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Thema: Bund: Gleiche Marken mit und ohne Fluoreszenz ?
Das Thema hat 60 Beiträge:
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Markus Pichl Am: 28.02.2018 23:12:31 Gelesen: 38323# 36 @  
@ Ben 11 [#34]

Hallo Ben,

wir sprechen aneinander vorbei. Mir ging es nur darum, dass es selbigen Unterschied auch bei der 60 Pfg-Marke Leibnitz gibt.

Ich hätte die Bitte, in Bezug auf das Aussehen unter UV-Licht nicht von grüner Fluoreszenz zu sprechen, um Verwechslungen zu vermeiden. Mit Einführung der Euro-Nominale ab 2001 gibt es eine "echte" grüne Fluoreszenz auf IR-Licht.

Die UV-Reaktion der sich in Papier und Gummierung von den anderen Auflagen abhebenden Marken ist grün und dies sogar bei lose gestempelten Marken. Grün ist nicht gelb und gelb nicht grün. Soll heißen, eine Marke mit gelblicher UV-Reaktion kann zu keiner mutieren, die eine grüne UV-Reaktion zeigt. Auch habe ich bisher noch keine Marke mit grüner UV-Reaktion der Fluoreszenz gesehen, bei der sich die Fluoreszenz wie bei Marken mit gelblichen UV-Reaktionen herausgewaschen hätte.

Gerne kann ich diese Marken mit grüner UV-Reaktion auch noch unter IR-Licht überprüfen lassen. Vielleicht kommt ja da auch grün als Ergebnis heraus? Schaun wir mal.

Nach dem mir vorliegendem umfangreichem Material von Marken mit grüner UV-Reaktion der Fluoreszenz, sehe ich keinen Grund daran zu Zweifeln, solche nicht von denen unterscheiden zu können, die auf Papier mit gelblicher Fluoreszenz gedruckt wurden.

@ Ben 11 [#35]

Ich führe das auf natürliche Alterung zurück, die Fluoreszenz erlischt mit der Zeit.

Einen altersbedingten vollflächigen Verlust halte ich nicht für erwiesen. Wann erlischt die Fluoreszenz aus den Heuß-Marken und den Marken Bedeutende Deutsche? Damit meine ich nicht einen partiellen Verlust durch lagerunswidrige Umstände, wie zuvor von württemberger gezeigt.

Alles was bisher von Herstellung an grün geleuchtet hat, leuchtet heute immer noch grün. Alles was heute gelb leuchtet, hat noch nie grün geleuchtet. So einfach ist das und die Marken, die in UV-grün leuchten, werden in 100 Jahren noch grün leuchten, so meine Überzeugung.



Im zweiten Bild habe links und rechts je ein gelb leuchtende Marke aufgelegt.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 03.03.2018 19:08:48 Gelesen: 38223# 37 @  
@ Markus Pichl [#17]

Guten Abend Markus,

nochmal zum Beitrag [#17], den Wohlfahrtsmarken "Blätter, Blüten und Früchte des Waldes" aus 1979. Ich denke, die Papiere unterscheiden sich nicht. Was aber auffällt, sind unterschiedliche Farben. Auf dem Bild hoffentlich gut zu sehen, von links nach rechts verlaufend im Grün des Randes immer heller werdend. Die Farben müsste man eigentlich mal mit einem Farbmessgerät ausmessen und den Kurvenverlauf der Remissionswerte vergleichen. Gelbe Fluoreszenz ist m.E. nicht zu erkennen, insbesondere durch den hellen Rand entsteht aber der Eindruck, als wäre eine vorhanden. Meine anderen Marken aus dem Satz unterscheiden sich nicht, weshalb ich diese auch nicht zeige.




Noch ein paare Anmerkungen zu [#36]:

Mir ging es nur darum, dass es selbigen Unterschied auch bei der 60 Pfg.-Marke Leibnitz gibt.

