598-1657) war ein britischer Admiral. Blake zeichnete sich während des englischen Bürgerkriegs als Befehlshaber eines von ihm selbst geworbenen republikanischen Regiments aus und wurde dafür 1649 von Oliver Cromwell zum Flottenkommandanten ernannt. Obwohl er über keinerlei Erfahrung in der Seefahrt verfügte, hatte er einige Erfolge im Ersten Englisch-Niederländischen Seekrieg vorzuweisen, unter anderem 1653 einen Sieg über den holländischen Admiral Maarten Tromp [#137] in der Seeschlacht bei Portland. 1657 erlangte er einen glänzenden Sieg über die spanische Flotte in der Seeschlacht von Santa Cruz. Blake starb im gleichen Jahr an den Folgen einer früheren Kriegsverletzung und wurde in der Westminster Abbey beigesetzt. Nach der Restaurierung der Monarchie wurde Blakes Leichnam auf Anweisung von König Karl II. exhumiert und in einem Massengrab verscharrt.



Grossbritannien ehrte Admiral Blake am 16. Juni 1982 innerhalb einer Sonderausgabe mit berühmten britischen Seefahrern und ihren Schiffen (Mi Nr. 919).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Blake_(Admiral)
 
merkuria Am: 18.12.2018 08:53:23 Gelesen: 12614# 222 @  
Spartacus (111 - 71 v. Chr.) [1], war ein römischer Sklave, Gladiator und Aufständischen-Heerführer. Historische Bedeutung erlangte er als Anführer eines nach ihm benannten Sklavenaufstandes im Römischen Reich. Als Anführer der aufständischen Sklaven im dritten Sklavenkrieg (73–71 v. Chr., auch Gladiatorenkrieg oder Spartacus-Aufstand genannt) erzielte er mit seinem Sklavenheer zahlreiche militärische Erfolge gegen die römischen Legionen. Nach mehreren erfolgreichen Schlachten bei der ganze römische Heere bis 10‘000 Mann vernichtet wurden, kam es 71 v.Chr zur letzten Schlacht von Lukanien bei der die gesamte Rebellenarmee aufgerieben wurde und Spartacus auch sein Leben verlor.

Spartacus war auch Namensgeber und Vorbild des Deutschen Spartakusbundes [2] , welcher eine Vereinigung von marxistischen Sozialisten in Deutschland war, die während des Ersten Weltkriegs am Ziel einer internationalen Revolution des Proletariats festhielt um Kapitalismus, Imperialismus und Militarismus weltweit zu stürzen.

Da von Spartacus keine historisch verbrieften Abbildungen existieren, wird zur Illustration seiner Person gerne auf das Abbild des überzeugenden Spartacus-Filmdarstellers Kirk Douglas zurückgegriffen.



Die Republik Mali verausgabte am 23. Mai 1994 eine Sonderausgabe zu Ehren von Kirk Douglas, die ihn in der Rolle des Spartacus zeigt (Mi Nr. 1238).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Spartacus
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusbund
 
wajdz Am: 27.12.2018 23:06:28 Gelesen: 12109# 223 @  
Johann Hunyadi -ungarisch Hunyadi János- (* 1387 oder 1407, † 11. August 1456) nimmt unter den für die Christenheit gegen das osmanische Reich kämpfenden Staatsmännern und Heeresführern einen hervorragenden Platz ein. 1441 siegte er über die Türken bei Smederevo. 1442 vernichtete er ein türkisches Heer bei Hermannstadt, wohin er sich hatte zurückziehen müssen. Im Juli bezwang er bei der Donauklamm eine dritte türkische Armee.

