Thema: (?) (177) Einschreiben: Belege und Informationen
Pete Am: 20.04.2008 19:57:27 Gelesen: 158517# 1 @  
Hallo alle zusammen,

analog zum Thema "Thema: Luftpost: Marken und Informationen" eröffne ich hier einen Bereich zum Thema Einschreiben. Wie bei der Luftpost sehen diese auf nationaler Ebene unterschiedlich aus.

Zu Beginn ein Einschreibenbeleg aus Tansania vom 16.00.1972 (kein Schreibfehler), frankiert mit 2,90 tansanianischen Schilling.

Die Briefvorderseite:



Die Rückseite:



Im Umschlag befand sich auch der passende Einlieferungsbeleg, der auch die Portostufen festhält:



und die Rückseite:



Demnach kostete die Einschreibegebühr ins Ausland 1,40 Schilling; für das Inland wären 0,80 Schilling fällig gewesen. Ein Standartluftpostbrief ins Ausland hatte demnach 1,50 Schilling gekostet.

Am 09.11.1994 wurden für den nachfolgenden Einschreibebeleg 750 Schilling verklebt - die Inflation macht es möglich.



Auf der Rückseite befindet sich ein Einschreibestempel:



Einmal zum Vergleich: für einen Standartluftpostbrief von Tansania nach Deutschland waren fällig (laut vorliegender Belege):

1972: 1,50 Schilling
1988: 8 Schilling
1989: 11 Schilling
1990: 60 Schilling
1997: 370 Schilling
2004: 600 Schilling

Mir erscheint es etwas makaber, wenn die vor allem für Sammlerzwecke hergestellten Marken (z.B. Agenturausgaben) mit mehr oder weniger passenden Nominalen sukzessiv im Ausgabeland selbst zur Verwendung kommen und dadurch Bedarfsstempelentwertung aufweisen.

Tansania gab in den 1980er Jahren Höchstwerte mit vergleichsweisen hohen Nominalen heraus, welche in den 90ern meinem Eindruck nach bedingt durch die fortschreitende Inflation auch tatsächlich zur Verwendung im Postalltag kamen.

Gruß
Pete
 
reichswolf Am: 21.04.2008 01:39:39 Gelesen: 158503# 2 @  
Hier ein Beleg aus Aachen, versandt innerhalb der Stadt. Das Porto von 10,50 DM, dargestellt mit einem senkrechten Paar der MiNr. 1679 und einer 1340A, setzt sich wie folgt zusammen:

Brief bis 500g = 3 DM
Übergabe-Einschreiben = 4 DM
Rückschein = 3,50 DM
 



Beste Grüße,
Christoph


 

reichswolf Am: 21.04.2008 01:43:16 Gelesen: 158502# 3 @  
Ganz ähnlicher Beleg wie oben, nur ohne Rückschein. Gelaufen ist er am 11.01.2000 von Suderburg nach Herzogenrath. Das Porto von 7 DM wurde dargestellt mit einem Sechserblock aus H.-Bl. 40 und einer MiNr. 2031.

Beste Grüße,
Christoph


 
reichswolf Am: 21.04.2008 15:29:31 Gelesen: 158487# 4 @  
Und jetzt noch ein Übergabe-Einschreiben der dritten Gewichtsstufe vom 06.11.1999. Hier wurde das Porto (6 DM) aus allem gebildet, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Ich schätze mal, der Händler nahm entweder Frankatur in Zahlung oder er hat einfach nur sein Lager geleert.

Beste Grüße,
Christoph


 
reichswolf Am: 21.04.2008 15:43:30 Gelesen: 158486# 5 @  
Einschreiben, wiederum dritte Gewichtsstufe, vom 29.06.2006 von Kassel nach Herzogenrath (1,45 € Porto + 2,05 € Einschreibegebühr). Da die Sendung beschädigt wurde, wurde sie mit einem Verschlußlabel versehen. Übrigens, auch wenn es anders aussieht, der Inhalt kam vollständig und unbeschadet bei mir an.

Beste Grüße,
Christoph


 
- Am: 21.04.2008 17:19:59 Gelesen: 158479# 6 @  
Ein Ausschnitt aus Süd-Korea in die USA


 
- Am: 21.04.2008 17:25:33 Gelesen: 158476# 7 @  
Ein Brief aus Taiwan in die USA aus dem Jahr 1999.



Die Vorderseite reichte für das Porto nicht aus:


 
- Am: 21.04.2008 17:29:18 Gelesen: 158475# 8 @  
Bei der Aufgabe des Briefes am Postschalter wurde bemerkt, daß das per Frankiermaschine bezahlte Porto nicht ausreicht. Die fehlende DM 1 wurde mit einer Marke bezahlt.


 
Jürgen Witkowski Am: 22.04.2008 19:08:54 Gelesen: 158459# 9 @  
Am 18. November 1912 wurde diese Ganzsache mit Zusatzfrankatur als Einschreiben in Hoboken, New Jersey in Richtung Esslingen am Neckar aufgegeben.

Neben dem violetten Einschreibestempel mit der zusätzlich eingestempelten Registriernummer 10138, gab es auf der Rückseite die beiden üblichen Eingangsstempel von Hoboken. Am gleichen Tag erhielt der Brief noch einen Stempel am Auslandspostamt in New York, bevor er auf die Seereise nach Deutschland ging. Den Stempel am Empfangsort Esslingen gab es 12 Tage später, am 30. November 1912.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 28.04.2008 20:24:17 Gelesen: 158409# 10 @  
Das Einschreiben von Köln nach Köln vom 15. Oktober 1980 wurde frankiert mit zwei 5er-Streifen der MiNr. 996 Rollenmarke.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 04.05.2008 11:30:00 Gelesen: 158373# 11 @  
Ein kleines Schmankerl an diesem wunderschönen Maisonntag.

Einschreiben vom 21. November 1928 von Berlin-Charlottenburg nach Potsdam.

Porto:
Brief > 20 - 500 g = 0,30 RM
Zuschlag Einschreiben = 0,30 RM
Gesamtporto = 0,60 RM

Frankatur:
Nothilfe 1928 Markenheftchen 27a - Teile aus Heftchen-Blatt 63 mit
Zusammendruck S54 (MiNr. 426/X),
2-mal Zusammendruck S50 (MiNr. 426/427),
außerdem senkrechtes Paar von MiNr. 385.

Der links aufgeführte Absender war übrigens Namenspate für meinen Forumsnamen.

Mit sonntaglichen Sammlergrüßen
Jürgen


 
- Am: 05.05.2008 17:47:43 Gelesen: 158355# 12 @  
@ Concordia CA [#11]

Hallo Jürgen,

der Brief ist wirklich ein Prachtstück! Da will ich doch nicht zurückstehen: Ein Luftpost-Einschreibbrief aus New York nach Reichenbach über Karlsruhe. Der R-Stempel ist ein Handstempel, die Registriernummer wurde eingestempelt. Die Marken sind mit Ovalstempel ohne Datums- und Ortsangabe abgestempelt.



Auf der Rückseite befindet sich über den beiden Laschen jeweils ein Ortsstempel vom 09. August 1967 aus der Fresh Pont Station in Brooklyn. Dort wurden wahrscheinlich nicht allzu viele R-Briefe aufgegeben, deshalb der Handstempel.
 


Jürgen Witkowski Am: 14.05.2008 11:02:14 Gelesen: 158312# 13 @  
Einschreiben aus der Infla-Zeit

Am 27. Juli 1923 lief dieses Einschreiben von (Berlin-)Charlottenburg nach Ketschendorf/Spree.

Der Brief ist portogerecht frankiert. 300 M für den Brief bis 20 g und 300 M als Einschreibegebühr.

Neben den MiNr. 239 (10 M) und 243 (30 M) wurde die MiNr. 245 (50 M) mehrfach verwendet, die gestempelt und auf Brief zu den selteneren Inflationsmarken gehört.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
reichswolf Am: 15.05.2008 00:15:17 Gelesen: 158299# 14 @  
Meine neueste Errungenschaft für die Ganzsachen-mit-Zusatzfrankatur-Sammlung:

Eine P90I mit zufrankierter Michelnummer 87 von Berlin nach Letowitz / Letovice in Mähren, Österreich vom 06.04.1916. Die fünf Pfennig stellen hier das Porto für eine Postkarte im Fernverkehr dar, die 20 Pfennig sind die Einschreibegebühr. Da im Postverkehr mit Österreich der Inlandstarif galt, ist die Karte portorichtig.

Beste Grüße,
Christoph


 
Pete Am: 18.05.2008 20:58:42 Gelesen: 158264# 15 @  
Mir liegen seit einigen Tagen 2 Postkarten vor, die als Einschreiben liefen, genauer gesagt als Einschreibeluftpostdrucksachenpostkarte (was für ein Wort *g*) von Radebeul nach Fitchburg / USA vom 27.11.1979 bzw. 13.12.1979, einmal regulär abgefertigt mit Einschreibezettel vom Schalter und einmal mit Einschreibezettel von einem Selbstbedienungspostamt. Beide Karten sind mit 90 Pf korrekt frankiert.



Drucksachenporto bis 20g: 0,10M
Einschreibegebühr: 0,50M
Lufpostzuschlag: 0,20M je 10g
zusammen: 0,90M

Auf der Vorderseite der Postkarte ist die Marschallstr. in Dresden abgebildet.



Die Karten dürften zweifellos philatelistisch beeinflusst sein. Wann sieht man aber diese Portostufenvariante einmal?

Ich hatte dies auf der diesjährigen Messe in Essen für je 1 Euro in der Krabbelkiste eines Händlers gefunden. Spaß muss nicht teuer sein *g*

Gruß
Pete
 
reichswolf Am: 19.05.2008 02:50:43 Gelesen: 158252# 16 @  
@ Pete

Schöne Karten!

Ebenso philatelistisch beeinflußt und dennoch erkennbar Bedarf ist der nächste Beleg aus meiner Heimatsammlung. Es handelt sich um einen Einschreiben der dritten Gewichtsstufe (100-250g) von Herzogenrath nach Hamburg vom 10.01.1969. Frankiert wurde der Brief mit einem Zweier- und einem Dreieroberrandstreifen der BUND Nr. 575, also mit 150 Pfennig. Davon waren 70 Pfennig für den Brief und 80 Pfennig die Einschreibegebühr.

Schön finde ich auch die "Firmen-Lochung" als Eingangsvermerk am linken Rand. Daß sie den 13.01. als Datum nennt, ist nicht etwa auf die "Schneckenpost" zurückzuführen, sondern liegt daran, daß der 10.01. ein Freitag war und man wohl samstags beim Deutschen Ring nicht gearbeitet hat. Daher war der Sachbearbeiter wohl auch noch gut gelaunt und hat dem Wunsch des Absenders (siehe Kasten) entsprochen.

Beste Grüße,
Christoph


 
duphil Am: 20.05.2008 10:35:33 Gelesen: 158234# 17 @  
Dieser Beleg wirft bei mir nur Fragen auf:

Was ist das für ein Einschreibezettel?

Warum trägt der Beleg keinen Poststempel?

Hatte die Bank einen internen Postversand (als Vorläufer der Privatpost)?

Leider ist der Umschlag nur ein Fensterumschlag ohne weitere Daten. Könnte die handschriftliche 650 links neben dem Fenster die Postleitzahl des Empfängerortes (Mainz) sein ?





Mit freundlichen Gruß
Peter
 
AfriKiwi Am: 20.05.2008 10:50:12 Gelesen: 158230# 18 @  
@ duphil [#17]

Hallo Peter,

Das ist bestimmt interne Bankpost und 650 war, ich vermute - die Anfangsziffer der Bankleitzahl (3 Ziffern) was versteckt war links vom Fenster und nachträglich dazu geschrieben wurde.

Die Bankleitzahl sollte 550 sein, ein Falte wegen der Anlage (Brief) verursachte eine 6 statt 5.

Erich
 
Jürgen Witkowski Am: 20.05.2008 11:47:08 Gelesen: 158225# 19 @  
@ duphil [#17]

Soweit mir bekannt ist, ist die Sparda-Bank aus der Eisenbahner Spar- und Darlehnskasse hervorgegangen. In früheren Jahren konnte man als Kunde dieser Sparkasse beispielsweise an jedem Bahnhof am Fahrkartenschalter Geld abholen.

Möglicherweise wurde daher bahninterne Versandwege für Dienstpost genutzt. Es ist nur Spekulation, aber ich halte es für möglich.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Holger Am: 20.05.2008 13:39:51 Gelesen: 158219# 20 @  
Hallo,

zur Abwechslung mal wieder was "Bieniges":

Ein EBf, datiert vom 14.06.1946, mit einem R-Zettel aus "Rechenberg-Bienenmühle"



und ein EBf, datiert vom 25.10.1899, der Privatpost "Bockenheim". Die Marken zeigen einen Bienenkorb.



Bockenheim ist jetzt ein Stadtteil von Frankfurt/Main. Bis zur Eingemeindung (1895) war Bockenheim mit eigenen Stadtrechten vor den Toren der freien Reichsstadt Frankfurt versehen. Die Stadtrechte wurden Bockenheim bereits 1822 verliehen.

Vielleicht kennt ja jemand die "alte" Frankfurter Sparkasse 1822. Hier gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Stadtwappen (einem Bienenkorb) und dem Logo / Gründungsjahr der Sparkasse.



Das Wappen von Bockenheim



AFS der Frankfurter Sparkasse

Doch diese Zusammenhänge wurden detailliert geschildert den Rahmen des Forums sprengen.

Der private Briefverkehr wurde am 01. November 1890 von G. Pranz gegründet. Am 15. März 1891 wurde die Firma von J. H. Platt übernommen, der sie am 31. März 1900 schloss. Das Unternehmen tauschte Post mit der Frankfurter Privatpost aus.

Belege aus der Zeit sind leider unheimlich schwer zu bekommen.

Summende Grüsse
Holger
 
Holger Am: 20.05.2008 13:56:25 Gelesen: 158214# 21 @  
Und wenn schon dabei bin noch ein paar "Bienen"-R-Zettel:

Die ersten beiden kommen aus Deutschland:




(Imme = alter Begriff für "Biene")

Die nächsten drei kommen aus den Niederlanden. Leider habe ich nur Fotokopien davon und (noch) keine Originale:





(Bijenkorf = holländisch für Bienenkorb).

Wer ähnliche R-Zettel sein eigen nennt bitte ich um Zusendung eines Scans per Mail. Vielen Dank.

Summ Summ
sagt Holger
 
Holger Am: 20.05.2008 14:03:00 Gelesen: 158211# 22 @  
Zu guter letzt noch ein EBf der "Privatpostanstalt Hansa Dresden". Die Marken zeigen ebenfalls einen Bienenkorb.



Die „Deutsche Privatpost Hansa” wurde am 1. Dezember 1886 durch C. Eckhoff in Dresden gegründet. Die ein Jahr später in „Dresdner Verkehrsanstalt Hansa” umbenannte private Postanstalt befördert zu niedrigeren Preisen als die Reichspost und mit eigenen Wertzeichen Sendungen im Stadtgebiet.

Am 31.03.1900 muss sie mit der Schließung aller privaten Postanstalten in Deutschland ihre Tätigkeit einstellen.

Die Reichspost zahlte an den Unternehmer eine Entschädigung von 226.523,76 Mark.

Das war´s aus meinem Fundus.

Grüsse
Holger
 
AfriKiwi Am: 20.05.2008 23:03:32 Gelesen: 158200# 23 @  
@ Holger [#20]

>>Vielleicht kennt ja jemand die "alte" Frankfurter Sparkasse 1822. Hier gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Stadtwappen (einem Bienenkorb) und dem Logo / Gründungsjahr der Sparkasse.<<

In der Tat. Das Hochhaus 'Zum Bienenkorb' an der Konstabler Wache beherrscht die Kreuzung der Zeil mit der neuen Nord-Süd-Achse (1965) Auf dem Hochhaus ist ein Bienenkorb zu sehen.

Leider ist da Copyright auf Bilder aber dafür etwas anders von Bienen.

Erich


 
Holger Am: 20.05.2008 23:09:54 Gelesen: 158199# 24 @  
@ AfriKiwi [#23]

Stimmt - aber das ist leider Geschichte.

Die Sparkasse gehört mittlerweile zur HELABA (Hessische Landesbank). Das von Dir beschriebene Gebäude (arbeite etwa 2000 m davon entfernt) wird aktuell saniert und umgebaut.

In meiner Kindheit gab es den Sparkassenbienenkorb überall in Frankfurt - kann mich noch gut erinnern. Mein Schwiegervater hat dort 45 (!) Jahre gearbeitet und einen originalen Bienenkorb aus den 50-ern hat er vor der Verschrottung retten können. Dieser ziert nun unseren überdachten Freisitz im Garten.