Die 60 Pfg.-Marke habe ich nicht gezeigt, weil sie bei mir keine Unterschiede hat. Ich gehe aber davon aus, dass es diese genau wie der 50 Pfg.-Marke gibt.

Gerne kann ich diese Marken mit grüner UV-Reaktion auch noch unter IR-Licht überprüfen lassen. Vielleicht kommt ja da auch grün als Ergebnis heraus? Schaun wir mal.

Brauchst Du nicht zu machen, die grüne Fluoreszenz auf IR-Licht gibt es erst ab 2001 bei Marken mit €-Nominale.

Grün ist nicht gelb und gelb nicht grün. Soll heißen, eine Marke mit gelblicher UV-Reaktion kann zu keiner mutieren, die eine grüne UV-Reaktion zeigt.

Im Prinzip ist es mir egal, wie Du die Fluoreszenzreaktion auf UV-Licht nennst. Mein Bitte hat lediglich den Zweck, Verwechslungen mit der IR-Fluoreszenz zu vermeiden.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 03.03.2018 19:44:24 Gelesen: 38213# 38 @  
@ Ben 11 [#37]

Brauchst Du nicht zu machen, die grüne Fluoreszenz auf IR-Licht gibt es erst ab 2001 bei Marken mit €-Nominale. [...] Mein Bitte hat lediglich den Zweck, Verwechslungen mit der IR-Fluoreszenz zu vermeiden.

Guten Abend Ben,

im Moment kann ich leider nicht nachvollziehen, worauf Du Deine Behauptung begründest, dass es die grüne Fluoreszenz im IR-Licht erst ab 2001 bei Marken mit Euro-Nominale geben soll?

Hast Du das denn schon einmal überprüft, ob die Reaktion im IR-Licht nicht selbige, zwischen bestimmten Marken aus der Euro-Nominale und "meinen grünen" aus der DM-Zeit, bzw. in dem Sinne vergleichbar ist, dass diese auch als grüne Fluoreszenz gelten muß?

Kannst Du mir bitte beispielhaft ein paar Michel-Nummern aus der Euro-Nominale benennen, die im IR-Licht als grüne Fluoreszenz gelten? Vielleicht die Wohlfahrts-Ausgabe aus 2002, fällt diese darunter?

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 03.03.2018 23:05:28 Gelesen: 38186# 39 @  
@ Markus Pichl [#38]

Hast Du das denn schon einmal überprüft, ob die Reaktion im IR-Licht nicht selbige, zwischen bestimmten Marken aus der Euro-Nominale und "meinen grünen" aus der DM-Zeit, bzw. in dem Sinne vergleichbar ist, dass diese auch als grüne Fluoreszenz gelten muß?

Das habe ich, sie ist nicht vergleichbar. Beide Reaktionen beruhen auf unterschiedlichen Prinzipien.

Suche mal nach dem Thema: Phosphorlampen und lasse Dir alle Beiträge anzeigen. Meine Herangehensweise ist dort am Beispiel "Sehenswürdigkeiten - Sicherheitsaufdruck" recht anschaulich beschrieben.

Vielleicht die Wohlfahrts-Ausgabe aus 2002, fällt diese darunter?

Ja, das macht sie. Das ist sogar eine ziemlich interessante Ausgabe. Mal am Beispiel der "Isabella Coupe 144+56 €-Cent" etwas genauer erklärt. Unter normalem UV-Licht 365nm ist die Marke intensiv gelb (links im Bild). Man erkennt aber, dass um das Auto neben der gelben Fluoreszenz noch mehr ist. Hier gibt es einen farblosen Druck, der unter dem UV-Licht als "bedingt gleiche Farbe" wirkt. Sehr gut erkennbar ist dieser unter UV-Licht 254nm als beigefarbene Umgebung um das Auto (in der Mitte). Setze ich diesen farblosen Druck dem IR-Licht 980 nm aus, ist eine grüne Fluoreszenz zu erkennen (rechts im Bild).