Ungarn MiNr 5103, 2006-05-09



1455 befestigte Hunyadi das strategisch bedeutsame Belgrad (damals Nándorfehérvár) , das von Mehmed II. als vormaligen Teil des seit 1455 unterworfenen Serbiens beansprucht wurde. Die Belagerung 1456 scheiterte. Am 21. Juli verfolgte Hunyadi die verwirrten Türken bis in ihr Lager, das er nach einem verzweifelten und heftigen Zusammenstoß einnahm. Der verwundete osmanische Heerführer mußte den fluchtartigen Rückzug der geschlagenen Armee anordnen. Damit war die Unabhängigkeit Ungarns für weitere siebzig Jahre sichergestellt. Die Magyaren mussten für diesen krönenden Sieg allerdings teuer bezahlen. Hunyadi starb in seinem Lager drei Wochen später an der Pest (11. August 1456).

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 30.12.2018 00:23:02 Gelesen: 11906# 224 @  
Christian Frederik von Schalburg (1906-1942) [1] war Führer der dänischen Freiwilligen in der Waffen-SS. In Sibirien als Sohn eines dänischen Vaters und einer russischen Mutter geboren, floh die Familie 1917 nach der Oktoberrevolution nach Dänemark. Hier wurde von Schalburg Offizier im dänischen Leibgarderegiment. Als Freiwilliger kämpfte er als Hauptmann im finnischen Winterkrieg 1939–1940 gegen die Rote Armee. Nach seiner Rückkehr meldete er sich zur Waffen-SS, wo er in der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ diente. 1942 übernahm er das SS-Regiment Nordland (Freikorps Danmark) im Range eines Sturmbannführers (= Major). Von Schalburg fiel am 2. Juni 1942 im Verlauf der Schlacht um Demjansk.



Anfang September 1943 verausgabte die Dänische Legion diese Spenden-Vignette um sich die Mittel für eine Gedenkstätte zu Ehren Frederik von Schalburgs zu beschaffen. Wie selten diese Vignetten sind, zeigt das Ergebnis einer Cherrystone-Auktion vom Juli 2013: für einen komplett erhaltenen 10er Bogen wurden 13‘800 US$ + Aufgeld bezahlt!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Frederik_von_Schalburg
 
merkuria Am: 02.01.2019 09:03:38 Gelesen: 11690# 225 @  
Michel Ney [1] (1769-1815) war ein französischer Marschall im Dienste Napoleons. Zu Beginn der französischen Revolution hatte er den Grad eines Hauptmanns inne. 1796 zum Brigadegeneral befördert, zeichnete er sich während den napoleonischen Kriegen auf verschiedenen Schlachtfeldern aus, sodass er 1799 zum Divisionsgeneral avancierte. Anlässlich der Kaiserkrönung von Napoleon erhielt er 1805 wurde ihm der Titel eines Marschalls verliehen. Nach der Niederlage der kaiserlichen Armeen und der Einnahme von Paris durch den Kriegsgegner, drängte er Napoleon I. zur Abdankung. König Ludwig XVIII. verlieh ihm 1814 den höchsten Adelstitel Frankreichs, den Pair de France. Bei der Rückkehr Napoleons aus Elba schlug er sich 1815 erneut an dessen Seite. Nach dem Scheitern einer erneuten Machtergreifung Napoleons wurde Ney verhaftet und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Er starb am 7. Dezember 1815 durch ein Exekutionskommando, dem er selbst den Befehl zum Feuern gab!



Belgien ehrte Ney am 1. Juni 2015 mit einer Sonderausgabe zum 200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo (Mi Nr. 4581)



Der im damals französischen Saarlouis (Saarland) geborene Ney wurde 1947 innerhalb der ersten Freimarken des Saarlandes auf der 84 Pf Wertstufe geehrt (Mi Nr. 224). Gezeigt wird das Ney-Denkmal in Saarlouis.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Ney
 
merkuria Am: 11.01.2019 10:26:13 Gelesen: 11074# 226 @  
Ahmad Schah Massoud [1] (1953-2001) war der militärische Anführer des afghanischen Widerstands gegen die Besatzungstruppen der Sowjetunion. Seine Guerilla-Taktik und sein militärisches Können führten zu massiven Niederlagen der sowjetischen Truppen, was ihm den legendären Namen „Löwe von Pandjschir“ einbrachte. Nach dem Abzug der Sowjetarmee wurde Massoud zum Verteidigungsminister der neu gebildeten Regierung des Landes ernannt.

