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Thema: Bund: Stempeldatum einstellen in einer Postagentur
Das Thema hat 34 Beiträge:
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Taschentuch Am: 20.12.2015 17:26:49 Gelesen: 10053# 10 @  
Hallo,

ich habe ähnliche Erfahrungen mit einer Poststelle in Munster gemacht. Mittlerweile versuche ich gar nicht mehr, das "Kaufhauspersonal" auf das falsch eingestellte Stempeldatum hinzuweisen. Ein Telefonanruf bei der zuständigen Postaufsicht brachte keinen Erfolg. Nun gut, ich dokumentiere diesen Zustand und diskutiere nicht mehr mit den Beschäftigten.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael


 
joey Am: 20.12.2015 19:02:23 Gelesen: 10024# 11 @  
@ franzi2005 [#9]

20-15 habe ich übersehen, die Idee ist genial, könnte echt so sein. :-)

In der Stempeldatenbank auf den Kanaren findet sich noch ein Abschlag vom 20.12.20-10 - das wären dann fast fünf Jahre.

Jörg
 
Taschentuch Am: 20.12.2015 19:37:20 Gelesen: 10012# 12 @  
@ Jörg

Es wird unglaublicherweise wirklich so sein, wie von franzi2005 vermutet. Ich habe original gehört: "Uhrzeit hinterm Bindestrich? Das kann nicht sein, dann müssten wir ja immer die Uhrzeit ändern!" Mein Hinweis auf über 100jährige Stempelsystematik wurde und wird ignoriert. 20-15 soll für das Jahr 2015 stehen, auch wenn bei meinem gezeigtem Stempel sogar 28-15 steht.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
filunski Am: 20.12.2015 22:54:10 Gelesen: 9974# 13 @  
@ joey [#11]
@ Taschentuch [#12]

Hallo zusammen,

auch wenn es für "altgediente" Philatelisten und Stempelkenner unglaublich klingt, es ist tatsächlich so! In gar nicht mal so wenigen dieser von "Fachpersonal" geführten Postagenturen herrscht tatsächlich dieser Irrglaube. Manchmal hilft ein aufklärendes Wort und es wird richtig eingestellt, oft aber stößt man auf taube Ohren und der DPAG scheint das sowieso nicht wichtig zu sein.

Hier ein paar weitere Beispiele dazu die ich selbst eingesammelt habe, wie man sieht auch mit Wiederholungstätern über die Jahre:



Zumindest die netten Bäckereiverkäuferinnen in Stammham liessen sich belehren! ;-)



Beste Grüße,
Peter
 
Peter aus Oststeinbek Am: 21.12.2015 21:13:16 Gelesen: 9912# 14 @  
Wenn sich früher ein Sammler über Maschinenwerbestempel ärgerte, bekam er die Auskunft, für saubere Stempelabdrucke müsse die Post in einer Filiale abgegeben werden.

Vor einigen Jahren war es auch noch möglich, genügend Beispiele finden sich in meinem virtuellen Album
album/laden/134.

HEUTE gibt es leider kaum noch Filialen, die in der Lage sind, Briefmarken sauber zu stempeln. Die Abdrucke sind kopfstehend, verschmiert, verkantet usw.
Auf meine Reklamation erhielt ich folgende Antwort:

vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer Stempelanfrage an uns wenden.
Wir verstehen, dass Sie sich über die Qualität der Filialstempel verärgert sind. Die Abstempelung in den Filialen vor Ort erfolgt ausschließlich aus Kulanz.

Wir bieten für unsere Sammler, die einen schönen Sonderstempel auf Ihren philatelistischen Belegen schätzen, einen kostenlosen und ganz besonderen Service an, hier schlagen kompetente und ausgebildete Mitarbeiter in unseren drei Sonderstempelstellen Ihre Belege in optimaler Qualität ab.

Gerne teilen wir Ihnen bei Interesse genau mit, wie Sie am leichtesten zu Ihrem Sonderstempel kommen.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Rückmeldung und verbleiben

mit freundlichen Grüßen
Ihr Serviceteam Philatelie


Ich lege aber gar keinen Wert auf die Stempel der Philatelie, sondern auf ganz normale saubere Ortsstempel. Außerdem muss ich Sendungen an die Philatelie-Stempelstellen auch noch frankieren. Antwort darauf:

es tut uns leid, dass Sie mit unseren Rückmeldungen nicht zufrieden sind. Gerne äußern wir uns erneut zu Ihrer E-Mail.

