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Thema: Philatelie in der Presse - Aus den Vereinen
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Richard Am: 27.10.2009 14:10:51 Gelesen: 1089981# 196 @  
"Jede Kiste birgt einen Schatz" - 33. Großtauschtag für Briefmarken Erfolg für Organisatoren und Besucher

Von Amina Vieth

Neue Westfälische Zeitung, Höxter (12.10.09) - Briefmarken, Münzen, "Ganzsachen", Ansichtskarten und seltene Drucke aus Deutschland und der Welt ließen die Herzen der Sammler beim 33. Großtauschtag des Briefmarkensammlervereins Höxter höher schlagen. Rund 300 Besucher kamen zum Sammeln,Tauschen, Kaufen und Verkaufen. Ob Händler oder aus privatem Interesse, alle waren sie am Sonntag den kleinen Kostbarkeiten auf der Spur.

Dass es so viele Frauen und Männer zu den Briefmarken ziehen würde hätte Volkmar Schurig, erster Vorsitzender des Briefmarkensammlervereins Höxter, nicht gedacht. "Es ist kein Tisch mehr leer", betonte Schurig erfreut. Schon zur Mittagszeit hatten rund 150 Besucher die Schalterhallen der Sparkasse Höxter durchschritten. Neben den Mitgliedern des heimischen Vereins fanden sich auch viele Anhänger befreundeter Vereine, Sammler und Interessierte aus Nah und Fern zum Tauschtag ein. Tausende Briefmarken füllten Kisten, Alben und Tische der Privatsammler und Händler. Die Besucher hielten die Augen immer offen und waren wachsam, denn an den dutzenden Tischen hätte ja vielleicht das Geschäft aller Zeiten gemacht oder die schon so lange gesuchte Briefmarke entdeckt werden können. ,"Jede Kiste birgt einen Schatz", wissen die Kenner.

Mit Pinzette und geschultem Auge waren die Sammler auf der Suche nach dem Seltenen und Wertvollem. "Es ist der ideelle Wert, den man den Sachen schenkt, der Liebhaber-Wert", betonten Dorothea und Gerhard Rieks, als sie auf der Suche nach alten Ansichtskarten ihrer Heimatstadt Nieheim waren. Die Geschmäcker sind verschieden, so suchten die einen konsequent nach Marken aus dem deutschen Reich und die anderen nach schönen Motiven.

Zudem wurden noch drei Sammlungen als Blickfang ausgestellt: "Künstler-Ersttagsblätter", "Motivsammlung Kinder" und eine private Sammlung, die von 1919 bis 1939 geführt wurde. "Sie ist nicht vollständig, aber sehr wertvoll durch die Leidenschaft und Sorgfalt, die dahinter steckt. Ein Sammler muss auch mal Mut zur Lücke haben", so Schurig, der die Sammlung vor zwölf Jahren auf einem Flohmarkt entdeckte.

Nicht nur Briefmarken wurden zur Attraktion, auch wertvolle Münzen aus aller Welt fanden Interesse bei den Sammlern. Emil Rosner, der seit dem ersten Tauschtag vor 33 Jahren als Fachmann für Goldmünzen dabei ist, präsentierte seine Stücke. Das Kostbarste darunter ist die 2,5 Dollar Münze aus dem Jahre 1911. Vier Gramm schwer und 20.000 Euro wert. "Der Preis liegt nicht im Gold, sondern in der Seltenheit der Stücke. Man hat mir auch schon mehr dafür geboten, aber diese Münze ist unverkäuflich", betonte Rosner.

Organisatoren, Besucher und Händler waren begeistert von dem Tauschtag. Für viele steht fest, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.



Fritz Heinemeyer aus Emmertal sammelt Motive von A wie Adam und Eva bis Z wie Zoo. Hier zeigt er eine Maximumkarte (Marke und Karte haben das gleiche Thema) zum Thema Alkoholismus.
Sammler seit über 60 Jahren (Foto: Amina Vieth)

(Quelle: http://www.nw-news.de/lokale_news/hoexter/hoexter/3184085_Jede_Kiste_birgt_einen_Schatz.html)
 
Richard Am: 28.10.2009 14:16:02 Gelesen: 1089864# 197 @  
Briefmarkenausstellung des Philatelistenklubs O-Dorf anlässlich des Gedenkjahres in den RathausGalerien

Innsbruck.at / RMS / MW (18.09.09) - Am 18. und 19. September präsentiert der Philatelistenklub Olympisches Dorf in den RathausGalerien vor dem Bürgerservice zwischen 9 und 17 Uhr eine Ausstellung zum Thema „Andreas Hofer und seine Zeit“. Die Briefmarkenausstellung wurde am 18. September durch Stadtrat Christoph Kaufmann eröffnet: „Es ist von besonderer Bedeutung unsere Geschichte insbesondere auch den Jüngeren vor Augen zu führen. Ich danke dem Philatelistenklub für die Organisation dieser Ausstellung.“

Im Zuge des Gedenkjahres wurde vom Philatelistenklub eine Andreas-Hofer-Gedächtnisbriefmarke mit einer Auflage von 1.000 Stück herausgegeben. Unterstützt wurde die Ausstellung mit Exponaten aus dem Heimatmuseum Seefeld und dem Innsbrucker Stadtarchiv. Gezeigt werden neben historischen Briefmarken auch Karten und Archivalien aus dem Jahre 1809.



Karl Heinz Strasser vom Heimatmuseum Seefeld, Gerhard Thomann (Obmann des Philatelistenklubs O-Dorf) und StR Christoph Kaufmann.

(Quelle: http://www.innsbruck.at/io30/browse/Webseiten/Content/Medienservice/Pressearchiv/Jahr2009/September2009/HoferBriefmarken_de.xdoc)
 
Richard Am: 29.10.2009 14:22:20 Gelesen: 1089747# 198 @  
Alle Sammler brauchen Mut zur Lücke - 250 Philatelisten zeigen beim Großtauschtag ihre besten Stücke in Erbenheim

Von Svaantje Schröder

Wiesbadener Kurier, Erbenheim (12.10.09) - Was tun mit 200000 Euro? Vielleicht eine Weltreise, ein schnelles Auto, edlen Schmuck oder gar ein kleines Häuschen. Die meisten Menschen kämen wohl kaum auf die Idee, eine solche Summe in ein winzig kleines Stückchen Papier - in eine Briefmarke - zu investieren.

Bestaunen und ergattern

Für die Mitglieder des Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Vereins ist dieser Gedanke jedoch gar nicht so abwegig. Am gestrigen Sonntag kamen rund 250 tausch- und sammelwillige Briefmarken-Fans aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet in das Erbenheimer Bürgerhaus, um seltene Briefmarken, Belege und abgestempelte Briefe aus den unterschiedlichsten Ländern und Zeitaltern zu bewundern und zu ergattern.

Neue deutsche Marke

Zwar gingen hier keine Hunderttausende über die Ladentheke, aber "darauf kommt es auch überhaupt nicht an", weiß Vereinsmitglied Dieter Quäkper, der seit seinem zehnten Lebensjahr begeisterter Briefmarkensammler ist. "Das Faszinierende an Briefmarken ist nicht der materielle Wert, sondern der Akt des Suchens und Findens. Das Haben ist dann gar nicht mehr so wichtig", erklärt Quäkper, der geschätzte 50 Briefmarkenalben, vorwiegend mit deutschen Marken, sein Eigen nennt. An diesem Großtauschtag hat er selbst nichts ergattert, konnte suchenden Sammlern jedoch eine Menge interessanter Marken bieten. Eine Strecke von Briefmarken zum Beispiel, die schon 1944 von den Alliierten in Amerika gedruckt wurden, um sie nach dem abzusehenden Kriegsende als neue deutsche Marke einzuführen, besitzt Quäkper gleich doppelt und dreifach. Und auch auf seine älteste Briefmarke, eine bayerische Ein-Kreuzer-Marke aus dem Jahre 1849 ist er mächtig stolz.

Zu gerne hätte Dieter Quäkper das sächsische Pendant, eine Drei-Pfennig-Marke aus dem selben Jahr, doch diese ist mehrere tausend Euro wert. "Ich träume von vielen Marken, die ich gerne hätte, aber als Sammler schafft man es nie, komplett zu sein", weiß der 61-jährige. Und "Komplett-Sein" sei schließlich auch nicht sein Ziel. "Mut zur Lücke - das ist mein Motto" lacht er.

Der Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Verein, der den sonntäglichen Großtauschtag organisiert hat, feiert im kommenden Oktober sein 125-jähriges Bestehen. Hauptattraktion wird ein Thurn und Taxis Einschreibebrief mit 64 Kreuzer-Fraktur von 1860 sein, der von Biebrich an den Buckingham-Palace in London geschickt wurde. "Es ist wirklich faszinierend, dass ein Stück Papier, ein Briefumschlag, so viel Zeit-und Landesgeschichte in sich birgt", so Peter Heck, Vorsitzender des Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Vereins. "Die Postgeschichte, vornehmlich zu vornapoleonischen Zeiten ist wirklich höchst spannend", sagt Heck euphorisch.

Spannendes, wie zum Beispiel die Präsentation des ältesten Briefmarkenalbums der Welt, dürfen auch die Philatelisten vom 8. bis zum 10. Oktober 2010 bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Vereins erwarten. Sammler Dieter Quäkper wird auch dabei sein. Vielleicht nimmt er sogar seine Frau mit ins Biebricher Schloss, die er übrigens nicht mit dem abgedroschenen Anmach-Spruch "Soll ich Dir meine Briefmarkensammlung zeigen?" kennengelernt hat.



Sammlerblick: Andreas Müller (links) im Gespräch mit einem Briefmarken-Freund (Foto: RMB/Kubenka)

(Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/stadtteile/erbenheim/7669325.htm)
 
Richard Am: 30.10.2009 14:44:44 Gelesen: 1089667# 199 @  
20 Milliarden Mark fürs Porto

Von Michael Prochnow

op-online.de, Mühlheim (06.10.09) - Tief gebeugt sitzen Männer in den besten Jahren an den Tischplatten im großen Saal, nur eine dicke Lupe zwischen der Nase und dem aufgeschlagenen Album. Flink ziehen sie immer wieder mit einer Pinzette einzelne, bunte Marken aus den dünnen, halbdurchsichtigen Papierreihen.

Gegenüber sitzt ein Sammler und vergleicht das ausgewählte Sammelobjekt mit einer Abbildung in einem dicken Katalog. Rund 150 Hobby-Philatelisten folgten der Einladung der Briefmarkenfreunde Mühlheim zu ihrem traditionellen Bezirks-Großtauschtag am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, im Bürgerhaus.

