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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 311 Beiträge:
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mausbach1 Am: 25.09.2020 11:37:42 Gelesen: 33618# 287 @  
Niederlande



Ausgabe 01.07.1943 MiNr. 413

Johan (Jan) Evertsen [1] (01.02.1600 in Vlissingen - 05.08.1666 bei North Foreland) war ein niederländischer Vizeadmiral.

Glückauf!
Claus

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Evertsen
 
merkuria Am: 25.09.2020 11:58:41 Gelesen: 33614# 288 @  
@ mausbach1 [#287]

Der Herr wurde bereits in Beitrag [#132] vorgestellt!

Seit der letzten Auflistung vom 27. März 2019 [#232] sind wir nun bei 288 Beiträgen angelangt und konnten bisher über 240 Persönlichkeiten vorstellen.
Also wieder einmal Zeit, die alphabetisch nach Ländern erstellten Übersichtslisten zu aktualisieren:






Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
mausbach1 Am: 26.09.2020 08:13:53 Gelesen: 33598# 289 @  
@ merkuria [#288]

Pardon. :-(

Gruß
Claus
 
merkuria Am: 06.10.2020 08:54:23 Gelesen: 32911# 290 @  
Gottfried von Bouillon [1] oder französisch Godefroid de Bouillon (1060 - 1100) war ein Heerführer des ersten Kreuzzuges von 1096-1099. Besondere Verdienste erwarb er sich 1099 bei der Eroberung Jerusalems. Dafür sollte er der erste Regent des neu gegründeten Königreichs Jerusalem werden, lehnte allerdings die Königswürde ab. Mit dem Titel des advocatus sancti sepulchri („Beschützer des Heiligen Grabes“) trug er sowohl seiner Position eines weltlichen Herrschers als auch dem religiösen Charakter von Jerusalem Rechnung. Während seiner kurzen Regierungszeit von einem Jahr musste de Bouillon das neue Königreich gegen die bisherigen Herren, die Fatimiden aus Ägypten, verteidigen. Währendem die meisten Kreuzfahrer 1099 in ihre Heimat zurückkehrten, blieb Gottfried im Heiligen Land und betrieb bis zu seinem Tode im Juni 1100 die Ausdehnung seiner Macht.



Am 15. August 1946 ehrte Belgien de Bouillon innerhalb einer Wohltätigkeitsausgabe (Mi Nr. 771).



Eine Maximumkarte von 1947, gestempelt in Genappe, dem von Historikern vermuteten Geburtsort von de Bouillon.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_von_Bouillon
 
merkuria Am: 14.11.2020 08:54:33 Gelesen: 30075# 291 @  
Hernán Cortés [1] (1485 – 1547) war ein spanischer Eroberer und Heerführer. 1519 brach Cortés mit einer Flotte von 11 Schiffen sowie einer Mannschaft von 670 Mann Richtung Mittelamerika auf, um das Reich der Azteken auf dem heutigen Gebiet von Mexiko zu erobern. Dies gelang ihm auch mit Hilfe einzelner, untereinander verfeindeter Volksstämme. Cortés hatte viel eigenes Geld eingesetzt, um seine Entdeckungs- und Eroberungsreisen zu finanzieren und erbeutete dabei unschätzbare Werte an Gold für die spanische Krone. Im Februar 1544 erhob er Erstattungsansprüche beim königlichen Finanzministerium, wurde aber in den nächsten drei Jahren nur von einem Gericht an das nächste verwiesen. Enttäuscht entschied er sich 1547, nach Amerika zurückzukehren. Dazu kam es jedoch nicht mehr, Cortés erkrankte noch vor seiner Abreise und verstarb im Dezember 1547.



Am 15. Juni 1948 ehrte Spanien Cortés ein erstes Mal mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 953).