Im anschliessend aufflammenden Bürgerkrieg um die Macht in Afghanistan, kämpfte Massoud erbittert gegen verschiedene Milizenführer sowie gegen die Taliban, welche mittlerweile einen Staat im Staat errichtet hatten. Massoud wurde vom Westen als Hoffnungsträger für ein befriedetes Afghanistan angesehen. Im Frühling 2001 wurde er vom Europäischen Parlament nach Brüssel eingeladen, wo er die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe für die Menschen Afghanistans bat.

Am 9. September 2001 zündeten zwei Selbstmordattentäter der al-Qaida, die sich als belgische Journalisten ausgegeben hatten, während eines Interviews mit Massoud eine Bombe, die sie in ihrer Videokamera versteckt hatten. Massoud starb wenig später an seinen Verletzungen.



Afghanistan ehrte Massoud am 8. Mai 2002 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 1. Todestags (Mi Nr. 1965).

Auch Frankreich ehrte Massoud am 9. September 2003 mit einer Sonderausgabe anlässlich seines 50. Geburtstags (Mi Nr. 3736).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud
 
merkuria Am: 20.01.2019 00:03:24 Gelesen: 10399# 227 @  
Damdiny Süchbaatar (1893-1923, auch Suche-Bator genannt) [1] war ein mongolischer Heerführer und gilt als einer der Gründungsväter der Mongolischen Volksrepublik. Süchbaatar trat 1912 als einer der ersten Rekruten in die neu gegründete mongolische Armee ein. Nach seiner Entlassung im Offiziersrang schloss er sich im Herbst 1918 einer sowjetisch-revolutionären Gruppe an und wurde bald deren Anführer. Im darauffolgenden Jahr vereinte Süchbaatar seine Truppen mit denjenigen von Tschoibalsan (siehe Beitrag [#215]). Zusammen gründeten sie mit sowjetischer Unterstützung die Mongolische Revolutionäre Volksarmee mit Süchbaatar als Oberbefehlshaber. Ihre Truppen umfassten gerade mal eine Stärke von 400 Mann (!). Mit Unterstützung von über 10‘000 russischen Rotarmisten marschierten sie 1922 in die Äußere Mongolei ein und besetzten innerhalb kurzer Zeit die Hauptstadt Urga (heute Ulaanbaatar). Die Sowjetunion etablierte daraufhin die Mongolische Revolutionäre Volkspartei als Regierungspartei und gründete die Mongolische Volksrepublik. Süchbaatar verstarb 1923. Es wird vermutet, dass er vergiftet wurde.



Am 10. Juli 1932 verausgabte die Mongolei eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 46-58). Auf der 40 Mung Wertstufe wird der Nationalheld Süchbaatar gezeigt (Mi Nr. 53).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Damdiny_S%C3%BCchbaatar
 
merkuria Am: 09.02.2019 00:26:31 Gelesen: 8746# 228 @  
Hovhannes Baghramjan (1897-1982) [1] war ein sowjetischer Marschall mit armenischen Wurzeln. Nach einem 2-jährigen freiwilligen Einsatz in der kaiserlichen russischen Armee trat er 1920 in die Rote Armee ein und beteiligte sich an deren Seite am russischen Bürgerkrieg sowie Kämpfen gegen die Türkei. Bis zum Kriegsbeginn mit Deutschland 1941 war Baghramjan in vielen Stabsstellen tätig, mit denen er bis zum Generalmajor aufstieg. Während des Krieges diente er unter namhaften Marschällen wie Schukow [#8] und erwarb sich viel Ruhm in bekannten Schlachten in Südrussland sowie im baltischen Raum. 1943 zum Armeegeneral befördert, war er nach Kriegsende Befehlshaber des baltischen Militärbezirkes und kommandierte Operationen gegen nationalistische Partisanen in Litauen und Lettland. 1955 erhielt er den Rang eines Marschalls und wurde zum stellvertretenden Verteidigungsminister berufen. Bis zu seinem Ruhestand 1968 war er u.a. auch Oberbefehlshaber der Reserve-Truppen der sowjetischen Streitkräfte.