Werde bei Gelegenheit einmal ein Foto machen. Bist Du aus Frankfurt ?

fragt
Holger
 
AfriKiwi Am: 21.05.2008 00:02:57 Gelesen: 158196# 25 @  
@ Holger [#24]

Hallo Holger,

Frankfurt am Main/Griesheimer, und mit Tochter (dann 10 Jahre) Bockenheim auch durchmarschiert (1999) zwischen Messegelände und Senckenberg Museum.

Mußte ihr doch mal Frankfurt am Main zeigen.

Unten: Eine Ansichtskarte von Frankfurt/Main

Erich


 
Holger Am: 21.05.2008 00:12:07 Gelesen: 158194# 26 @  
@ AfriKiwi [#25]

Habe verstanden - wenn Du mal wieder in FFM bist einfach melden. Dann gehen wir zum "Klaane Sachsehäuser" nach Dribdebach.

Für nicht eingeweihte: In eine berühmte Apfelweinkneipe nach Sachsenhausen.

Guds nächtle
Holger

Nachfolgend noch ein schöner Schmuckumschlag EBf aus Singapur. Frankiert mit Marken aus einem Markenheftchen (u.a. Michel 454 und 456 - Einheimische Insekten)
 


AfriKiwi Am: 25.05.2008 11:48:13 Gelesen: 158149# 27 @  
@ Holger [#26]

Sache 'Apfelweinkneipe in Sachsenhausen' beantwortet.

Hier ein portogerechter Einschreibebrief als Ganzsache von Bechuanaland - Lobatsi 4 JUL 62.

Erich


 
Jürgen Witkowski Am: 01.06.2008 21:45:27 Gelesen: 158098# 28 @  
Aus Braunau am Inn, einer heute in Österreich gelegenen Kleinstadt, stammt dieses Einschreiben vom 20. April 1943. Die Stadt und ein in der Gegend geborener Maler genossen Anfang der 1940er Jahre in Deutschland Kultcharakter, dem sich auch die Philatelie nicht entzog, wie man den Briefmarken und dem Sonderstempel entnehmen kann.

Mit nachdenklichen Sammlergrüßen
Jürgen


 
Pete Am: 08.06.2008 20:45:23 Gelesen: 158050# 29 @  
Auch ein Beleg aus dem Deutschen Reich, ebenfalls aus einer Zeit, die bis dato einiges durchgemacht hatte.



Es handelt sich hierbei um ein Einschreiben augenscheinlich der 1. Gewichtsstufe vom 04.01.1924 von Berlin nach Gelsenkirchen; Porto Standardbrief 10 Pf und Einschreibegebühr 20 Pf = 6x 5 Pf augenscheinlich portogerechte Mehrfachfrankatur. Rückseitig wurde der Ankunftsstempel von Gelsenkirchen vom 05.01.1924 abgeschlagen.

Kann sich jemand die blaue "22" erklären?

Gruß
Pete

P.S.: der berühmte Sprung in der Schüssel war hier auf den Marken leider nicht zu finden :-/
 
Pete Am: 09.06.2008 18:18:32 Gelesen: 158030# 30 @  
Oberschlesien Mi-Nr. 4 als portogerechte Mehrfachfrankatur auf Ortseinschreibebrief, gelaufen am 20.07.1920 innerhalb Beuthens:



Das Porto setzt sich aus 40 Pf Entgelt für den Standardbrief und 50 Pf Einschreibegebühr = 90 Pf.

Der mittlere senkrechte 3er-Streifen im Neunerblock weist zufällig auch noch den Plattenfehler "unten schmale Umrandungslinie" auf. Dieser kommt auf 1/10 der 10 Pf Marken eines Schalterbogens vor und beruht auf ein fehlerhaftes Urklischee, welches zur Druckbogenklischeeherstellung auf 15 Stück vervielfältigt wurde.

Gruß
Pete
 
Jürgen Witkowski Am: 05.07.2008 13:02:55 Gelesen: 157919# 31 @  
@ Pete [#30]

Wenn ich schon in der Seltenheit und der Ausgefallenheit des von dir gezeigten Beleges nicht mithalten kann, so will ich wenigstens geografisch in die Nähe kommen.

Portofreier Dienstbrief der Regionaldirektion für Post und Telekommunikation der Volksrepublik Polen in Kattowitz als Einschreibe-Luftpostbrief an die Regionaldirektion der Deutschen Bundespost in Hannover vom 12. Januar 1979.

Die Adressen sind, wie bei solchen Dienstbriefen üblich, in der UPU-Sprache Französisch gehalten.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 15.07.2008 21:43:29 Gelesen: 157823# 32 @  
Innerhalb von Ägypten von Kairo nach Alexandria lief dieser Einschreibebrief am 23./24. März 1937.

Frankatur:

MiNR 221, 15 Mills, Sitzung der ägyptisch-englischen Konferenz in London

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
duphil Am: 27.09.2008 20:43:12 Gelesen: 157507# 33 @  
Hallo zusammen!

Hier möchte ich ein Einschreiben aus der SBZ (Sowjetischen Besatzungszone) vorstellen.

Der Brief wurde am 17.3.1949 in Hohenturm (ca. 8 km östlich von Halle) abgeschickt und bekam am 20.3.1949 einen Ankunftstempel von Braunschweig.

Der Brief ist Portogerecht frankiert: Porto für einen Fernbrief über 20 g waren 48 Pfennig, die Gebühr für das Einschreiben betrug 60 Pfennig.

Verwendet wurden die Michelnummern 211 und 220.

Der Blanko-Einschreibezettel wurde von dem Postbeamten/der Postbeamtin handschriftlich mit dem Ortsnamen Hohenturm versehen.



Aber auch die Rückseite ist interessant. In Braunschweig gab es, wie gesagt einen Ankunftstempel. Ob das zu diesem Zeitpunkt normal war, kann ich nicht sagen.



Und weil mir der Ankunftstempel ungewöhnlich vorkommt, hier noch ein Einzelbild:



Mit freundlichen Gruß
Peter
 
reichswolf Am: 28.09.2008 01:30:08 Gelesen: 157497# 34 @  
@ duphil [#33]

Hallo Peter,

Ankunftstempel auf Einschreiben gab es in Deutschland auch noch nach dem Krieg. Im Westen entfielen sie erst Ende Juli 1956. Auch die Form des Braunschweiger Stempels ist zeitgerecht und ganz normal, in dieser Form wurden die Ankunftstempel nach dem Krieg neu gefertigt. Der Stempel aus Hohenturm ist dagegen ein wiederverwendetes Vorkriegsmodell.

Beste Grüße,
Christoph
 
Hermes65 Am: 28.09.2008 23:22:59 Gelesen: 157470# 35 @  
Auch von mir ein Einschreiben vom 25.4.1968 mit einem Eckrand-Viererblock der 516.

Portozusammensetzung: 30 Pf für den Brief + 80 Pf Einschreibegebühr, die Überfrankatur liegt in der Toleranz.


 
Pete Am: 22.03.2009 22:30:49 Gelesen: 157073# 36 @  
Auf dem gestrigen Tauschtag in Oberhausen erwarb ich u.a. 2 Einschreiben aus Rumänien als Mehrfachfrankatur, gelaufen nach 41542 Dormagen.

Einschreiben Nr. 1 lief am 09.05.2001 als Übergabeeinschreiben im B5-Format, frankiert mit 4x 16.500 Lei (Aufdruck auf 70 Lei) = 66.000 Lei:



Einschreiben Nr. 2 lief am 19.07.2001 als Übergabeeinschreiben + Rückschein (dieser rückseitig mit Klammer befestigt), frankiert mit 6x 10.000 Lei (Aufdruck auf 1095 Lei) = 60.000 Lei:



Rumänien wurde in der Zeit nach dem Zerfall des Ostblocks von einer stärkeren Inflation heimgesucht, bei der man zum 01.07.2005 mehrere Nullen strich und durch eine neue Währung ersetzte.

Zur kurzfristigen Herstellung neuer und passender Nennwerte wurde in den Jahren 1996-2001 sowie 2005 ältere Frei- und Sondermarken überdruckt und mit neuen Nennwerten versehen. Der Überdruck der alten Nennwerte erfolgte nicht wie sonst üblich mittels eines Balkens sondern in verschiedenen Formen und Farben, Bsp. Tiere, Pflanzenblätter, Musikinstrumente u.a.

Die meisten Marken (insgesamt 120 Werte, davon 2 Blocks) sind im Michel im Cent- bzw. unteren einstelligen Eurobereich bewertet, allerdings m.E. nach schwierig zu finden.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 23.03.2009 20:44:36 Gelesen: 157046# 37 @  
Nachtrag zu [#36]:

Im nachfolgenden Scan kann man einige Aufdruckmotive sehen, die die rumänische Post verwendete, um ältere Marken wieder verkaufen zu können:



Die Auflagen für die im vorherigen Beitrag genannten 120 verschiedenen Marken bewegen sich zwischen 30.000 Stück (Mi-Nr. 5353) und 5,2 Mio Stück (Mi-Nr. 5314, siehe letzte Reihe, 3. Marke auf dem Scan). Die beiden Blocks belaufen sich auf 10.000 (Bl. 362) bzw. 76.426 Stück (Bl. 309).

Teilweise ist die seinerzeit zur Markenentwertung verwendete Stempelfarbe wasserempfindlich; daher einige verschmierte Stempelabschläge bei abgelösten Marken!

Gruß
Pete
 
rostigeschiene Am: 25.03.2009 23:38:55 Gelesen: 156997# 38 @  
Hier ein schöner Beleg aus Malaysia



Gruß
Rostigeschiene
 
asmodeus Am: 26.03.2009 07:10:22 Gelesen: 156985# 39 @  
Hier eine private Einschreibenganzsache mit Zusatzfrankatur aus Großbritannien. R- Zettel: "Vom Auslande über Bahnpost 1 Holzminden- Berlin. Eingeschrieben"


 
Pete Am: 12.04.2009 12:06:13 Gelesen: 156839# 40 @  
Letztes Wochenende fand ich auf einem Tauschtag in Sachsen 2 Einschreibebelege aus Nigeria in einer Krabbelkiste, gelaufen von Lagos (Nigeria) an eine Postfachanschrift in 33... Bielefeld. Beide Belege weisen das B4-Format auf, daher nachfolgende Scans nur als Ausschnitte.

Der Beleg Nr. 1 zeigt links oben in dem Ausschnitt die aktuelle Version nigerianischer Einschreibeaufkleber. Als die Sendung in Deutschland ankam, erhielt diese seitens der Deutschen Post einen deutschen Einschreibeaufkleber:



Besonders auffällig ist die Markenentwertung:



Der Beleg Nr. 2 zeigt wie Nr. 1 die gleichen Einschreibeaufkleber aus Nigeria und der Deutschen Post. Bei diesem Brief ist die Frankatur auffällig, entwertet am 02.12.2008:



Die linke Marke zu 500 Niara wurde am 23.05.1990 verausgabt und stellt bisher die höchste Nominale auf Marken aus Nigeria dar. Ursprünglich handelt es sich laut Michel bei dieser Ausgabe (Mi-Nr. D546) um eine Gebührenmarke, betrug das Porto für einen Standartbrief seinerzeit nach Deutschland weniger als 1 Niara; die höchste bis 1990 sonst verausgabte Nominale als Freimarke betrug 2 Niara.

Seit 1990 hat die Inflation in Nigeria zugeschlagen, so dass augenscheinlich auch die früher als Gebührenmarken genutzte Mi-Nr. D546 als Freimarke dient. Am 13.02.2009 lag der Wechselkurs 1 Euro = 191,70 Niara (http://de.wikipedia.org/wiki/Naira).

Die häufigsten Vertreter aus dem 4 Marken umfassenden Satz Mi-Nr. A-546-D546 stellen die Werte zu 20 Niara (Steinwall) und 50 Niara (Steinbrücke) dar, die bereits häufiger zum Schaden der Post gefälscht wurden (Bsp. Beitrag 44 auf http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=156&CP=0&F=1).

Gruß
Pete
 
Polen-Anton Am: 13.04.2009 19:57:23 Gelesen: 156766# 41 @  
Warum hat dieser Brief zwei Einchreibezettel? Ab etwa 1908 hat sich die russische Post -als Gründungsmitglied des Weltpostvereins- verpflichtet, für die Auslandspost französischsprachige Zettel zu verwenden.

Offensichtlich hatte man auf dem Postamt Lodsch 3 noch keine numerierten Zettel für den Auslandsverkehr. Darum hat man den russischsprachigen so überklebt, dass die Nummer noch sichtbar ist.

Gruss,
Polen-Anton


 
Richard Am: 21.04.2009 17:51:17 Gelesen: 156712# 42 @  
Was ist von diesem Einschreibebrief zu halten, der in meinem Nachbarort Hünfeld versandt wurde ? Die Ondal GmbH ist dort der größte Arbeitgeber und eine Tochtergesellschaft der Wella AG.

Der Brief scheint philatelistisch beeinflusst, aber echt gelaufen zu sein, mit Not-Einschreibezettel. Waren diese in 1949 noch üblich ?

Auf der Rückseite befindet sich ein Ankunftstempel Hanau vom 25.03.49, dieser ist im Anschriftenteil spiegelschriftlich ganz schwach zu erkennen.

Schöne Grüsse, Richard


 
Bahnpoststempel Am: 23.04.2009 19:53:46 Gelesen: 156642# 43 @  
Bahnpostwertnachweise mit Einschreibnummernzettel und Wertnummernzettel auf Wertnachweisen.

Sehr selten, wird somit keiner kennen?
 
Jürgen Witkowski Am: 23.04.2009 20:02:05 Gelesen: 156638# 44 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

Ich bin überzeugt davon, dass sich die Leser dieses Themas, genau wie ich, sich darüber freuen würden, wenn Du uns dergleichen einmal zeigen und erläutern würdest.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
duphil Am: 23.04.2009 20:11:43 Gelesen: 156634# 45 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

>>>Verzweiflungsmodusan<<<

Hallo Bahnpoststempel!

Jetzt ist es soweit! Mir reicht es! Du hast mir in so vielen Themen hier in letzter Zeit mit Deinen Andeutungen und Fragen zum (weitläufigen) Bereich Bahnpost den Mund wässerig gemacht. Darum bitte ich Dich dringenst:

Schreibe endlich etwas zur Bahnpost und zeige mir Belege aus Deiner Schatztruhe !

Mit freundlichen Gruß
Peter

>>>Verzweiflungsmodusaus<<<

PS: Jürgen war mal wieder schneller! Ich würde mir auch wünschen, dass Du Die Zeit und auch die Möglichkeit hast, uns Belege zu zeigen und diese zu kommentieren bzw. zu beschreiben. Den oberen Absatz bitte mit Humor nehem.
 
Pilatus Am: 24.06.2009 15:45:56 Gelesen: 156299# 46 @  
Hier ein gut erhaltener R.-Brief von Kanada nach Berlin, der reichlich Fragen aufwirft.
Die Marken weisen auch nicht die geringsten Spuren eines Stempels auf.
Aber der "Spempel " Einschreiben mit Regetrier-Nr" ist klar zu erkennen.
Ist der Brief nun gelaufen oder nicht? Wenn ja, hätte er nachträglich entwertet werden müssen.



Anmerkung der Redaktion: Verschoben aus dem Thema: Stempel Schau - schön, selten oder kurios
 
Henry Am: 24.06.2009 16:25:03 Gelesen: 156295# 47 @  
@ Pilatus

Die nachträgliche Entwertung bringt nichts, weil die Marken im Zuständigkeits- bereich der DPAG nicht verwendet werden können. Und was die kanadische Post aus einer Wiederverwendung macht, kann der DPAG egal sein. Geht nicht zu ihren Lasten. Ein anderes Problem ist allerdings die Registrierung. Die kann aber in den entsprechenden Nachweisen durchaus erfasst sein, auch ohne dass auf dem Brief etwas sichtbar ist.
Aber den Gesamtumständen nach halte ich den Brief trotzdem für gelaufen,
meint
Henry
 
Pommes Am: 24.06.2009 16:59:39 Gelesen: 156282# 48 @  
@ Henry

DPAG ... In der DDR?

Ansonsten denke ich, dass Du recht hast und der Brief gelaufen ist, weil er doch zumindest eingeliefert worden ist. Über die Kennzeichnungen bei R-Sendungen in der DDR aus dem Ausland, muss ich auch passen. (Vielleicht hat das MfS den Brief ja einbehalten?)