Am 22. April 2019 verausgabte Spanien eine Sonderausgabe anlässlich des 500. Jahrestags der Ankunft von Cortés in Mexiko und der Gründung der Stadt Veracruz (Mi Nr. 5346).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hern%C3%A1n_Cort%C3%A9s
 
merkuria Am: 02.12.2020 09:10:03 Gelesen: 28646# 292 @  
Hannibal [1] (247 – 183 v. Chr.) war ein Stratege und Heerführer aus der Handelsrepublik Karthago und galt als einer der größten Feldherren der Antike. Während des Zweiten Punischen Krieges (218–201 v. Chr.) fügte er dem Römischen Reich mehrere schwere Niederlagen zu. Berühmt wurde Hannibal mit seiner legendären Alpenüberquerung von 218 v.Chr [2]. Um einem römischen Angriff auf Spanien zuvorzukommen, überschritt er die Alpen mit wahrscheinlich mehr als 50‘000 Soldaten, 9‘000 Reitern und 37 Kriegselefanten über einen heute nicht mehr genau zu bestimmenden Pass. Nach dem Kriegsende mit Rom zog er sich nach Karthago zurück und versuchte sich erfolglos in der Politik. 191 v. Chr. zum Exil gezwungen lebte er fortan in Syrien und Griechenland. Auf Grund einer drohenden Auslieferung an seine ehemaligen Widersacher in Rom, nahm er sich 183 v. Chr. das Leben.



Am 14. November 1995 verausgabte Tunesien eine Sonderausgabe zu Ehren von Hannibal (Mi Nr. 1318). Die gleichzeitig ausgegebene Blockausgabe (Mi Block 26) zeigt die legendäre Alpenüberquerung Hannibals im Jahre 218 v.Chr.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hannibal
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hannibals_Alpen%C3%BCberquerung
 
Seku Am: 17.12.2020 20:42:35 Gelesen: 26996# 293 @  
@ merkuria [#158]

Guten Abend Jacques,

auf zwei Marken von 2010 ist Fidel Castro beim Verlassen von Lokomotiven zu sehen.



Mi.-Nr. 5338 und Block 272

Mit freundlichem Gruß

Günther
 
merkuria Am: 23.12.2020 09:53:37 Gelesen: 26595# 294 @  
Tjerk Hiddes de Fries (zu deutsch „der Friese“) [1] (1622-1666) war ein holländischer Admiral und Seeheld während der Nordischen Kriege gegen Schweden. Sein erstes Kommando führte er 1658 als Kapitän eines Truppentransporters. Während des zweiten englisch-niederländischen Krieges wurde Hiddes 1665 zum Vollkapitän ernannt. In der Schlacht von Lowestoft schaffte er es, sein Schiff als eines der wenigen aus der verlorenen Schlacht zu retten. Nach dieser Niederlage kritisierte er in einem Bericht seinen gefallenen Vorgesetzten heftig, worauf er zu dessen Nachfolger im Range eines Admirals befördert wurde. 1666 wurde Hiddes während einer viertägigen Schlacht gegen die Engländer schwer verwundet und erlag an seinem Geburtstag seinen Verletzungen.



Am 6. Juli 1943 verausgabte die Niederlande eine Freimarkenausgabe mit Symbolen sowie holländischen Seehelden (Mi Nr. 405-421). Auf der 25 Cents Wertstufe wird Admiral de Vries geehrt (Mi Nr. 419).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Tjerk_Hiddes_de_Vries
 
merkuria Am: 13.01.2021 09:40:40 Gelesen: 24435# 295 @  
Joaquim Marques Lisboa, Marquês de Tamandaré [1] (1807-1897) war ein brasilianischer Admiral. Seine militärische Laufbahn fand zwischen dem brasilianischen Unabhängigkeitskrieg (1822–1824) und dem Krieg mit Paraguay (1864–1870) statt. 1867 wurde er zum Admiral befördert und erhielt den Oberbefehl über die brasilianische Flotte. Tamandere wird in Brasilien bis heute als Vater der modernen Marine verehrt.



Bereits 1954 fand der Admiral den Weg auf Freimarken Brasiliens (Mi Nr. 846-848).



Am 13. Dezember 1957 verausgabte Brasilien eine Sonderausgabe zum 150. Geburtstag von Admiral Tamandare. Gezeigt werden seine Person sowie der nach ihm benannte Kreuzer.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Joaquim_Marques_Lisboa
 
merkuria Am: 28.01.2021 09:14:32 Gelesen: 22992# 296 @  
Pjotr Iwanowitsch Bagration [1] russisch Иванович Багратион (1765 -1812 war ein Feldherr der kaiserlichen russischen Armee. Bagration trat 1792 der Armee bei und bewährte sich unter General Suworow [#183] in den Türkenkriegen sowie den ersten napoleonischen Kriegen. 1806 mittlerweile zum General ernannt, kämpfte er gegen die napoleonische Truppen auf deutschem Boden und war zeitweilig auch im Russisch-Türkischen Krieg beteiligt. 1812 führte er die zweite russische Westarmee und bildete den linken Flügel gegen Napoleon in der bekannten Schlacht von Borodino. Bei dieser Schlacht wurde Bagration durch einen Steckschuss im Schienbein verletzt und verstarb infolge einer Infektion dieser Verwundung.