Am 2. Dezember 1987 verausgabte die Sowjetunion eine Sonderausgabe anlässlich des 90. Geburtstages von Marschall Baghramjan (Mi Nr. 5778).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hovhannes_Baghramjan
 
merkuria Am: 24.02.2019 00:04:59 Gelesen: 7538# 229 @  
Michail Wassiljewitsch Frunse (1885-1925) [1] war ein sowjetischer Heerführer während des russischen Bürgerkrieges. Schon als Student am St. Petersburger Polytechnischen Institut entfaltete er erste revolutionäre Aktivitäten: Seine Rolle als einer der führenden Köpfe während des Textilarbeiterstreiks in Iwanowo zur Zeit der 1. Russischen Revolution von 1905 brachten ihm eine Verurteilung zu lebenslanger Zwangsarbeit ein. Nach zehn Jahren in Sibirien gelang ihm 1915 jedoch die Flucht.

Während der Februarrevolution 1917 war Frunse Anführer der Bolschewiki in Minsk, danach stand er an der Spitze des Sowjets von Weißrussland. Nach dem Beginn der Oktoberrevolution eroberte er mit 2.000 Kämpfern Moskau. Zwischen 1918 und 1921 wurde er in immer verantwortungsvollere Stellungen in der Roten Armee befördert und trug wesentlich zum Sieg gegen die weissrussischen Armeen bei. Von Januar 1925 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger Trotzkis Volkskommissar für Armee und Marine sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrats, also Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte.

Mitte der 20er Jahre geriet er im innerkommunistischen Machtkampf in Opposition zu Stalin. Am 31. Oktober 1925 verstarb Frunse während einer Magenoperation. Bis heute halten sich hartnäckige Gerüchte, die von einer durch Stalin angeordneten Ermordung Frunse’s ausgehen.



Am 5. November 1935 verausgabte die Sowjetunion die erste Sonderausgabe für Frunse, anlässlich seines 10. Todestags (Mi Nr. 539).



Zwischen 1935 und 1985 wurde Frunse mehrmals philatelistisch geehrt, wie mit dieser Ausgabe vom 31. Oktober 1950 zum 25. Todestag (Mi Nr. 1511)



Am 2. Februar 1985 verausgabte die Sowjetunion eine letzte Sonderausgabe für Frunse, anlässlich seines 100. Geburtstages (Mi Nr. 5470).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Wassiljewitsch_Frunse
 
merkuria Am: 07.03.2019 22:09:03 Gelesen: 6617# 230 @  
Theodoros Kolokotronis (1770-1843) [1] war ein griechischer Freiheitskämpfer, Partisanenführer und Generalfeldmarschall während der Revolution von 1821.

Seine ersten militärischen Erfahrungen sammelte er während des russisch-türkischen Krieges, wo er er sich auf russischen Kriegsschiffen verdingte. Später meldete er sich zum Militärdienst bei der englischen Verwaltung auf den Ionischen Inseln, wo er eine solide militärische Ausbildung absolvierte, die ihn bis zum Rang eines Majors brachte.

Mit diesen Fähigkeiten avancierte er nach dem Ausbruch des Befreiungskrieges am 25. März 1821 schnell zum Oberkommandierenden der Befreiungsarmee für den Peloponnes. Allein der Sieg in der berühmten Schlacht von Dervenakia, bei der Kolokotronis’ Truppen, die deutlich in der Unterzahl waren, 30.000 Türken getötet haben sollen, machte den Heerführer zur Legende des griechischen Befreiungskrieges. Kolokotronis schwebte eine Art Volksdemokratie für das befreite Griechenland vor - anstelle einer von außen gesteuerten Monarchie. Dies führte zu Konflikten mit dem nun die Macht ergreifenden König Otto II. Nur seine militärischen Erfolge und die damit erworbene Popularität im Volk verhinderten, dass der vom König als Verräter zum Tod verurteilte Kolokotronis nicht hingerichtet wurde. Nach einem Jahr Festungshaft wurde er 1835 begnadigt und verbrachte sein Leben bis zu seinem Tode 1843 in Freiheit.