Der Nationalfeiertag bot einen trefflichen Anlass für die Markensammler. Diesmal konnten sie sogar gleich drei Jubiläen mit ihren Gästen feiern und gestalteten Ausstellungen zu „90 Jahre Weimarer Republik“, „60 Jahre Bundesrepublik“ und „20 Jahre Mauerfall“. Hartmut Peschke, Erster Vorsitzender der Briemarkenfreunde, begrüßte an der Dietesheimer Straße auch acht Mitglieder des Philatelistenkreises in der Partnerstadt St. Priest. Mehrere Mitglieder ihrer Gemeinschaft haben sich auf das Sammelgebiet „Deutschland“ spezialisiert, berichtete Schriftührer Guy Jacquemin, der die Sprache der Gastgeber hervorragend beherrscht.

Jacquemin selbst konzentriert sich auf „Brücken“, erläuterte er eines seiner Alben. In Foyer und Saal fand er nicht sehr viele der begehrten Bauwerke - dafür zahlreiche Dokumente der deutschen Historie. Das französische Pendant zum Sammlerverein in der Mühlenstadt wurde 1966, also im Jahr der Verschwisterung, gegründet, erzählte Jacquemin. 1975 reiste erstmals eine Delegation aus der Region um Lyon nach Hessen.

Seit dieser Zeit besuchen sich Deutsche und Franzosen im Wechsel und zum Austausch - nicht allein von Briefmarken übrigens. Denn die Probleme in beiden Vereinen ähneln sich. Auch in St. Priest falle es dem Vorstand schwer, Nachwuchs für das gemeinsame Hobby zu gewinnen. Bis zum Alter von zehn, zwölf Jahren bleiben der Vereinigung viele Mädchen und Jungen treu. „Danach entwickeln sie andere Interessen“, beobachtete Jacquemin. Manche kehren zurück, wenn sie verheiratet und die eigenen Sprösslinge aus dem Gröbsten heraus sind. Die Jugend fehlte zwar auch im Bürgerhaus, doch Vorsitzender Peschke zeigte sich mit der Resonanz am Samstag recht zufrieden.
Milliarden kostete das Porto zu Zeiten der Inflation

Fasziniert schaute der französische Gast auf den Inhalt einer Schauwand mit Geldscheinen und Postwertzeichen. Zehn und 20 Milliarden Mark kostete das Porto zu Zeiten der Inflation, als Arbeiter zweimal am Tag ausbezahlt wurden, damit sie von ihrem Verdienst noch das Nötigste einkaufen konnten, bevor die Preise erneut erhöht wurden. Am 1. Dezember 1923 ersetzte dann eine Rentenmark eine Billion Mark.

Den 60. Geburtstag der Bundesrepublik dokumentierten die Sammler mit einem „Interzonenpass“ und zahlreichen Postwertzeichen aus Ost und West. An die Öffnung der Grenzen erinnerten vergleichsweise wenige Marken. Im großen Saal tauschten Philatelisten neben Marken auch Münzen, Postkarten und Briefumschläge. Sehr gefragt waren Zeugnisse des alten Reichs nach 1900, aber auch zum Thema Offenbach, teilte Schatzmeister Kreis mit.

Einige der Mitglieder hatten schwere Wäschekörbe mit abgegriffenen Alben in die Halle geschleppt, alle kamen in Begleitung von Lupe und Michel, der Bibel der Briefmarkenfreunde. Der Philatelistenstammtisch findet an jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr statt, lud Vorsitzender Peschke Interessierte ein.

An jedem dritten Sonntag im Monat veranstaltet der Verein Tauschtage in der Brandt-Halle. Nähere Infos unter Tel.: 06108/72452.



Sammelstücke wurden mit den Abbildungen im Michel verglichen, der Bibel der Philatelisten (Foto: Michael Prochnow)

(Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/muehlheim/milliarden-mark-fuers-porto-485492.html)
 
Richard Am: 01.11.2009 14:45:41 Gelesen: 1080331# 200 @  
Echte Weltraumpost aus dem All

Märkische Oderzeitung / mt, Seelow (20.10.09) Reinhard Pohland hat die Sammlerleidenschaft vor mehr als 50 Jahren gepackt und ein Leben lang nicht mehr losgelassen. Die Objekte seiner Begierde sind Briefmarken. "Als ich mit dem Sammeln anfing, da hab ' ich alles gesammelt, was ich in die Finger bekam."

Das legte sich im Laufe der Zeit. Denn echte Briefmarkenfreunde spezialisieren sich irgendwann, sagt der 72-Jährige. Bei ihm waren es kleine, gezackte Marken mit dem Thema "Wildpflanzen Europas". Wie viele er mittlerweile davon hat, kann der Barnimer nicht sagen. Aber ein Bücherregal bekomme er mit den Bänden sicher voll.

Am Sonnabend kam eine weitere Briefmarke hinzu. Die wird Pohland in wenigen Tagen die Post zustellen. Er hat sich nämlich beim Sonderpostamt, das an diesem Tag in der Cafeteria des Gymnasiums aufgebaut war, selbst einen Brief geschickt - der Marke wegen.

Gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesverband der Philatelisten hat der Philatelistenklub Seelow zusammen mit Schülern dieses Jahr in Seelow den "Tag der Briefmarke" ausgerichtet. Zu Gast waren nicht nur Sammlerfreunde aus allen Teilen des Landes von Cottbus bis Schwedt und Frankfurt bis Brandenburg an der Havel, sondern auch Briefmarkenfreunde aus der Partnerstadt Moers.

Es wurden Vorträge gehalten und Briefmarken getauscht. Solche Aktionen, fänden leider bei den Sammlerfreunden immer weniger Anklang, wie der Seelower Vereinsvorsitzende Thomas Dräger feststellte. Nicht zuletzt deshalb freue er sich besonders über die gute Zusammenarbeit, die es seit über zehn Jahren mit Gymnasiasten gibt, sagte er. Als besonderer Höhepunkt wurde eine Broschüre vorgestellt, die die Schüler Franziska Krüger als Design-Facharbeit erarbeitet hat. In dem Heft "Eine Welt für Sammler" geht es um Sonderstempel, Zudrucke und Briefmarken, die Schüler in den vergangenen Jahren entworfen haben. Für die beispiellose Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein wurde das Gymnasium von Klaus-Dieter Schult, Vorsitzender des brandenburgischen Philatelisten-Landesverbandes, ausgezeichnet.

Karin Priemuth ist nicht nur die einzige Frau im Seelower Philatelistenklub, sondern besitzt wohl auch eine der ungewöhnlichsten Briefmarken. Ihr Steckenpferd ist die Astronomie und Raumfahrt. Neben sämtlichen Briefmarken die es über die Raumfahrer Juri Gagarin und Siegmund Jähn, über die Raketentechniker Hermann Oberth und Wernher von Braun gibt, gehört zu ihrer Sammlung auch eine Rarität: eine Briefmarke, die per Raketenpost sogar schon im Weltraum war.

(Quelle: http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Bad+Freienwalde/id/300857)
 
Richard Am: 01.11.2009 20:01:00 Gelesen: 1080315# 201 @  
Tauschbörse: Briefmarken machen neugierig

Von Daniel Helmes

Der Westen, Netphen (26.10.09) - Die Briefmarkenfreunde Netphen und der Verein für Briefmarkenfreunde und Postgeschichte Siegen trafen sich zur ersten gemeinsamen Südwestfalen-Tauschbörse in der Georg-Heimann-Halle. Außer Briefmarken wurden auch Münzen, Ansichtskarten oder Telefonkarten getauscht.

Bei Harald Gündisch, dem Vorsitzende der Netphener Briefmarkenfreunde, hatten sich zwölf Händler und einige private Sammler angemeldet. Einer der privaten Sammler war Gregor Fellenberg aus Lennestadt vom Briefmarken- und Münzsammlerverein Olpe. Auf seinem Tisch hatte er Briefmarkenalben liegen, die er für das Kinderhospiz Balthasar oder für die Olper Gemeinschaft „Frauen helfen Frauen” verkaufen sollte. „Viele Sammlungen werden aus Altersgründen aufgelöst”, erklärte er. Wenn sie an wohltätige Einrichtungen gespendet werden, landen sie häufig bei den Vereinen.

Die Lage der Sammler schildert Fellenberg eher als durchwachsen: Bei der Jugend sei „die Luft raus”, es gebe nur wenige Sammler die nachkommen, und viele, die aufhörten. Eine ganz ausgefallene Briefmarkenleidenschaft hat Sybille Rollmann. Die Netphener Briefmarkenfreundin lebte einige Jahre in Afrika, sie sammelt seitdem Marken mit Baobabs, afrikanischen Affenbrotbäumen.

Martin Rebers stellte mit seiner Heimatsammlung eine wieder andere Herangehensweise an seine Sammelleidenschaft. Er sammelt Postkarten und gestempelte Briefe aus Netphen und hat damit die regionale Geschichte zu seinem Steckenpferd erklärt. Denn wer ein richtiger Philatelist ist, der sammelt nicht nur kleine Papiermarken, sondern der beschäftigt sich auch mit der Geschichte dahinter.



(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/netphen/2009/10/26/news-138504812/detail.html)
 
Richard Am: 01.11.2009 20:01:01 Gelesen: 1089467# 202 @  
Anlaufpunkt für viele Sammler - Die Poucher Börse ist nach ihrem Neustart wieder beliebt wie nie zuvor

Von Ulf Rostalsky

Mitteldeutsche Zeitung, Pouch (26.10.09) - Erleichtert ist Toralf Menzel angesichts des durchaus großen Zuspruchs, den die Poucher Sammelbörse erfährt. "Wir haben erst zehn Uhr angefangen. Die ersten Besucher standen aber schon eine halbe Stunde eher vor der Tür."

Menzel ist einer der Bitterfelder Briefmarkenfreunde, die ganz andere Zeiten erlebt haben. Jene zum Beispiel, als die Börse zum Erliegen gekommen war, weil es unter anderem an geeigneten Räumlichkeiten dafür gefehlt hatte und auch Enthusiasten abhanden gekommen waren, die sich vor den Karren spannen wollten. Die Zeiten sollen jetzt vorbei sein. Zumindest kündigte Menzel am Sonntag schon vor dem Ende der dritten Börse nach dem Neustart eine weitere Auflage an. Die werde sicher auch nicht bis zum Frühjahr auf sich warten lassen. "Der Winter ist Sammelzeit. Da sind die Leute noch nicht mit anderen Dingen wie Gartenarbeit abgelenkt", glaubt der Briefmarkenfreund, der in Pouch längst nicht nur die Liebhaber gezahnter Schönheiten begrüßen konnte.