Da es sich bei den drei Sonderstempelstellen um einen kostenlosen Stempelservice handelt ist für die Einreichung Ihrer Belege das Porto zu bezahlen. Bei der Rücksendung von Vorlagen oder losen Briefmarke genügt es, wenn Sie einen Adressaufkleber beilegen – die Kosten für den Versand übernimmt die Deutsche Post AG.

Wir verstehen, dass Sie die normalen Tagesstempel in der Filiale vor Ort sammeln möchten – leider haben wir auf die Stempelung und der Ableitung in die Briefzentren keinen Einfluss. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.


Habe ich als ehemaliger Postler (davon 10 Jahre am Schalter) aber nicht!

Auf der einen Seite will man mehr Sammler gewinnen, damit die gekauften Marken möglichst ohne große Gegenleistung im Album verschwinden, saubere Stempel (früher Normalfall) sind aber auf einmal „Kulanz“ oder nur gegen weitere Kosten erhältlich.

Einzelne Marken der Neuausgaben gibt es am Schalter auch nur selten, dafür sind ja die Versandstellen zuständig.

Mit dem Abwälzen jeglichen Kundenservices werden auch die letzten Sammler noch verprellt.

Ich habe das Sammeln von Neuheiten eingestellt und mich den älteren Ausgaben zugewendet. Neuausgaben bestelle ich nur noch für ausländische Tauschpartner.

Schöne Grüße aus Oststeinbek
Peter
 
filunski Am: 22.12.2015 18:06:02 Gelesen: 9859# 15 @  
@ Peter aus Oststeinbek [#14]

Hallo Peter,

dein Unmut über die DPAG ist zumindest aus Philatelistensicht verständlich!

Aber wir alle müssen uns von der Idee verabschieden schöne Tagesstempel auf unseren Briefmarken und/oder Belegen aus dem normalen Gebrauch zu bekommen. Es gibt sie sicher noch, die schönen Tagesstempel, aber eben meist nur noch als Gefälligkeitsstempel. Ein Bekannter von mir, der immer wieder säckeweise an aussortierte Kuverts aus der Tagespost kommt und diese nach philatelistisch verwertbarem Material durchforstet kann davon ein Lied singen. Eine seiner letzten Auswertungen ergab in Bezug auf gute Tagesstempel (noch nicht mal Vollstempel) ein ernüchterndes Ergebnis. Unter ca. 8000 Belegen (Zeitraum August bis Oktober 2015) fanden sich 62 mit vernünftigen (Ort, PLZ, Datum und UB lesbar) Tagesstempeln, also weniger als ein Prozent, Tendenz auch noch zurückgehend!

Dabei sind wir in Deutschland sogar noch relativ gut bedient, in vielen Ländern gibt es bereits gar keine Tagesstempel mehr bei den öffentlichen Postagenturen, -filialen, Postpoints oder wie immer die heißen mögen, denn Postämter gibt es kaum mehr in vielen Ländern!

Beste Grüße,
Peter
 
Peter aus Oststeinbek Am: 27.12.2015 14:25:08 Gelesen: 9773# 16 @  
@ filunski [#15]

Hallo Peter,

„sammelst“ Du eigentlich Briefmarken oder „legst Du nur ab“?

Firmen brauchen keine Sondermarken, die haben ihre Freistempel oder frankieren mit den kleinformatigen selbstklebenden. Alles andere macht zu viel Arbeit.

Die ganzen Sondermarken werden also fast ausschließlich für die Sammler hergestellt (besonders die Zuschlagmarken, die auch immer mehr werden).

Man will zwar das Geld dieser Klientel gern in der Kasse haben, aber es darf natürlich nichts kosten. Nach den AGB bearbeiten nur die Stempelstellen Bonn, Berlin und Weiden schriftliche Aufträge, bei anderen -dazu gehören wohl auch die Philatelieschalter- muss der Sammler persönlich vorsprechen.