Gruß
THOMAS
 
Henry Am: 24.06.2009 17:11:35 Gelesen: 156277# 49 @  
@ Pommes

Muss das noch zu DDR-Zeiten gewesen sein wegen der Anschrift? Und wenn, dann gilt sicher das gleiche, wie wenn es die DPAG betroffen hätte. Ich zumindest sehe keinen Unterschied.
Aber danke für den Hinweis, ich habe nicht genau genug hingesehen.
Gruß
Henry
 
Pilatus Am: 24.06.2009 21:48:24 Gelesen: 156252# 50 @  
@ Pommes Hall Thomas, aber wie ist er dann bei der Adressatin gelandet ? Ich habe mehrere Belege die an sie gerichtet sind. Gruß Pilatus
 
AfriKiwi Am: 25.06.2009 00:48:20 Gelesen: 156238# 51 @  
@ Pilatus

Hallo Lothar,

Da war keine sprache vom einem Ankunftstempel auf der Rückseite, ist da einen ?

Wenn wohl ist er gelaufen.

Erich
 
DL8AAM Am: 25.06.2009 14:29:04 Gelesen: 156211# 52 @  
Tja, sorry Richard, habe Probleme den Beleg in eine richtige Kategorie einzuordnen.

(Moderne) Militärpost, (internationale) Einschreiben oder AFS würden passen. ;-)

Da er bei mir unter der Kiste "Militär" läuft stelle ich ihn hier herein.

Und der Grund: Das Ding gefällt mir ausgesprochen gut, einfach nur schön (für mich):



Einschreibebrief des tschechischen Verteidigungsministeriums. Verschickt wurde ein Funkempfangsbestätigungs-QSL-Brief für eine abgehörte tschechische Luftwaffennavigationsfunkstation ( Abb. auf http://freenet-homepage.de/troesne/QSL_NDB-RA.jpg ). Frankiert mit einem AFS (50.00 Kr), der an die Aufnahme der Tschechischen Republik in die NATO zum 12.03.1999 erinnert.

Stellt der blaue Aufkleber links den eigentlichen Einschreibezettel dar, oder der gelbe rechts? Hier könnte eine eventuell notwendige Zusatzfranktur mit dargestellt werden. Der AFS reichte wohl, deshalb steht hier "0.00". Kenne mich leider mit den Einschreiberitualen der CZ Post nicht aus. Sorry!

Auf der Rückseite (besser hier als was zu überkleben) findet sich das entsprechende Einschreibelabel der DPAG. War aber wohl auf der Rückseite zu versteckt für den Briefträger, denn das Kontrollstrichkodelabel wurde vom Austräger nicht entfernt. Sonst fehlt dieser Klebezettel ja i.d.R., d.h. der Einschreibebrief wurde von der DPAG nicht korrekt rückverfolgbar behandelt?



Gruß

Thomas

[Anmerkung der Redaktion: Da es in der Hauptsache um das Einschreiben geht, nach hierhin verschoben.]
 
Pilatus Am: 25.06.2009 18:30:19 Gelesen: 156178# 53 @  
@ AfriKiwi [#51]

Hallo Erich,

Ankunftssttempel waren in der DDR (zumindest in der Zeit) nicht üblich.

Gruß Pilatus
 
Pete Am: 25.06.2009 18:46:53 Gelesen: 156173# 54 @  
@ DL8AAM [#52]

Auf der Rückseite (besser hier als was zu überkleben) findet sich das entsprechende Einschreibelabel der DPAG. War aber wohl auf der Rückseite zu versteckt für den Briefträger, denn das Kontrollstrichkodelabel wurde vom Austräger nicht entfernt. Sonst fehlt dieser Klebezettel ja i.d.R., d.h. der Einschreibebrief wurde von der DPAG nicht korrekt rückverfolgbar behandelt?

Es scheint, als habe der Briefträger der Deutschen Post AG den Einschreibeaufkleber übersehen. Das passiert schon mal. *g*

Vorderseitig dürfte kein Platz mehr gewesen sein, diesen R-Zettel aufzubringen. In der Anfangszeit wurde dieser R-Aufkleber auch (leider) gern einmal mitten auf die Markenfrankatur geklebt. In der philatelistischen Presse wurden dann mehrere Beispiele über einen längeren Zeitraum veröffentlicht.

Gruß
Pete
 
Stempelwolf Am: 28.06.2009 01:06:00 Gelesen: 156105# 55 @  
Bei diesem Bank-Brief aus Aichtal (9.10.1984) nach Stuttgart wurde nicht nur nachträglich das Porto eingezogen sondern es wurde auch bei der Ankunft festgestellt, dass der Einschreibezettel fehlte. Daher trägt dieser Beleg den R-Stempel: "R Nr. .... Nummernzettel fehlt. Als Ebf behandelt .... Unterschrift" und diesen befüllt mit dem Ankunftstempel von Stuttgart 10.10.1984 sowie einem handschriftlichen Kürzel des Postbeamten.



Bei diesem Bank-Brief aus Zaberfeld nach Stuttgart wurde bei der Ankunft der links unten angebrachte R-Zettel übersehen. Es wurde der R-Stempel aufgebracht und bereits mit dem Ankunftstempel versehen als der R-Zettel doch bemerkt wurde. Also hat man den R-Stempel wieder mit Blaustift ausgestrichen.



Bei diesem Bank-Brief aus Haigerloch nach Stuttgart wurde bei der Aufgabe der R-Zettel so unglücklich von der Rolle abgerissen, dass ein Drittel der Registrierungsnummer fehlte. Kurzerhand wurde die Nummer und der Rahmen des Zettels mit Kugelschreiber ergänzt.



Beste Grüße
Wolfgang
 
AfriKiwi Am: 28.06.2009 10:37:04 Gelesen: 156089# 56 @  
@ Pilatus [#53]

Hallo Pilatus,

Danke, jetzt bin ich auch schon schlauer. ;)

Erich
 
Carolina Pegleg Am: 15.07.2009 17:03:21 Gelesen: 155879# 57 @  
Ich hatte es falsch thematisch plaziert als Randbemerkung einmal im Thema "Die ersten Jahre des Streifbandes bzw. Kreuzbandes als Ganzsache" unter #13 angesprochen. Jedenfalls, so ist es in den USA vorgeschrieben:

Einschreibebriefe sind auf der Vorderseite mit dem Wort "REGISTERED" in Grossbuchstaben und der Registriernummer zu kennzeichnen. Auf der Rückseite sind zwei lesbare Stempelabschläge vorgeschrieben, wenn möglich über dem Verschluss des Umschlages. Es gibt hierfür teils besondere Poststempel mit der Inschrift "registered." Der Poststempel darf nicht auf der Vorderseite abgeschlagen werden. Die Marken werden daher typischweise mit sonstigen reinen Entwertungsstempeln entwertet. Für die Entwertung der Marken ist schwarze Farbe vorgeschrieben, für die Stempel auf der Rückseite violett. Auf der Rückseite findet sich dann noch der vorgeschriebene Eingangsstempel des Empfängerpostamtes. Abweichung und Fehler aus Nachlässigkeit finden sich natürlich gelegentlich, z. B. Fehlverwendung des registered Poststempels zur Markenentwertung etc.

Die Einschreibegebühr betrug seit dem 1.1.1900 8 cent zusätzlich zum Briefporto. Am 1.11.1909 wurde die Gebühr auf 10 Cent erhöht. Dieser Tarif galt bis 1920. Der gezeigte Brief von 1914 von Chicago nach Orlando hat noch die weitere zusätzliche Dienstleistung "return receipt" = Rückschein.




Kein besonders schönes Stück. Ich musste ganz schön wühlen einen passenden Brief zu finden, da ich sowas nicht sammele. Auch sind mir die Scans vielleicht ein bisschen klein geraten, da ich bei dem grossformatigen Brief etwas zu viel korrigiert habe. Ich denke man kann die Merkmale trotzdem noch erkennen.
 
Carolina Pegleg Am: 15.07.2009 17:22:55 Gelesen: 155875# 58 @  
@ Carolina Pegleg [#57]

Hier noch ein weiterer vorschriftsmässiger Einschreibebrief. Gesendet in 1942 von einem Soldaten von Florence, SC nach Mount Vernon, NY. Anstelle eines ovalen Killers, wurden die Marken mit einem stummen Doppelkreis entwertet. Ansonsten sind alle Merkmale identisch.


 
Gerd Am: 21.10.2009 13:08:57 Gelesen: 154433# 59 @  
Hallöchen,

ich habe etwas sehr Seltenes gefunden: Eine Einschreibkarte! Und noch dazu vor 1945! War das damals üblich?



Auf der Rückseite (eigentlich Vorderseite) ist das zu sehen.



Habe auch noch Schweizer Briefe. Aber von schön kann dabei keine Rede sein.

MfG Gerd
 
Gisi Am: 04.12.2009 07:10:00 Gelesen: 153652# 60 @  
Hallo liebe Spezialisten!

Darf ich annehmen, dass es sich bei diesem Beleg um ein Einschreiben handelt, was ausserdem für einen bestimmten Wert versichert ist (Wertbrief?). Auf dem Siegel steht The National Bank Limited London.

Für mich ist das ein besonders interessanter Beleg. Fräulein von Anker war Hofdame am Hause Sachsen Coburg Gotha und hatte ihre Residenz in der Oberen Klinge 1 bis zu ihrem Tode im Jahr 1946, eine Adresse, die mir bekannt ist.

Würde mich freuen mehr Auskunft über diesen Beleg zu bekommen.

Besten Dank,
Sammlergruss,
Gisi



 
asmodeus Am: 04.12.2009 07:28:31 Gelesen: 153648# 61 @  
@ Gisi [#60]

Es ist eine Einschreibeganzsache Michel EU 36 oder 37. Schau mal, ob unter dem R- Zettel ein dicker Formatbuchstabe ist. Wenn ja, ist es EU 37.

Deine Ganzsache war ein versicherter Wertbrief über den Betrag von 12 Pfund und 10 Shilling. R-Zettel und Druckbemerkung Einschreibegebühr wurden durchgestrichen. Der Brief wog 22 gr.
 
Gisi Am: 05.12.2009 01:20:59 Gelesen: 153603# 62 @  
@ asmodeus

Besten Dank für die ausführliche Beschreibung des versicherten Wertbriefes. Er wurde an der rechten Seite geöffnet und es ist etwas schwierig durch den dicken Umschlag den R-Zettel zu "durchleuchten".

Könnte es sein, dass ein dickes G der Formatbuchstabe ist?

Nochmals vielen Dank,
Gruss Gisi
 
Martinus Am: 06.12.2009 14:53:08 Gelesen: 153559# 63 @  
Warum wurde der R Zettel handschriftlich geändert?



Habe heute diesen Brief ertauscht. Meine Frage, warum wurde der R-Zettel handschriftlich geändert, vor allem da das Postamt ja auch nicht diese Nummer trägt?



Und was ist das ab im München Stempel?

Vielen Dank für die Info.

Martinus
 
Martinus Am: 11.12.2009 21:04:07 Gelesen: 153394# 64 @  
Habe direkt noch eine Frage, warum ist diese Portoverwendung im Briefekatalog nicht aufgeführt?

Es ist doch portogerecht, heißt 24 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für das Einschreiben!

Kann mir jemand helfen?
 
Jürgen Witkowski Am: 11.12.2009 21:19:03 Gelesen: 153391# 65 @  
@ Martinus [#63]

Bei dem Münchner Stempel handelt es sich um einen aptierten Stempel aus dem III. Reich, der weiter verwendet wurde. Das "ab" sind die Unterscheidungsbuchstaben.

Einige Vergleichsstücke findest Du unter diesem Thema im Beitrag [8]:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=858&CP=0&F=1

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Pete Am: 12.12.2009 17:21:55 Gelesen: 153362# 66 @  
@ Martinus [#64]

Habe direkt noch eine Frage, warum ist diese Portoverwendung im Briefekatalog nicht aufgeführt ?

Der Michel-Briefe-Katalog listet im Normalfall lediglich Einzel- (EF), Mehrfach- (MeF) und Mischfrankaturen (MiF) auf, unabhängig davon, wie diese zustande kommen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Beleg mit entsprechender Frankatur portogerecht ist.

Wenn man nach den Verwendungsarten sammelt, können je nach Verwendungsdauer einer Serie (z.T. über mehrere Portoperioden hinweg) verschiedene Verwendungsarten zustande kommen.

So kann es sein, dass die Einzelfrankatur einer bestimmten Briefmarke für Beleg A die Normalerhaltung darstellt, während Beleg B und C mit dieser Einzelfrankatur (große) Seltenheiten darstellen (Bsp. von muemmel siehe Beiträge 48, 49 und 50: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1155&CP=0&F=1#newmsg).

Bei der Masse an Portostufen kann der Michel nicht jede einzelne Verwendungsform (in deinem Beispiel als Einschreiben) darstellen, speziell wenn es sich um Mehrfachfrankaturen handelt. Gerade unter der Verwendung von kleinen Nominalen kann sich der Sammler richtig "austoben" (Bsp. Verwendung der kleinen Werte aus der aktuellen Dauerserie "Blumen" ab Beitrag 78 von Henry: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=472&CP=0&page=3).

Je nach Größe des eigenen Sammelgebietes kann man relativ zügig ein Gefühl dafür bekommen, welche Portostufendarstellungen mittels Briefmarken häufig (d.h. die Regel) und welche selten sind. Hierbei zu beachten sind auch die Möglichkeit des Verwendungszeitraumes (Ausgabedatum der Marke - maximal Gültigkeitsende) über Verfügbarkeit am Schalter (abhängig von der Briefmarkenmenge bzw. Verteilung an die Schalter seitens der Oberpostdirektion bzw. dessen Nachfolger) bzw. Automaten bis hin zum Verkauf und Akzeptanz bei der Bevölkerung (letzteres dürfte die relative Seltenheit aktueller nassklebender Sondermarken erklären, d.h. selbstklebende Marken werden bevorzugt in der Postfiliale/ Postpoint verkauft). Gerade einige Infla-Marken wie z.B. die MiNr. 307 ist deswegen echt gestempelt so selten, weil diese Marke nur an einigen (wenigen) Orten im Deutschen Reich und nur wenige Wochen als EF, MeF bzw. MiF vernünftig verwendbar war, ohne gleich ganze Bogenteile bzw. Schalterbogen für die Frankatur eines einzigen Briefes aufwenden zu müssen.

Es ist doch portogerecht, heißt 24 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für das Einschreiben! Kann mir jemand helfen?

Richtig; 24 Pf für den Versand als Fernbrief bis 20g in der Portoperiode vom 01.03.1946 - 31.08.1948 und zusätzlich 60 Pf Einschreibegebühr. Eine Auflistung der Portostufen ab dem 01.12.1933 findet sich z.B. im Michel-Deutschland-Spezial-Katalog Band 2 vor der BRD Mi-Nr. 111.

Gruß
Pete

Nachtrag:

Ich hatte mir vor einigen Jahren einmal den Spaß gemacht, die Verwendungsmöglichkeiten der Briefmarken des Abstimmungsgebietes Oberschlesien (4 Portoperioden, verteilt auf knapp 2,5 Jahre von 1920-1922) in den häufigsten Verwendungsformen (Postkarte, Drucksache, Brief in diversen Gewichtsstufen mit/ ohne Zusatzleistung Einschreiben) als Einzel- und Mehrfachfrankatur für das In- und Ausland darzustellen. Da kam einiges zusammen, wie man die Briefmarken (Nennwerte von 2,5Pf - 20Mk) verwenden konnte. Hinzu kam zeitgleich die erstmalige Erstellung einer Auflistung der Druckdaten (Angabe ausschließlich der Tages- und Monatsangabe ohne Jahresangabe auf den Schalterbogen) der Briefmarken in zeitlicher Reihenfolge, verteilt auf die gesamte Abstimmungszeit (in Zusammenarbeit mit einem Sammlerkollegen), um Rückschlüsse auf das Vorhandensein diverser Marken am Postschalter ziehen zu können. Die Ergebnisse erklärten teilweise einiges an vorhanden Frankaturarten (EF; MeF; MiF) zur jeweiligen Portoperiode.
 
Martinus Am: 15.12.2009 20:45:32 Gelesen: 153263# 67 @  
Danke für die Hilfen !
 
Martinus Am: 26.02.2010 22:41:13 Gelesen: 152001# 68 @  
Neulich habe ich diese Karte bei ebay ersteigert. Dabei ist mir nun aufgefallen, dass im R-Zettel gar kein Ort steht. Ferner könnte ich mir denken, dass diese Karte gar nicht postalisch befördert wurde. Zum Stempel: Gibt es die Abkürzung Thüringerw. ? Wer kann mir dazu helfen?