Auch die gab es, ohne Frage. Einen Blick konnten Neugierige zum Beispiel auf Marken aus alten deutschen Kolonien, Südamerika und China werfen. Dass es sofort zum Kauf oder Tausch kommen muss, glauben die Macher der Börse aber nicht. "Viele treffen sich ein zweites Mal. Es ist doch immer so: Du hast gerade das mit, was die anderen nicht suchen. Oder suchst das, was nicht da ist."

Menzel spricht aus der Erfahrung jahrzehntelanger Sammel-Leidenschaft und ist sicher, dass das für Freunde von Münzen oder Ansichtskarten gleichermaßen zutrifft. Letztere sieht er immer mehr im Aufwind. Gesammelt werden heute vielfach Motive aus der Zeit vor den Weltkriegen. In den Mittelpunkt des Interesses rücken aber auch Aufnahmen von Ortschaften, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Solche zum Beispiel, die Dörfer zeigen, die der Braunkohle weichen mussten.

Dass es dabei nicht allein um Ansichtskarten gehen muss, zeigte sich am Sonntag. Ein echtes Ölgemälde war im Angebot. Zu sehen war die alte Försterei zwischen Mühlbeck und Plodda. "Ein Opfer der Braunkohle", stand darunter geschrieben.

Münzen aus dem Kaiserreich und der Weimarer Republik haben es hingegen dem Holzweißiger André Naleppa angetan. Schon als kleiner Junge sei er fasziniert gewesen von den Zahlungsmitteln, sagt der junge Mann, der doppelte Stücke veräußern und vielleicht das eine oder andere Stück ergattern wollte. In einem gab er sich jedoch sehr großzügig. Den Tenge-Geldschein aus dem Jahr 1993, dem Jahr der Erstauflage der Währung in der Republik Kasachstan, verschenkte er. "Den brauche ich nicht. Den habe ich auch nur bekommen."

Eine kleine Serie an Briefmarken haben die Bitterfelder Briefmarkenfreunde in der Zwischenzeit bei einem privaten Postdienstleister aufgelegt. 2008 erschienen Marken, die den Roten Turm in Pouch und den Bitterfelder Bogen zeigten, in diesem Jahr waren es die Feldsteinkirche in Mühlbeck und der Pegelturm.

An weiteren Motiven wird gearbeitet. "Aber ein wenig Überraschung muss schon sein", rät Toralf Menzel zur Geduld.



Die Sammlerbörse in Pouch war am Wochenende sehr gut besucht. Da wurde geschaut, getauscht, gekauft und gefachsimpelt (Foto: Thomas Ruttke).

(Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1246046605017)
 
Richard Am: 03.11.2009 14:04:07 Gelesen: 1089292# 203 @  
"Was gedruckt wird, wird auch gesammelt"

Holsteinischer Courier, Neumünster (27.10.09) - Mit geübten Blicken und gezielten Fragen waren die Briefmarken-, Münzen-, Postkarten- und Banknotensammler im Saal der Stadthalle unterwegs, um an einem der zahlreichen Tische etwas zur Komplettierung der eigenen Sammlung zu finden - oder um anderen Chancen für die Vervollkommnung ihrer Serien zu bieten.

Rund 300 Männer und Frauen aus dem gesamten norddeutschen Raum sowie aus Dänemark und den Benelux-Ländern trafen sich am Sonntag zum zweiten Großtauschtag des Briefmarkensammelvereins Neumünster (BSV). Vorsitzender Rainer Hebel freute sich über die Resonanz: "Hier sind die Fachleute unter sich. Angeboten wird die gesamte Bandbreite dessen, was auf der Welt produziert, demzufolge auch gesammelt und getauscht wird."

Tauschgrundlagen sind Kataloge, die unabhängige Redaktionen erstellen. Der Neumünsteraner Werner Bartels sagte: "Für uns bietet beispielsweise der Michels nur Richtwerte. Wir sind nicht hier, um Geld umzusetzen, sondern um unsere Sammlungen oder Serien zu komplettieren."

Auffallend war, dass im Saal überwiegend Männer und Frauen reiferen Alters anzutreffen waren. "Sammeln kostet Geld. Das geben junge Leute für andere Dinge aus. Später kommt mit finanzieller Unabhängigkeit auch die Sammelleidenschaft", erklärte Hebel, der diese Haltung sogar zu seiner Geschäftsidee machte und an der Holstenstraße ein Briefmarkengeschäft eröffnete.

Einen Rat hat Hebel für Neueinsteiger: "Die Leute sollten sich einem Verein anschließen. Dort treffen sie zuerst auf Fachleute und nicht auf Geschäftemacher." Der Verein hat derzeit 55 Mitglieder.



Fachsimpelei: Michael Rosert (rechts) aus Timmendorfer Strand begutachtete mit Werner Bartels Marken aus der DDR (Foto: Merz).

(Quelle: http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/artikeldetails/article/807/was-gedruckt-wird-wird-auch-gesammelt.html)

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Hier wird das Thema fortgesetzt: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1885&CP=0&F=1#newmsg
 
Richard Am: 04.11.2009 14:16:02 Gelesen: 1080286# 204 @  
Briefmarkensammler sind früher auf - Sammeln, tauschen, stöbern: Der Tag der offenen Tür der Briefmarkenfreunde stößt auf große Resonanz.

Von Kathrin Klette

Kornwestheimer Zeitung (05.10.09) - Während am Samstagvormittag viele Kornwestheimer den Feiertag zum Ausschlafen genutzt haben, herrschte im Vereinsheim der Briefmarkenfreunde bereits seit 9 Uhr reges Treiben. "Briefmarkensammler sind eben Frühaufsteher," kommentierte Günter Block von den Briefmarkenfreunden schmunzelnd. Erst um die Mittagszeit leerten sich die Vereinsräume langsam wieder. Zahlreiche Philatelisten und solche, die es noch werden wollen, hatten von dem Angebot Gebrauch gemacht, auf der Veranstaltung Briefmarken zu tauschen und zu kaufen, Sammlungen zu beginnen, zu erweitern oder zu vervollständigen. "Die Resonanz war wieder sehr gut", sagte Block. "Ich schätze, es waren um die hundert Leute bei uns."

Deutschland, Schweiz, Fische, Fußball und Vögel - das waren beim Tauschtag die großen Stichworte des Vormittags. "Natürlich können die Besucher auch bei einer solchen Veranstaltung alles mitbringen und erstehen, was sie möchten", betonte Block, "aber durch die Ordnung nach Themengebieten wollen wir uns der Öffentlichkeit besser präsentieren und zeigen, dass Briefmarken nicht einfach willkürlich gesammelt werden." Ein ernsthafter Philatelist setze sich bei seiner Liebhaberei feste Ziele, nach denen er seine Sammlung ausrichte, und wolle sein gewähltes Gebiet, ein bestimmtes Thema oder Motiv, dabei komplettieren.

Doch nicht nur zum Tauschen eignete sich der Tag der offenen Tür. Auch mit Rat und Tat standen die Briefmarkenfreunde Besuchern zur Seite. "Viele haben gefragt, wie sie ihre Sammlung am besten ergänzen oder gut verkaufen können oder wie der Wert ihres Bestandes einzustufen ist", erzählte Block. Den exakten Geldwert einer Sammlung ermittelten die Briefmarkenfreunde jedoch nicht - in so kurzer Zeit wäre das gar nicht möglich. Eines aber können sie mit Sicherheit sagen: Das Alter einer Marke sagt nicht zwingend etwas über ihren Wert aus, sondern nur ihre Qualität, ihre Echtheit und ihr Seltenheitsgrad. "Ein gutes Beispiel dafür ist eine Briefmarke vom Anfang der 90er Jahre mit Audrey Hepburn", erläuterte Block. Damals sollte eine Marke mit dem Motiv der bekannten Schauspielerin herauskommen, wurde allerdings vor der Herausgabe wieder zurückgezogen, da Hepburn auf der Abbildung mit einer Zigarette zu sehen war. Irgendwie rutschten aber doch ein paar dieser Marken durch und wurden dann versteigert. Und die Sammler zahlten immense Summen, um eines dieser wertvollen Stücke zu ergattern - bis zu 125 000 Euro.

Kommendes Jahr gibt es die Briefmarkenfreunde Kornwestheim ein Vierteljahrhundert. Das 25-jährige Bestehen soll unter anderem mit einer großen Ausstellung gefeiert werden. Auch der Partnerverein aus Villeneuve-Saint-Georges wird mit von der Partie sein.

(Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2223975_sz_hier_artikel_9223_-briefmarkensammler-sind-frueher-auf.html?_suchtag=2009-10-05)
 
Richard Am: 05.11.2009 14:21:32 Gelesen: 1080271# 205 @  
In 70 Jahren nur zwei Vorsitzende - Hochheims Briefmarkensammler sind ihrem Steckenpferd seit Jahrzehnten treu verbunden

Von Christina Schultz

Allgemeine Zeitung, Hochheim (05.10.09) - Die Philatelisten des Briefmarkensammlervereins Hochheim 1939 feiern in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Beim Tauschtag zum Jubiläum im katholischen Vereinshaus hatten nicht nur Mitglieder ihre Schätze ausgebreitet, auch Sammler aus Höchst, Gustavsburg, Rüsselsheim, Seeheim und Bad Camberg waren mit ihren Alben und Briefmarkenbüchern gekommen, um die ein oder andere Rarität oder eine schon lange gesuchte Marke zu entdecken.

Seit 1971 im Amt

Vorsitzender Hubert Klupsch ist schon lange im Club mit dabei und seit 1971 Erster Vorsitzender. "Wenn mir damals einer gesagt hätte, dass ich das fast 40 Jahre mache, dem hätte ich das nie geglaubt", lacht er und erinnert sich: Dem Verein haben in seinen sieben Jahrzehnten nur zwei Vorsitzende vorgestanden, Gründer Josef Denneffer von 1939 bis 1970 und Klupsch selbst. Der Frankfurter Hof ist damals das Gründungslokal gewesen in dem Gastwirt Karl Bromm, Michael Hartmann und Karl Börner mit Josef Denneffer den Briefmarkensammlerverein Hochheim ins Leben riefen. Dort fanden auch die ersten Tauschabende statt. Immer wieder musste man umziehen, vom Katholischen Kindergarten ins Sportlerheim, in die Gaststätte Stadt Saaz und schließlich ins alte Rathaus, wo man sich bis vor kurzem noch mit den Sammlerfreunden traf. "Seit einiger Zeit haben wir das für uns beste Domizil gefunden, das Haus der Vereine, in dem wir uns dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt, sehr heimisch fühlen", freut sich Klupsch.