Vielleicht werden demnächst von den Sammlern noch Zuschläge für die Druckkosten verlangt? Wenn Du Dein Album ausschließlich mit diesen 3 Stempelabdrucken füllen willst, ist es Deine Sache. Es ist für mich kein Sammeln, dann kann ich gleich die aufgedruckten Stempel in Weiden bestellen oder die Bilder aus dem Katalog ausschneiden.

Die Marke „200 Jahre Deutsche Bibelgesellschaft“ wollte ich in Stuttgart stempeln lassen, auf meinen Brief an die Postbankfíliale, wo sich auch der Philatelieshop befindet, wurden die letzten beiden Ziffern der Postleitzahl durchgestrichen und ich erhielt mein Schreiben über die Nachforschungsstelle als unzustellbar zurück. Dieser Aufwand war sicherlich höher als ein sauberer Stempelabdruck auf meiner Vorlage.

Wenn die Deutsche Post an das Geld der Sammler will, muss auch der Service stimmen. Das ganze andere Gedöns, was von der „Philatelie“ angeboten wird, ist eher für die Tonne. Ich bin kein Goldesel (oder cash cow auf neudeutsch).

Wenn ich einmal in einer Filiale schöne Stempelabdrucke für Sammlerfreunde erhalte, bewerte ich diese Filiale im Internet entsprechend positiv. Vielleicht spornt das andere ja ein bisschen an.

Schöne Grüße aus Oststeinbek
Peter
 
Baber Am: 27.12.2015 14:41:42 Gelesen: 9764# 17 @  
@ Peter aus Oststeinbek [#14]

Hallo Peter,

Ich habe das Sammeln von Neuheiten eingestellt und mich den älteren Ausgaben zugewendet. Neuausgaben bestelle ich nur noch für ausländische Tauschpartner.

So wie Du haben viele das Sammeln von Neuheuten eingestellt. Ich zähle mich auch dazu und viele in unserem Verein.

Das Stempeln ist die eine Sache, die Ausgabenpolitik die andere. Als ältere Sammler kann ich mich noch gut erinnern, dass immer über die massenhafte Ausgabenpolitik der DDR geschimpft wurde, weil die DDR Devisen brauchte. Heute muss das vereinte Deutschland keine Devisen mit Briefmarken verdienen, gibt aber nominal mehr Marken heraus, obwohl immer weniger gebraucht werden. Wer schreibt denn außer uns Sammler noch Briefe?

Man könnte das alte Indianersprichwort abwandeln: "Erst wenn der letzte Sammler aufhört, wird die Post merken, dass man mit diesem Service keine neuen Sammler gewinnt".

Gruß
Baber
 
filunski Am: 27.12.2015 15:20:13 Gelesen: 9755# 18 @  
@ Peter aus Oststeinbek [#16]

"...„sammelst“ Du eigentlich Briefmarken oder „legst Du nur ab“?"

Hallo Peter,

ich sammle keine Briefmarken, ich befasse mich mit, sammle und forsche zu Stempeln. Und dazu brauche ich manchmal Briefmarken als "Unterlagen". Diese sollten dann möglichst von nicht zu dunkler Gestaltung sein, um den Stempelabdruck gut lesbar zu ermöglichen. ;-)

Ansonsten kann jeder halten, was er will und die Konsequenzen ziehen, die er möchte aus der heutigen Markenausgabepraxis/Philatelieangebot der DPAG, ich kann und möchte da niemandem reinreden. Persönlich kann ich dazu nur sagen, es könnte noch wesentlich schlimmer sein, und wenn man sich persönlich bemüht, bekommt man auch heute noch schöne Gefälligkeitsstempel (kann sie oft sogar selbst abschlagen) bei so mancher Postfiliale, man darf nur nicht den Anspruch erheben darauf ein "Recht" zu haben. Meine eigenen Erfahrungen mit zig Postfilialen in meiner Umgebung sind da überwiegend positiv. Von der Hoffnung auf schöne Tagesstempel aus der täglichen Gebrauchspost muss man sich aber getrost verabschieden.