Am 10. Juli 2015 verausgabte die Russische Föderation eine Sonderausgabe zum 250. Geburtstag von General Bagration (Mi Nr. 2187).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pjotr_Iwanowitsch_Bagration
 
merkuria Am: 15.02.2021 08:18:44 Gelesen: 20386# 297 @  
Mohamed El-Amdjed Ben Abdelmalek genannt Scherif Boubeghla [1] (1820 – 1854) war ein Aufständischenführer während den ersten Inbesitznahmekriegen Frankreichs in Algerien. Die aktivste Epoche seines Kampfes fand zwischen 1851 und 1854 statt. Mit seinen gezielten Angriffen auf Teile der französischen Truppen, gelang es ihm, diesen herbe Verluste zuzuführen. Boubeghla wurde infolge einer Denunziation 1854 ermordet. Erst 1857 gelang es den Franzosen, seine Bewegung endgültig niederzuschlagen.



Am 5. Juli 2018 verausgabte Algerien eine Sonderausgabe zu Ehren von Scherif Boubeghla (Mi Nr. 1901)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://fr.wikipedia.org/wiki/Cherif_Boubaghla (in französisch)
 
merkuria Am: 02.03.2021 09:21:17 Gelesen: 18823# 298 @  
Pyrrhos (318 v.Chr. – 272 v.Chr.) [1] war einer der führenden Kriegsherren der frühgriechischen Zeit. Bekannt wurde er vor allem durch den nach ihm benannten Pyrrhischen Krieg [2], welcher zwischen 280 v. Chr. bis 275 v. Chr. gegen die junge Römische Republik geführt wurde. Pyrrhos scheiterte letztlich mit dem Versuch, in Süditalien und auf Sizilien ein eigenes Herrschaftsgebiet zu begründen; stattdessen konnten die Römer in der Folge dieses Krieges ihre Macht ausdehnen. Pyrrhos verlor bei der Einnahme der Stadt Argos (Peloponnes) sein Leben. Der Begriff „Pyrrhussieg“ für einen zu teuer erkauften Erfolg leitet sich von seinem Namen ab.



Am 20. Oktober 1990 verausgabte Albanien eine Sonderausgabe zu Ehren von Pyrrhos (Mi Nr. 2453).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhos_I.
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhischer_Krieg
 
merkuria Am: 17.03.2021 09:41:41 Gelesen: 17214# 299 @  
Paweł Frenkiel (1920-1943) [1] war ein polnischer Offizier jüdischer Herkunft und der Oberbefehlshaber der Jüdischen Militärunion ZZW, einer Untergrund-Widerstandsorganisation die während des Zweiten Weltkriegs im Gebiet des Warschauer Ghettos aktiv war. Während des Aufstands im Warschauer Ghetto von 1943 befehligte er auch persönlich eine der bewaffneten Kompanien der Aufständischen und wurde vermutlich bei der Verteidigung des Hauptquartiers der Jüdischen Militärunion getötet.



Am 2. April 2013 verausgabte Israel eine Sonderausgabe zum 70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes von 1943 (Mi Nr. 2332). Gezeigt wird Pawel Frenkiel vor brennendem Haus im Ghetto.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Pawe%C5%82_Frenkiel
 
merkuria Am: 29.03.2021 08:28:45 Gelesen: 15770# 300 @  
Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski [1] (1893-1937) (russisch Михаи́л Никола́евич Тухаче́вский) war einer der ersten fünf Marschälle der Sowjetunion. Er fiel aber auch als einer der ersten Militärbefehlshaber den Säuberungen unter der Diktatur Stalins zum Opfer.