Waren es zehn Mitglieder bei der Gründung, konnte der Verein im Laufe der Zeit über 50 Briefmarkenfreunde dazugewinnen. Auch heute sind es noch 48 Mitglieder, doch wie jeder Verein haben es auch die Philatelisten sehr schwer, Nachwuchs zu gewinnen. Man habe zwar eine junge Gruppe gegründet mit zwölf Zehn- bis Fünfzehnjährigen, doch die neuen Briefmarkenfreunde bei der Stange zu halten, sei äußerst schwierig.

Auch im Sammlerverhalten hat sich vieles geändert. Früher habe man alles gesammelt, was man in die Hände bekommen konnte. Da es um 1939 schwierig war, an die Ausgaben besetzter Gebiete zu kommen wie Marken der Deutschen Post Osten, Ukraine oder Elsass/Lothringen, musste man in den Dachverband des Deutschen Reiches "Kraft durch Freude" eintreten. Und dann gab es die Marken in den Postämtern nur für den, der abonniert hatte.

"Heute sind die Sammler spezialisiert auf bestimmte Motive wie Tiere und Pflanzen, Länder, Flaggen oder Wappen". Auch die eigenen Mitglieder die nicht nur aus Hochheim kommen sondern aus Mainz, Gustavsburg, Breckenheim und Medenbach sind, halten das so. Werner Koch aus Massenheim ist seit 1984 Mitglied bei den Hochheimern und kam durch Zufall zum Verein. Durch eine Briefmarkensammlung einer Verwandten aus Dessau, die er ihr abgekauft hatte, suchte er bei den Hochheimer Briefmarkenfreunden nach Interessenten. "Ich hatte damals gar keine Ahnung. Jetzt bin ich seit 25 Jahren Mitglied und für den gesamten Schriftverkehr und die Drucksachen zuständig", berichtet Werner Koch.



Haben sich der Philatelie verschrieben: Hubert Klupsch (links) und Dieter Petzoldt (Foto: RMB/Margielsky)

(Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/main-taunus/hochheim/7619677.htm)
 
Richard Am: 06.11.2009 14:27:17 Gelesen: 1080253# 206 @  
Die Freunde eines vielfältigen Hobbys mit gezackten Rändern - Briefmarkenfreunde Usingen feiern ihr 40-jähriges Jubiläum mit Ausstellung und Werbeschau

Usinger Anzeiger / br (07.10.09) - Für den kleinen Verein der Briefmarkenfreunde Usingen ist das 40-jährige Jubiläum ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte. Und das soll gebührend mit einer Briefmarkenausstellung und Werbeschau in der Hugenottenkirche in Usingen gefeiert werden. Termin ist das Wochenende 31. Oktober und 1. November. Im Rahmen der Ausstellung wird es eine Sonder-Postfiliale, einen Jubiläumsumschlag und einen attraktiven Sonderstempel geben.

Für zahlreiche Bürger ist eine Briefmarke nur ein Postwertzeichen oder auch nur ein Stück bedrucktes Papier. Doch für den echten Philatelisten ist das Sammeln von Postwertzeichen weit mehr. Es dient der Horizonterweiterung und Förderung unterschiedliche Wissensbereiche, über Länder, Städte oder internationale Themen. Fast unerschöpflich ist die Darstellung namhafter Persönlichkeiten oder auch die Wissensvermittlung die auf Briefmarken zu Sachthemen zum Ausdruck kommen. Ob es sich um Tiere, Kulturen, Geschichte oder Sport handelt, sie werden zur Freude der Sammler auf unzähligen Motiven behandelt. Wilhelm Wern, der seit 1982 an der Spitze des Vereins der Briefmarkenfreunde Usingen steht, erinnert sich an die Anfangsjahre. Bereits in den 50er Jahren gingen Briefmarkensammler ihrem gemeinsamen Hobby als "Tauschgemeinschaft Usinger Land" nach. 1969 erfolgte dann die Vereinsgründung aus diesem Vorläuferverband heraus und Richard Amrhein wurde der Vorsitzende. Von den Gründungsmitgliedern sind noch Peter Hartherz, Eberhard Schrimpf und Klaus Moses aktiv.

Briefmarken sammeln und tauschen lag stets im Trend und die Mitgliederzahl nahm stetig zu. Sie erreichte zu Spitzenzeiten 38 Briefmarkenfreunde im Jahr 1982. Heute gehören dem Verein 22 Mitglieder an. Öffentlichkeitsarbeit wurde in der Vergangenheit mit Werbeschauen, Briefmarken- und Postkartenausstellung betrieben, aber auch im Rahmen einer Projektwoche wurden Schulkinder in die Geheimnisse des Briefmarkensammelns eingeführt. Derzeit konzentrieren sich die Aktivitäten im Verein auf die Jubiläumsausstellung am 31. Oktober und 1. November, die dann den Mitgliedern die Gelegenheit bietet, einer breiten Öffentlichkeit einmal zu zeigen, was sie so alles sammeln. Die ersten zehn jugendlichen Besucher der Ausstellung werden zudem mit einen Album belohnt, in dem sich 100 Briefmarken befinden. So hofft Wilhelm Wern auch ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen, um vielleicht junge Leute für dieses ihm so lieb gewordene "Steckenpferd" begeistern zu können. In der Ausstellung, die an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, nehmen sich die Mitglieder bestimmter Themen, wie der Schiffspost, der Eisenbahn, des Sports, des MHD Ritterorden oder auch Städten wie Danzig an. Ein besonderer Leckerbissen dürfte eine Serie und Sammlung von Postkarten sein, die dem Thema Großer Feldberg gewidmet ist.

Groß ist die Freude bei Wilhelm Wern, dass es gelungen ist, das Sonderpostamt aus Weiden in der Oberpfalz nach Usingen anreisen zu lassen. Hier können sich nicht nur Sammler mit den mit Zacken umrandeten Wertzeichen eindecken, sondern es können auch schöne Briefmarken für die Weihnachtspost geordert werden. Dass die Sonderpostfiliale in Usingen Station macht, ist auch Usinger Firmen zu verdanken, die durch den Kauf von Briefmarken im Wert von 2 500 Euro die Voraussetzungen für das Kommen geschaffen haben. Nicht ohne Stolz präsentiert Wern auch den eigens kreierten Jubiläumsstempel der Usinger Briefmarkenfreunde. Er zeigt die Hugenottenkirche und weist auf den 40. Geburtstag des Vereins hin. Bei freiem Eintritt ist in der Ausstellung eine weitere Rarität zu haben, nämlich ein Sonderbriefumschlag mit einem farbenfrohen Fotomotiv von der Usinger Altstadt. Ist nach dem großen Jubiläum wieder der Alltag eingekehrt, dann finden sich die Philatelisten jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Schlösserkeller zu ihren Vereinsabend ein. Dann kommt es nicht selten vor, dass Sammler sie aufsuchen, die ihre Sammlungen verkaufen wollen, die dann in einer Briefmarkenauktion versteigert werden und bis zu 100 000 Euro bringen können.

Nun aber steht erst einmal unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Matthias Drexelius die Ausstellung und Werbeschau im Vordergrund, denn Philatelie ist weit mehr als Sammeln von Postwertzeichen. Briefmarken haben Geschichte, sprechen über Geschichte und sie machen Geschichte, davon sind die Briefmarkenfreunde Usingen allesamt überzeugt.



Wilhelm Wern präsentiert die Einladung zu der Briefmarkenausstellung (Foto: Brötz)

(Quelle: http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/7635281.htm)
 
Richard Am: 07.11.2009 14:30:19 Gelesen: 1080236# 207 @  
Briefmarken getauscht

OVB-Online (23.10.09) - Der Briefmarkengroßtauschtag des Briefmarkentauschclubs Traunstein in der Aula der Staatlichen Berufsschule I in Traunstein hatte im Vergleich zum vergangen Jahr einen dramatischen Besuchereinbruch zu verzeichnen.



Der neue Vorsitzende des Vereins, Heinz Vetter, der die Nachfolge des verstorbenen Ekkehard Arnold übernommen hat, sprach von rund 50 Prozent weniger Sammler, die in die Kreisstadt kamen. Mit diesem Trend stehe Traunstein jedoch nicht allein da, wie die Veranstaltungen anderer Briefmarkentauschclubs belegen. (Foto Buthke)

(Quelle: http://www.ovb-online.de/chiemgau/briefmarken-getauscht-500778.html)
 
Richard Am: 08.11.2009 14:36:45 Gelesen: 1080218# 208 @  
Postkarten erzählen Lebensgeschichten - Angeboten wurden Briefmarken, aber auch historische Postkarten.

Solinger Tageblatt / sf (26.10.09) - Die Freunde Dominik und Leon (beide 12) sind von Oma und Opa inspiriert worden und sammeln „einfach alles“. „Wir sind sogar bei den Landesmeisterschaften dabei gewesen und haben den siebten Platz gemacht“, berichtet Dominik stolz. Hier auf der Börse machen sie sich eher nützlich: Sie trocknen Briefmarken. Und das nicht zu knapp: Quasi einen ganzen „Arbeitstag“ haben die beiden Jungs schon damit verbracht.

„Die Jugend ist ja unermüdlich“, schmunzelte Günter Hindrichs, Vorsitzender des Vereins für Philatelie und Postgeschichte Solingen. Die Erwachsenen hatten nicht ganz so viel Durchhaltevermögen bewiesen: Obwohl gegen Mittag alle Tische in der Ohligser Festhalle mit Händlern und Sammlern besetzt waren - Hindrichs schätzt etwa 500 Besucher -, war die Veranstaltung aufgrund des massiven Abbaus schon um 14 Uhr nahezu beendet. Auf dem Großtauschtag des Solinger Philatelistischen Verbandes standen diesmal die Ausstellungen im Vordergrund.

25 Aussteller waren mit 70 Tafeln dabei. Vier Künstler (Martina Evertz, Möni Quarch, Sascha Reichelt, Ralf Rogge) vergaben als Juroren sieben Preise - die ersten drei gingen an Günter Hindrichs, Hans-Joachim Kirches und posthum an Willi Brühne, der vor kurzem verstarb.

Mit dem ersten Preis an Günter Hindrichs wurde eine Sammlung belohnt, die ein kurzes Leben beleuchtete: Mit Postkarten und Briefen von der Front dokumentiert Hindrichs das Leben „eines Jungen aus Ohligs“, der 1918 in Flandern „auf dem Felde der Ehre“ verblieb. „Mit den Bildern schließt sich ein Kreis: Es beginnt in der Ohligser Heide mit Kriegsspielen, und es endet in Ohligs mit einer Grabesinschrift“, so Hindrichs. Die Sammlung kommt nicht von ungefähr: Es handelt sich um die Korrespondenz des „jungen Mannes“ mit seinem jüngsten Bruder. Dieser war Hindrichs’, Schwiegervater.