Ich habe hier den Stempel einzeln eingescannt.

Hier nun der Beleg.


 
Kalmimaxiss Am: 27.02.2010 11:26:18 Gelesen: 151969# 69 @  
Es dürfte sich um ein R-Zettel-Provisorium handeln und der Name dürfte ausgeschrieben "Thüringerwald" bedeuten (siehe auch die Anschrift des Empfängers!).

Der Beleg ist sicher echt gelaufen!
 
Martinus Am: 27.02.2010 14:47:42 Gelesen: 151952# 70 @  
Die Frage ist aber, warum im R-Zettel keine Ortsangabe steht?

War so was damals üblich?
 
Martinus Am: 15.03.2010 21:09:06 Gelesen: 151636# 71 @  
Hier gleich noch ein Beleg! Wie kam es zu der langen Laufzeit? Ist dieser Brief doch in Kaiserslautern erst am 22.04.1944 zugestellt worden!


 
Polen-Anton Am: 24.03.2010 20:00:03 Gelesen: 151408# 72 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zur Frage über den blanko R-Zettel kann ich aus meiner Erfahrung mit polnischen Belegen sagen, dass solche 'blinde R-Zettel' auf manchem Postamt vorhanden waren, bzw. dorthin im Notfall befördert wurden.

Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. der Zettel wird ohne Ortsangabe gebraucht
2. der Name der Postanstalt wird handschriftlich eingetragen
3. der Name des Postamt wird mit einem Stempel eingetragen (auch bei deutschen Belegen bekannt)

Mit freundlichem Gruss,

Polen-Anton
 
chuck193 Am: 19.06.2010 05:09:28 Gelesen: 149358# 73 @  
@ Pilatus [#46]

Hallo Pilatus,

mit dem Brief von Canada, so etwas kommt in diesem Land schon öfter vor, meistens handelt es sich dabei um Briefe mit älteren Marken, die von den Post verarbeitenden Maschinen nicht anerkannt wurden, und aussortiert wurden.

Dann sollten die aber per Hand abgestempelt werden, was in vielen Fällen nicht gemacht wurde. Ich habe selbst einige Briefumschläge die von Calgary Stamps an mich kamen. Die haben alle Marken aus den '50er Jahren, obwohl sie in den '90er Jahren aufgegeben sind. Nur eine kleine Aufklärung für Deinen Brief.

Schöne Grüsse aus Canada,
Chuck
 
reichswolf Am: 19.06.2010 13:12:53 Gelesen: 149333# 74 @  
Zwei Belege aus meiner Heimatstadt Herzogenrath möchte ich heute zeigen, obwohl es sich leider nur um Briefvorderseiten handelt. Beide Einschreiben sind an die ASEAG in Aachen adressiert, beide sind frankiert mit der MiNr. 936 der Gemeinschaftsausgaben der Allierten Besetzung.

Beim ersten Beleg vom 22.04.1947 wurde wurde die Marke entwertet mit dem Zweikreisstegstempel HERZOGENRATH (KR AACHEN) g. Interessant an dem Beleg ist aber der geschnittene Noteinschreibezettel mit dem einzeiligen Gummistempel Herzogenrath sowie der Siegelstempel des Absenders, der liafarbene Einkreisstempel Zollgrenzkommissar Herzogenrath, der in der Mitte noch das Wappen der Rheinprovinz zeigt.



Der zweite Beleg zeigt den Tagesstempel MERKSTEIN 2 über HERZOGENRATH (KR AACHEN) a vom 31.03.1948. Auch hier ist für mich das interessanteste der Noteinschreibezettel, hier mit dem Einzeiler Merkstein 2.



Beste Grüße,
Christoph
 
Hawoklei Am: 19.06.2010 19:42:42 Gelesen: 149298# 75 @  
@ reichswolf [#74]

Hallo Christoph,

nachdem ich Deine schönen Belege angeschaut habe, fand ich in meinem Bestand gleich 4 Stücke mit Einschreibemarke + Handstempel der Orte!

Meinst Du nicht, dass es wohl mehr der Normalfall war in den ersten Jahren nach Kriegsende? Es haperte doch an allen Ecken und Enden!

Beste Sammlergrüsse
Hans


 
reichswolf Am: 19.06.2010 20:20:44 Gelesen: 149289# 76 @  
@ Hawoklei [#75]

Hallo Hans,

natürlich war das ganz normal, da, wie du richtig schreibst, der Mangel- der Normalzustand war. Interessant sind diese Belege dennoch, in meinem Fall brauche ich sie für meine Heimatsammlung.

Man kann aber z.B. auch eine generelle Sammlung zum Thema Notmaßnahmen aufbauen, in der dann die Noteinschreibezettel, Notganzsachen, Notentwertungen, Barfrankaturen etc. gezeigt werden.

Eine solche Sammlung kam im November 2009 bei Harlos unter den Hammer, der Katalog dazu ist eine wahre Wonne für jeden einigermaßen Interessierten.

Beste Grüße,
Christoph
 
reichswolf Am: 10.09.2010 22:46:13 Gelesen: 147602# 77 @  
@ Hawoklei [#75]

Heute habe ich einen weiteren Beleg bekommen, der gut zu unserem letzten Thema, den Notmaßnahmen, passt. Es handelt sich dabei um einen eingeschriebenen Brief der zweiten Gewichtsstufe vom 26.06.1946, frankiert mit einer MiNr. 925W (= Walzendruck, erkennbar an den Walzenstrichen auf dem Unterrand) und einer 936 der Gemeinschaftsausgaben der Alliierten Besetzung. Die verklebten 108 Pfennig setzen sich zusammen aus 48 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für die Einschreibung.

Die Marken wurden entwertet mit dem wiederverwendeten Vorkriegsstempel AACHEN 4 d. Bei diesem Stempel wurde der Stern vor der 4 aptiert. Er wurde nach Kriegsende wiederverwendet, weil ein Mangel an neuen Stempel herrschte. Ebenso fehlte es an Einschreibezetteln, weswegen das Postamt Aachen 4 einen Gummistempel mit der Inschrift R Aachen 4a anschaffte, in den die Einschreibenummer handschriftlich eingetragen wurde.

Der Brief lief nach Hofheim am Taunus, wo er rückseitig ebenfalls einen wiederverwendeten Vorkriegsstempel als Ankunftstempel bekam. Leider ist dieser schlecht abgeschlagen und kaum mehr lesbar.



Beste Grüße,
Christoph
 
DL8AAM Am: 03.08.2011 19:08:25 Gelesen: 139126# 78 @  
Ich wollte dieses Thema wieder reaktivieren, da ich gestern einen schönen passenden Einschreibebrief aus Chile bekommen habe, der rückseitig auch ein Benachrichtigungslabel der DPAG zeigt:



Einschreibebrief der Gemeindeverwaltung von Juan Fernández, mit Sitz im kleinen 600 Einwohnerort San Juan Bautista auf der Insel Robinsón Crusoe (bis 1966 "Isla Más a Tierra"), einer Inselgruppe etwa 600-700 Kilometer westlich vor dem chilenischen Festland sehr isoliert und einsam im Südpazifik gelegen. Interessanterweise finde ich keinerlei Frankierhinweis auf dem Umschlag (sind Gemeindeverwaltungen in Chile portofrei > Dienststempel?), es wurde lediglich ein Tagesstempel der Filiale ("Sucursal") "Isla Robinsón Crusoe" vom 8. Juli 2011 abgeschlagen. Das ursprüngliches Einschreibelabel (mit gleicher RR...CL-Sendungssummer) wurde 10 Tage später am 18. Juli überklebt ("Sucursal Admission Grandes Usuarios", ich glaube das heisst sowie "Eingang bei der Hauptpostfiliale"? in Santiago?).

Interessanterweise steht hier auch wieder "$0", ggf. ein weiterer Hinweis auf eine portofreie Behandlung? In Deutschland von der DPAG erneut gelabelt und später mit einem Lagerungsablaufstempel 9.8.2011 versehen. Das dazugehörige Benachrichtigungslabel vom 01.08.2011 findet sich rückseitig, d.h. der Brief brauchte von dieser Südseeidylle knapp 1 Monat bis zu mir. ;-)

Die Insel Robinsón Crusoe ist übrigens wirklich der Schauplatz des gleichnamigen Romans von Daniel Defoe ("kürzlich" haben Archäologen auch passende Artefakte ausgraben können), nur das der echte Robinson eigentlich Alexander Selkirk hiess, ein schottischer Seemannder der Anfang des 18. Jahrhunderts (um ca. 1705) hier einige Jahre verbringen durfte. Nach ihm selbst wurde Ende der 1960er Jahre eine Nachbarinsel benannt. Im ersten Weltkrieg erlangte die Insel wieder etwas Berühmtheit, da sich 1915 hier der deutsche Kreuzer Dresden nach einem Gefecht selbst in die Luft sprengte, aber erst nachdem sich die gesamte Mannschaft inklusive Bordhund und Bordpapagei auf die Robinsón Crusoe-Insel retten konnte, mit dabei auch ein junger Leutnant namens Canaris.

Der Handstempel ist gerade auch in die Stempeldatenbank, als erster chilenischer Stempel, hochgeladen. ;-)

Gruß
Thomas
 
Manne Am: 06.08.2011 16:13:44 Gelesen: 139011# 79 @  
Hallo zusammen,

hier ein Einschreiben von Schwenningen vom 9.9.1893.

Gruß
Manne


 
westfale1953 Am: 07.08.2011 09:01:42 Gelesen: 138959# 80 @  
Hallo,

ich hätte da einen Brief aus den USA nach Deutschland, frankiert mit $ 4,65 (Einschreiben, Rückschein, Luftpost).

Schönen Sonntag noch

Bernhard


 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:21:30 Gelesen: 126804# 81 @  
Hier ein Einschreiben, das der Deutschen Bundespost Extraarbeit gebracht hat. Vorderseite:



und Rückseite:



Mit diesem Beispiel, denke ich, dürften sich auch die Fragen von Walter: "Sind normale Einschreiben es wert sie aufzuheben ? Normale Briefe aus der Tagespost haben mehr oder weniger Gebrauchsspuren, hebt man die auf oder weg damit ?" aus dem Strang 'Sieger Briefe, Ganzsachen, Einschreiben - aufheben oder weg damit ?' beantwortet haben. Seht Euch die beiden Marken auf dem Beleg an: An Gewöhnlichkeit nicht zu überbieten, oder? Aber so, auf diesem Beleg (einschließlich seiner Gebrauchsspuren) da sind sie meiner Meinung nach deutlich mehr wert.

Phile Grüße
EdgarR
 
EdgarR Am: 15.04.2012 20:48:11 Gelesen: 126792# 82 @  
Und zur Abwechslung mal einer mit einem deutlich längeren Beförderungsweg aber - nicht zuletzt wegen des anderen Materials (der gesmte Umschlag besteht aus einer recht robusten PVC-Folie) - praktisch OHNE Gebrauchsspuren. Sogar der Preisbäpper vom Post Shop klebt noch drauf: 7,50 NZ-$.


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:00:21 Gelesen: 126787# 83 @  
Und noch einer, diesmal aus Grossbritannien:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:10:48 Gelesen: 126782# 84 @  
Und noch einer, diesmal ein eingeschriebener Experessbrief, ab in ZIELONA GÓRA (ehemals: Grünberg/Niederschlesien) am 3.1.77, an in Bergisch Gladbach am 8.(!)1.77.



Nur die Durchlaufstempel der Bundespost auf der Rückseite sind lesbar, diejenigen aus Polen nur fragmentarisch:


 
EdgarR Am: 15.04.2012 21:25:19 Gelesen: 126779# 85 @  
Und ein eingeschriebener Luftpostbrief aus Spanien:

Die speziellen sechseckigen Stempel sind nur für eingeschriebene Sendungen ('Certificado', unten). Oben zusätzlich: 'Correo Aero', also Luftpost.

Deshalb: Bei der Aufgabe in Madrid kein R-Zettel erforderlich, der Stempel genügt. Dementsprechend von der Deutschen Bundespost der spezielle R-Zettel 'Einschreiben aus dem Ausland' und die dazu gestempelte R-Nummer (R-736).



Aufgegeben 7.5.87
 
Georgius Am: 16.04.2012 17:31:04 Gelesen: 126702# 86 @  
Ein Einschreiben aus Krakow (Polen) nach Berlin mit Benachrichtigungsvermerk und Aufbewahrungsfrist. Das Schöne daran ist für mich die Einzelfrankatur, die sich von ansonsten vielen Mischfrankaturen positiv abhebt.



Abgesendet am 7.10.2011, Zustellversuch am 18.10.2011, Lagerfrist bis 28.10.2011.

Viele Grüße
Georgius
 
reichswolf Am: 21.04.2012 19:24:20 Gelesen: 126277# 87 @  
Ein Einschreiben der zweiten Gewichtsstufe vom 19.09.1946, gelaufen von AACHEN 1 c nach Berlin-Zehlendorf bzw. eigentlich nach Kleinmachnow, das scheinbar postalisch über Zehlendorf versorgt wurde. Der Tschaikowskiweg liegt jedenfalls nur ca 200 m außerhalb der Berliner Stadtgrenze. Der Beleg zeigt gleich zwei Notmaßnahmen, die durch den Rohstoffmangel der Nachkriegszeit nötig waren. Erstens wurde ein alter Tagesstempel verwendet, obwohl dieser in einem erbärmlichen Zustand war (beide Sehnen sind fast vollständig herausgebrochen). Zweitens wurde ein Noteinschreibezettel verwendet. Diese Blanko-Einschreibezettel wurden mittels Handstempel, hier Aachen 1 in Fraktur, "ihrem" Postamt zugeordnet. Mich hat an dem Beleg gereizt, daß hier ein Randstück dieser Zettel verklebt wurde.

Rückseitig findet sich dann noch der Ankunftstempel (1) BERLIN-ZEHLENDORF 1 d vom 22.09.1946.

Beste Grüße,
Christoph


 
westfale1953 Am: 21.04.2012 19:56:42 Gelesen: 126266# 88 @  
Hier ein ungewöhnlich frankierter Einschreibebrief mit Rückschein per Luftpost aus den USA nach Deutschland.

Einen schönen Abend noch wünscht

Bernhard


 
DL8AAM Am: 11.09.2012 18:14:21 Gelesen: 120273# 89 @  
Hier ein für mich interessantes neueres Einschreibelabel.



Scheinbar bietet die DPAG Großeinlieferern hier it die Möglichkeit ihre Einschreibelabels selbst zu drucken, inkl. der Empfängeranschrift:



Hat jemand nähere Informationen zu diesen selbst erzeugten Einschreibelabel?

Es gibt inzwischen auch Einschreibe-Internetmarken.

Gruß
Thomas



http://www.philaseiten.de/beitrag/54140
 
Nachtreter Am: 11.09.2012 19:09:38 Gelesen: 120251# 90 @  
@ DL8AAM [#89]

Das obere Label müßte mit der kostenlosen Versandsoftware "PostKIT" der Deutschen Post AG erstellt worden sein (unabhängig von der Freimachung wie Internetmarke/Stampit oder Frankit). Auf der Internetseite der Deutschen Post AG findest Du in der Suche unter dem Begriff "PostKIT" mehr Infos, ich glaube man auch die ganze Software runterladen.

Einen schönen Abend noch,

Nachtreter
 
DL8AAM Am: 12.09.2012 15:35:03 Gelesen: 120169# 91 @  
@ Nachtreter [#90]

Besten Dank. Ich habe mir das Handbuch [1] auf der DPAG Seite mal angeschaut und das dort gezeigte Beispiel entspricht in der Form (bis auf die Unterstreichung des Absenders) "meinem" Label und wieder eine neue Einschreibevariante in der Sammlung. ;-)



Beste Grüße
Thomas

[1]: "PostKIT 7.1: Die Versandsoftware für EINSCHREIBEN und NACHNAHME für Gewerbe- und Geschäftskunden" - http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/p/postkit/postkit_handbuch_v7_1.pdf
 
Martinus Am: 28.01.2013 20:36:38 Gelesen: 116117# 92 @  
Als die Post noch schnell war - "Kölner Dom"

Wir schreiben den 1. April 1949 und betreten ein Postamt in Solingen Wald, weil wir noch schnell einen Brief aufgeben möchten. So stelle ich mir die Scene vor. Bitte, ich hab es eilig. Der Brief muss schnell beim Empfänger sein und bitte am besten noch heute?

Nicht möglich?