Diesen farblosen Druck findet man auch auf dem Trabant P50. Die anderen Marken der Ausgabe haben ihn nicht. Die IR-Fluoreszenz befindet sich hier unter der Farbe der Fahrzeuge.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 03.03.2018 23:45:38 Gelesen: 38174# 40 @  
@ Ben 11 [#39]

Ja, das macht sie. Das ist sogar eine ziemlich interessante Ausgabe.

Hallo Ben,

das bauchpinselt mich ein wenig (smile) und begründet sich darin, dass ich vorhin lediglich einen dicken Packen verschiedener 55 Cent-Marken aus meiner Frankaturware unter UV 365 nm im wahrsten Sinne des Wortes geworfen hatte und erachtete den Trabant am interessantesten. Seine UV-Reaktion deckt sich 1:1 mit der Ausgabe Industrie und Technik aus 1982. Die UV-Reaktion bei 254 nm erachte ich als weniger spannend.

Das habe ich, sie ist nicht vergleichbar. Beide Reaktionen beruhen auf unterschiedlichen Prinzipien.

Was darf ich genau unter "unterschiedlichen Prinzipien" verstehen?

Setze ich diesen farblosen Druck dem IR-Licht 980nm aus, ist eine grüne Fluoreszenz zu erkennen (rechts im Bild).

Ist das Infrarotlicht von einer Fotokamera?

Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die einen zeitgerechten und nicht zeitgerechten Überdruck vom echten Überdruckhandstempel "China" (DP China) auch ohne IR-Licht unterscheiden können. Dies nur nebenbei erwähnt.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.03.2018 10:55:43 Gelesen: 38122# 41 @  
Jetzt hab ich's.

Hallo Ben,

die von Dir angedachte druckfreie Fläche beim Trabant und beim Isabella Coupé aus dem Jahre 2002 ist nicht druckfrei sondern es handelt sich um Druckfarbe, welche unter UV greller fluoresziert. Mit der Lupe, kann man das unter UV im Unterschied zu den anderen beiden 55 Cent-Werten aus selbiger Serie gut erkennen, was Papier und was Druckfarbe ist. Hingegen bei der Wohlfahrtsserie der graue Rahmen aufgedruckt ist.

Das linke Bild, der Trabant, ist mit sehr kurzer Belichtungszeit aufgenommen. Dabei kommt dann der Unterschied zwischen Druckfarbe und Papier schon sehr gut zum Vorschein. Das rechte Bild, inkl. dem Taunus aus der Wohlfahrtsserie 2003, ist mit längerer Belichtungszeit aufgenommen.



Ich bleibe dabei, dass es sich nach meiner Einschätzung um grüne Fluoreszenz bei den besagten Werten Industrie und Technik handelt. Als nächstes werde ich bei einem mir bekannten, von der IHK bestellten Gutachter anfragen, der eine sehr kostspieliege Infrarot-Einrichtung zur Überprüfung in seinem Gerätepark stehen hat, wegen einem Gutachten anfragen und ob Messwerte aus seinem Gerät hier für Klarheit sorgen können?

Beste Grüße
Markus
 
ReinierCornelis Am: 04.03.2018 13:57:29 Gelesen: 38094# 42 @  
Wo haben die andere Nennwerte ihren IR-Reaktion versteckt?







Anderes Papier bei Isetta:


 
Ben 11 Am: 04.03.2018 19:01:23 Gelesen: 38054# 43 @  
@ Markus Pichl [#41]

Hallo Markus,

Zitat #41: die von Dir angedachte druckfreie Fläche beim Trabant und beim Isabella Coupé aus dem Jahre 2002 ist nicht druckfrei sondern es handelt sich um Druckfarbe, welche unter UV greller fluoresziert. Mit der Lupe, kann man das unter UV im Unterschied zu den anderen beiden 55 Cent-Werten aus selbiger Serie gut erkennen, was Papier und was Druckfarbe ist. Hingegen bei der Wohlfahrtsserie der graue Rahmen aufgedruckt ist.