Weitere Sammlerthemen waren Tiere, Kirche, Keramik, Schmuck, Sport oder auch die Weihnachtspost in Österreich über den Ort „Christkindl“. Oder aber „Das weibliche Porträt vor 100 Jahren“ von Heinz Hopbach, die so genannten Liebchenkarten, wie sie vorzugsweise als Gruß an die Front geschickt wurden.

„Interessant“ würdigte Mark Regulski die Ausstellungen. Der Abdruck eines Maschinenwerbestempels hatte den Sammler bewogen, zum Tag der Briefmarke aus Duisburg zu kommen. Sohn Marco (5) nutzte gleich die Gelegenheit, um sich tütenweise mit 5-Cent-Briefmarken einzudecken.

Am 13. Dezember wird der Philatelistische Weihnachtsbasar eröffnet und damit die vierte Veranstaltung seit September.



Das Angebot auf dem Briefmarkentag war weitgefächert: So kamen Interessierte auch aus anderen Städten in die Ohligser Festhalle. (Foto: Christian Beier)

(Quelle: http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Postkarten-erzaehlen-Lebensgeschichten-022f5b8c-a54f-436a-b256-ec86fdbef8de-ds)
 
Richard Am: 09.11.2009 14:49:03 Gelesen: 1080192# 209 @  
Kein Ablösungsprozess bei den Briefmarkenfreunden

Von Angelika Trapp

Der Westen, Ennepetal (20.10.09) - Es heißt, die gängigen Briefmarken werden langsam aussterben. „Das wird in den nächsten 30 Jahren nicht passieren", gucken Christian Ziron und Georg Madeja interessiert am Briefmarkentauschtag im „Manus" in ihre Alben.

Denn trotz Emails und Päckchen, die Aufkleber erhalten, gebe es noch Menschen, die ganz normale Briefe bevorzugen - oder bunte Karten aus dem Urlaub schreiben. Und eben Sammler. Geschäftsführer und Pressesprecher der Briefmarkenfreunde Ennepetal-Breckerfeld, Michael Vogt, bestätigt, dass sich im Hinblick auf einen rationellen, modernen Postbetrieb in den vergangenen Jahren eine Fülle von Neuerungen im Bereich der Philatelie ergeben habe. Besonders deutlich werde dies am Beispiel der selbstklebenden Postwertzeichen. So wurden Briefmarken früher allein in Bögen und Rollen auf Papier gedruckt. Im Interesse eines leichteren Gebrauchs durch die Postkunden seien in jüngerer Zeit nun auch selbstklebende Briefmarken weit verbreitet.

„Während in althergebrachter Weise die Perforation im Papier und die rückseitig aufgebrachte Gummierung das Auseinandertrennen und Aufkleben der Briefmarken ermöglichte, so besteht der Vorteil der selbstklebenden Variante in einer einfacheren und schnelleren Handhabung”. Den Briefmarkensammlern hingegen bereite dies jedoch nicht nur Freude, denn das Ablösen selbstklebender Marken vom Brief zur Unterbringung im Album sei schwieriger geworden, so Vogt.

Ein weiteres Beispiel neuer Möglichkeiten sei die so genannte „Internetmarke”, die die Möglichkeit bietet, Postsendungen zu Hause durch Ausdruck eines per Internet übermittelten Matrixcodes zu frankieren. Während die beschriebenen Beispiele anzudeuten scheinen, dass die Zeiten der guten alten Briefmarke gezählt sind, so widersprechen alle Kenner und Freunde der „gezackten Kleinode” vehement diesem Eindruck. Ihnen ist klar, dass Briefmarken ein Aushängeschild und wichtiges Kulturgut ihres jeweiligen Landes sind. „Auch der Blick auf die neuesten Briefmarkenausgaben zeigt, dass mit der Abbildung von Sehenswürdigkeiten, Landschaften und Persönlichkeiten sowie mit Briefmarkenausgaben zu Jubiläen weitaus mehr vorliegt als ein einfacher Quittungsbeleg”, betont Vogt. Aus diesem Grund werden sich Sammler und fleißige Briefschreiber gewiss auch in Zukunft an den kleinen Kunstwerken erfreuen können, sind die Briefmarkenfreunde Ennepetal-Breckerfeld voller Zuversicht. Dass kaum noch Postatmosphäre in den einzelnen Agenturen herrscht, bestätigen die Briefmarkenfreunde. Doch: Die Post in Breckerfeld sei "eine gute Post für Philatelisten", bestätigen die Sammler.

(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/ennepetal/2009/10/20/news-137737711/detail.html)
 
Richard Am: 10.11.2009 14:26:20 Gelesen: 1080174# 210 @  
Briefmarken-Sammlervereine Schöningen und Helmstedt laden ins Schloss ein – Ausstellung von 100 Exponaten - Nach langer Pause wieder Tauschtag

Von Norbert Rogoll

Newsclick.de, Schöningen (20.10.09) - Interesse am Hobby des Briefmarkensammelns wollen die Vereine aus Schöningen und Helmstedt an Tauschtagen wecken. Nach einer vieljähriger Pause steht am Sonntag, 25. Oktober, wieder ein Briefmarken-Tauschtag mit Ausstellung in Schöningen auf dem Programm.

Im März 1923 wurde der Briefmarkensammler-Verein Schöningen und Umgebung gegründet, der nach dem Zweiten Weltkrieg am 8. März 1947 wieder ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein 28 Mitglieder, von denen etwa noch 10 aktiv tätig sind. "Bisher hat der Briefmarken-Sammlerverein Helmstedt zweimal pro Jahr einen Ostfalen-Tauschtag im Schützenhaus veranstaltet, nun teilen wir die Tauschtage auf", erläutert Burkhardt Hoinkis, Vorsitzender des Schöninger Vereins. Jeweils der Heimatverein ist dann Ausrichter des gemeinsamen Tauschtags.

Sonder-Beleg hat eine Auflage von 200 Stück

Zur Attraktivität soll dabei die Ausstellung von Exponaten sowie eine so genannte Privatganzsache beitragen. "Mitglied Wolfgang Mertens hat im Internet eine Privatganzsache mit dem Schöninger Rathaus als Briefmarke und dem Vereinslogo erstellt und zum Drucken in Auftrag gegeben", berichtet Hoinkis. Der Beleg mit einer Auflage von 200 Stück wird zum Preis von 2 Euro je Exemplar während des Tauschtags verkauft werden.

In vier Rahmen werden während des Tauschtags am Sonntag von 9 bis 16 Uhr im Herzoginnensaal des Schöninger Schlosses rund 100 Exponate zu sehen sein. "Es handelt sich dabei um eine Auswahl der Sammlung der Geschichte der Post", erzählt der Vorsitzende. Die Ausstellung der Dokumente von Günter Klinzmann stehen unter dem Titel Union Postales Universelles (Weltpostverein – UPU).

Weiterhin können Besucher aus Schöningen und Umgebung einen Blick auf historische Postkarten werfen, die Heinz-Uwe Marquardt, der Kassenwart des Schöninger Vereins, präsentieren wird. "Aus seiner Sammlung von mehr als 1000 Karten wird er zum Beispiel alte Ansichten der Niedernstraße oder der Bismarckstraße zeigen", kündigt Burkhard Hoinkis an.

Es gibt viele Sammler, aber nur wenige Mitglieder

Der Vorsitzende bedauert, dass es zwar viele Sammler von Briefmarken, Ansichtskarten, Stempeln oder sonstigen Belegen gebe, aber sich nur wenige der Briefmarkenfans Vereinen anschließen würden. Viel Wissen rund um das Sammeln von Briefmarken werde im Verein vermittelt, auch von den erfahrenen Mitgliedern. Außerdem verfügten die Mitglieder auch über die Technik, die für das Sammeln wichtig sei. Er erwähnte zum Beispiel ein Suchgerät für Wasserzeichen oder ein elektronisches Gerät, mit dem schnell der Abstand der Zähnung der Briefmarken ermittelt werden könne.

Neue Interessenten an der Arbeit im Verein seien zum regelmäßigen Tauschtreff an jedem ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr sowie an jedem zweiten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Deutschen Haus willkommen.



Diese unter Fachleuten so genannte Privatganzsache mit der Ansicht des Schöninger Rathauses als Briefmarke und dem Logo des Schöninger Briefmarken-Sammler-Vereins hat Mitglied Wolfgang Mertens im Internet erstellt. Dieser Beleg wird beim Briefmarken-Tauschtag in Schöningen zum Kauf angeboten.
(Repro: Norbert Rogoll)

(Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11132262)
 
Richard Am: 11.11.2009 14:10:32 Gelesen: 1080161# 211 @  
Harte Zeiten für Philatelisten - Briefmarkensammler Detlef Hartmann über die Zukunft des Hobbys

Von Hans von Draminski

Schwabacher Tagblatt, Schwabach (29.10.09) - Das Briefmarkenhobby ist nicht mehr, was es einmal war. Mit welchen Widrigkeiten ein Sammler im Jahre 2009 zu kämpfen hat, er- zählt Detlef Hartmann, zweiter Vorstand des Briefmarken-Sammlervereins Schwabach.

«Von der Post kommt heutzutage doch nur noch Kartonphilatelie», schimpft Hartmann und meint damit schnell auf den Markt geworfene «Sammlerartikel», die nach Detlef Hartmanns Worten «keinen ernsthaften Sammler hinter dem Ofen vorlocken».

Seine Kritik kann der in der Mark Brandenburg geborene Schwabacher an konkreten Beispielen aus seiner äußerst umfangreichen Kollektion festmachen: So zeigt er etwa die so genannten Jahresgaben des Bundes Deutscher Philatelisten, die von den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die späten 90er hinein liebevoll gestaltete Ersttagsbriefe beinhalteten, versehen mit echten, gültigen Sonderbriefmarken und sorgsam aufgebrachten Frankaturstempeln. Vorbei. 2009 gibt es Jahresgaben, «die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden», sagt Detlef Hartmann mit auffallend bissigem Unterton. Briefmarken-Faksimiles auf fühlbar billigem Papier in einer schief auf eine Zeitschriftenseite geklebten Plastikhülle. Als Postwertzeichen wären die Kopien entgegen dem früheren Usus nicht einmal gültig, entsprechend gering ist der Sammlerwert dieser in bunten Katalogen beworbenen «Editionen».