Ich kann hiermit belegen, dass es geht:



Wenn man sich also das Datum anschaut, dann ist es der 1.4.1949 16 - 17 Uhr (kurz vor Torschluss).



Heute noch, nicht möglich - aber morgen wird man als Antwort gehört haben. Dennoch war der Beleg schon heute im Empfänger Postamt - naja, von einem Stadtteil zum nächsten.

Der 1.4.1949 8 - 9N

Der Brief wurde vermutlich am 02.4.1949 zugestellt und das nach noch nicht mal 24 Stunden!

mit Sammlergruß martinus

P.S.: Wenn ich heute etwas schnell verschicken möchte, dann per express - dieser Hinweis fehlt hier aber!
 
Heinrich3 Am: 17.02.2013 18:23:37 Gelesen: 115441# 93 @  
Bevor der Beleg in die Tonne wandert, zeige ich hier den einfachen, mit der Hand ausgefüllten Einschreibe-Zettel aus Encarnacion in Paraguay.


 
Gerhard Am: 18.02.2013 12:12:58 Gelesen: 115375# 94 @  
@ am1937a [#93]

Warum in die Tonne, so etwas ist doch sammelwürdig, auch wenn die linke Marke eindeutig ein Knochen ist.

Gerhard
 
Heinrich3 Am: 18.02.2013 15:21:45 Gelesen: 115362# 95 @  
Beide Marken sind oben beschädigt, auf der Rückseite sind noch 2 weitere beschädigte Marken (alle der gleiche Markentyp), außerdem wurde sowohl vorne wie hinten je eine Marke (vom Vorbesitzer?) ausgeschnitten.
 
DL8AAM Am: 28.02.2013 21:19:57 Gelesen: 114916# 96 @  
Hier ein echtes Bedarfsbeispiel für das neuere Layout der Einschreibenmarke "Zusatzentgelt bezahlt"-Label der DPAG:



Einschreibelabel mit Briefmarkeneigenschaft (Barcode und zusätzlichem 2D-Matrixdatenkode), Text in Großbuchstaben "ZUSATZENTGELT BEZAHLT". Bei der direkten, älteren Vorgängerform dieser Briefmarke wurde der Schriftzug 'normal großklein' geschrieben, d.h. "Zusatzentgelt bezahlt" [1].

Diese Labels werden wie Briefmarken verkauft und sind wie diese "jederzeit später, von jedermann und von überall" verwendbar. Sie decken den Portoanteil für das Zusatzentgelt EINSCHREIBEN ab, d.h. das normale Briefporto (hier 58 Cent) muss vom Kunden in sonstiger Form (hier als Briefmarke, entwertet per Handstempel "LAATZEN 3 / b / 30880" am 27.02.2013) zusätzlich aufgebracht werden.



Nicht so häufig.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.jolschimke.de/label/das-neue-layout-der-einschreibenmarke.html
 
Lothar Schrapp Am: 01.03.2013 18:29:02 Gelesen: 114837# 97 @  
Jetzt ein älteres Einschreiben, das am 12.07.1882 vom Königlichen Amtsgericht Burgsteinfurt als Zwangsversteigerungs-Patent, so die Bezeichnung durch das Gericht, nach Münster geschickt wurde. Der Stempelabschlag in Burgsteinfurt erfolgte am 26.07.1882; noch am selben Tag die Ankunft in Münster i. W. / 1. - nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr. Burgsteinfurt liegt ja auch fast vor der Haustür von Münster.



Die Rückseite des Faltbriefes habe ich nicht eingescant, da ich nicht ausschließen kann, dass noch Nachfahren des Schuldners leben.

Mit Sammlergruß
Lothar Schrapp
 
drmoeller_neuss Am: 10.03.2013 21:10:09 Gelesen: 114242# 98 @  


Einschreibebrief aus Salimiyah aus Kuwait vom 03. August 1988 an die Deutsche Bank in Duisburg.
 
baerandre Am: 28.01.2014 00:03:17 Gelesen: 105230# 99 @  
Hallo zusammen,

damit der Thread nicht vollkommen in Vergessenheit gerät, habe ich auch noch einen Beleg, der hier hin passen könnte.



Aus 1924 vom Postrechnungsamt ein Einschreiben nach Falkenberg in Schweden.

Vielleicht sammelt ja der ein oder andere auch Einschreibebelege und kann hier den einen oder anderen einstellen.

Gruß

Andre
 
Sachsendreier53 Am: 12.02.2014 09:24:14 Gelesen: 104890# 100 @  
Einschreiben/Postauftrag mit R-Zettel Görlitz 3 964 c vom 12.7.1934 nach Großröhrsdorf in Sachsen.

Vorder- und rückseitig ist das Kuvert mit dem Ankunftstempel/Werbestempel versehen, Großröhrsdorf 13.7.34. 5-6 Hauptsitz der Band-Industrie Sachsens



mit Sammlergruß,
Claus
 
Altmerker Am: 20.04.2014 17:50:55 Gelesen: 103658# 101 @  
Als Kiew noch Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik war, bekam ich dieses Einschreibpäckchen, das von Zoll und dem zuständigen Ministerium für Außenhandel in Kiew kontrolliert wurde. Aufkleber/Stempel rechts. Die Päckchen-Karte war vorgedruckt. Eingetragen wurden Aufgabepostamt Kiew-86 und Nummer per Hand, dazu das Porto 3 Rubel 25 Kopeken, also der Gegenwert von 10 DDR-Mark.

Gruß
Uwe


 
volkimal Am: 08.02.2015 11:02:54 Gelesen: 98109# 102 @  
Hallo zusammen,

auf einem Brief aus dem Saargebiet ist dieser grüne Einschreibezettel:



Der Brief wurde im Dezember 1925 verschickt. Siehe http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=100756

Wer weiß wo und wann solche grünen R-Zettel verwendet wurden?

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 08.02.2015 12:58:53 Gelesen: 98097# 103 @  


Einschreibe-Luftpost-Drucksache von Peking in die Schweiz, Aufgabe 16.10.1973
Korrekte Frankatur von 56 fen gemäss gültiger Taxverordnung 01.07.1956 – 31.12.1976.

Die Taxe stellt sich wie folgt zusammen:

Drucksache bis 50g = 9 fen
Einschreibegebühr = 32 fen
Luftpostgebühr Drucksachen je 10g = 15 fen
Ergibt total = 56 fen
 

Frankiert wurde mit einem kompletten Satz Mi.Nr. 1144-1147 sowie mit Dauermarken Mi.Nr.1086 und 1089.

Die China Stamp Export Company verschickte auf diese Weise die Neuheiten an ihre Abonnenten, was nach Weltpostvereinsordnung eigentlich nicht zulässig war. Diese Warensendungen mit Rechnungsinhalt hätten als Briefpost versendet werden müssen! Die Firma änderte ab 1981 diese Praxis.
 

Schmuggler Am: 13.05.2015 12:19:00 Gelesen: 96045# 104 @  
@ asmodeus [#39]

Guten Tag,

ich sehe in Deinem Beitrag, dass Du einen R.-Zettel "Aus dem Auslande ... " vorgestellt hast. Wie ich das so sehe ist in Folge der Beitrag nicht mehr bearbeitet worden.

Frage: Kennst Du Dich mit diesen speziellen R.-Zetteln zu dieser Zeit aus?
 
Marcel Am: 14.05.2015 12:19:59 Gelesen: 95937# 105 @  
@ volkimal [#102]

Hallo Volkmar!

Zu Deiner Frage beschreibt: http://arge-r-v-zettel.de/classic-zettel/r-zettel-classic-1875-1997/

[...] Die Farben der bisher erschienenen deutschen R-Zettel waren durchweg die damaligen Reichsfarben, also –Schwarz (Ortsbezeichnung / Ziffer), –Weiß (das Papier) und –Rot (Rand und das übliche “R”). Ob dies zufällig oder bezweckt war, läßt sich heute nicht mehr feststellen. Der französischen Besatzungsmacht im Saargebiet mißfiel diese Farbkombination. Als Folge wurde das Rot durch Grün ersetzt, also die ersten und einzigen R-Zettel in Deutschland in grüner Farbe.

schöne Grüße
Marcel
 
Journalist Am: 17.08.2015 17:47:42 Gelesen: 92743# 106 @  
Hallo an alle,

die deutsche Post AG hat für circa 6 Wochen kurzfristig ein sogenanntes Tracking-Label getestet:



Vielleicht wird jetzt mancher fragen, was hat das den mit Einschreiben zu tun - daher hier kurz folgender Scan von der Innenseite dieser TrackNow-Label:



Man hat hier kurzfristig Einwurfeinschreibelabel gedruckt, die allerdings keine Versicherung haben !

Zu Kaufen war alles über die eFiliale bis letzte Woche:



Ausführliche weitere Infos vorab vom Artikel aus der Septemberausgabe der philatelie findet ihr unter folgenden Link:

http://jolschimke.de/label/pilotversuch-tracknow-label-der-deutschen-post-ag.html

Außerdem wurde dort erstmals über den EAN-Code auf Bogenrändern von Zuschlagsmarken berichtet - gehört zwar nicht direkt hier her aber trotzdem noch ein Bild zur Info



Soweit einige Neuigkeiten aus der Forscherküche der Deutschen Post AG - viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 01.10.2015 22:06:52 Gelesen: 91225# 107 @  
Wir hatten das ja bereits schon einmal. Briefe, die im Ausland für teuer Zusatzporto als Express-Sendungen nach Deutschland aufgegeben wurden, werden hier von der DPAG, da diese im Gegensatz zu ihrer Tochter DHL ja aktuell kein Express im Inland mehr anbietet, fix mal eben zu einem EINWURFEINSCHREIBEN umdeklariert:



Express POST International der Australischen Post - der tatsächliche Express-Versand ist auf dem australischen Label an Hand des LX-Präfixes in der Sendungsnummer auch verifizierbar - vom 14.10.2014. In Bereich der DPAG dann aber als Einwurfeinschreiben behandelt, siehe das DPAG-Label 912-657-550). Eingegangen beim Empfänger am 21.10.2014, eine saubere 8-Tage-Express-Leistung! Ob das so im Sinne des Absenders ist?

Zitat aus der rückseitigen Beschreibung "The Express Post International product provides guaranteed air despatch overseas by next business day from capital cities", was hier ja wohl nur die Strecke vom australischen Postamt bis zum Ausfliegen aus Australien als Garantieversprechen abdeckt. Ab dann wirds wieder unexpressig, zumindest in Deutschland, siehe dazu auch die Nebenbestimmung "some overseas post offices may choose to deliver this item as normal non-priority mail", some post offices, einige Postanstalten. ;-)

Eine kurze Frage, handelt es sich bei diesem Umschlag um eine Ganzsache? Ja oder Ja? Die Frankatur findet sich eingedruckt unter dem deutschen Einschreibelabel "Prepaid envelope" in der 500 Gramm/20 mm (Priority Air Service)-Wertstufe. Vom Prinzip her eine echte Ganzsache, oder?

Gruß
Thomas
 
Nachtreter Am: 02.10.2015 08:44:35 Gelesen: 91186# 108 @  
@ DL8AAM [#107]

Das "Einschreib-" Label dürfte allerdings nur noch der Sendungsverfolgung (Track & Trace) dienen!

Viele Grüße

Nachtreter
 
Journalist Am: 02.10.2015 13:18:48 Gelesen: 91148# 109 @  
@ DL8AAM [#107]
@ Nachtreter [#108]

Hallo Thomas und Nachtreter,

zuerst einmal zum Produkt "Expresssendung" egal von wo nach wo - dies war früher der klassische Eilbrief. Heute ist es nur noch "Abzocke" der jeweiligen Postverwaltung, die dem Kunden vorgaukelt der Brief würde schneller unterwegs sein. In Wahrheit ist er genauso schnell oder sogar langsamer unterwegs, es kostet nur wesentlich mehr Geld als ein normaler Brief oder teilweise ein Einschreiben.

Angeboten wird von der jeweiligen Postverwaltung oft nur die angebliche schnelle Beförderung im eigenen Land und zumindest in manche Länder auch eine Sendungsverfolgung. Diese kann man aber in der Regel billiger haben, wenn man ein Einschreiben ins Ausland wählt. Dies wird genauso schnell bearbeitet und gescannt wie dieser "Expressbrief".

Außerdem muß dieser Expressbrief bei der Auswechslungsstelle zum anderen Land auch in einem extra Kartenschluß erfasst werden. Dies passiert beispielsweise bei Expressbriefen von Österreich nach Deutschland nicht, die Briefe werden dann als ganz normale Briefe weiter befördert. Dies wird dem österreichischen Absender aber in der Regel wissentlich verschwiegen. Man macht hier viel Geld mit einer mangelhaften oder gar keiner Dienstleistung.

Wenn man es wirklich schnell haben will, muß man heuzutage je nach Land EMS oder auch als Cronopost bekannt oder auch als Datapost bekannt oder als richtige Expresssendung bekannt - benutzen, die geht aber noch viel mehr ins Geld - hier wird aber zumindest auch eine entsprechende Dienstleistung angeboten und geliefert.

Ich kann daher nur jedem Kunden abraten, diese internationale Dienstleistung (die in Realität keine ist) in Anspruch zu nehmen, man wird nur geschröpft! - egal ob von der deutschen Post der österreichischen Post oder einer anderen Postverwaltung.

Einzig für den Portostufensammler kann es ansatzweise interessant sein.

2. Zum Umschlag selbst - den halte ich für eine Ganzsache

3. Zum deutschen Eingangslabel:

Das Label wird in Deutschland nur angebracht, wenn die ausländische Postverwaltung diese Sendungen auch in einem separaten Kartenschluß an Deutschland übergeben hat. Es dient einfach nur dazu, bei der Zustellung noch ein Scanevent zu produzieren, damit ansatzweise der Dienstleistung ein gewisser Service geboten wird (aber nur wenn der Brief wie erwähnt separat der Deutschen Post übergeben wurde !)

Bezüglich der Einwurflabel gibt es im Laufe der letzten Jahre auch schon einige Varianten. Diese werden gerade bearbeitet und sollen im nächsten Modern der Arge R + V-Zettel komplett vorgestellt werden.

Soweit für heute viele Grüße Jürgen
 
wajdz Am: 14.10.2015 18:10:28 Gelesen: 90676# 110 @  
Wie ich eben gelernt habe, ist das deutsche R-Label ein Eingangslabel zur Festlegung des Status. Hier Einschreiben angekreuzt. Zur Portorichtigkeit kann ich nichts sagen, die Zusammenstellung der Markenmotive ist aber recht originell. Kunst und Comic.



MfG Jürgen -wajdz-
 
Journalist Am: 15.10.2015 11:51:18 Gelesen: 90594# 111 @  
@ Journalist [#106]

Hallo an alle zur Ergänzung zu dem Tracknow Label:

Der Verkauf wurde Mitte August eingestellt. In den letzten Tagen habe ich nun von verschiedener Seite erfahren, daß das Produkt wieder in der eFiliale zu kaufen ist, allerdings für 18,00 Euro.

Ich habe nun umgehend eine Testbestellung zur Prüfung unternommen, die vorgestern angekommen ist.

Verkauft werden die selben Hefte wie aus der Versuchszeit. Es handelt sich scheinbar um die bis zum Verkaufsstop nicht verkauften Restbestände, die nun vom Preis her als normale Einwurf-Einschreiben verkauft werden, vielleicht wurden nicht so viele verkauft und man wollte den Restbestand nicht schreddern.

Wie man nun haftungstechnisch die günstigen Sendungen behandelt, ist mir nicht klar - vermutlich wird man hier einfach zahlen, denn eine Erfassung der nicht verkauften Nummern und entsprechende interne Umbuchung als Einwurfeinschreiben dürfte zu aufwendig sein.

Neue Aussagen über das Versuchsergebnis liegen nicht vor, aber es gibt ein erstes Gerücht, das hier ein neues Produkt kommen soll - wie der Name letztendlich aussehen wird muß man noch abwarten.

Fest steht außerdem das die bisherigen Scan-Druckstationen gegen neue Handscanner auch im Briefbereich ersetzt werden, hier soll die Software und Hardware im Brief- und Paketbereich vereinheitlicht werden. Daher dürften die Quittungen und Auslieferungsbelege demnächst anders aussehen.

Soweit für heute eine erste Ergänzung.

Viele Grüße Jürgen
 
wajdz Am: 20.10.2015 18:32:52 Gelesen: 90354# 112 @  
@ Marcel [#105]

Zitat: Die Farben der bisher erschienenen deutschen R-Zettel waren durchweg die damaligen Reichsfarben, also –Schwarz (Ortsbezeichnung / Ziffer), –Weiß (das Papier) und –Rot (Rand und das übliche “R”). Ob dies zufällig oder bezweckt war, läßt sich heute nicht mehr feststellen. Der französischen Besatzungsmacht im Saargebiet mißfiel diese Farbkombination. Als Folge wurde das Rot durch Grün ersetzt, also die ersten und einzigen R-Zettel in Deutschland in grüner Farbe.