In meinem Beitrag [#39] sprach ich von einem farblosen Druck beim Trabant, nicht von einer druckfreien Fläche. Es handelt sich auch nicht um eine Druckfarbe, sondern wahrscheinlich um eine Lackierung, ähnlich den Marken der "Sehenswürdigkeiten". Bei einer Druckfarbe (auch bei einer weißen) würde man die Rasterpunkte des Offsetdruckes als "bedingt gleiche Farbe" unter UV-Licht sehen können. Das ist aber nicht der Fall. Die Lackierung ist für UV Licht 365nm und seine Fluoreszenzreaktion durchlässig. Bei 254nm sehen wir die Reaktion einer "bedingt gleichen Farbe". Ich wiederhole mich hier. Beschäftige Dich mit den Begriffen und mach Dir ihre Bedeutung klar!

@ ReinierCornelis [#42]

Rein, ich gehe davon aus, dass das IR-Merkmal bei den anderen Marken in der gelben Farbe liegt. Ich hatte an anderer Stelle schon mal erwähnt, dass es sich hier um Nanopartikel von Seltenen Erden handelt. Unter dem Mikroskop und mit IR-Beleuchtung sehen die dann so aus:



Das Bild stammt vom "Trabant", die Punkte bilden kein Druckraster, sondern sind zufällig angeordnet. Bei anderen Marken kann die Verbindung mit einem Offsetraster z.B. der gelben Farbe nachgewiesen werden. Rein, bei der Madonna-Marke aus 2012 werde ich das mal versuchen.

Da in den anderen Marken dieser Ausgabe insgesamt wenig gelbe Farbe und dann auch noch im ersten Druckwerk (also ganz unten liegend) verwendet wird, war das Ergebnis wohl nicht so erfolgreich. Die IR-Fluoreszenz ist schwach. In der nachfolgenden Wohlfahrtsausgabe 2003 wird dann ein Rahmen verwendet, wohl wieder als Lackierung. Im Aufbau ist dieser aber etwas anders, denn unter UV-Licht ist die Reaktion nicht mehr beige, sondern leicht blau-lila (?).



In diesem Rahmen finden wir wieder das IR-Merkmal mit grüner Fluoreszenzreaktion.

Zitat #41: Ist das Infrarotlicht von einer Fotokamera?

Nein, ich verwende eine IR-Leuchtdiode mit 980 nm und einer vorgesetzten optischen Linse, also sozusagen eine Art Laserpointer. Im Thema "Phosphorlampen" habe ich den Aufbau beschrieben. Ich setze mal einen Link direkt dorthin. Lest bitte die Artikel!

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=9637&CP=0&F=1

Viele Grüße
Ben.
 
ReinierCornelis Am: 05.03.2018 08:32:56 Gelesen: 38011# 44 @  
@ Ben [#43]

Rein, ich gehe davon aus, dass das IR-Merkmal bei den anderen Marken in der gelben Farbe liegt.

Wo ist gelb bei Käfer und 300 SL?

Gruss, Rein
 
Markus Pichl Am: 05.03.2018 15:38:36 Gelesen: 37965# 45 @  
@ Ben 11 [#43]

Hallo Ben,

mein Versehen, Dich falsch verstanden bzw. falsch gelesen zu haben, bitte ich zu entschuldigen.

Nun, wie auch immer, wenn auch die besagte Fläche beim Trabbi und beim Isabella Coupé nicht im Offsetdruck aufgedruckt sein sollte, so ist sie dennoch aufgedruckt.

Bereits im Jahre 2012 hatte ich bezüglich der Dauerserie Industrie & Technik mit Herrn H.D. Schlegel Kontakt aufgenommen gehabt und an die damalige Korrespondenz habe ich heute nach fast sechs Jahren angeknüpft. Wie schon aufgeführt, wird selbiger Sachverhalt bei der Dauerserie Burgen & Schlösser im Michel Rollenmarken Spezial-Katalog unterschieden. Deine Anregungen bezüglich einer Überprüfung im IR-Licht habe ich in die heutige email mit einfließen lassen. Im BPP verfügt Herr Jäschke-Lantelme über ein entsprechendes Gerät, mit dem derartige Untersuchungen möglich sind. Vielleicht führen solche Untersuchungen zu einem entsprechenden Erfolg, damit die offensichtlich bestehenden, von mir aufgezeigten Unterschiede auch prüfbar und katalogisierbar werden?