Beste Grüße,
Peter
 
Baber Am: 27.12.2015 16:20:37 Gelesen: 9730# 19 @  
@ filunski [#15]

Ein Bekannter von mir, der immer wieder säckeweise an aussortierte Kuverts aus der Tagespost kommt und diese nach philatelistisch verwertbarem Material durchforstet kann davon ein Lied singen. Eine seiner letzten Auswertungen ergab in Bezug auf gute Tagesstempel (noch nicht mal Vollstempel) ein ernüchterndes Ergebnis. Unter ca. 8000 Belegen (Zeitraum August bis Oktober 2015) fanden sich 62 mit vernünftigen (Ort, PLZ, Datum und UB lesbar) Tagesstempeln, also weniger als ein Prozent, Tendenz auch noch zurückgehend!

Ein ähnliche Erfahrung auch aus unserem Verein nicht mit Stempel sondern mit Marken. Ein Mitglied bringt immer wieder rucksackweise hochfrankierte Einschreibe/Rückschein/Eigenhändig -Briefe mit hohen Werten der Blumenserie aus der Tagespost einer großen Rechtsamwaltskanzlei mit. Zum Teil zwar sauber gestempelt, aber alle als Rollenmarken mit mindestens einem kurzen Zahn. Meistens fehlen aber 2 oder 3 Zähne.

Es ist uns bisher nicht gelungen, eine einwandfreie 5 Euro Blumenmarke in dieser Korrespondenz zu finden.

Gruß
Baber
 
JPC Am: 27.12.2015 22:59:37 Gelesen: 9682# 20 @  
Also, ich musste zuletzt leider wieder die Erfahrung machen, dass trotz eines höflichen Bitte um einen sauberen Abschlag, die gute Dame meine Belege auf Ihrem Mousepad (!) abgeschlagen hat. Trotz meines Hinweises die Stempelunterlage zu nutzen, war ihr Kommentar: 'Besser geht's leider nicht'.
 
jmh67 Am: 28.12.2015 06:50:22 Gelesen: 9662# 21 @  
[#12] [#20]

Vielleicht hilft ja eine (fern)schriftliche Mitteilung an die Deutsche Post über die Kundendienstadresse? Telefonanrufe fallen schnell mal dem Vergessen anheim. Ich habe da mal eine e-Mail hingeschrieben wegen eines falsch eingestellten Stempels, und die wollten wissen, welche Filiale/Agentur betroffen sei, um die Leute dort einweisen zu können. Muss mal nachsehen, ob's geholfen hat, war lange nicht in dem Lottoladen.

-jmh
 
Pete Am: 28.12.2015 09:59:18 Gelesen: 9641# 22 @  
@ joey [#8] und an alle:

Derartige Fehleinstellungen kommen auch im Ausland bei Stempelgeräten vor, welche durch einen deutschen Hersteller produziert wurden. Ein solcher Irrtum kann nun weltweit vorkommen. *g*

In dem philaseiten-Beitrag 52 und 53 aus [1] wurde ein Beispiel aus Moshi bzw. in Beitrag 60 aus [2] eines aus Arusha in Tansania gezeigt. Derartige Fehleinstellungen habe ich auch bei Entwertungen aus anderen Orten in Tansania gesehen, nachfolgend zwei ad hoc auffindbare Beispiele.



Morogoro 22.02.20-10



Dodoma -6.-3.20-13 (Dodoma = Hauptstadt von Tansania)

Gruß
Pete

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=112360#M52
[2] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=117888#M60
 
Holzinger Am: 28.12.2015 17:03:44 Gelesen: 9598# 23 @  
@ Pete [#22]

Evtl. könnte doch einmal von den verantwortlichen Leuten darüber nachgedacht werden, die falsche Einstellung (xx-yy) per Anweisung zum Normalfall (Jahr) zu erklären. Die Uhrzeit wird doch heute in den meisten Fällen sowieso nicht aktuell verändert. Bestenfalls ist die Abholzeit (oder 20 Uhr) eingestellt.

Eigentlich sollte es ein Beitrag zum Schmunzeln werden. Je mehr ich darüber nachdenke, um so besser gefällt mir nun aber der Gedanke real.
 
Taschentuch Am: 29.12.2015 00:02:48 Gelesen: 9538# 24 @  
@ jmh67 [#21]

Telefonisch habe ich es bereits "gemeldet", schriftlich in der Tat noch nicht.