Seine militärische Karriere begann er 1912 an der kaiserlichen Kadettenschule in Moskau. Von dort aus wurde er im Range eines Unterleutnants zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 an die russische Westfront versetzt. Aus dieser Zeit ist von ihm folgender prophetischer Ausspruch überliefert: Wenn ich nicht mit dreißig Jahren General bin, begehe ich Selbstmord! 1915 gelangte er in deutsche Gefangenschaft, konnte aber 1917 fliehen und nach Russland zurückkehren. Nach der Oktoberrevolution 1918 schloss er sich den Bolschewiki an und trat der Roten Armee bei. Während des anschliessenden Bürgerkriegs war er an unzähligen Kampfgeschehen beteiligt. Nach dem Bürgerkrieg war Tuchatschewski maßgeblich am technischen Aufbau der Strukturen der Roten Armee beteiligt. Die sowjetischen Luft- und Marinestreitkräfte wurden unter seiner Führung ausgebaut. 1936 wurde er zum stellvertretenden Verteidigungsminister der Sowjetunion ernannt. 1937 erachtete Stalin Tuchatschewski als Gefahr für seine Macht, liess ihn verhaften und in einem geheimen Militärprozess zum Tode verurteilen. Am 31. Januar 1957 wurde der Marschall und seine Mitangeklagten für unschuldig erklärt und rehabilitiert.



Am 16. Februar 1963 verausgabte die Sowjetunion eine Sonderausgabe anlässlich des 70. Geburtstages von Marschall Tuchatschewski (Mi Nr. 2723).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Nikolajewitsch_Tuchatschewski
 
epem7081 Am: 06.04.2021 17:44:32 Gelesen: 14594# 301 @  
Hallo zusammen.

in Ergänzung zu [#29] möchte ich zu Chiang_Kai-shek hier mit MiNr 244, MiNr 303 und MiNr 1235 drei weitere Briefmarken in unterschiedlichen Darstellungen und eine aktuelle Sichtweise einbringen.



Erinnerung

In Taipeh war der internationale Flughafen bis zum September 2006 nach Chiang Kai-shek benannt. Siehe auch Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle. Darüber hinaus erinnerten in Taiwan jahrelang Statuen und Porträts an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden an Chiang. In fast allen Städten und Gemeinden Taiwans wurden Hauptstraßen nach ihm benannt.

Nach der Demokratisierung Taiwans mehrten sich die Bestrebungen, mit dem Personenkult vergangener Zeiten zu brechen. An vielen Orten wurden Chiangs Bildnisse entfernt und Banknoten mit seinem Konterfei aus dem Umlauf genommen. Am 5. Dezember 2017 verabschiedete der Legislativ-Yuan ein Gesetz, in dem die Entfernung jeglicher verherrlichenden Erinnerung an die Diktatur aus dem öffentlichen Raum angeordnet wird und das neben der vollständigen Entfernung von Chiang-Bildnissen auch die Umbenennung von Straßen und öffentlichen Einrichtungen vorsieht. In Taipei erinnert das Nationale Menschenrechtsmuseum, das sich auf dem Gelände des einstigen Militärgerichts befindet, an die Zeit des „Weißen Terrors“. Auf der Insel Lü Dao wurde ein Menschenrechtspark eingerichtet, in dem ein früheres Lager und ein ehemaliges Gefängnis besichtigt werden können.
[1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Chiang_Kai-shek
 
merkuria Am: 13.04.2021 08:44:42 Gelesen: 13805# 302 @  
Matias de Albuquerque [1] (1580-1647) war ein portugiesischer General und Seefahrer, welcher in der portugiesischen Kolonie Pernambuco (Brasilien) geboren wurde. Seine militärische Ausbildung erhielt er in Rio de Janeiro, anschliessend diente er drei Jahre in Nordafrika. Albuquerque machte sich vor allem als verdienter Heerführer in Pernambuco gegen die in Brasilien einfallenden Holländer verdient. Seine erfolgreiche Beteiligung am portugiesisch-spanischen Wiederherstellungskrieg auf europäischem Boden führte zu seiner Bezeichnung als „Held der zwei Kontinente“. 1646 zog sich Albuquerque aus dem aktiven Dienst zurück und verstarb im darauffolgenden Jahr.