Persönlich gehe ich davon aus, dass wir in ein paar Monaten diesbezüglich mehr Wissen. In der Sache Industrie & Technik, bleibe ich jetzt konsequent am Ball.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 05.03.2018 22:26:27 Gelesen: 37926# 46 @  
@ ReinierCornelis [#44]

Hallo Rein,

Deine Frage: Wo ist gelb bei Käfer und 300 SL? ist leicht zu beantworten.

Schau Dir das Rot des Käfers genauer an, Du erkennst insbesondere an den helleren Stellen die gelben Rasterpunkte sehr gut. Das Gleiche gilt für die Ledersitze und die Metallic-Karosse des SL. Auch hier siehst Du die gelben Rasterpunkte gut. Ich nehme dafür mein USB-Mikroskop und 200-fache Vergrößerung.

@ Markus Pichl [#45]

Deine Anregungen bezüglich einer Überprüfung im IR-Licht habe ich in die heutige email mit einfließen lassen. Im BPP verfügt Herr Jäschke-Lantelme über ein entsprechendes Gerät, mit dem derartige Untersuchungen möglich sind.

Ist eine gute Idee, danke für das Interesse, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass in diesen frühen Marken keine IR-Fluoreszenz vorhanden ist. :-) Ich forsche mal bei den neueren €-Marken weiter.

Viele Grüße
Ben.
 
ReinierCornelis Am: 06.03.2018 07:39:29 Gelesen: 37871# 47 @  
Schau Dir das Rot des Käfers genauer an, Du erkennst insbesondere an den helleren Stellen die gelben Rasterpunkte sehr gut. Das Gleiche gilt für die Ledersitze und die Metallic-Karosse des SL. Auch hier siehst Du die gelben Rasterpunkte gut. Ich nehme dafür mein USB-Mikroskop und 200-fache Vergrößerung.

Gibt es da auch die IR-Reaktion?
 
H.G.W. Am: 06.03.2018 18:35:31 Gelesen: 37831# 48 @  
Hallo,

hier habe ich nochmals eine Marke mit Muster.

Gruß Horst


 
Markus Pichl Am: 07.03.2018 09:16:06 Gelesen: 37782# 49 @  
Hallo,

im Moment betrachte ich im Lagerbuch die Michel-Nummern 1271 bis 1286 (aus Jahrgang 1986) unter der Schwarzlichtröhre. Das mit der Schwarzlichtröhre hat den Vorteil, dass man gleich zwei Seiten auf einmal unter UV zu Gesicht bekommt.

Die Offsetdruckmarken aus diesen MiNrn. sind quasi ohne Fluoreszenz. Hingegen die im kombinierten Stichtiefdruck und Offsetdruck gedruckte MiNr. 1280 sowie die nur im Stichtiefdruck gedruckte MiNr. 1282 auf einem anderen und zwar stark fluoreszierendem Papier gedruckt sind. Schon bei klassischen und semiklassischen Briefmarken wurden je nach Druckverfahren andere Papier verwendet. Hierzu kann ich noch Beispiele aufführen, bin aber im Moment im Zeitdruck.

Denke, dass ich der Sache auf der Spur bin.

Nebenbei vermerkt, die Fossilien MiNr. 974 und 975 sind augenscheinlich die ersten Marken, die durchgängig auf Papier mit grüner UV-Fluorezenzreaktion gedruckt wurden.