Griechenland verausgabte am 1. April 1930 eine Sonderausgabe anlässlich seiner 100-jährigen Unabhängigkeit (Mi Nr. 327-344). Auf der 1 Drachme Wertstufe wird Kolokotronis geehrt (Mi Nr. 332).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Theodoros_Kolokotronis
 
wajdz Am: 24.03.2019 23:31:42 Gelesen: 5688# 231 @  
@ wajdz [#84]

Mit dem Überraschungsangriff deutscher Truppen am 16. Dezember 1944 im Mittelgebirge der Ardennen begann die "Ardennen-Offensive“. Am 9. Januar 1945 nahmen die US Truppen, befehligt von General Patton die Stadt Bastogne im Süd-Osten ein. Die Kämpfe im Winter 1944/45 gehören zu den blutigsten und aufwendigsten Schlachten an der Westfront. Die deutschen Truppen wurden hinter ihre Ausgangsstellungen zurückgedrängt, Vianden wurde als letzter Ort des Großherzogtums Luxemburg am 12. Februar 1945 befreit.

Luxemburg MiNr 424, 1947-10-24



George Smith Patton jr. (* 11. November 1885 in San Gabriel, Kalifornien; † 21. Dezember 1945 nach einem Autounfall am 9. Dez 1945 in Heidelberg)

Auf eigenen Wunsch wurde er auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Luxembourg American Cemetery and Memorial bei Hamm in Luxemburg inmitten der Soldaten „seiner“ 3. US-Armee beigesetzt

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 27.03.2019 00:00:55 Gelesen: 5628# 232 @  
Fedor von Bock (1880-1945) [1] war ein deutscher Generalfeldmarschall während des 2. Weltkriegs. Fedor von Bock war der Sohn des preußischen Generalmajors Moritz Albert von Bock.

Nach Absolvierung verschiedener Militärschulen wurde von Bock 1911 in den Grossen Generalstab berufen, wo er 1912 zum Hauptmann befördert wurde. Während des 1. Weltkriegs diente er vorwiegend als Stabsoffizier. Nach dem 1. Weltkrieg nahm er weitere Stabsstellen wahr und wurde 1920 zum Oberstleutnant befördert. Nach weiterer, langjähriger Stabsarbeit begann 1924 seine Tätigkeit als aktiver Truppenführer.

1935 wurde er zum General der Infanterie befördert, in dessen Funktion er 1939 zum Oberbefehlshaber der neu gebildeten Heeresgruppe Nord benannt wurde. In dieser Funktion nahm er auch am Polenfeldzug teil, anschliessend befehligte er die Angriffe auf Belgien und die Niederlande. Nach dem Einmarsch in Paris nahm er am 14. Juni 1940 die Parade der deutschen Truppen am Arc de Triomphe ab. Im gleichen Jahr wurde von Bock mit der Vorbereitung der ihm unterstellten Truppen auf den Angriff auf die Sowjetunion beauftragt.

Nach mehreren Auseinandersetzungen mit Hitler wurde er 1942 seines Amtes als Befehlshaber der Heeresgruppe B enthoben. Er lebte in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges zurückgezogen in Bayern. Sein Neffe Henning von Tresckow versuchte mehrmals vergeblich, ihn für den militärischen Widerstand gegen Hitler zu gewinnen, er verurteilte jedoch das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 als Verbrechen. Am 3. Mai 1945 wurde von Bock bei einem englischen Tieffliegerangriff schwer verwundet und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen.



2016 verausgabte die afrikanische Republik Guinea eine Sonderausgabe zum 75. Jahrestag der Schlacht um Moskau. Dabei ist einer der vier Werte Feldmarschall von Bock gewidmet.