Ich nehme an, die Farben der R-Zettel entsprechen den Nationalfarben des jeweils ausgebenden Landes. Dieser hier zeigt jedenfalls die Farben Ungarns.



MfG Jürgen -wajdz-
 
volkimal Am: 20.10.2015 18:57:03 Gelesen: 90346# 113 @  
@ Marcel [#105]

Hallo Marcel,

ich habe Deine Antwort gerade erst entdeckt. Danke schön!

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 20.10.2015 19:48:17 Gelesen: 90336# 114 @  
@ wajdz [#112]

Hallo Jürgen,

du schreibst: "Ich nehme an, die Farben der R-Zettel entsprechen den Nationalfarben des jeweils ausgebenden Landes. "

Das passt nur in den seltensten Fällen. Hier eine Auswahl von 9 Einschreibezetteln:



Bei den 9 Zetteln passt deine Aussage nur beim R-Zettel aus Prag, denn die Tschechische Fahne ist blau-weiß-rot. Evtl. stammt die Farbe bei Österreich noch aus der Zeit von Österreich-Ungarn. Von 1867–1918 war dort die Nationalflagge schwarz-gelb.

In allen anderen Fällen hat die Farbe der R-Zettel vermutlich nichts mit den Farben der Länder zu tun. Die häufigsten Farben bei R-Zetteln sind schwarz-rot. Die anderen Farben kommen seltener vor.

Viele Grüße
Volkmar
 
wajdz Am: 25.10.2015 22:44:20 Gelesen: 90150# 115 @  
@ volkimal [#114]

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn mal meine klare Regelung existieren würde, aber es hätte ja sein können. Hier mal ein R-Zettel in einem Sonderstempel. Kommt bestimmt auch nicht oft vor.

Briefganzsache mit Wertstempeleindruck wie Minr 1406 (100), philatelistisch begründetem Zudruck und Sonderstempel vom 2.10.1994



MfG Jürgen -wajdz-
 
volkimal Am: 06.11.2015 22:20:34 Gelesen: 89615# 116 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Brief ist mir nicht alles klar:



Nach dem Text auf dem Adressaufkleber wohnt der Absender in den Niederlanden. Rechts ist auf dem Adressaufkleber ein Brief mit zwei Flügeln abgebildet.
Ist das ein privater Aufkleber oder steckt da ein niederländisches Postunternehmen dahinter?

In diesem Zusammenhang: Wo wurde der Brief aufgegeben - In Deventer oder erst im Münster?

Weitere Informationen zum Label "Zusatzentgelt bezahlt" hat Thomas (DL8AAM) schon in diesem Beitrag vorgestellt: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=62041

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 06.11.2015 22:36:23 Gelesen: 89610# 117 @  
@ volkimal [#116]

Hallo Volkmar,

den Adressaufkleber und Absender halte ich für einen privaten Aufkleber. Aufgegeben wurde der Brief erst im Bereich des BZ 48 in Deutschland - denn wenn er aus den Niederlanden gekommen wäre, wäre sowohl die Frankatur als auch das Einschreibelabel nicht ok und logisch.

viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 20.12.2015 09:44:35 Gelesen: 87910# 118 @  
Hallo an alle,

vor 25 Jahren im Jahre 1990 gab es bei der Deutschen Bundespost einen internen Versuch zu den ersten modernen Einschreibelabeln mit Strichcode. Dazu wurden klassische Einschreiben mit einem zusätzlichen Strichcode versehen und einigen Postämtern in Deutschland zugeschickt, mit der Anweisung, diese an die vorbereitete Anschrift des Posttechnischen Zentralamtes in Darmstadt abzuschicken.



Vereinzelt wurden dabei nicht nur Postsachen benutzt sondern diese Briefe wurden auch mit Briefmarken frankiert. Bisher sind von diesen Testbriefen bei ebay oder Auktionshäusern erst einige wenige Exemplare aufgetaucht. Wer kennt hier weitere Belege dieser Art ?

Viele Grüße Jürgen
 
filunski Am: 21.12.2015 18:45:40 Gelesen: 87833# 119 @  
Hallo zusammen,

mal wieder ein etwas älteres Einschreiben, so wohl auch nicht ganz so häufig anzutreffen. ;-)

Einschreiben aus den USA, aus New York ins bayerische Erlangen aus dem Jahre 1894:



Die Frankatur nur mit "Killern" entwertet. Rückseitig findet sich aber dann auch noch der New Yorker Einschreibestempel und auch ein Ankunftsstempel aus Erlangen:



Beste Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 25.12.2015 10:31:09 Gelesen: 87690# 120 @  
Hallo zusammen,

dieser Einschreibebrief aus Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans, ist gestern bei mir angekommen:



1) Einschreibestempel aus Lahore mit handschriftlicher Einschreibenummer oberhalb des Stempels.
2) Einschreibelabel mit derselben Nummer ohne Ortsangabe aus Pakistan
3) Einschreibelabel der Deutschen Post

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 26.12.2015 22:15:21 Gelesen: 87562# 121 @  
Hallo an alle,

passend zur Jahreszeit hier ein Brief aus Palestina von der dortigen Postverwaltung an die Deutsche Post.



viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 27.12.2015 11:34:14 Gelesen: 87481# 122 @  
Hallo zusammen,

diese Ganzsache ist mir gestern aufgefallen:



Ein Einschreibe-Umschlag, bei dem neben der Briefmarke auch ein "Einschreibezettel" aufgedruckt ist, waren mir bisher nicht aufgefallen. In der Sowjetunion gab es aber einige davon. Im Michel Ganzsachenkatalog Europa Ost hat dieser Umschlag aus dem Jahr 1977 die Nummer EU 38.

Der erste Einschreibe-Umschlag der Sowjetunion stammt aus dem Jahr 1939. Damals stand aber nur das Wort ЗАКАЗНОЕ = eingeschrieben auf dem Umschlag - wenn man die kyrillische Schrift nicht kennt, so fiel es also gar nicht auf. Erst ab 1961 ist der "Einschreibezettel" mit aufgedruckt (EU 17).

Bei meinem Brief wurde die Nummer des Einschreibens handschriftlich eingetragen. Wenn ich die Farbe des Kugelschreibers richtig sehe, wurde mit demselben Kuli etwas oberhalb der Marke notiert. Außerdem ist links vom Einschreibezettel ein rotes " П" notiert. Wer kann diese beiden handschriftlichen Vermerke übersetzen?



Der Brief wurde am 27.03.1978 in Moskau aufgegeben. Wenn ich es richtig lese ist der Stempeltext "СССР / Ж / МОСКВА Б Ѕ7".

Wer kann mir sagen wohin der Brief ging? Der Brief kam drei Tage später am Ziel an. Auch der Zusatz hinter dem Ortsnamen ist mir nicht vollständig klar. Ich sehe "СϺОЛ. ОБЛ." ОБЛ. = Oblast. Der Unterscheidungsbuchstabe "в" ist ein kyrillisches w in Schreibschrift.

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 27.12.2015 15:42:13 Gelesen: 87449# 123 @  
@ volkimal [#122]

Wer kann mir sagen wohin der Brief ging? ... Ich sehe "СϺОЛ. ОБЛ." ОБЛ. = Oblast.

Volkmar,

russische Adressen schlüsseln anders herum, heisst vom Großen zum Kleinen (Oblast/Kreis/o.ä., Ort, Strasse, Empfänger). Der Empfängerort steht also oben in der Anschrift: "г. Рославль", d.h. Stadt (г., =город) Roslawl (Рославль) im Oblast von Smolensk (Смоленск).

Das erklärt auch den abgekürzten Text im Ankunftsstempel СϺОЛ. ОБЛ. (Смоленская область, =Smolenskaja Oblast), nach dem Ortsnamen РОСЛАВЛЬ.

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 27.12.2015 17:18:18 Gelesen: 87418# 124 @  
@ DL8AAM [#123]

Hallo Thomas,

dankeschön! Jetzt kann ich beide Stempel in die Datenbank eingeben.

Ich hatte es auch versucht, aber die russische Schreibschrift ist natürlich nicht einfach, wenn man sie nicht kann. Mein Ergebnis beim Ortsnamen war "РОЕЛАЬЛЪ", womit ich natürlich nicht weiter kam. Außerdem habe ich bei dem Oblast Smolenskaja an der zweiten Stelle einen falschen Buchstaben ("Ϻ" statt "М"). Dadurch kam ich auch dort nicht weiter. Das fiel mir erst dadurch auf, dass ich Deine Antwort zunächst auf dem Smartphone gelesen habe. Dort wurde der falsche Buchstabe nicht angezeigt - statt dessen war dort einfach eine Lücke.

Kannst Du eigentlich auch sagen, was oberhalb der Marke steht und was das rote Zeichen "П" bedeutet?

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 30.03.2016 20:15:36 Gelesen: 83037# 125 @  
Hier eine etwas ungewöhnlichere Form bzw. Einsatzes eines Schalterdrucker-Einschreibelabels der DPAG; auf Brief:



Einschreibelabel von einem TOSHIBA TEC-Schalterdrucker mit Sendungsnummernpräfix "RT" und linearem Barcode; ohne Datum, ohne Portoausweisung, ohne 2D-Datenmatrixcode - und ohne Angabe einer Form- bzw. Materialnummer für das Blankolabel.

Normalerweise wird das Porto ja zusammen mit den Einschreibedetails (Angabe der Art des Einschreibens / R / Sendungsnummer / Barcode) in einem Label, einem Schalterfreistempel bzw. auf Postdeutsch einer "Digitalmarke", dargestellt, wie in diesem Standardfall:



Falls der Kunde selbst bereits ein eigenes (von der Post zur Verfügung gestelltes) Einschreibelabel auf der Sendung aufgebracht - aber noch nicht frankiert - hat, wird im Postamt ein entsprechendes Schalterlabel über das gezahlte Porto verklebt. In diesen Fällen können die Einschreibelabels aber an Hand des Präfixes der Sendungsnummer (RG) und an einer Material-Nummer von einem TOSHIBA TEC-Schalterlabel unterschieden werden, z.B.



Einschreibelabel mit Sendungsnummer beginnend mit "RG", mit Form- bzw. Materialnummer 912-671-00, d.h. "Universal-Label zur manuellen Aufbringung" (Rolle à 500 Stück).

Gruß
Thomas

Nachsatz: Die oben gezeigte Verwendung als reines Einschreibeslabel kannte ich bisher nur als "Belegausdruck" auf Rückscheinen, hier auf einer nicht zugestellten und zurückgeschickten Sendung, deshalb auch nicht unterschrieben.


 
DL8AAM Am: 07.04.2016 19:56:01 Gelesen: 82649# 126 @  
@ Journalist [#109]

Hier mal wieder ein weiteres Beispiel einer teuren Express-Sendung aus dem Ausland, die in Deutschland dann nur als reguläres Einwurfeinschreiben zugestellt wurde



Express-Sendung aus Frankreich, Frankatur des Basisbriefes mit einem Schalterfreistempel-Label des Postamts 92380 Garches in der 106 Grande Rue (Kennung "920330", das ist der Code REGATE, der "Référentiel d'Entreprise pour la Gestion et l'Affectation des Entités", dieser postalischen Einrichtung; d.h. keine Postleitzahl!) über 83 Cent; vom 19.09.2014. Das Express-Zusatzentgelt wurde mit einer speziellen Expressmarke freigemacht, hierbei handelt es sich im Prinzip um eine reguläre Briefmarke "Sticker Prépayé", d.h. vorbezahlter Aufkleber (= "Postwertzeichen"), mit linearem Barcode mit der Sendungsnummer ("LE...FR"). In Deutschland hat die DPAG ein Label (für Sendungen aus dem Ausland) für ein Einwurfeinschreiben mit einer neuen, eigenen Sendungsnummer ("RN...DE") aufgebracht.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 14.06.2016 15:54:33 Gelesen: 79655# 127 @  
Hier ein aktuelles, recht schönes Einschreiben aus Indien



Einschreiben aus Lucknow (Indien), frankiert per Neopost Absenderfreistempel (Gerät N203405) vom 04.05.2016 zu ₹108.00. Bei dem Code ASLPSMOCER könnte/sollte es sich um eine postinterne Kennung für die Sendungsart sein? Wer weiss hierzu näheres? Indisches Einschreibelabel mit Sendungenummer "RU...IN" und linearem Barcode, das - wie üblich - im Bereich der DPAG (trotz des genormten UPU-Formats) nicht verarbeitet wird. Deshalb wurde - wie üblich - ein neues Label mit einer neuen deutschen Sendungsnummer "RN...DE" verklebt.

Rückseitig findet sich eine kopierte, gefaltete 'DIN A4' CN22-Zollerklärung und ein zusätzlicher Ausdruck der Schalter(erfassungs-)quittung. Diese "Kassenbons" (des Hersteller "Postal Training Centre of Mysore", Typ "Meghdoot") werden in Indien auch als Postfreistempel-Label, ähnlich unserer Digitalmarken, verwendet [1]. Da das Porto aber bereits vom Absender per AFS entrichtet wurde, wurde in der Portozeile "PreFM:Rs108.00", statt bei direkter Schalterzahlung "Amount:RS108.00", gesetzt. "Pre" bedeutet Voraus/Im Vorfeld, das "F" steht dabei für frank [Franco/Frankatur] und das "M" für machine [Maschine/Gerät], das heisst 'Porto wurde durch den Kunden per Frankiermaschine vor der Einlieferung bereits entrichtet'. Passt also. ;-)



fgn (foreign: Ausland), AIR-RL (Air Registered Letter: Luftpost-Einschreibe-Brief), HAL <226016> (Postamt HAL in Lucknow Taluk, "Pincode" / Postleitzahl 226016).

Bei dem Postamt "HAL" handelt es sich um ein Sub Office des Lucknow G.P.O., mit Sitz in der Neighborhood "H.A.L. Colony". HAL (Hindustan Aeronautics Limited), gleichzeitig der Absender dieses Briefes, ist eines der wichtigsten Luft- und Raumfahrtunternehmen des indischen Verteidigungsministeriums [2].

Gruß
Thomas

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/India#Sub-group_PO-B:_Stamps_without_outer_borders
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hindustan_Aeronautics
 
DL8AAM Am: 09.08.2016 17:18:04 Gelesen: 77204# 128 @  
Nur kurz gemeldet - seit einiger Zeit gibt es neue (Schalter-) Einschreibelabel:



Einschreibesendung aus Burgdorf bei Hannover vom 08.08.2016 nach Göttingen, 'schalterfrankiert' mit Briefmarken und 'schalterentwertet' in der dortigen Postfiliale (Schüler & Asnet GmbH, Marktstr. 28, 31303 Burgdorf) per Handstempel BURGDORF, KR. HANNOVER 1 b 31303. Hinzugeklebt wurde ein Einschreibelabel (mit 90°-Ecken) mit der hierfür üblichen Formularnummer 912-671-000; mit einer Sendungsnummer aus der RE-Serie.



Wenn man sich aber das Label aber etwas genauer anschaut, bemerkt man, dass zusätzlich zur Formularnummer in diesem Fall die Herstellerangabe "enve" hinzugedruckt wurde. Bei "enve" handelt es sich um die Firma "enve print services GmbH" aus 86356 Neusäß (Oskar-von-Miller-Straße 1) [1].

Hier zum Vergleich eine Einschreibesendung vom 04.08.2016 (privater Absender aus 36448 Bairoda), ebenfalls 'schalterfreigemacht', hier aber durch eine [vom Schaltermitarbeiter passgenau zurecht geschnittene] neue Digitalmarke mit der Gerätenummer F101049247, ebenfalls mit zusätzlichem Einschreibelabel mit gleicher Formularnummer 912-671-000 (aber gerundete Ecken) mit RE-Seriennummer - und ohne Kennzeichnung der Druckerei.



Gruß
Thomas

[1]: http://www.enve-print.de
 
Uwe Seif Am: 10.09.2016 18:07:12 Gelesen: 76167# 129 @  
@ Concordia CA [#19]

Hallo,

kann ich so bestätigen. Die früheren Euroschecks (wenn ich mich richtig erinnere garatierten die Banken einen Einlösebetrag von 300.-DM) konnten ab den 80iger Jahren an den Postschaltern bis zum Höchstbetrag von 2000.-DM (je vorgelegtem Scheck) eingelöst werden. Hier gab es eine besondere Vereinbarung zwischen den Sparda-Banken und der Bundespost, da an den Fahrkartenschaltern manchmal nicht genügend Bargeld vorhanden war und das "Sterben" der besetzten Fahrkartenschalter war zu diesem Zeitpunkt ja voll im Gange.