Beste Grüße
Markus
 
ReinierCornelis Am: 08.03.2018 19:51:08 Gelesen: 37723# 50 @  
1974 wurde von der Fa. Sandoz das sog. Cartax PTT flüssig entwickelt, dessen Fluoreszenz bei der Verarbeitung in Streichmassen nur in geringen Mengen in die Papierporen eingearbeitet werden musste, aber die gleiche Intensität zuließ. Derartig gestrichene Papiere waren Kunstdruckpapieren vergleichbar, aber – ähnlich wie diese – erschwerten sie eine saubere Stempelung. Weiter verbessert wurde es vom Posttechnischen Zentralamt gegen Ende der 70erJahre mit dem sog. „Cartax DP flüssig“, das sich sowohl für Masse-wie für Streichfärbung eignete. Dieses später dann DP-1-Papier genannte und ab 1978 eingeführte neue, massegefärbte Papier war nahezu für jede Druckart bestens ausgerüstet, während das gestrichene weiß fluoreszierende und ebenfalls erstmals ab 1978 eingesetzte DP-2-Papier nur für Offset-und Rastertiefdruck diente. Beide Papiere wurden seit Mitte 1997 um eine neue Variante, nämlich DP 1 bzw. DP2-Papier mit Melierfasern für Dauerserien der Ausgaben „Sehenswürdigkeiten“ und „Frauen der deutschen Geschichte“, als Schutz gegen Fälschungen ergänzt.

DP 1 weiß hellgelbgrün ab 1978 MiNrn. 974, 975, 993, 1015
DP 2 weiß hellgelbgrün ab 1978 MiNrn. 972, 1097


Quelle: Wolfgang Maassen: Echt oder falsch?, Schwalmtal 2003, S. 243-245
 
Markus Pichl Am: 09.03.2018 01:34:36 Gelesen: 37696# 51 @  
@ ReinierCornelis [#50]

Hallo Reinier,

das mit der MiNr. 972 ist so nicht richtig, die gibt es auf zwei verschiedenen Papieren und in zwei verschiedenen Druckfarben.

Beste Grüße
Markus
 
Philaseiten A bis Z Am: 07.10.2018 20:17:52 Gelesen: 34159# 52 @  
Michel Bund Nr. 1966 (Maulbronn) ohne Fluoreszenz ?

Ich habe eine Briefmarke von 1998 Kat. Nr. 1966 ohne Floureszenz entdeckt, ist diese Marke vielleicht eine Rarität oder kann sie durch Umwelteinflüsse verändert worden sein?

Die Marke ist wohl in Langenhagen abgestempelt worden.
 
rulfreak Am: 09.10.2018 18:30:13 Gelesen: 34013# 53 @  
Bund Michel-Nr. 962 verschiedene Fluoreszenz?

Beim Durchstöbern meiner Marken, bin ich auf folgende Abweichung in der Floureszenz gestossen. Es handelt sich um postfrische Marken.

Die linke Marke leuchtet in der bekannten gelben Fluoreszenz. Die rechte Marke ist mit einer dunklen "Farbe/Fluoreszenz" versehen. Diese seltsame Abweichung habe ich auch bei anderen Marken festgestellt.

Kann mir hier im Forum erklären, um was es sich handelt?

Im Voraus besten Dank.

Beste Grüße

Gerhard


 
uli Am: 10.10.2018 10:19:47 Gelesen: 33969# 54 @  
@ rulfreak [#53]

Die rechte Marke leuchtet nicht dunkel. An den dunklen Stellen ist die Fluoreszenz verschwunden, an den hellen Stellen noch nicht (ganz). Fluoreszenz kann wandern, also von der Marke auf einen anderen Stoff übergehen. Wenn die Marke unter einer schlechten Platik-Folie aufgewahrt oder in einem ungünstigen Umschlag gelagert wurde, dann kommt es zu solchen Effekten. Nicht unüblich sind in Einsteckbüchern gesammelte postfrische Marken, deren Fluoreszenz in den Einsteckstreifen gewandert sind. Der leuchtet jetzt unter UV-Licht, der untere Teil des Markenbildes hingegen nicht mehr. Such mal bei Google zum Stichwort "ausblutende Fluoreszenz".
 
rulfreak Am: 10.10.2018 14:24:17 Gelesen: 33936# 55 @  
Hallo Uli,

vielen herzlichen Dank für die Info!