Seit der letzten Auflistung vom 26. Dezember 2017 [#187] sind wir nun bei 232 Beiträgen angelangt und konnten bisher über 200 Persönlichkeiten vorstellen. Also wieder einmal Zeit, die alphabetisch nach Ländern erstellten Übersichtslisten zu aktualisieren:





Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fedor_von_Bock
 
merkuria Am: 08.04.2019 08:31:15 Gelesen: 4760# 233 @  
Pawel Stepanowitsch Nachimow, russisch Павел Степанович Нахимов (1802-1855) [1] war ein Admiral der Kaiserlich-Russischen Marine. 1818 bestand er sein Examen an der Marineakademie St. Petersburg und wurde im Rang eines Oberfähnriches der Baltischen Flotte der kaiserlichen Marine zugeteilt. 1827 nahm er an einer gemeinsamen Expedition der englischen, französischen und der russischen Marine gegen das Osmanische Reich im Mittelmeer teil. Während des Krimkrieges machte sich Nachimow unter anderem durch die Vernichtung der osmanischen Flotte in der Seeschlacht bei Sinope im Jahre 1853 verdient. Seine größte Leistung erzielte er aber als Oberbefehlshaber der verteidigenden Land- und Seestreitkräftebei der durch die Türken belagerten Stadt Sewastopol, dem Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte. 1855 wurde er bei einer Inspektion der vorgelagerten Verteidigungsanlagen des Forts Malakow von einem Scharfschützen tödlich verwundet.



Die Sowjetunion verausgabte am 9. September 1952 eine Sonderausgabe anlässlich des 150. Geburtstags von Admiral Nachimow (Mi Nr. 1642).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pawel_Stepanowitsch_Nachimow
 
merkuria Am: 26.04.2019 10:09:19 Gelesen: 3504# 234 @  
Günther Adolf Ferdinand von Kluge (1882-1944) [1] war ein deutscher Generalfeldmarschall während des 2. Weltkriegs. Im Ersten Weltkrieg war er als Hauptmann im Generalstab des XXI. Armee-Korps und kämpfte an der Westfront, wo er in der Schlacht um Verdun schwer verwundet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg führte von Kluge die 4. Armee im Polen- und Westfeldzug, im Deutsch-Sowjetischen Krieg ebenfalls die 4. Armee. 1941 wurde er als Nachfolger Fedor von Bocks [#231] zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte ernannt. Sein 1. Generalstabsoffizier Henning von Tresckow bemühte sich, von Kluge auf die Seite des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus zu ziehen. Obwohl er zunächst schwankte, verweigerte er sich einer Teilnahme am geplanten Umsturz. Am 7. Juli 1944 wurde er zum Oberbefehlshaber West ernannt und am 17. Juli desselben Jahres zusätzlich Oberbefehlshaber über die Heeresgruppe B. Hitler beauftragte von Kluge mit einem Gegenangriff auf die Alliierten in der Normandie, dem Unternehmen Lüttich, welches am 6. August 1944 eröffnet wurde. Schon in der Planungsphase gab es jedoch Differenzen mit Hitler. Nachdem von Kluges Verbände durch heftigen alliierten Widerstand zum Stehen kamen, drohte Hitler ihn des Kommandos zu entheben. Angesichts dieser hoffnungslosen Situation nahm sich von Kluge mit Zyankali das Leben und verstarb dabei in der Nähe von Verdun.



Die Republik Mali verausgabte 2015 eine Blockausgabe im Gedenken an die Panzerschlacht von Kursk. Dabei wird unter den beteiligten Befehlshabern u.a. auch von Kluge gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_von_Kluge
 
merkuria Am: 08.05.2019 08:47:32 Gelesen: 2636# 235 @  
Es freut mich natürlich besonders, dass ich den von Dir in Beitrag [#6] vorgestellten Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch (1881-1948) nun auch auf einer Briefmarke zeigen kann!