Danke für den Tipp.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
jmh67 Am: 29.12.2015 08:26:32 Gelesen: 9511# 25 @  
@ Holzinger [#23]

Zumindest bei kleinen Postanstalten, wo nur einmal am Tag abgeholt wird, könnte man in der Tat auf die Uhrzeit ganz verzichten und einfach nach Abholung der Tagespost einen Tag weiterdrehen. Allerdings würde das die Herstellung entsprechender Stempel erfordern, und das lohnt sich vielleicht nicht, solange es noch größeren Bedarf an Stempeln mit verstellbarer Uhrzeit gibt.

Nichtsdestoweniger ist mir die Unkenntnis mancher "Postagenten" ein Rätsel. Sind die nie in die Handhabung ihrer Werkzeuge eingewiesen worden? Schließlich haben die doch neben ihrem sonstigen Geschäft "nur" mit der Post zu tun und müssen nicht wie im Vereinigten Königreich noch Bankgeschäfte tätigen, Pass-Anträge entgegennehmen, Rente auszahlen, Zahlungen für Versicherung, Strom und Gas annehmen und was da noch so anfällt.

Jan-Martin
 
filunski Am: 29.12.2015 10:50:51 Gelesen: 9489# 26 @  
@ jmh67 [#25]

"Nichtsdestoweniger ist mir die Unkenntnis mancher "Postagenten" ein Rätsel"


Hallo Jan-Martin,

bitte nicht als persönlichen Vorwurf nehmen, aber ich glaube viele Sammler und Philatelisten stellen da einfach zu hohe Ansprüche an diese Leute ("Postagenten"). ;-)

Bei meinen "Stempeltouren" komme ich immer wieder an die verschiedensten "Postagenten" und mit denen, wenn es der Schalterverkehr zuläßt, was auf dem Land oft der Fall ist, auch in nette Gespräche und was ich da schon zur Handhabung der "Nebenbei-Postgeschäfte" inklusive Stempelgeräte, erfahren durfte ist nicht nur interessant, sondern manchmal auch merkwürdig oder lustig.

Für die meisten dieser Angestellten oder auch "Postfilialenbetreiber" ist das Postgeschäft nur ein "Nebenbei", manchmal sogar auch nur ein lästiges Anhängsel. Längst nicht alle der dort gerade am Schalter Tätigen sind gründlich in das Postgeschäft von ihrem jeweiligen Chef eingewiesen, in den Stempelbetrieb schon gar nicht.

Eine ansonsten ganz nette Supermarktangestellte die ich ausgerechnet am Postschalter erwischte gestand mir mal "ich kümmere mich nicht um das Postzeugs, wenn man alles weiß, muss man auch alles machen"!

Also lasst Nachsicht walten mit diesen sonst sicherlich sehr fleißigen Leuten und versucht es mit freundlicher Aufklärung. Klappt auch nicht immer, bewirkt manchmal aber auch kleine Wunder! :-)

Beste Grüße,
Peter
 
mausbach1 Am: 29.12.2015 15:16:44 Gelesen: 9448# 27 @  
Es muß auch einmal etwas Nettes zu den Agenturen gesagt werden:

In "meiner" Agentur, innerhalb einer Apotheke, sind zwei sehr fleißige und höfliche Damen beschäftigt. Angeboten wird das gesamte Spektrum der Post, incl. Bankgeschäfte. Alles zur vollsten Zufriedenheit der Kunden. Auch werden die Stempelwünsche bestens erledigt. Sollte mal eine Sorte Marken ausgegangen sein, kümmern sie sich um eine Neulieferung.

Beste Grüße
Claus
 
jmh67 Am: 30.12.2015 18:21:37 Gelesen: 9375# 28 @  
@ filunski [#26]

Deine Antwort nehme ich Dir doch nicht übel, woher denn. Und natürlich auch meinen Dank an alle "Nebenbei-Postler", die sich Mühe geben.

Aber Du sprichst auch das Problem der mangelnden Einweisung an. Freilich, mit einem Poststempel kann man vielleicht nicht unmittelbar so viel Unheil anrichten wie mit einem anderen Werkzeug. Umgehen können damit sollten die Leute aber doch, denn so ein Abschlag kann auch mal wichtig sein, nicht nur für Philatelisten. Stichworte: Einsendeschluss, Abgabetermin.