Auch die Zeiten, in denen «Sammlerfutter» wie die jeweils neuesten Sondermarken problemlos in der örtlichen Postfiliale erhältlich war, scheinen vorüber zu sein. «Entweder hat man in einem der Postshops Glück oder man wird an das Postzentrum in Weiden verwiesen, wo man die gewünschten Marken bestellen kann», erzählt Hartmann. Ein scheinbar komfortabler Weg mit einem Pferdefuß: «Unter 35 Euro Bestellwert blecht man Mindermengenzuschlag», weiß der Briefmarken-Experte. In den letzten Jahren musste mancher Sammler-Spezialversand seine Pforten schließen, weil der große Boom inzwischen endgültig vorbei zu sein scheint. Noch ist das Hobbygenre «Briefmarkensammeln» allerdings noch lebendig. «Auf den großen Auktionen trifft man immer häufiger auf die neuen Millionäre aus Russland und den anderen ehemaligen Ostblockstaaten, die Unsummen in seltene Briefmarken oder Münzen investieren und damit die Preise künstlich nach oben treiben», plaudert Detlef Hartmann aus der Sammler-Schule.

Nachwuchs-Sorgen

Schwerer drücken die Briefmarkenfreunde in Deutschland schon Nachwuchs-Sorgen. «Unser Verein ist überaltert», sagt Hartmann und versucht gar nicht erst, das Dilemma schönzureden. Acht- oder Neunjährige könne man zwar zeitweise für das Briefmarkenhobby begeistern, die Leidenschaft kühle aber oft deutlich ab, sobald aus den Kindern Jugendliche werden. «So mit 13 oder 14 sind sie dann ganz schnell weg», meint Detlef Hartmann. «Fangen» könne man junge Menschen sowieso nur mit Spezialthemen, beispielsweise mit ganzen Serien zu Themen wie «Pferde» oder «Eisenbahn».

Die Fehlleistungen der Postverwaltungen waren einem Spezialverlag für Briefmarkensammler schon einmal ein «Schmunzelkabinett» in Ordnerform wert. Wenn aus Albrecht Dürer auf der Briefmarke «Albert Dürer» wird oder Robert Schumann vor einer Notenhandschrift von Franz Schubert abgebildet wird, dann können über solche Irrtümer nicht nur Briefmarkenfexe grinsen - und die Preise der entsprechenden Fehldrucke steigen rapide. Für die Sammler ein Lichtblick in trüben Tagen.

Am kommenden Sonntag, 1. November, 9 bis 16 Uhr, geht im Schwabacher Saal der Arbeiterwohlfahrt, Wittelsbacherstraße 1 die nächste Briefmarken-Tauschbörse über die Bühne.



(Foto: Hans von Draminski)

(Quelle: http://www.schwabacher-tagblatt.de/artikel.asp?art=1112984&kat=24)
 
Richard Am: 12.11.2009 14:20:05 Gelesen: 1080151# 212 @  
Haste mal ne' Marke - Die deutsche Briefmarke feiert am Sonntag ihren 160. Geburtstag. Sehr zur Freude der Marler Philatelisten.

Von Katharina Müller

Der Westen (30.10.09) - „Komm Schätzelein, ich zeig' dir meine Briefmarkensammlung.” Ein anrüchiges Angebot, gut getarnt unter der scheinbar unschuldigen Begeisterung für ein eigenwilliges Hobby. Es ist der wohl einzige obszöne Querverweis, den jemals jemand zur Briefmarke hat herstellen können, und wer ihn hört, kann sicher sein, dass er keinen Philatelisten vor sich hat: Die tun sowas nicht. „Nein, nein”, lacht Klaus Kahl, „das habe ich nie versucht”, und sein Mitstreiter Dr. Juergen Krueger rätselt: „Sagt man heute nicht eher DVD-Sammlung?”

Die Herren sind seit Jahrzehnten im Marler Briefmarken-Sammler-Verein aktiv, planen gerade mit Feuereifer die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen ihrer Gemeinschaft am 27. November. „Momentan sind wir 76 Mitglieder, der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 60 Jahren”, verrät der Vorsitzende Klaus Kahl. Überalterung plagt die Philatelisten: „Die Menschen haben durch Fernsehen und Internet andere Unterhaltungsmöglichkeiten, und gerade junge Leute wollen sich nicht gerne fest an einen Verein binden”, mutmaßt Hubertus Guschok. Der 80-Jährige hat sich auf das Sammeln von Briefmarken mit Motiven aus der Handelsschifffahrt spezialisiert: „Weil ich selber 40 Jahre in der Schifffahrt beschäftigt war”, verrät er.

Einmal die Woche jedoch reißt er sich los von seinen Alben, macht sich auf den Weg zur Grundschule Sickingmühle, um dort kleine Nachwuchs-Philatelisten auszubilden. „Wir betreuen die Arbeitsgemeinschaft Briefmarke für Dritt- und Viertklässler”, erzählt Guschok. „Die Kinder lernen von uns das gesamte Spektrum des Sammelns: Den Umgang mit den Marken, die Gestaltung von thematischen Tafeln und natürlich das Handwerkszeug, also den Umgang mit Lupe, Pinzette und Zähnungsschlüssel.”

Der Briefmarken-Unterricht ist längst nicht so abwegig, wie unwissende Geister annehmen könnten. Schließlich sollten Ruhe, Ausgeglichenheit und Ordnungssinn wesentliche Charakterzüge eines Philatelisten sein. „Ich glaube, wirklich zerstörerische Menschen sammeln keine Briefmarken”, meint Guschok. Und dann wären da ja noch all die kleinen bunten Bilder: Polititker und Prominente, Vögel und Fische, Städte, Länder, Kontinente: „Wenn man sich mit den Motiven richtig auseinandersetzt, dann haben Briefmarken das Potenzial eine enorme Allgemeinbildung zu vermitteln”, so Vorstandsmitglied Krueger.

(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/unser-vest/2009/10/30/news-138999713/detail.html)
 
Richard Am: 13.11.2009 14:22:51 Gelesen: 1080133# 213 @  
Der letzte Jugendliche ging vor vier Jahren - Verein Delmenhorster Briefmarkensammler hat massive Nachwuchssorgen

Von Wolfgang Bednarz

Nordwest Zeitung, Delmenhorst (02.11.09) - Was ist nur los mit den Jugendlichen, fragt sich Helfried Ihlow, seit 14 Jahren Vorsitzender des Vereins Delmenhorster Briefmarkensammler. Nicht nur, dass der Verein in den vergangenen 15 Jahren von 100 auf derzeit 45 Mitglieder zusammengeschrumpft ist, macht ihm Sorgen. Hauptsächlich ist es die Altersstruktur. „Zehn Mitglieder sind über 80 Jahre alt“, berichtet Ihlow. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Verein nicht mehr existiert?

Der letzte Jugendliche, berichtet Ihlow am Sonntag am Rande des Groschtauschtages an der Kerschensteiner Berufsschule, habe dem Verein vor vier Jahren den Rücken gekehrt, „obwohl wir ihm ganz viele Marken überlassen haben“. Seitdem sei es den Delmenhorster Philatelisten nicht mehr gelungen, Jugendliche für das Postwertzeichen-Sammeln im Verein zu interessieren. Auch beim Großtauschtag sieht man durchgehend nur „ältere Semester“, aber immerhin: Gut 70 Sammler aus nah und fern waren dieses Jahr dabei.

Die Schuld an der Entwicklung, glauben Ihlow und Mitstreiter, trage das Internet. „Da gibt es Tauschbörsen, da braucht es keinen Verein mehr“, sagen sie. Noch ein möglicher Grund: Eine Briefmarkensammlung ist keine Wertanlage. Ihlow: „Viele denken immer noch, Briefmarken seien die Aktie des Kleinen Mannes.“ Leider nicht.



Philatelisten unter sich: Dr. Hans-Jürgen Meyer-Bothling, Kassenwart Eckhard Schmidt und Vorsitzender Helfried Ihlow (von links) fachsimpeln beim Großtauschtag (Foto: Bednarz)

(Quelle: http://nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_delmenhorst_artikel.php?id=2146915)
 
Richard Am: 14.11.2009 14:28:51 Gelesen: 1080118# 214 @  
Seltene Briefmarken

Badische Zeitung, Breisach (03.11.09) - Zu ihrem 20-jährigen Bestehen zeigt die Sammlergruppe Breisach im Freiburger Briefmarken-Sammler-Verein im Breisacher Stadtmuseum einige ihrer Marken. Von der ersten Ausgabe des Großherzogtums Baden bis zur Privatpost der Neuzeit werden verschiedene Exponate zu sehen sein. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 4. November, um 19 Uhr eröffnet und ist bis Dienstag, 24. November, zu sehen.

(Quelle: http://www.badische-zeitung.de/breisach/auf-einen-blick-xieqphvyx--21918301.html)
 
Richard Am: 15.11.2009 14:33:08 Gelesen: 1080094# 215 @  
Bad Hersfelder Postgeschichte - Heimische Briefmarkenfreunde bestückten zwei Vitrinen im städtischen Museum

Von Gudrun Schmidl

Hersfelder Zeitung, Bad Hersfeld (03.11.09) - Über die Hersfelder Postgeschichte können sich nun alle Interessierten im Museum im Stift informieren. Zwei Vitrinen wurden von den Mitgliedern der Vereinigung Hersfelder Briefmarkenfreunde mit besonderen Exponaten bestückt und zeigen in Bildern, Briefen, Zeitungsausschnitten und Stempeln die Geschichte und Entwicklung der Post in der Kreisstadt.

Große Namen wie Heinrich von Stephan und Konrad Duden sind vertreten. Ebenfalls zu sehen sind Aufnahmen des ersten Postomnibusses und des alten Postamts in der Breitenstraße. Stempel und Postkarten von den Festspielen und vom Hessentag zeugen von besonderen Ereignissen in der Stadt.

Dauerleihgabe

Die Briefmarkenfreunde Godehard Gausemeier, Hartmut Ziehn und Helmut Richter übergaben in Anwesenheit von Bürgermeister Hartmut H. Boehmer und Bereichsleiter Walter Stück das Geschenk an die Stadt und das Museum als Dauerleihgabe.

"Ich habe ein Schätzchen mitgebracht", verriet das Stadtoberhaupt und präsentierte das im städtischen Eigentum befindliche und extra aus dem Tresor geholte Album mit Ministerkarte, das am Erscheinungstag der Sonderbriefmarke zur 1250-Jahr-Feier der Stadt Bad Hersfeld im Rathaus übergeben wurde.