Bei dem gezeigten Beleg handelt es sich um eine EDS-Sendung (= Eisenbahndienstsache). Einschreib-EDS -Sendungen wurden einzeln nachgewiesen und ähnlich behandelt wie Wertsendungen bei der Bundespost. EDS-Sendungen gab es bis Angang der 90iger Jahre. Teilnehmer am EDS-Verkehr mit großem Einschreibebedarf verfügten über eigene "R-Zettel", ansonsten wurden Blanko-Einschreibzettel verwendet und die Absendestelle eingestempelt.

Die Sparda-Bank hat mit dem Brief vermutlich Scheckvordrucke versandt.

Schönes Wochenende
Uwe
 
Uwe Seif Am: 11.09.2016 14:25:33 Gelesen: 76114# 130 @  
@ Concordia CA [#19]

Hallo,

zu den EDS-Sendungen habe ich folgendes gefunden: daß die Bahn zum 31.12.1996 den Expreßgut-Verkehr, mit dem die EDS befördert wurden, einstellte Seit 01. Jan.1997 gibt´s also keine Eisenbahndienstsachen mehr!

Fundstelle: Arbeitsgemeinschft Forschung Deutsche Bundespost, AGF-Rundschau Nr. 91 - I/1998, Seite 35

Übrigens: Die Sparda-Banken bzw. deren Vorgängerorganisationen sind keine/waren keine Sparkassen (=juristische Person des öffentlichen Rechts; Träger der Sparkassen sind insbesondere Städte und Kreise) sondern waren/sind genossenschaftlich organisiert.

Gruß
Uwe
 
DL8AAM Am: 06.10.2016 21:11:08 Gelesen: 75097# 131 @  
@ Uwe Seif [#130]

Nur zur Ergänzung: Zum Thema Eisenbahndienstsachen "EDS", inklusive deren Einschreibesendungen haben wir bereits hier auch ein zusammengefasstes Thema unter http://www.philaseiten.de/thema/1327 ;-)

Und zur optischen Auflockerung, hier ein älteres Einschreiben aus Italien, genauer vom Post- und Fermeldeministerium in Rom aus dem Jahr 1983:



Einschreiben des Absenders Ministero delle Poste e delle Telecomunicazioni (Direzione Centrale dei Servizi Radioelettrici), frankiert mit 1600 Lire und entwertet per Handstempel ROMA 139 VIALE EUROPA am 27.05.1983. Numerierter Blankoeinschreibezettel mit nachträglich angebrachtem Handstempel ROMA 139.

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 20.10.2016 17:18:29 Gelesen: 74406# 132 @  
Hallo zusammen,

für meine Kalender-Sammlung kaufe ich häufiger Belege in Übersee. Dieser Brief aus Israel wurde aber leider nicht direkt zugestellt:



Ich musste den Brief beim Zoll in Münster abholen. Also 80 km Fahrt für einen Warenwert von knapp über 10 Euro.

Dass ich einen Brief beim Zoll abholen musste, ist bisher noch nicht vorgekommen. Wovon hängt das ab? Ich habe wie gesagt schon viele Briefe aus Übersee bekommen - häufig auch als Einschreiben. Kann es daran gelegen haben, dass es ein gefütterter Umschlag mit zusätzlich eingelegter Wellpappe war?

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 03.11.2016 20:02:54 Gelesen: 73661# 133 @  
Dienstbrief der Direction Générale des Postes et Télécommunication der Volksrepublik Benin an den damaligen FIP-Präsidenten Dr. Léon Pütz in Luxemburg.



R-Brief vom 27.3.1978 ab Cotonou RP mit rückseitig angebrachtem Ankunftstempel Luxembourg 1 vom 1.4.1978

Freundlichen Gruß
DiDi
 
eifelsammler Am: 10.11.2016 10:06:32 Gelesen: 73345# 134 @  
Hallo!

Habe eben gerade in einem Einschreibebrief eines Briefmarkenhändlers nach Tonga folgendes Schreiben gefunden:

Wie zu vermuten war gab es auch schon früher Menschen die Probleme mit "Mein" und "Dein" hatten! Im Forum finden sich ja leider auch immer wieder Mitteilungen über verloren gegangene Sendungen!?



Viele Grüße

Carsten
 
Totalo-Flauti Am: 19.03.2017 15:17:11 Gelesen: 67304# 135 @  
Liebe Sammlerfreunde,

in der Vorphilazeit gab es noch keine Zettel, um eingeschriebene bzw. recommandierte Briefe zu kennzeichnen. In der Regel wurden die Briefe mit Rötelkreuzen gekennzeichnet. Die eingeschriebenen Briefe wurden auch lange Zeit als Chargé-Briefe bezeichnet. In verschiedenen Ländern gab es nach 1800 auch teilweise entsprechende Chargé-Stempel, die auf den Briefen abgeschlagen wurden. Auch war für die besondere Leistung ein entsprechend höheres Entgelt von Nöten.

Mein abgebildeter Brief vom 19.8.1780 stammt aus Hamburg. Die Art der Zahlung der Taxe für die Strecke Hamburg Leipzig war zwischen franco (Absender zahlt die Taxe) oder porto (Absender zahlt die Taxe) wählbar. Hier als Porto-Brief musste der Adressat 10 Groschen zahlen. Statt einer Gewichtsangabe lagen lt. Angabe dem Brief 5 Dokumente bei. Die Taxierung ist für diese Zeit leider nicht ganz so einfach. Insbesondere die Berücksichtigung der Gewichtsprogression ist nicht einfach nachzuvollziehen.

Lt. eines mir vorliegenden Postberichtes aus Leipzig vom Mai 1784 kostete der einfache unbeschwerte Brief nach Hamburg 3 Groschen mit der fahrenden Post und 2 Groschen mit der reitenden Post. Mit den 5 Dokumente wird der Brief schwerer gewesen sein als ein einfacher Brief. Aus sächsischer Sicht wurde damals bei der Gewichtsprogression anfangs sogar nach Anzahl der im Brief enthaltenen Foliobogen gezahlt. Davon würde ich hier fast ausgehen, da keine Gewichtsangabe in Loth angegeben wurde. Weiterhin bestand die Möglichkeit, dass die Charge-Gebühr bereits vom Absender übernommen wurde. So hat der Absender "nur noch" die reine Portotaxe zu zahlen. Leider gibt der Brief diesbezüglich nichts weiter her.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
formel1 Am: 20.03.2017 19:16:21 Gelesen: 67211# 136 @  
Seit 01.03.2017 werden von der DP AG die eingehenden Einschreiben aus dem Ausland nicht mehr "umgelabelt", sondern die Schalter-Terminals können nun dank neuer Software die ausländischen Labels einscannen.

Für die Zusteller wurde ein Projekt mit Smartphones zum Abscannen eingerichet, ob und wann diese allgemein eingeführt werden, ist nicht bekannt.

Sollte das Scannen der ausländischen Labels nicht funktionieren, müssen die Einschreibe-Nummern von Hand im Scanner bzw. am Schalter-Terminal eingegeben werden.

Grüße,

formel1
 
Gerhard Am: 21.03.2017 19:17:34 Gelesen: 67115# 137 @  
@ Pete [#1]
und alle Interessierten

Österreichischer Einschreibebrief mit Barfreimachung, oder wie würdet Ihr das bezeichnen mit 2.04 € frankiert und aus dem Rest werde ich nicht ganz schlau.

Sieht aber ganz gut aus, oder?

MphG
Gerhard


 
Totalo-Flauti Am: 01.04.2017 21:15:53 Gelesen: 66378# 138 @  
Liebe Sammlerfreunde,

heute kam dieses Einschreiben. Ich staune, dass der Brief am Schalter überhaupt angenommen wurde. Jedenfalls scheinen die Marken nicht erkannt worden zu sein oder der Postler ist ein Bekannter von Herrn Nahues (....) oder Herr Nahues hat selber eine Postagentur. Ich brauchte jedenfalls kein Nachentgelt zahlen, obwohl der Brief oben auf der Post lag und es auch kein Einwurf-Einschreiben war.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
18609 Am: 01.04.2017 22:13:06 Gelesen: 66363# 139 @  
@ Totalo-Flauti [#138]

Das sollte der Herr Nahues nicht so oft versuchen, sonst hat er ein Einziehungsentgelt von 30 Euro an der Backe.

Natürlich ist es auch doppelt peinlich für die Post, schade das man den Auslieferungsbeleg nicht einsehen kann.

Gruß
18609
 
Journalist Am: 02.04.2017 14:08:07 Gelesen: 66281# 140 @  
@ 18609 [#139]
@ Totalo-Flauti [#138]

Hallo ihr beiden,

dass das Einschreiben erst jetzt ankam, kann ich nicht recht glauben, den die speziellen blauen Nachentgeltaufkleber wurden im Frühjahr 2014 benutzt - das davon nun noch Aufkleber übrig sein sollten, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Auch die von Tosten genannten 30,00 Euro als Einziehungsentgelt habe ich bisher noch nie richtig gelaufen gesehen - zwar wurden hier an anderer Stelle auch schon mal solche Belege abgebildet, aber dort wurde das entsprechende Entgelt falsch angesetzt. Für dieses muss laut Gerüchten eine schriftliche Genehmigung vorliegen, bevor es eingesetzt werden darf.

Viele Grüße Jürgen
 
18609 Am: 02.04.2017 14:20:19 Gelesen: 66275# 141 @  
@ Journalist [#140]

Schau mal die Sendungsverfolgung, Angabe stimmt.
 
Christoph 1 Am: 02.04.2017 20:01:06 Gelesen: 66236# 142 @  
@ Journalist [#140]

Hallo Jürgen,

nicht nur die Sendungsverfolgung liefert eine Bestätigung, auch das Stempeldatum 30.3.17 lässt sich entziffern. Wird wohl schon so sein, wie totalo-flauti geschrieben hat. Offenbar gibt es an manchen Stellen bei der Post eben doch noch ganz akribische Mitarbeiter.

Gruß, Christoph
 
Journalist Am: 03.04.2017 11:53:36 Gelesen: 66156# 143 @  
@ 18609 [#141]

Hallo 18609,

ich muss zugeben, bei der Sendungsverfolgung habe ich nicht nachgeschaut

und

@ csjc13187 [#142]

Bezüglich des Stempeldatums habe ich erst beim zweiten Mal dann in der einen Ecke doch noch etwas lesbares gefunden - da hast Du Recht Christoph.

Unabhängig davon, bleibt aber festzuhalten, dass der dort benutzte blaue Nachentgeltaufkleber für einen Versuch im Frühjahr 2014 für 3 Monate befristeten Versuch vorgesehen war und nun scheinbar doch nach so langer Zeit auftaucht - vermutlich ein Restbestand (damit hatte ich nicht gerechnet bzw. war von den Annahme ausgegangen, das alle diese Aufkleber damals zeitnah verbraucht wurden) - denn von einer neuen Ausstattung bezüglich dieser postalischen Aufkleber habe ich bis heute nichts gehört.

Weiter bleibt die Aussage bestehen, das das spezielle Einziehungsentgelt in Höhe von 30,00 Euro nur mit schriftlicher Zustimmung von oben benutzt werden darf. In der Praxis ist mir hier bisher noch kein Fall bekannt, wo diese Regelung angewandt worden ist.

viele Grüße Jürgen
 
wajdz Am: 07.04.2017 16:56:00 Gelesen: 65765# 144 @  
Innerhalb Bielefeld:

Briefporto 20 g -Standard- 30 mit Zusatzleistung Einschreiben 80 = 110



MischF MiNr 506(10), 457(40), 459(30) = 110

TSt 48 BIELEFELD 4 d 11.11.68 R-Zettel 088/48 Bielefeld 4, vermutlich Lagerfriststempel

MfG Jürgen
 
cilderich Am: 08.04.2017 12:33:04 Gelesen: 65671# 145 @  
Hier zeige ich einen Beleg aus Österreich per Einschreiben aus der quasi Gegenwart. Das Interessante besteht einerseits natürlich in der gestempelten Verwendung der "Trachtenmarke", aber auch hier handelt es sich eben um ein postgültiges Wertzeichen, aber andererseits hat Österreich auch zwei Portostufen für das Einschreiben, im Inland 2,20 Euro und 2,85 für das Ausland.

Beste Grüße cilderich


 
Totalo-Flauti Am: 30.08.2018 09:50:19 Gelesen: 25198# 146 @  
Liebe Sammlerfreunde,

im Anhang zeige ich Euch einen rekommandierten = eingeschriebenen Brief aus dem sächsischen Postbezirk von Leipzig nach Altenburg vom 23.3.1861. Für die Kennzeichnung eingeschriebener Briefe wurden bei vielen Postämter der Zackenrechteckstempel "Recomandirt" angeschafft. Er wurde regelmäßig in Rot abgeschlagen.

Der Brief wurde porto versandt. Der Absender hatte das Porto zu bezahlen. Entgegen den Verhältnissen im DÖPV wurde im sächsischen Postbezirk kein "Strafporto" in Form eines zusätzlichen Neugroschen bei Portobriefen gefordert. Da auch der Inhalt vorliegt, kann ich den Brief wiegen. Mit 29 Gramm wog er fast 2 Loth. Altenburg lag mit 5 Meilen Entfernung von Leipzig aus noch im ersten Entfernungsrayon. Mit der Gewichts- und Entfernungsprogression kostete der Brief 1 Neugroschen. Die Rekommandation kostete zusätzlich 2 Neugroschen. Zusammen mußte der Empfänger die in Blau ausgezeichneten 3 Neugroschen zahlen. Der Brief wurde in Altenburg im ersten Bestellgang ausgetragen.

Im Leipziger Oberpostamt gab es wahrscheinlich einen eigenen Schalter für eingeschriebene Briefe. Der Postbeamte hatte zur Unterscheidung einen eigenen Stempel. Dieser ist an der Schriftart (Grotesk) zu erkennen. Dieser Grotesk-Stempel kommt bisher nur auf eingeschriebene Briefen vor. Nach Sammlerfreund Klaus Fritzsche "Die Entwicklung der Leipziger Poststempel" Band I wurde der Stempel von 1860 bis 1867 verwandt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 31.08.2018 21:27:03 Gelesen: 25029# 147 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich hab noch ein paar nette Einschreiben aus Leipzig. Diese wurden vom Postkunden mit den entsprechenden Marken frei gemacht und dann durch einen sogenannten Einschreibe-Automaten der Post zum Versand gegeben. Dieser hat dann auf dem Brief einen unübersehbaren Stempel in rot hinterlassen. Der Postkunde hat im Anschluß auch eine Quittung vom Automaten erhalten. In der Zeit von 1909 bis 1931 wurden im Deutschen Reich an 23 Standorten entsprechende Automaten der Deutschen Post- und Eisenbahn- Verkehrswesen- Aktiengesellschaft in Staaken bei Berlin aufgestellt. In Leipzig selbst gab es im Postamt 5 und Postamt 13 jeweils ein Automat. der aus dem Postamt 13 wurde später 1925 zum Postamt 1 umgesetzt. Einen Brief vom Postamt 1 und eine Quittung konnte ich bisher noch nicht für meine Sammlung finden. Aus Leipzig gibt es ca 50 bis 60 bekannte Belege (Briefe und Quittungen). Weiter Ausführungen zu den Einschreibe-Automaten findet Ihr auf der Seite von Sammlerfreund Dr. Edo-Meino Eden [1].

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



Brief vom 28.101929 im Fernverkehr 15 Pfennige und Einschreibegebühr 30 Pfennige



Brief vom 30.11.1921 im Fernverkehr 80 Pfennige und Einschreibegebühr 1,00 Mark (5 Pfennige überfrankiert)



Brief vom 12.09.1922 im Fernverkehr 12,00 Mark und Einschreibegebühr 8,00 Mark



Brief vom 09.10.1923 im Ortsverkehr 0,8 Mill.Mark, Einschreibegebühr 2 Mill.Mark und Eil-Zustellgebühr 4 Mill.Mark, verklebt wurden hier aber 3,6 Mill Mark. Da fehlt noch was und ich kann's nicht entdecken. Selbst bei einer Drucksache mit 0,4 Mill.Mark fehlt noch einiges an Porto.