Jan-Martin
 
filunski Am: 06.10.2017 12:45:46 Gelesen: 4784# 29 @  
Hallo zusammen,

mal wieder zwei "Highlights" zu Datums-/Zeiteinstellungen frei nach dem Motto "denn sie wissen nicht was sie tun"! ;-)

Wer mal wieder, wie heute z.B. in Regensburg, bei der Postbank wegen Streiks vor verschlossenen Türen steht, der besuche doch mal eine der kleineren Postagenturen im Einzelhandel. Mancher Orts scheinen diese ja sehr lange geöffnet zu haben, wie hier in 16831 Rheinsberg, wo noch bis 24 Uhr Briefe gestempelt werden:



Oder, wer lieber früh aufsteht der kann es ja mal in 16556 Borgsdorf versuchen, dort fängt man schon morgens um 4 Uhr an!? ;-)



Beste Grüße,
Peter
 
mumpipuck Am: 05.12.2018 22:32:40 Gelesen: 933# 30 @  
Gehört vielleicht nicht direkt hierher, zeigt aber wie sorgfältig man zur Zeit der Bundespost mit Datumeinstellfehlern - hier auch noch bei einem Maschinenstempel, also vermutlich einer größeren Zahl von Sendungen - umging. Nach dem man erkannt hatte, dass das gesamte Datum sich um eine Zahl zu hoch gedreht hatte, setzte man einen Hammerstempel dazu, um das zu korrigieren.



Der Beleg gehört inzwischen mir. Ich habe nur keinen neuen Scan gemacht.

Burkhard
 
filunski Am: 07.12.2018 22:55:13 Gelesen: 844# 31 @  
Hallo zusammen,

selbst im sonst so präzisen "Schwabenländle" kann so etwas passieren:



Ist es jetzt 1931 oder 2031? ;-)

Die Marke ist aus dem Jahr 1993, aber gab es da schon Postagenturen (die UB Kombination zy deutet ja auf eine solche hin)? Wäre wohl etwas früh, also fand der "Faux-Pas" wohl später statt.

Viele Grüße,
Peter
 
Uwe Seif Am: 08.12.2018 06:07:59 Gelesen: 820# 32 @  
@ filunski [#31]

Hallo Peter,

wenn ich mich richtig erinnere, begann der Betriebsversuch im August 1993. Davor gab es schon die ersten Postagenturen in "Nachbarschaftsläden".

Gruß Uwe Seif
 
filunski Am: 11.12.2018 22:19:53 Gelesen: 720# 33 @  
@ filunski [#31]
@ Uwe Seif [#32]

Hallo Uwe,

danke für deinen Hinweis! Dass es schon so früh mit den Postagenturen anfing war mir auch nicht mehr bewusst.

Die Fehleinstellung für diesen Stempel aus Remseck, meine ich aber jetzt gefunden zu haben. Die gezeigte Marke/Stempel stammt aus einem Sammlungsnachlass, und dieser Sammler scheint immer mal zu einer Agentur gegangen zu sein um noch fehlende Marken (nach-)stempeln zu lassen. So z.B. zwei Marken aus dem Satz der gezeigten Abb. aus dem Jahr 1993. Er war aber wohl erst später dort und nicht nur am 22.11. sonder auch schon vorher und hat einen Block abstempeln lassen. Hier der Stempel:



Auch hier wieder das gleiche, falsche Jahr ..31. Dieser Block ist aus dem Jahr 2001. Somit wird auch die Fehleinstellung erklärbar, nämlich eine 3 statt einer 0 (31 statt 01). Bei nicht genauem Hinsehen kann man die 3 schon mal für eine 0 halten! ;-). Anscheinend blieb diese Fehleinstellung auch für eine ganze Weile (mindestens 8. bis 22.11.) unbemerkt.

Ein paar Monate vorher stimmte es noch:



Viele Grüße,
Peter
 
Porsche-Sammler Am: 24.01.2019 18:09:29 Gelesen: 451# 34 @  
Hallo,

Standard-Einwurf-Einschreiben gestempelt am 39(!).10.17 in Nürtingen. Abgegeben am 30.10.17.

Viele Grüße,
Porsche-Sammler


 

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