Am 27. November 1928 verausgabte Portugal eine Sonderausgabe zur Unabhängigkeits-Geschichte des Landes (Mi Nr. 456-471). Die 4.50 Escudos Wertstufe (Mi Nr. 471) zeigt uns ein Portrait von Albuquerque.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.qaz.wiki/wiki/Matias_de_Albuquerque%2C_Count_of_Alegrete
 
merkuria Am: 28.04.2021 08:44:54 Gelesen: 12107# 303 @  
Prinz Arisugawa Taruhito [1] (1835-1895) war seit 1871 das 9. Oberhaupt der Thronfolgerlinie des japanischen Kaiserhauses und zugleich Offizier der Kaiserlich Japanischen Armee. 1877 wurde er zum Oberbefehlshaber über die Kaiserlichen Truppen zur Niederschlagung der Satsuma-Rebellion berufen, für deren Erfolg man ihm 1878 den Rang eines Generals verlieh. 1889 wurde er zum Oberbefehlshaber der Kaiserlich Japanischen Armee und zum Mitglied im Obersten Kriegsrat ernannt. 1894 wurde er mit dem Oberbefehl über die Truppen im Ersten Chinesisch-Japanischen Krieg betraut. 1895 erkrankte er während seines Dienstes an Typhus und Malaria und verstarb an deren Folgen.



Am 1. August 1896 verausgabte Japan eine Sonderausgabe im Gedenken an den japanisch-chinesischen Krieg (Mi Nr. 71). Gezeigt wird ein Portrait des Befehlshabers Arisugawa Taruhito.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Arisugawa_Taruhito
 
merkuria Am: 25.05.2021 08:41:08 Gelesen: 8509# 304 @  
Kakuza (Kaichosro) Tscholoqaschwili [1] (1888 – 1930) war ein georgischer Heerführer und wird heute in Georgien als Nationalheld verehrt. Nach Abschluss der Offiziersschule diente er bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs in der kaiserlich-russischen Kavallerie. Während des 1. Weltkriegs kämpfte er für Russland an der österreichisch-ungarischen Front. 1915 wurde ihm die Leitung der Georgischen Kavallerie-Legion übertragen. Nach der Unabhängigkeit Georgiens 1918 trat Tscholoqaschwili im Rang eines Oberst in die neu gegründete Armee Georgiens ein. 1919 wurde er stellvertretender Verteidigungsminister der Republik Georgien.

Nach der Einnahme Georgiens durch die Sowjetische Rote Armee im Februar 1921, setzte sich die Regierung am 17. März 1921 ins Exil nach Paris ab. Tscholoqaschwili blieb jedoch im Land und organisierte 1922 eine Partisaneneinheit, die im Sommer desselben Jahres den Widerstand gegen die sowjetische Besatzung aufnahm. Nach langwierigen Kämpfen gegen die sowjetische Übermacht floh er 1924 mit seiner Restarmee in die Türkei und emigrierte von dort nach Frankreich, wo er am Sitz der georgischen Exilregierung bei Paris lebte. Tscholoqaschwili verstarb 1930 in Frankreich an Tuberkulose.



Am 20. März 2009 ehrte Georgien seinen Nationalhelden Tscholoqaschwili mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 573).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kakuza_Tscholoqaschwili
 
merkuria Am: 09.06.2021 08:31:19 Gelesen: 6374# 305 @  
Jānis Fabriciuss [1] russisch Ян Фри́цевич Фабри́циус (1877-1929) war ein lettischer Offizier und späterer Befehlshaber der Roten Armee während des russischen Bürgerkriegs. 1916 aus der Verbannung in Sibirien begnadigt, nahm er in einem Schützenregiment der kaiserlich-russischen Armee am 1. Weltkrieg teil. Nach der russischen Oktoberrevolution war er am Aufbau der Roten Armee beteiligt und übernahm da leitende Funktionen. Ab 1919 nahm er an Kämpfen des Lettischen Unabhängigkeitskriegs sowie am Polnisch-sowjetischen Krieg teil. Als Brigadeführer wirkte er 1921 an der blutigen Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstands unter Marschall Tuchatschewski [#300] mit, was seiner Karriere in der Roten Armee sehr förderlich war. Leiter der Militärschule in Minsk, Divisionskommandeur der Don-Schützen und stellvertretender Befehlshaber der Kaukasischen Armee sind nur einige Stationen seiner steilen militärischen Karriere. 1929 ertrank Fabriciuss bei der Rettung von Passagieren nach einem Flugzeugabsturz nahe der Stadt Sotschi.