[1] https://www.postautomation.de/briefannahme/einschreibautomaten-1909-bis-1931/
 
Totalo-Flauti Am: 16.11.2018 17:22:22 Gelesen: 19322# 148 @  
@ [#146]

Liebe Sammlerfreunde,

in Kaiserreich wurde der "Recomandirt"-Stempel unter anderen in schwarz abgeschlagen. Hier auf einem Einschreiben aus Leipzig nach Frankfurt a.M. vom 31.07.1874. Der R-Stempel ist schon deutlich ramponiert.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-FLauti


 
10Parale Am: 04.02.2019 20:54:11 Gelesen: 15074# 149 @  
Ich war heute auf der Post und wollte ein Einschreiben mit Rückschein nach Dänemark aufgeben.

Die freundliche Postangestellte gab mir einen rosafarbenen Zettel zum Ausfüllen. Als ich fertig war, sagte sie plötzlich, dass es für Dänemark diese Versendungsform nicht gäbe, lediglich ein ganz normales Einschreiben. Also hatte ich den rosa Schein umsonst ausgefüllt.

Ich liess das Einschreiben dann wenigstens noch versichern.

Frage:

Was ist das für ein Europa, wo solch eine Versendungsform nicht möglich ist, was aber vor 100 Jahren noch funktionierte?

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinrich3 Am: 05.02.2019 09:53:20 Gelesen: 15010# 150 @  
Hallo,

die dänische Post fährt ja derzeit auf Sparflamme zu Höchstpreisen und steuert nach meiner Meinung auf eine Art Konkurs hin. Also wird aller "Ballast" aufgegeben. Das hat aber mit Europa nichts zu tun, sondern mit der Privatisierung der Monopol-Postbetriebe.

Meint
Heinrich
 
DL8AAM Am: 05.02.2019 16:45:30 Gelesen: 14956# 151 @  
@ DL8AAM [#128]

Scheinbar gibt es zwischenzeitlich auch neue Versionen des Einschreibelabels der Deutschen Post, Formular- bzw. Material-Nummer 912-671-000 ("Universal-Label Rolle à 500 Stück zur manuellen Aufbringung" [durch den Kunden]).

Bisher kannte ich nur die "912-671-000" Einschreibelabels ohne "Herstellerkennung" und mit "envi" (Firma "enve print services GmbH" aus 86356 Neusäß) sowie das "912-657-650"-Label (Einschreiben aus dem Ausland) mit Zusatz "NP" (Firma "Nova Print" aus 55457 Gensingen) [1].

Hier nun ein Label (abgerundete Ecken unten, 90°-Ecken oben) mit dem Zusatz ET. Die DPAG hat also wohl eine neue/weitere (?) Druckerei mit der Herstellung der Labels beauftragt. Leider ist mir diese derzeit aber noch unbekannt.



ET 912-671-000

Gruß
Thomas

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/54344 & https://www.philaseiten.de/beitrag/54399
 
Michael Mallien Am: 07.02.2019 18:21:16 Gelesen: 14807# 152 @  
Einschreiben Rückschein aus Garmisch-Partenkirchen vom 28.6.1962 mit einem besonderen R-Zettel.



Ich kenne mich mit R-Zetteln nicht aus, aber mir ist gleich der Zusatz rechts, bestehend aus einem senkrechten Strich und dem Eindruck "3D7", aufgefallen. Kennt jemand die Bedeutung?



Viele Grüße
Michael
 
Altmerker Am: 16.04.2019 15:34:24 Gelesen: 11976# 153 @  
Hallo,

ein schöner Einschreibbeleg, weil er wirklich noch (philatelistisch) frankiert ist. Was ich nicht verstehe, dass da ein gelbes und ein rotes R miteinander zu konkurrieren scheinen.

Gruß
Uwe


 
Christoph 1 Am: 16.04.2019 19:22:04 Gelesen: 11936# 154 @  
@ Michael Mallien [#152]

Hallo Michael,

ich kenne mich mit R-Zetteln auch nicht wirklich gut aus, empfehle aber die sehr ausführliche Dokumentation auf den Internetseiten der ARGE R- und V-Zettel [1].

Dort findet man solche R-Zettel, wie den von Dir gezeigten, mit zwei- und dreistelliger Ziffern-Buchstaben-Kombination rechts vom senkrechten Strich. Ich habe mal einen Screenshot gemacht, weil ein direkter Link auf diese Stelle der Seite nicht möglich ist.



Ich habe selbst schon viele solche Zettel gesehen, meiner Meinung nach waren sie in der zweiten Hälfte der 1950er und der ersten Hälfte der 1960er Jahre der Standard-Typ. Bei der Buchstaben-Ziffern-Kombination handelt es sich wohl um die sogenannte "Amtskennziffer" (AKZ). Eine Bestimmungshilfe gibt es ebenfalls auf der genannten Homepage [2]. Ich habe da allerdings ehrlich gesagt nicht den Durchblick. Das scheint eine sehr komplexe Angelegenheit zu sein.

Viele Grüße
Christoph

[1]http://arge-r-v-zettel.de/classic-zettel/ubersicht-deutscher-r-zettel/
[2] http://arge-r-v-zettel.de/classic-zettel/leitfaden-zur-bestimmung-von-rv-zetteln/#LF-AKZ
 
Uwe Seif Am: 17.04.2019 07:11:38 Gelesen: 11884# 155 @  
@ Michael Mallien [#152]
@ Christoph 1 [#154]

Hallo,

richtig heißen diese Kombinationen "Amtskennzeichen" (AKZ); gab's auch in der DDR und waren ursprünglich für den Paketverkehr eingeführt worden (findet man deshalb auch auf Paketnummernzetteln). Auch V-Zettel wurden mit dieser AKZ bedruckt. Gummistempel mit AKZ kommen ebenfalls vor.

Es gibt auch entsprechende amtliche Verzeichnisse hierüber, die man in den einschlägigen Bibliotheken ausleihen kann.

Gruß Uwe Seif
 
DL8AAM Am: 30.05.2019 18:43:29 Gelesen: 10121# 156 @  


Inneramerikanisches Einschreiben (Label "CERTIFIED MAIL") mit Rückschein (roter Handstempel "RETURN RECEIPT REQUESTED") nach La Verkin, UT 84745, frankiert per Post-/Schalterfreistempel-Label ("Integrated Retail Terminal (IRT)" bzw. Gerätenummer R2304P118877 plus "Clerk-ID", d.h. Mitarbeiterkennung 04; Typ: Toshiba "B-EV4D-GS24-QM-CUS-R" [1]) vom Postamt Orem, UT 84097 für ein "FCM LETTER" (="First Class Mail"-Brief) vom 13.05.2019 zu $6,85. Zusätzliche Tintenstrahl-"Entwertung" vom Briefzentrum Salt Lake City, UT vom 13.05.2019. Der Brief konnte nicht an der angegebenen Straßenanschrift des Empfängers zugestellt werden, sondern wurde im Postamt La Verkin zur Abholung hinterlegt (handschriftliche Datumsangabe "5/15").

Gruß
Thomas

[1] Katalognummer PO-B8.3., siehe https://en.wikibooks.org/wiki/United_States_Postage_Meter_Stamp_Catalog
 
molenaar Am: 11.08.2019 19:53:11 Gelesen: 6802# 157 @  
Hallo,

wer kann mir helfen, dieser Zettel ist mir gar unbekannt.



Danke im voraus, Tiem
 
Baber Am: 11.08.2019 21:21:13 Gelesen: 6775# 158 @  
Diese Einschreibezettel wurden Ende der 1990-iger Jahre von der Deutschen Post verwendet.



Beispiel für Einwurf- und Übergabe-Einschreiben. gelaufen 1997.

Gruß
Bernd
 
Journalist Am: 11.08.2019 22:02:49 Gelesen: 6761# 159 @  
@ molenaar [#157]

Hallo Tiem,

bei dem von dir gezeigten Beleg handelt es sich um eine Sendung die in einem automatischen Briefannahmesystem (auch bekannt als ABAS) der Firma Nagler eingeliefert wurde - weiter Details findest Du unter folgenden Link auf der Webseite von Dr. Eden [1]

Viele Grüße Jürgen

[1] https://www.postautomation.de/briefannahme/abas-der-dt-post-firma-nagler/
 
molenaar Am: 12.08.2019 19:33:06 Gelesen: 6713# 160 @  
@ Journalist [#159]

Hallo Jürgen,

danke für dis Informationen.

Gruss aus Holland

Tiem
 
London-Dieter Am: 13.08.2019 23:31:35 Gelesen: 6566# 161 @  
Na, dann schnell noch zwei alte Amerikaner aus einem Neuzugang. Nicht mehr ganz taufrisch, restaurieren wartet schon:



Von New York am 14. November 1887 nach Gehrde, bei Bersenbrück, Kreis Osnabrück.
Vorderseitig die bekannten Killer-Stempeln, sowie einem blauen Kastenstempel als Einschreiben markierend. Allerdings lässt sich der Text nur schwer entziffern.
Rückseitig die Einschreibe-Stempel der "Registry Devision" vom 14. und 15. November (nach englischer Schreibweise) und der Ankunftstempel von Gehrde am 26. November 1887. 11 Tage, das geht heute nicht schneller, wenn man die vielen Zwischenstationen bedenkt, die der Brief durchlaufen hat.

Ob die "-89" in blauer Handschrift sich wohl auf eine zu entrichtende Nachgebühr bezieht?

Zweiter Brief an die gleiche Empfängerin in Gehrde.



Von New York einmal rückseitig am 5. Oktober 1889 und am 5. November 1889 abgestempelt.

Dazwischen liegen 4 Wochen - ob sich dabei um Einlieferungstag und evtl. Abgangsdatum eines Schiffes nach Europa handelt (Spekulation) ?

Der Ankunftstempel liest sich als 22 (?) 89. Wenn man vom 22. Dezember ausginge, hätte der Brief 17 Tage gebraucht.

Das geht heute selbst mit Luftpost nicht schneller, wenn ich da an amerikanische Briefmarkenhändler denke.
 
London-Dieter Am: 14.08.2019 00:15:31 Gelesen: 6552# 162 @  
Noch etwas antikes:

Bereits erwähnter "Chargé Stempel", hier aus Mannheim - R(ayon)1 nach Nürnberg von 1816.



Rückseitig mit Siegel und Rötelvermerk "8" - wahrscheinlich Kreuzer, die Taxe für die Beförderung.
 
London-Dieter Am: 14.08.2019 00:20:54 Gelesen: 6550# 163 @  
Einschreiben - Rückschein

Beleg eines Einschreibens mit Rückschein von Hanau nach Mannheim vom 27. 10. 1921 mit Einlieferungsschein dazu.




 
London-Dieter Am: 18.08.2019 02:46:32 Gelesen: 6285# 164 @  
Ein weiterer alter Einschreibe-Brief mit etwas Postgeschichte.

Gelaufen von New York nach Coblenz, vom 7. Dezember 1894 auf Ganzsachenumschlag mit aufgewerteter Frankatur, entwertet mit Killerstempeln, Einschreibzettel New York sowie rotem Einschreiben-Stempel des Zweig Offices (Branch PO) "Station P".
Handschriftlicher Vermerke in rot: "Registered" und "(R)MS Etruria (vi)a England"

Rückseitig (wie bei den oben gezeigten Belegen) mit zwei unterschiedlichen Ovalstempeln: 7. und 8. Dezember 1894 der Registry Devision (REG'Y.DIV.)



Durch den handschriftlichen Hinweis zum möglichen Schiff fand ich bei wikipedia das folgende:

RMS Etruria: Transatlantik Ocean Liner der victorianischen Zeit. Eigner: British & North American Royal Mail Packet Company (Cunard Line)

Eines der beiden letzten Dampfschiffe der Cunard-Linie, die mit zusätzlichen Segeln bestückt waren (Schwesterschiff Umbria). Verkehrte zwischen Liverpool und New York und wurde 1910 verschrottet.




 
Baber Am: 03.09.2019 11:31:15 Gelesen: 5236# 165 @  
@ Gerhard [#137]

Hallo Gerhard,

Deine Frage zur Frankierung dieses Briefes ist zwar schon lange her, aber ich bin gerade erst jetzt bei der Suche nach etwas anderem draufgestoßen. Die Frankierung ist korrekt mit insgesamt 3,05 € (2,04 mit den Briefmarken und 1,01 mit dem Schalter-Label).

Die Gebühr setzt sich zusammen aus Brief der 2. Gewichtsstufe 1,02 + Einschreiben 2,03 = 3,05 €

Solche krummen Werte gab es ja in Deutschland nach der Euro-Einführung auch.

Gruß
Bernd
 
mausbach1 Am: 28.09.2019 09:57:00 Gelesen: 3733# 166 @  
Etwas älterer Beleg



17.6.1876 von Siegen nach Gotha 18.6.1876 - Rückseite: Der Absender muß wohl eine höhere Stellung bekleidet haben Obertelegraphirt (ohne "e") - Adressat ist nicht angetroffen 18/6 76
 
mausbach1 Am: 28.09.2019 10:32:36 Gelesen: 3726# 167 @  


Mit R-Zettel "000" aus kleinem Ort Otterberg über Kaiserslautern - frankiert mit MiNr. 350y, 431, 432, 433.
 
StefanM Am: 30.09.2019 08:21:50 Gelesen: 3600# 168 @  
@ mausbach1 [#167]

Interessant!

Was bedeutet die "000" auf dem R-Zettel?
 
mausbach1 Am: 30.09.2019 08:29:05 Gelesen: 3598# 169 @  
@ StefanM [#168]

M.E. wird die Zählung bei der Rolle der R-Zettel nicht mit "1", sondern mit "0" begonnen.
 
mausbach1 Am: 30.09.2019 09:23:27 Gelesen: 3591# 170 @  


1. Verwendungstag des neuen Labels in 57258 Freudenberg am 02.01.04
 
volkimal Am: 30.09.2019 10:26:55 Gelesen: 3538# 171 @  
@ StefanM [#168]

Hallo Stefan,

schau einmal hier: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7134&CP=0&F=1

Dort findest Du die Antwort.

Viele Grüße
Volkmar
 
mausbach1 Am: 30.09.2019 11:48:12 Gelesen: 3525# 172 @  
@ volkimal [#171]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für die Information!

Glückauf!
Claus
 
mausbach1 Am: 11.10.2019 10:14:14 Gelesen: 2800# 173 @  


Postscheckamt Frankfurt(Main) - Versandstelle für Sammlermarken bei der OPD Frankfurt(Main)

POSTSACHE EINSCHREIBEN

Die Versandstelle hat den Tagesstempel FRANKFURT(MAIN) 7 vom 28.7.48 und hat keine gedruckte R-Zettel hat. Rückseitig Ankunftsstempel (22a) KLEVE 1 vom 29.7.48
 
London-Dieter Am: 11.10.2019 19:04:44 Gelesen: 2698# 174 @  
Heute mal eine angenehme Überraschung im Briefkasten.

Nicht mit Kuli unkenntlich verstümmelt, nicht mit Killer- und sonstigen Werbestempeln oder digitalem Beiwerk versehen - nein, so wie in "alten Sammlertagen". Die Ecken sind etwas angestossen - OK! Bei dem, was heute so eintrudelt ist das schon eine Augenweide.

Na, geht doch.


 
mausbach1 Am: 12.10.2019 10:03:08 Gelesen: 2548# 175 @  


1946 - keine R-Zettel, sondern Handstempel



1947 - keine R-Zettel, sondern Handstempel 1947
 
mausbach1 Am: 13.10.2019 08:57:53 Gelesen: 2306# 176 @  


Mischfankatur: Frz. Zone MiNr. 4, 7, 9, 10 - Saar MiNr. 211 I, 215 I, 222 I

Einschreiben: Nach Umbenennung des R-Zettel von Saarlautern (1935) auf den alten Namen Saarlouis



Nicht häufiger Tagesstempel mit kleiner Zahl im Kreis der PGLZ - Ankunftsstempel von Dillingen
 
Journalist Am: 18.10.2019 17:30:50 Gelesen: 1599# 177 @  
Hallo an alle,

ich habe nun heute zum ersten Mal auf einem Einschreiblabel eine zusätzliche scheinbar amtliche Werbung durch die Post hier die der Tschechei gefunden. Die zusätzliche Werbung weist auf den Musiker Oldrich Novy [1] hin - siehe auch Wikipedia



Hier aber zuerst der Label als Ausschnitt:



Kann jemand eventuell sagen, was dort geschreiben steht außer dem Geburtstag und Todestag und kennt jemand die Hintergründe, weshalb diese Zusatzwerbung erfolgte ?

Ich bin gespannt auf entsprechende Infos dazu - danke.

Viele Grüße Jürgen

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Old%C5%99ich_Nov%C3%BD