Wesentlichen Anteil an dem Erscheinen dieses Sonderpostwertzeichens hat der Stadtverordnete und Sammler Hartmut Ziehn. 1980 entwickelte er mit dem damaligen Leiter der Außenstelle der Versandabteilung für Postwertzeichen in Frankfurt/Main, Eduard Pekarek, die Idee der Hersfeld-Marke und war auch an der späteren Umsetzung maßgeblich beteiligt.

Wer die Briefmarke nach dem Entwurf von Prof. Fritz Lüdtke aus München nicht kennt, hat das Motiv auf jeden Fall schon gesehen, denn es wurde später vom Tourismusverband als Logo übernommen.

Natürlich ist das Sonderwertzeichen auch in der Ausstellung im 2. Obergeschoss des Museums zu bewundern. Die Vereinigung der Hersfelder Briefmarkenfreunde wurde vor fünfzig Jahren gegründet und feiert ihr Jubiläum am 28. und 29. November im Bürgerhaus Hohe Luft.



(Quelle: http://www.hersfelder-zeitung.de/hersfeldstart/00_20091103180118_Bad_Hersfelder_Postgeschichte.html
 
Richard Am: 16.11.2009 14:37:32 Gelesen: 1080084# 216 @  
Wenn der Brief aus dem Kriegsgebiet kommt

Landes-Zeitung / jp, Bückeburg (03.11.09) - Mit einer Sonderschau hat der Briefmarkensammler-Verein Bückeburg bei seinem jüngsten Tauschtag die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ulrich Wilke vom Briefmarkensammler-Verein Minden präsentierte eine Auswahl seiner inzwischen äußerst umfangreichen Sammlung von Briefen und Postkarten zum Thema Feldpost. Geladen hatten zu dem rege besuchten Tauschtag, bei dem nicht nur Briefmarken, sondern auch Ansichtskarten, Münzen und Telefonkarten ausgestellt und getauscht wurden, wieder die Bückeburger Philatelisten gemeinsam mit dem Briefmarkensammler-Verein Rinteln in die Räumlichkeiten des Gymnasiums Adolfinum.

Seit 1992 beschäftigt sich Ulrich Wilke, selbst bis 1995 aktiver Soldat in der Heeresfliegertruppe, intensiv mit dem Thema Feldpost. Damals war seine Einheit, das Heeresfliegerregiment 10 aus Fassberg, am Auslandseinsatz der Bundeswehr in Somalia beteiligt. Seitdem sammelt der Stabsfeldwebel a.D. Postkarten und Briefe, die Kameraden im Einsatz in die Heimat schrieben und die sie dort von zu Hause erreichten. Nachschubsorgen hat Ulrich Wilke, der auch zweiter Vorsitzender der Gesellschaft für Wehr und Sicherheitspolitik Sektion Minden ist und vor einem Jahr eine Vortragsveranstaltung in der Schäferkaserne zum Thema Feldpost organisierte, nicht: „Überall dort, wo die Bundeswehr im Auslandseinsatz ist, dort sind auch Heeresflieger.“

Generell gewinne das Thema Feldpost mit der steigenden Zahl von Auslandseinsätzen immer mehr an Bedeutung, so Ulrich Wilke: „Angesichts von immer mehr und gefährlicheren Einsätzen wird die Feldpost immer wichtiger, nicht nur für die Kameraden selbst, sondern ganz besonders für ihre Familien, die sind schließlich genauso betroffen.“ Dabei sei es ein landläufig weitverbreiteter Irrtum, Soldatenpost werde ausschließlich im olivgrünen Sack und auf Militärtransportern von A nach B transportiert. „Die Feldpost gehört zwar formell zur Bundeswehr, wird aber von der Deutschen Post AG abgewickelt.“

Im Rahmen des Briefmarkentauschtages im Gymnasium Adolfinum wurden ausnahmslos Briefe und Postkarten sogenannter Sonderfeldpostämter des Jahres 2009 ausgestellt. Deren Besonderheit: „Sonderfeldpostämter sind reine Friedenspostämter, die anlässlich von Jubiläen oder runden Geburtstagen eröffnet werden, beispielsweise, wenn ein Verband fünfzig Jahre alt wird“, erklärt Ulrich Wilke. „Solche Belege sind ziemlich selten, weil es diese Stempel jeweils nur für wenige Stunden gibt. Danach verschwinden sie für immer wieder in der Schublade.“

So rege auch der Besuch des Tauschtages ausfiel, so nüchtern sehen die gastgebenden Bückeburger Briefmarkensammler die Zukunftsaussichten ihres eigenen Vereins. Der Verein sei stark überaltert, gibt der erste Vorsitzende Dieter Wehling unumwunden zu, und junger aktiver Nachwuchs sei trotz intensiver Bemühungen nicht in Sicht. „Gerade hier in Bückeburg haben wir jahrelang wirklich alles versucht, um Jugendliche und junge Erwachsene für unser Hobby und unseren Verein zu begeistern, aber ohne Erfolg.“ So seien beispielsweise alle Versuche, über den Schulunterricht Kinder und Jugendliche an die Philatelie heranzuführen, im Sande verlaufen. Inzwischen zählt der Briefmarkensammler-Verein Bückeburg noch 17 Mitglieder. Erst jüngst hatte der Verein zwei Abgänge aus gesundheitlichen Gründen zu verzeichnen.

Ulrich Wilke kann aus seinem Mindener Verein von ganz ähnlichen Sorgen berichten. „Auch wir haben viele Anläufe über die Schulen unternommen, haben damit aber keinen Erfolg erzielt.“ Die Gründe für die Nachwuchssorgen seien vielfältig: So hätten sich nicht nur die schulischen Belastungen und das Freizeitangebot von Kindern und Jugendlichen verändert, auch die Interessenlage sei heute eine völlig andere als früher. Ein großes Problem stelle die Ganztagsschule dar: „Kinder und Jugendliche haben heutzutage überhaupt keine Zeit mehr für ein zusätzliches Hobby.“ Dieter Wehling sieht noch ein weiteres Problem: „Es gibt nach wie vor viele, die im stillen Kämmerlein vor sich hinsammeln, aber auf Teufel komm raus nicht Mitglied in einen Verein werden möchten.“ Die Flinte ins Korn werfen wollen Ulrich Wilke und Dieter Wehling indes nicht: „Wir geben nicht auf, immer wieder auf uns aufmerksam zu machen, da wir davon überzeugt sind, dass es auch andere Hobbys gibt als Killerspiele am Computer.“

Termin: Auf den Geschmack gekommen? Am Sonntag, 8. November, lädt der Briefmarkensammler-Verein Minden von 9.30 bis 14 Uhr zum Tauschtag ins Ratsgymnasium Minden ein. Für junge Briefmarkenfans, die sogenannten „Phil-Kids“, gibt es wieder einen Grabbeltisch mit über 10 000 Marken zur freien Verfügung. Ulrich Wilke wird auch wieder eine Sonderschau präsentieren, dann zum Thema Varusschlacht.



(Quelle: http://www.landes-zeitung.de/portal/lokales/lz-heute_Wenn-der-Brief-aus-dem-Kriegsgebiet-kommt-_arid,189269.html)
 
Richard Am: 17.11.2009 14:44:57 Gelesen: 1080063# 217 @  
Briefmarken als Dokumente des Geistes

InFranken.de (08.11.09) - Mit einem Festkommers feierte der Philatelisten-Club Kulmbach sein 60-jähriges Bestehen. "Briefmarken sind weit mehr als bloße Postwertzeichen: Sie sind lebendige Dokumente menschlicher Arbeit und menschlichen Geistes”, sagte Vorsitzender Jürgen Arlt.

Briefmarken erzählten von Ländern und ihren Bewohnern, von Geschichte, Kultur, Politik, technischem Fortschritt, von Kunst, Religion, Sport, Flora, Fauna und mehr.

„Trotz aller Post-Automatisierung und der technischen Errungenschaften im Bereich der Post wird es auch in Zukunft Briefmarken geben.”

Die Sammelleidenschaft hat Arlt zufolge noch einen anderen Aspekt. „Nicht vergessen darf man den erzieherischen Wert der Philatelie – Sauberkeit, Ordnung und Systematik, Zielstrebigkeit bis hin zu kreativen Leistungen bei der Ausstellung von Exponaten gehören zu den Tugenden der Philatelisten.”

Als Werbeträger für die Stadt Kulmbach bezeichnete Oberbürgermeister Henry Schramm den Philatelisten-Club. Er erinnerte an den Sonderstempel, den der Club nach vierzig Jahren Pause anlässlich der Zinnfiguren-Börse 2009 herausgebracht hatte.

Lob für die Arbeit des Clubs gab es auch von stellvertretendem Landrat Jörg Kunstmann. Briefmarken seien ein Kulturgut und werteten Briefe auf, sagte er. Zudem sei es immer positiv, wenn sich Menschen in Vereinen engagierten.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Bayerischen Philatelisten-Vereine, Ludwig Gambert bezeichnete es wichtig für die Zukunft, den Nachwuchs für das Hobby zu begeistern. Der Landesverband unterstütze die Vereine, die landauf, landab über Nachwuchsmangel klagten, dabei gerne.

Gute Wünsche zum Jubiläum übermittelten beim Festkommers der Vorsitzende des Philatelisten-Clubs Thurnau, Siegfried Zettel, sowie Christian Knoll vom Philatelisten-Club Saalfeld.Im Frühling 2010 jährt sich die Partnerschaft der Kulmbacher Philatelisten mit den Sammlerfreunden aus Saalfeld zum zwanzigsten Mal.

Roland Pfaffenberger ließ beim Festkommers in einem kurzen historischen Abriss die Geschichte des Philatelisten-Clubs Kulmbach aufleben (die BR berichtete bereits ausführlich). Im November gegründet, erlebte der Club zunächst einen rasanten Aufschwung und war bald mit 260 Mitgliedern einer der größten Sammlervereine Deutschlands.

Im Laufe seiner Geschichte initiierte der Verein Werbeschauen und Ausstellungen sowie Tauschtage. Aber es gab im Laufe der Vereinsgeschichte auch dunkle Tage, wie Pfaffenberger berichtete. So stand in den achtziger Jahren der Philatelisten-Club kurz vor der Auflösung.

Die Wogen glätteten sich erst wieder, als Jürgen Arlt 1987 den Vorsitz übernahm, den er bis heute inne hat.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier zeichnete der Philatelisten-Club Kulmbach etliche treue Mitglieder aus. Für die stilvolle musikalische Umrahmung sorgte die Damen-Kapelle „Cappuccino“.

Folgende Ehrungen standen auf dem Programm

Reinhold Konrad Seit 50 Jahren Mitglied. Konrad hat sich in besonderer Weise um die Vereinszeitschrift „Die Pinzette“ verdient gemacht. Er ist stellvertretender Vorsitzender und Autor des Katalogs „Bahnpoststempel in Oberfranken“. Außerdem leitet er die vereinsinternen Auktionen.