Am 23. Februar 1963 ehrte die Sowjetunion ihren Bürgerkriegshelden Fabriciuss mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 2724).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C4%81nis_Fabriciuss
 
merkuria Am: 21.06.2021 08:42:38 Gelesen: 4632# 306 @  
Peng Dehuai [1] (1898 – 1974) war einer der wichtigsten militärischen Führer der chinesischen Volksbefreiungsarmee. 1916 schloss er sich in seiner Heimatprovinz Hunan den Truppen eines Warlords an und stieg innerhalb weniger Jahre zum Kompanieführer auf. Von 1922-1927 diente er als Hauptmann unter Chiang Kai - shek [#29] ,wechselte aber 1928 die Fronten und kämpfte fortan auf der Seite Mao Tse - tung‘s [#73] bis zum Sieg der Kommunisten in China. 1950 erlangte er den Oberbefehl über die chinesische Freiwilligenarmee im Korea-Krieg und wurde 1954 zum Verteidigungsminister der VR China berufen. 1959 wurde Peng aller Ämter enthoben, da er Mao Tse-tung öffentlich kritisierte. 1965 rehabilitiert, wurde er während der Kulturrevolution bereits 1966 wieder inhaftiert und verstarb 1974 an den Folgen der Misshandlungen während seiner Haftzeit.



Am 24. Oktober 1988 verausgabte die Volksrepublik China eine Sonderausgabe anlässlich des 90. Geburtstag von Peng Dehuai (Mi Nr. 2205).



Am 24. Oktober 1998 verausgabte Nordkorea eine Sonderausgabe zum 100. Geburtstag von Peng Dehuai (Mi Nr. 4093-4096). Diese Ausgabe erschien auch als Kleinbogen und zeigt die enge Beziehung Peng Dehuai‘s zur Führung Nordkoreas.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Peng_Dehuai
 
merkuria Am: 06.07.2021 08:46:26 Gelesen: 3117# 307 @  
Pavlos Koundouriotis (1855 -1935) [1] war ein griechischer Admiral. 1875 trat er in die griechische Marine ein und nahm während des griechisch-türkischen Krieges von 1897 an den Operationen der griechischen Kriegsmarine vor Kreta teil. 1901 war er Kapitän des Kadettenschiffs „Miaoulis“, welches die erste Atlantiküberquerung eines griechischen Militärschiffes nach Amerika durchführte.

Seine grossen Erfolge im Ersten Balkankrieg gegen das Osmanische Reich erbrachten ihm die Beförderung zum Konteradmiral. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er 1920 zum Vizekönig und nach Abschaffung der Monarchie 1924 zum Präsidenten der Republik gewählt.



Am 2. November 1933 verausgabte Griechenland eine Freimarke (Mi Nr. 369) die uns Admiral Koundouriotis mit seinem Flaggschiff „Averoff“ zeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pavlos_Koundouriotis
 
merkuria Am: 21.07.2021 08:11:18 Gelesen: 1587# 308 @  
Fjodor Fjodorowitsch Uschakow russisch Фёдор Фёдорович Ушаков, (1745-1817) [1] war ein russischer Admiral. Seine Mitarbeit am Aufbau der kaiserlichen Flotten im Asowschen und im Schwarzen Meer sowie seine erfolgreiche Beteiligung im türkisch-russischen Krieg von 1787-1792 waren der Hauptantrieb für seine militärische Karriere. Wechselnde politische und militärische Allianzen sowie Intrigen am Hof liessen den Stern von Uschakow 1801 jedoch rasch sinken. Es wurden ihm nur noch unbedeutende Kommandos übertragen und 1806 nahm er enttäuscht seinen Abschied von der Marine. Bei Ausbruch des Verteidigungskrieges gegen Napoleon stellte er seine Dienste 1812 nochmals zur Verfügung, konnte diese aber infolge einer schweren Erkrankung nicht mehr erfüllen.



Am 26. Mai 2020 verausgabte die russische Föderation eine Sonderausgabe zum 275. Geburtstag von Admiral Uschakow (Mi Nr. 2858)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Fjodorowitsch_Uschakow
 
mausbach1 Am: 24.07.2021 08:53:19 Gelesen: 1137# 309 @  
Augustus (* 23. September 63 v. Chr. als Gaius Octavius in Rom; † 19. August 14 n. Chr. in Nola bei Neapel) war der erste römische Kaiser.