War mir bis jetzt unbekannt.

Nochmals Danke.

Gerhard
 
Danny Wilde Am: 27.04.2020 18:28:03 Gelesen: 28175# 56 @  
@ H.G.W. [#48]

Ich habe ebenfalls solche Exemplare wie von Dir gezeigt entdeckt. Es sind durchweg Blocks und größere Marken aus den Bund-1970ern aus einem Pergamin-Einsteckalbum (weißer Hintergrund). Interessanterweise ist die Fluoreszenz nur dort verloren gegangen wo das Markenpapier den Albumkarton berührt (und gerade nicht über den Pergaminstreifen). Eine "Wanderung" ist nicht festzustellen, sondern nur das "streifenweise" Erlöschen. In früheren oder späteren Jahrzehnten ist nichts dergleichen feststellbar.

Hingegen habe ich in (zahlreichen) Einsteckbüchern mit Klarsichtstreifen (schwarzer Karton) keine (Teil-)Verluste der Fuoreszenz unter den Klarsichtstreifen entdecken können. Es sind alles Alben aus den frühen 2000ern. Vielleicht sind diese nicht mehr kritisch (?)

Viele Grüße

Christoph
 
spain01 Am: 28.05.2026 01:21:38 Gelesen: 464# 57 @  
Bund MiNr. 2379

Hallo Allerseits,

zu dieser Marke kann ich leider nur ein Foto unter UV-Lampe anbieten:



Die obere Marke zeigt im Gegensatz zu den beiden unteren Marken nur eine schleierhafte Fluoreszenz auf. Ich habe viele dieser Marken unter der UV-Lampe verglichen und diese war die einzige, die eine andere Fluoreszenz zeigt.

Könnte es sich dabei um die Bund MiNr. 2379 F II handeln ?

Im Mi-Spez (2023) steht, dass die "Trägerfolie rückseitig fluoreszierend" ist. Könnte dies hier der Fall sein und würde die "fleckig" erkennbare Fluoreszenz dann von der Trägerfolie stammen und durchscheinen ?

Freue mich auf interessante Informationen dazu!

Gruß
Michael
 
Martin de Matin Am: 28.05.2026 06:45:07 Gelesen: 432# 58 @  
@ spain01 [#57]

Die Marke ist nicht die MiNr.2379 (selbstklebend, gestanzt 11) sondern die MiNr.2356 (nassklebend gez.K13 1/4).

Gruss
Martin
 
angim Am: 28.05.2026 07:18:10 Gelesen: 422# 59 @  
@ spain01 [#57]

Ich denke, daß das wie in [#54] erklärt ist eine "ausgeblutete Fluoreszenz" ist.

Viele Grüße
Thomas
 
Ben 11 Am: 28.05.2026 21:34:42 Gelesen: 339# 60 @  
@ spain01 [#57]

Guten Abend Michael,

was doch die Philatelie für kuriose Begriffe findet: "ausgeblutete Fluoreszenz". Das tropft förmlich aus dem Album. :)

Meine nassklebenden Marken des Viktualienmarktes sehen unter UV-Licht ähnlich aus, wie Deine, wobei sie keine Klarsichtstreifen oder Sortieranlagen gesehen haben.

Wir müssen davon ausgehen, dass jede Druckerei andere (wahrscheinlich zwei) Papierhersteller hat (oder hatte) und diese auch unterschiedliche Mengen an Fluoreszenzfarbstoff der Papieroberfläche beigemischt haben. Es gibt also Schwankungen im Aussehen der Fluoreszenzantwort.

Zudem altert der Fluoreszenzstoff und verliert mit der Zeit die Fähigkeit, unter UV-Licht gelblich zu leuchten. Solche Bereiche erscheinen dann bläulich in der Papieroberfläche.

Bei Deiner Marke liegt also nach meiner Meinung keine Beschädigung vor.

Viele Grüße
Ben.
 

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