2014 verausgabte Togo eine Blockausgabe anlässlich des 75. Jahrestag des deutschen Einmarsches in Polen. Dabei werden Kommandeure beider Seiten gezeigt, darunter auch von Brauchitsch.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 20.05.2019 07:37:05 Gelesen: 1929# 236 @  
Aurél Stromfeld (1878 - 1927) [1] war ein Offizier der österreichisch-ungarischen Armee und nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie Generalstabschef der Roten Armee in der kurzlebigen Ungarischen Räterepublik.

Stromfeld war während des 1. Weltkriegs hauptsächlich als Stabschef verschiedener Armeekorps der östereichisch-ungarischen Armee tätig. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie erklärte die neue ungarische Regierung die Selbständigkeit Ungarns als Republik. Die Besetzung weiter Teile des einstigen Königreichs Ungarn durch fremde Truppen führten im Mai 1919 zum Sturz der Regierung und Bildung einer Räterepublik. Nach ihrem Amtsantritt verfügte diese die Aufstellung einer Roten Armee, welche die „Invasoren“ zurückschlagen sollte. Sie ernannte dazu Oberst Stromfeld zum Generalstabschef der gesamten Roten Armee. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der Mitte Mai 1919 eingeleitete ungarische Gegenangriff nicht nur zu einer Niederlage der Tschechen, sondern auch zur Eroberung weiter Teile von Nordostungarn führte.

Die Ententemächte forderten die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und den Rückzug der Roten Armee hinter die auf der Pariser Friedenskonferenz festgelegte Demarkationslinie. Die Räteregierung gab dieser Forderung nach, worauf Stromfeld aus Protest gegen diesen Entscheid am 1. Juli 1919 als Generalstabschef zurücktrat. Nach dem Untergang der Räterepublik Ende 1919 wurde er von der republikanischen Regierung verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Sein militärischer Rang, seine Pension und seine Auszeichnungen wurden ihm aberkannt. Nach seiner Freilassung wurde er gezwungen, als einfacher Arbeiter in einer Hutfabrik zu arbeiten.



Ungarn ehrte Stromfeld am 28. September 1952 innerhalb einer Sonderausgabe mit berühmten ungarischen Heerführern (Mi Nr. 1273).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Aur%C3%A9l_Stromfeld
 
merkuria Am: 10.06.2019 08:27:10 Gelesen: 507# 237 @  
Camilo Cienfuegos Gorriarán [1] (1932-1959) war neben Ernesto „Che“ Guevara, Fidel und Raúl Castro einer der führenden Revolutionäre und Guerillaführer der kubanischen Revolution. Im September 1956 schloss er sich den kubanischen Revolutionskräften unter Fidel Castro im mexikanischen Exil an. Nach kurzer Vorbereitungszeit gehörte Camilo Cienfuegos zur 82-köpfigen Invasionstruppe, die im Dezember 1956 per Schiff in Kuba landeten und den Kampf gegen das militärisch weit überlegene Batista-Regime aufnahmen. Cienfuegos führte am 2. Januar 1959 die ersten Kolonnen der Rebellenarmee in die Hauptstadt. Dabei entwaffnete er mit seinen 500 Guerillakämpfern die über 10.000 Soldaten im Hauptquartier Batistas in Havanna. Nach dem Sieg war er im Oberkommando der kubanischen Armee tätig sowie maßgeblich an der Agrarreform beteiligt.

Am 28. Oktober 1959, also weniger als ein Jahr nach der Machtübernahme, kam Cienfuegos bei einem Flugunfall auf dem Weg von Camagüey nach Havanna ums Leben. Seine Maschine, eine Cessna, wurde trotz rasch eingeleiteter Rettungsaktion nie gefunden. Es gibt verschiedene Mutmaßungen zu diesem Unfall, welcher bis zur Ermordung Cienfuegos innerhalb interner Machtkämpfe der Partei reichen.



Seit 1969 gedenkt Cuba alle fünf Jahre mit einer Gedenkmarke dem Verschwinden von Camilo Cienfuegos, hier die Ausgabe 1974 (Mi Nr. 2012)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Camilo_Cienfuegos
 

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