04.01.1929: MiNr. 301X - 01.11.1944: MiNr. 670Y - 23.09.1937: MiNr. 578



23.09.1937: MiNr. 580, 581

301X, 670Y = Freimarken "Serie Imperiale"
578, 580, 581 = 2000. Geburtstag
578 = Kaiser Augustus als Pontifex Maximus
580 = Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.)
581 = Marmorstatue Kaiser Augustus

Der Großneffe und Haupterbe Gaius Iulius Caesars gewann die Machtkämpfe, die auf dessen Ermordung im Jahr 44 v. Chr. folgten, und war von 31 v. Chr. bis 14 n. Chr. Alleinherrscher des Römischen Reiches. Unter der Devise der Wiederherstellung der Republik – restitutio rei publicae – betrieb er in Wirklichkeit deren dauerhafte Umwandlung in eine Monarchie in Form des Prinzipats. Damit setzte er dem Jahrhundert der Römischen Bürgerkriege ein Ende und begründete die julisch-claudische Kaiserdynastie. Seine Herrschaft, nach außen durch zahlreiche Expansionskriege geprägt, mündete im Inneren in eine lang anhaltende Konsolidierungs- und Friedensphase, die als Pax Augusta verklärt wurde. [1]

Glückauf!
Claus

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Augustus
 
Quincy Am: 24.07.2021 17:12:36 Gelesen: 1086# 310 @  
Eine allegorische Feldherrin: Britannia

Wikipedia schreibt: "Unter der Gestalt der Britannia versteht man die Nationalallegorie (Nationalfigur) von Großbritannien." [1]. Britannia wird deshalb auch oft als Feldherrin dargestellt, so z.B. auch mit Helm, Dreizack und Schild auf Marken von Großbritannien aus den Jahren 1913 und 1934 (MiNr. 141/143 und 186/88).

Diese Ausgaben wurden in den Anfangsjahren Irlands nach dessen Unabhängigkeit 1922 von der irischen Post weiter genutzt, allerdings mit Überdrucken. Die Varianten sowohl der Urmarken als auch der Überdrucke sind sehr zahlreich, weshalb ich hier nur drei Marken exemplarisch für jeden verausgabten Wert zeige:

2/6 Schillinge: MiNr. 9 I (1922, überdruckt durch Dollard Printing House, Dublin)
5 Schillinge: MiNr. 38 II (1925, überdruckt durch Alex. Thom & Co. Ltd., London)
10 Schillinge: MiNr. C 61 (1935, Urmarken nachgedruckt durch Waterlow & Sons Ltd., London)



Die Überdrucke sind gälisch und lauten auf deutsch:

Rialtas Sealadach na hÉireann = Provisorische Regierung von Irland
Saorstát Éireann = Freistaat Irland

Viele Grüße
Hans-Jürgen

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Britannia
 
merkuria Am: 02.08.2021 08:48:12 Gelesen: 21# 311 @  
Georg Kastriota, genannt Skanderbeg [1] (1405-1468) war ein albanischer Heerführer. Georg Kastriota wurde 1423 als 18-jähriger Sohn des albanischen Fürsten Gjon Kastriota von den Türken als Pfand genommen und wuchs am osmanischen Hof auf. Dort erhielt er auch seine militärische Ausbildung und diente in der osmanischen Armee. Besonnen auf seine Herkunft, wandte er sich 1443 von den Osmanen ab und floh in seine Heimat zurück um mit Hilfe von Venedig und dem Königreich Neapel für die Unabhängikeit Albaniens vom osmanischen Reich zu kämpfen. Es gelang ihm, die einzelnen Fürstenhäuser in einer Liga zu einigen um gegen die Türken aufzustehen. Skanderbeg verstarb 1468 vermutlich an Malaria.

Nach seinem Tod gelang es den Türken, Albanien wieder zu besetzen und für die nächsten 400 Jahre dem osmanischen Reich einzuverleiben. Skanderbeg gilt trotzdem als Gründungsvater von Albanien und wird bis heute von vielen als albanischer Nationalheld gefeiert. Das Wappen der Familie Kastrioti in Form des albanischer Doppeladlers ist bis heute in der Flagge von Albanien enthalten.



Am 1. Dezember 1913 verausgabte Albanien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 29-34) mit dem Portrait von Skanderbeg.



Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der albanischen Hauptstadt ist der Skanderbegplatz mit dem Skanderbeg-Denkmal, gezeigt auf der albanischen Sonderausgabe zum 500. Todesstag von Skanderbeg (Mi Nr. 1239)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Skanderbeg
 

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