Jürgen Löffler Seit 50 Jahren Mitglied

Herbert Löffler Als „Spiegel der Geschichte“ gilt die von ihm angelegte Kulmbacher Heimatsammlung g ab 1641, die er vor einiger Zeit der Stadt Kulmbach zur Verfügung gestellt hat. Löffler ist Referent für Fachvorträge, Rundsendeleiter, im Ausstellungsteam aktiv und Experte für Heimatgeschichte.

Hansgeorg Hechelmann 40 Jahre Mitglied

Claudia Hübner 25 Jahre Mitglied

Reinhold Puchta und Alfred Ittner Sie wurden von Ludwig Gambert mit dem Bronzenen Ehrenzeichen des Deutschen Bundes der Philatelisten ausgezeichnet.

Weitere Ehrungen Klaus Einsiedler, Joachim Niebisch, Arnold Ubl, Rudolf Ziegler und Peter Hetzelt sind seit 10 Jahren Mitglied.



Langjährige Mitglieder zeichnete der Philatelisten-Club Kulmbach anlässlich seiner Jubiläumsfeier aus. Unser Bild zeigt (von links) den Präsidenten der oberfränkischen Briefmarkenvereine, Dieter Simon, den Vorsitzende des Philatelisten-Clubs Kulmbach, Jürgen Arlt, Jubilar Arnold Ubl, Oberbürgermeister Henry Schramm, stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann, Herbert Löffler, Stadtrat Hans Werther, Klaus Einsiedler, Joachim Niebisch, Reinhold Konrad und Ludwig Gambert, den Vorsitzenden des Landesverbandes der Bayerischen Philatelisten-Vereine. (Foto: so)

(Quelle: http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/briefmarken-als-dokumente-des-geistes-39136.html)
 
Richard Am: 18.11.2009 14:51:44 Gelesen: 1080043# 218 @  
Ein Paradies für Philatelisten

Von Anna Heuvelmann

Der Westen, Emmerich (08.11.09) - Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten hieß es am Wochenende ausnahmsweise einmal im Rheinmuseum.

Wo sonst alte Schätze und geschichtsträchtige Exponate aus der niederrheinischen Umgebung besichtigt werden können, hatten die Briefmarkenfreunde Embrica unter der Organisation von Gerard van Roon ein Paradies für Philatelisten geschaffen. Sicher verpackt in Kartons konnten dort wertvolle Briefmarken von den rund 40 sammelfreudigen Gästen zuerst begutachtet und anschließend ersteigert werden.

Nach einer anfänglichen Verlosung, bei der die Gewinner unter anderem Bücher über das Sammeln der Postwertzeichen und Emmerich erhielten, eröffnete Herbert Kappelhoff, erster Vorsitzender der Briefmarkenfreunde, als Auktionator die Versteigerung. 189 Lose beinhaltete der umfangreiche Katalog. Jedes Los entsprach dabei einer kleinen Sammlung von Marken, Heftchen oder anderer Wertstücke. Je nach Anfangsgebot betrugen die Gebotsschritte dann zwei oder fünf Euro.

Olympische Spiele

Als „Schnäppchen mit drei Ausrufezeichen” waren mehrere Bananenkisten voller Briefmarken deklariert worden. Um die kam dann auch es zu den ersten Wettstreits um den Zuschlag: Für rund 40 Euro gingen sie schließlich an den jeweils Meistbietenden.

Auch eine Sammlung mit Marken, Blöcken und Briefen aus verschiedenen Ländern von den Olympischen Spielen 1992 kam unter den Hammer: 17 Euro lautete hier das Höchstgebot. Besonders internationale Marken erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Sammlern: Eine Kollektion Sondermarken aus den USA von 1980 bis 1981 mit einem besonders hohen Katalogwert ging für 42 Euro über den Auktionstisch.

Auch kleinere Computerprobleme und die Tatsache dass manche Angebote keinen der Bieter aus dem Saal zu einer eindeutigen Handbewegung verlocken konnten, verdarb Auktionator Herbert Kappelhoff nicht die gute Laune. „Selbst wenn ich die Angebotsbeschreibungen singen würde, bekäme ich wie es scheint wohl kein Gebot”, ermutigte der Emmericher die Gäste auf humorvolle Art und Weise.

(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/emmerich/2009/11/8/news-140095431/detail.html)
 
Richard Am: 19.11.2009 14:52:49 Gelesen: 1080033# 219 @  
Nachwuchssorgen bei den jungen Briefmarkenfreunden

Holsteinischer Courier / aiv (03.11.09) - Eine Ausstellung mit tollen Motiven aus drei Jahrzehnten, ein Quizz rund um das Thema Briefmarken und als besonderer Clou ein so genannter "Wühlpool" für die jüngsten Besucher - mit einer großen Werbeschau und einem bunten Programm feierten die Jungen Briefmarkenfreunde Neumünster am Sonnabend im Freesen-Center ihr 30-jähriges Bestehen.

Gegründet wurde der Verein im Mai 1979 als eigenständige Jugendgruppe des Briefmarkensammlerverbandes. In den 80er-Jahren richteten die Jungsammler eine Reihe eigener Ausstellungen mit internationaler Beteiligung aus. Zu diesen Anlässen wurden auch Sonderstempel herausgegeben. "Die Jungen Briefmarkenfreunde Neumünster waren immer eine der stärksten Gruppen in Schleswig-Holstein", erklärte Marianne Klopp vom Philatelistenverband Norddeutschland, die den Vereinsmitgliedern zum Jubiläum gratulierte.

In der Hochzeit in den Achtzigern gehörten dem Verein rund 40 Mitglieder an. Heute ist die Gruppe auf gerade mal sechs Jung sammler und Fördermitglieder zusammengeschrumpft - sehr zum Bedauern der ersten Vorsitzenden Ute Böckel: "Wir hoffen, mit dieser Infoveranstaltung wieder mehr junge Leute für das tolle Hobby des Briefmarkensammelns zu begeistern."

Diese Hoffnung teilt auch Franziska von See (14), das momentan noch jüngste Mitglied der Nachwuchs-Philatelisten. In ihrer Familie hat das Sammeln Tradition: "Mein Opa hat eine große Sammlung aufgebaut. Mittlerweile haben meine Geschwister und ich diese übernommen", berichtete die Padenstedterin, die ihr Hobby bisher leider nur mit wenigen Gleichaltrigen teilt: "Ich finde es schade, dass es derzeit kaum junge Sammler gibt. Mir fehlen einfach Leute zum Tauschen."

Neugierige Nachwuchssammler zwischen acht und 20 Jahren sind bei den Jungen Briefmarkenfreunden jederzeit willkommen: Die Gruppenstunden finden jeden zweiten Sonnabend im Monat ab 15 Uhr im JVN-Haus, Boostedter Straße 3, statt. Weitere Informationen gibt es bei Ute Böckel, 69 90 18.



Ganz junge Nachwuchs-Sammler: Finja Hübert (1), Tobias Hansen-Palmus (10) und Nicolas Hansen-Palmus (1) vergnügten sich im so genannten "Wühlpool". (Foto: Ivers)

(Quelle: http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/artikeldetails/article/807/nachwuchssorgen-bei-den-jungen-briefmarkenfreunden.html)
 
Richard Am: 20.11.2009 14:22:10 Gelesen: 1080019# 220 @  
Selbst auf Karten und Briefen geht es um den Mauerfall - Verein für Briefmarkenkunde Zeitz von 1880 richtet Ausstellung mit dem Detmolder Partnerverein aus

Von Angelika Andräs

Mitteldeutsche Zeitung, Zeitz (08.11.09) - 20 Jahre Grenzöffnung waren ein guter Anlass für die Zeitzer Briefmarkenfreunde, eine Ausstellung zu organisieren. Gemeinsam mit dem Detmolder Partnerverein, denn diese Partnerschaft wurde erst durch Mauerfall und Grenzöffnung möglich, richtete der Verein für Briefmarkenkunde Zeitz von 1880 in Zusammenarbeit mit Ausstellern aus den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Berlin und Sachsen-Anhalt die Sonderschau "20 Jahre Öffnung der innerdeutschen Grenzen" aus.

Sie war am Sontag im Zeitzer Autohaus in der Leipziger Straße ein Anziehungspunkt für Philatelisten ebenso wie für Geschichtsinteressierte. Was daran lag, dass die Ausstellung durch zahlreiche geschichtliche Dokumente ergänzt und gleichsam in einen Rahmen gestellt wurde. So finden sich Tauschgenehmigungen ebenso wie Forumschecks oder die Anmeldung für einen Trabant. Wolfgang Hoffmann vom Verein macht auch auf eine Serie mit Postkarten aufmerksam, die das Brandenburger Tor, das zum Symbol der deutschen Einheit avancierte, in verschiedenen Blickwinkeln und zu verschiedenen Zeiten zeigt.

Zur Eröffnung am Morgen waren natürlich Gäste aus Detmold da, ebenso die Vorsitzenden der Partnervereine aus Osterfeld, Weißenfels, Eisenberg und Naumburg. Den Zeitzer Oberbürgermeister, der die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hatte, vertrat Gudrun Bartsch vom Fachbereich soziales Zeitz. Zu den Besuchern gehörte dann auch Gerhard Fülle, der des Themas der Ausstellung wegen eigens aus Stuttgart gekommen war. "Ich wollte einmal eine komplette Sammlung zum Thema sehen", meinte er und der rege Austausch mit den Zeitzern zeigte, dass seine Erwartungen erfüllt wurden.

Die Ausstellung, die am Montag noch zu sehen ist, ist die 13. Partnerschafts-Briefmarken-Ausstellung Zeitz-Detmold. Zu sehen sind ungefähr 700 Blatt von 20 Ausstellern. Für alle Briefmarkenfreunde, die sich mit dem Sammelgebiet der deutschen Einheit beschäftigen, hält der Zeitzer Verein eine Privatganzsache mit Automaten-Wertzeicheneindruck "Brandenburger Tor" und den Plusbrief "20 Jahre friedliche Revolution" bereit. Der Zudruck auf beiden Ganzsachen zeigt ein zeitgenössisches Foto aus den Novembertagen 1989 in Zeitz.



Wolfgang Hoffmann von den Zeitzer Philatelisten (rechts) fachsimpelt mit Gerhard Fülle über die Exponate. Der war aus Stuttgart gekommen, nur um diese Ausstellung anlässlich 20 Jahre Grenzöffnung zu sehen. (Foto: Hartmut Krimmer)

(Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1257341726390)
 

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